geht doch

Von in 2017 6 Kommentare ,

In den letzten Wochen haben viele Sondertermine, oft schulischer Art und meist irgendwas mit dem Abitur, einen Lauf verhindert. So hatte ich am Sonntag keine Skrupel den allerletzten Klausurenstapel für dieses Schuljahr noch etwas liegen zu lassen, um mir einen längeren Lauf vorzunehmen. Und da es im Sommer wieder ins Gebirge geht, versuche ich ein paar Höhenmeter zu sammeln. 😉

Es ging mal wieder zur Burg und daran vorbei! Ich hoffe, dass ihr nichts anderes erwartet habt! 😆 Und wer viel Geduld und gute Augen hat, erkennt sie zwischen den Bäumen auf dem Eingangsbild!

Auf den ersten Kilometern überholten mich einmal mehr MT-Biker. Mein Anfangstempo war bewusst niedrig gehalten, da ich heute über 20 profilierte Kilometer laufen wollte.

… aber was soll ich berichten: schon ein paar hundert Meter später, die eigentlichen Steigungen fingen an, brüllte der letzte in der Bikergruppe: „Lasst mal den Jogger vorbei!“ Es half nix zu beteuern, dass ich doch gar nicht schnell starten wolle. So als müssten sie mich vertrösten, antwortete einer: „Wir sind nur Sonntagsfahrer!“ – Na dann, wenn sie es so friedlich haben wollen, kann ich ja ruhigen Schrittes vorbei ziehen! 😎

Oben machte ich nur schnell ein Foto für meinen Bruder vom Innenhof der Burg. Ansonsten wollte ich mich nicht lange aufhalten lassen. Ein Schluck aus der Pulle und weiter ging es nach Süden. Vorbei an der Galgenbuche sammelte ich weitere Höhenmeter, bevor es erst einmal Richtung Mühltal bergab ging.

Dort machte ich eine kurze Rast an einem Grillplatz, der von außen fast wie eine kleine Waldkapelle aussah. Bänke aufgereiht wie in der Kirche und vorne der Platz für den Pastor. Ihr wisst ja … die Phantasie unterwegs … nein, die Sonne war es nicht, viel eher kann ich mein erstes Studium nicht leugnen. Zum Beleg, dass ich unterwegs sehr wohl auch Kleinigkeiten noch aufzunehmen imstande war:

Ein bisschen Bammel hatte ich vor dem Rückweg. Es wareteten drei Kilometer mit einigen Höhenmetern auf mich. Dazu musste ich aus dem Mühltal wieder hoch zur Galgenbuche und dann zurück zur Burg. Aber es ging mir sehr gut. Ich kam gut voran und erlebte keinen Einbruch. In den vergangenen Wochen musste ich oft die letzten zwei bis drei Kilometer schleichen, wenn ich von einem längeren Kanten zurück kam. Lag es an den flüssigen Kohlenhydraten mit Natrium und Kalium, die ich auf dem Grillplatz zu mir genommen hatte? – Vielleicht? 😆

Weiter unten erlebte ich noch des Läufers Freiheit über die in der Moderne Gebundenen!

    

… und kurz vor Zuhause kam ich dann doch noch an einer richtigen Kirche vorbei,

die sich aber ganz bescheiden versteckt hielt!

Müde haben mich die 21 Kilometer mit gut 500 Höhenmetern aber gemacht.
Ein Wunder wars, dass ich beim Café auf der heimischen Terrasse nicht entschlummert bin!

6 Kommentare

  1. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    nach diesen 21 km kann man doch ruhig müde sein 🙂
    Ich kann mir quasi nix schöneres vorstellen als nach einem Lauf bei einem schönen Kaffee auf der Terrasse einzuschlafen.
    Den Spruche mit den Sonntagsfahrern muss ich mir merken 😆
    Ich werde jetzt einfach immer, wenn mich jemand überholt, sagen: Ich bin nur Sonntagsfahrer. Das scheint ja Entschuldigung für fehlende Fitness zu sein 😉
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      natürlich kann man nach 21 km mal müde sein. Eine solche Streckenlänge zu laufen soll nur wieder etwas normaler werden. 😉
      Solche Sprüche hast du doch nicht nötig, außerdem würde ein so langsamer Jogger dich gar nicht einholen. 😆
      LG Manfred

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  2. Volker |

    Lieber Manfred,

    nach 21 km schon müde? Da muß der Jogger aber noch an seiner Fitness arbeiten! 😆

    Nein, nein, wer Moutainbiker versemmelt und 500 HM schrubbt, der hat quasi ein Anrecht auf Müdigkeit! 🙂

    Also das Eingangsbild ist mir definitiv zu klein um darauf irgendwelche Burgen zu erkennen, dafür sehe ich sie auf dem zweiten Bild aber recht deutlich :mrgreen:

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      da bin ich aber froh, dass ich müde sein darf! 😉
      An meiner Fitness muss ich trotzdem arbeiten, weil mein Gebirgslauf das Fünffache an Höhenmetern hat! 😳
      Du erkennst die Burg nicht? – Hoffentlich sind deine Augen noch in Ordnung! 😆
      Nein, mal im Ernst: die erkennt man ja kaum im deutlich vergrößerten Original. War auch nur so ein Sruch!
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Lieber Manfred, ja, gut gemacht, da darfst du getrost ein wenig müde sein, freut mich immer wieder, wie gut es bei dir läuft, das habe ich noch ganz anders in Erinnerung ! 😎

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      ja, danke! – Ich hatte auch nicht wirklich Skrupel müde zu sein! 🙂
      Ich bin sehr dankbar, dass es aufwärts geht und noch kein „Sättigungsbereich“ erreicht ist! So kann ich mich zunehmend austoben! 😆
      LG Manfred

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