Alemannenweg

Von in 2017 12 Kommentare , ,

Nach 2 Wochen, mit je nur 2 Läufen, kribbelte es gestern so stark, dass ich einfach RAUS MUSSTE!

Bei strahlendem Sonnenschein und 16 Grad wollte ich wieder unsere Burg besuchen. Mit den Laufschuhen an den Haxen, mit denen es zuletzt am besten funktionierte, konnte ich gleich von Anfang an problemlos durchstarten. Ich lief mich schön ruhig ein, denn schon nach 2 km beginnen auf dieser Strecke die Steigungen.

Herrlich so ohne Wadenverspannungen, nur mit leichtem Ziehen in den hinteren Oberschenkelmuskeln, loszulegen. 🙂 Natürlich kam ich bergan außer Puste, aber ich konnte durchlaufen. – Auf den letzten Metern eines nicht mehr steilen Forstweges belustigte mich ein ehrgeiziger Biker. Er hatte mich überholt, konnte sich aber nicht von mir absetzen. Als ich – ohne schneller zu werden – wieder zu ihm auflief, konnte ich in sein Gesicht sehen und sah, dass er verbissen in die Pedale trat, nur um diesen blöden Läufer endlich hinter sich zu lassen. (Spaßfaktor 10 😛 ) Erst kurz vor dem Parkplatz der Burg, auf asphaltiertem Weg, ist es ihm dann endlich gelungen! – Hatte wohl längst nicht die Fitness von Helge! 😆

Am Parkplatz, nach einem Schluck aus der Pulle, ging es weiter. Auf dem Kamm führt ein schmaler, sehr schöner Wanderweg (Burgenweg) nach Süden. Diesem folgte ich bis zur Galgenbuche. Hier war mein südlichster Punkt erreicht. Gleich wieder zu lange unterwegs sein zu wollen, wäre sicherlich kontraproduktiv.

    

Ich schaute mich kurz um und lief dann den Alemannenweg wieder Richtung Norden. Es fing fast langweilig an. Ein breiter Weg in lichtem Baumbestand öffnete sich. Der dann immer schmaler werdende Weg hatte im weiteren Verlauf aber doch ein paar schöne „Ecken“!

   

    

Sollten wirklich die Alemannen hier entlang gekommen sein?
Oder ist vielleicht Hannibal auf solch einem Weg übers Gebirge gekommen?
… und das ganze mit Elefanten?

Manchmal ist es schon schräg, was mir so alles beim Laufen durch den Kopf geht. Aber es waren weit und breit keine Alemannen zu sehen, nur ein einsamer Läufer:

   

Dieser Läufer hatte dann auf den Downhills mehr Mühe wieder nach Hause zu kommen, als ihm lieb war. Müde war er nach 15 km mit knapp 400 hm in einem 6:48er-Schnitt.
Nach zwei ruhigeren Wochen muss es jetzt halt wieder mit der üblichen Geduld weiter gehen! 😳

12 Kommentare

  1. Oliver |

    Lieber Manfred, ich beneide dich echt um deine schönen Laufstrecken, dazu auch immer noch eine Portion Kultur/Geschichte, das hat schon was.
    Aber vielleicht ganz gut, dass du als „Wildwechsel“ keine Elefanten gesehen hast. Oder wütende Alemannen 🙂
    Bleib gesund und bei deinem Tempo, ich finds gut.
    LG Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      natürlich wäre ich nicht so gerne der einen, oder auch der anderen wilden Horde begegnet. Der Wald ist so licht, dass man sich nicht hätte verstecken können! 😉
      Die Laufstrecken sind sehr schön und ich genieße auch die Läufe in meinem kleinen, oder einem angrenzenden, größeren Revier.
      Noch bleibe ich bei meinem Tempo! 😆
      LG Manfred

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  2. Volker |

    Was für schöne Laufwege, lieber Manfred. Und ganz schön viele Höhenmeter für 15 km. Da darf ein gewisser Läufer auch schon müde sein! 😉

    Tolle Bilder!

