Mischbachalm

Von in 2018 10 Kommentare ,

Am 1. Tag unseres Urlaubs machten wir eine kurze Wanderung „entlang“ des Elferliftes hoch, dann zur Autenalm rüber und von dort wieder zurück nach Neustift, quasi zum Einrollen. Es kamen zwar 13 Kilometer, aber nur 820 Höhenmeter zusammen. 😉

Am zweiten Tag starteten wir mit dem Tipp unserer Gastgeber doch mal die Mischbachalm zu besuchen. Wir mussten dazu nicht weit weg, denn der schöne kleine Wanderpfad ging schon in Krössbach los, dem Ort unseres Gästehauses.

Schon recht schnell waren wir immer wieder auch auf schönen Singletrails unterwegs, wie diese Pfade im „Trailrunner-Deutsch“ 😳 heißen. Doch egal wie sie „geschimpft“ werden, es waren tolle kleine, verwurzelte, aber z. T. auch steil ansteigende Pfade, auf denen wir unterwegs waren. Anfangs ging es viel durch Waldgebiet, allerdings mussten die Bäume nicht viel Sonne abhalten. Tagsüber wurden es „nur“ 20 Grad, was für Wanderungen ja eher eine angenehme Temperatur bedeutet. In Darmstadt stiegen die Temperaturen schon wieder und es wurde an diesem Dienstag wieder sommerliche 26 Grad warm!

 

Ab und zu verließen wir den Wald, um z. B. auch kleine Wasserläufe zu queren. Dann lagen da manchmal Bretter als kleine Hilfen. So hatten es die Wanderer nicht nur leichter das Wasser zu überqueren, sondern auch damit, den Weg nicht zu verfehlen. Wäre es doch hin und wieder möglich gewesen einfach neben dem Wasser weiter bergan zu steigen.

 

Später, auf der Alm, erklärte uns der Hüttenwirt, dass er selbst die Bretter legt und verlegt, je nachdem wie weit die Schneeschmelze vorangeschritten ist. Für ihn ist es sicherlich auch eine „Absicherung“ dafür, dass die Wanderer seine kleine urige Alm auch finden! 🙂

Auf dem Weg bergan verließen wir immer öfter mal den Wald und konnten die Alpenflora bewundern.

  

Auf herrlichsten Wegen in wunderbarer Umgebung konnten wir die Bergwelt genießen. Es ist einfach „der Wahnsinn“ da draußen! Da verstehe einer die Menschen, die hier nicht entspannen und runter kommen können. Der Alltag rückt für mich in weite Ferne … ich lebe dann noch viel intensiver im Hier und Jetzt!

Und dann … wieder einmal … erreichten wir die Alm deutlich schneller, als es vorgegeben 😛 war! Oben stand, fast schon in freudiger Erwartung, der Hüttenwirt Sepp und empfing uns offen und gesprächig!


hier ein Ausschnitt (weiteres s. Link)

Allerdings … so erfuhren wir bei einem großen Becher Kaffee … hatten sich Gäste zur Übernachtung angemeldet. Sie waren es, die eigentlich erwartet wurden. Das tat dem netten Gespräch aber keinen Abbruch! Eine ganze Weile später machten wir uns auf, noch ein bisschen höher zu steigen, auch auf die Empfehlung des Hüttenwirtes hin.

Da wir den Glücksgrat aber nicht überqueren, sondern schon recht bald wieder umkehren wollten, stiegen wir auch nicht ganz nach oben. Am „Umkehrpunkt“ machte meine Frau eine kleine Jause und schmökerte in der Karte. Ich selbst stieg noch weiter bergan, bis ich erkennen konnte, wo entlang der Weg zur Überquerung des Glücksgrates führt. Bis auf 2311 m kam ich hoch und hatte dort einen herrlichen Rundblick!

   

Knapp 2 Stunden später

 

waren wir wieder auf der Alm und ließen uns mit einem tollen, selbstgemachten Kaiserschmarrn verwöhnen! Wieder gesellte sich der Hüttenwirt eine Weile zu uns und erzählte uns so einiges Wissenswertes von der Alm und ihrer Geschichte. Ganz in der Nähe hatte man früher sogar nach Erzen geschürft. – Nebenbei erfuhren wir, dass die Frau des Wirtes und unser Gastgeber Many Geschwister sind. (Daher auch die Empfehlung?! 🙂 )

Aufgrund des aufschlussreichen Gespräches war ich neugierig geworden und ließ mir noch die verschiedenen Bereiche der Hütte zeigen, die erst nach und nach entstanden waren. Immer wieder war etwas im „alten Stile“ angebaut worden. Mittendrin gibt es jetzt ein „Matrazenlager“ für 7 Übernachtungsgäste und für diejenigen, die es ganz urig mögen, ist auch eine Nacht im Schlafsack auf Stroh im Heuboden möglich.