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      danke für den „Zuspruch“ und das Verständnis! 😉
      Nach 2 Wochen „Kürzertreten“ mache ich mir auch keinen Kopf. Einfach nur dranbleiben. Aber das gilt ja für uns alle!
      LG Manfred

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  3. Anne |

    Lieber Manfred,

    Radfahrer zu scheuchen macht einfach einen Heidenspaß … mindestens 10, eher 11-12 auf der Spaßfaktor-Skala! 🙂 15 km mit ordentlich Höhenmetern auf richtig schöner Strecke, alle Achtung. Ich wünsch dir, dass es so weitergeht und dass du gesund bleibst! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Manfred |

      Liebe Anne,
      wie so oft ist für mich nicht die Streckenlänge die Herausforderung, ich muss nur das richtige Tempo finden! 🙂
      … und jetzt im richtigen Tempo die Kondition weiter aufbauen, dass auch die längeren Kanten in manierlichem Tempo zu bewältigen sind. Es ist ja nicht damit zu rechnen, dass mir ein Schüler gleich nächste Woche wieder einen Ball auf Auge wirft! 😆
      Bleibe du auch gesund!
      LG Manfred

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  4. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    also wir sollten uns irgendwann mal zum Duell treffen 😆
    Aber wenn es schon steil wird im Wald und unwegsam ist man als MTB Fahrer schon manchmal einem guten Läufer unterlegen.
    Bergab eher selten 😆
    Du hast echt eine super schöne Laufgegend. Und ich denke du hast es auch drauf, diese Gegend richtig gut zu fotografieren 🙂
    Hoffe, die Beine haben sich wieder gut erholt.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      wenn Duell, dann gib mir noch ein paar Monate, um richtig fit zu werden. Obwohl … jünger werde ich ja auch nicht! 😯
      Duellieren ist auch nur aufwärts, bergab schenke ich es von vorne herein ab! 😆
      Danke für das Kompliment, ich gebe mir auch Mühe und für dei Gegend bin ich echt DANKBAR! 🙂
      Beine sind gut, alles ist gut!
      LG Manfred

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  5. midLAUFcrisis |

    Liebe Manfred,

    solche witzigen Szenen mit Mountainbikern kenne ich auch. Das macht wirklich Spaß. Aber wenn sich immer mehr Bikes mit E-Motoren durchsetzen, werden diese Erlebnisse seltener.

    Ein schöner Lauf war das. Ganz nach meinem Geschmack. Langsam wieder weitere Strecken. Ein guter Plan. Nur nicht übertreiben!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Manfred |

      Lieber Rainer,
      ja manchmal sind diese Erlebnisse wirklich witzig! 😉
      Solange sie nicht die Luft verpesten, sollen sie doch ihre „unwirklichen“ Erfolgserlebnisse haben! 😛
      Langsam weitere Strecken und ich werde nicht übertreiben, versprochen!
      Danke und
      LG Manfred

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  6. ultraistgut |

    Lieber Manfred, diese Natur, diese Wege, diese Hügel, all das erinnert mich nur zu sehr an meine alten Heimat, sieht genauso aus, ist auch ähnlich.

    Die Geschichte mit dem Radfahrer ist mir damals auch passiert, und wir haben uns dann noch mehr angestrengt, ihn abzuhängen, was uns damals auch gelang, zeigen, wo der “ Baddle de Moscht holt „- YES.

    Sehr schön, es geht aufwärts mit dir – im wahrsten Sinne des Wortes, man kann es sogar sehen – YES !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      ähnlich, wie in der alten Heimat de Palz, kann ich mir sehr gut vorstellen! 🙂
      Den Radfahrer hätte ich auch „stehen lassen“ können, aber ich wollte ja noch weiter. Deshalb habe ich den Armen auch lächelnd „ziehen lassen“! – Da drüber bin ich doch erhaben! 😆
      Aufwärts, ja! – Jetzt muss ich einfach nur Geduld haben!
      YES! – LG Manfred

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