 

Nach der Stärkung und dem schönen Aufenthalt auf dieser urigen kleinen Alm ging es wieder nach Krössbach. Nur 11 km kamen zusammen, dabei hatten wir aber 1220 hm erklommen!

10 Kommentare

  1. Helge Orlt |

    Hallo Manfred,
    „ich lebe dann noch viel intensiver im Hier und Jetzt!“ …. das kann ich soooo gut nachempfinden. Diese Bergwelt ist einfach unglaublich. Man fühlt sich so winzig dort und trotzdem so wohl.
    Da habt ihr eine tolle Wanderung gemacht.
    Ich freu mich so sehr, wenn es für uns wieder in die Berge geht.
    Danke das du mir mit solchen Beiträgen die Zeit bis zum Urlaub ein bisschen verkürzt 🙂
    Tolle Bilder.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      ja, diese Bergwelt ist einfach unglaublich … sooooo schön! 😉
      Die Wanderung war auch richtig zum „Abhängen“! 😆
      Na dann, lass dich (wie Christian – letzter Post) durch deine Vorfreude ein bisschen „tragen“!

      Aach, wenn man durch solch einfache Dinge Zeit verkürzen kann, dann habe ich das doppelt gerne gemacht!
      LG Manfred

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  2. regenfrau |

    Lieber Manfred,

    was für eine herrliche Landschaft! Schön, dass ihr schon vor dem „eigentlichen“ Ereignis Höhenmeter sammeln und genießen konntet! 🙂
    Schon die Fotos bringen die herrlich erholsame Stimmung gut rüber – in Natura wirken die Berge natürlich noch mehr! 😀

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      es macht ja auch riesig Spaß dort „rum zu kraxeln“! 🙂
      Schöne Fotos können schon was transportieren, aber die Wirklichkeit können sie zum Glück nicht ersetzen!
      LG Manfred

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  3. Christian |

    Lieber Manfred,
    die Berge sind etwas ganz besonderes und zum entspannen das Beste was es gibt. Wenn man nicht gerade in touristisch überlaufenen Gegenden mit Bergbahn Zubringer unterwegs ist findet man auch die Einsamkeit, die einen wirklich runterkommen lässt.
    Schön, dass ihr das genießen konntet

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      da gibt es nichts zu ergänzen! Gut getroffen! 🙂
      Wir konnten es genießen und uns gut erholen!

      Salut

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  4. ultraistgut |

    Lieber Manfred, Natur pur, was gibt es Schöneres ? Und du warst dort, wo du dich am wohlsten fühlst – vielleicht wirst du irgendwann ganz dort unten landen, wenn das Arbeitsleben hinter dir liegt – wer weiß, wer weiß! Da kann man sich ja schon beim Zusehen erholen…………..

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      schön, dass du auch was davon hast! 😉
      Ich fühle mich dort sehr, sehr wohl, aber ob ich ganz dort lande??? … hier die eigenen 4 Wände und einen großen Teil der Verwandtschaft!
      Was man nicht alltäglich hat, schätzt man vielleicht noch mehr?!
      LG Manfred

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  5. Anna |

    Lieber Manfred
    Ich liebe diese Singletrails 😍 am liebsten würde ich nur über solche Pfade die Berge hoch uns runter laufen!
    Es ist zwar sehr individuell, aber meiner Meinung nach gibt keine bessere Ort für Entspannung, Erholung und Regeneration als die Bergwelt! 🤗 Schön dass Ihr die Blütezeit der Alpenrosen erwischt haben🌺😊
    Liebe Grüße Anna

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    • Manfred |

      Liebe Anna,
      alleine die Flora der Bergwelt lädt zum Verweilen ein. Noch schöner ist es, wenn man die Blütezeit solch schöner Pflanzen erwischt! 🙂

      Auch ich kann dort am besten entspannen. Leider vergeht eine einzelne Woche zu schnell, aber ich nehme immer sehr viel mit!
      LG Manfred

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