Reintalangerhütte 2017

Von in 2017, mal was anderes 6 Kommentare , ,

Letztes Jahr erwanderten wir zu dritt (Tochter & Schwiegersohn) die Zugspitze in zwei Tagen. Dieses Jahr hatte ich die Idee meiner Frau das schöne Reintal zu zeigen. Von Mittenwald ist man im Nu nach Partenkirchen rüber“gerutscht“!

Im Vorfeld war sich meine Frau nicht sicher, ob ein Hin und Zurück gut geht, da die Tour zur Hütte hoch allein mit 5,5 bis 6 Std. angegeben wird. Allerdings hatten wir noch nie angegebene Zeiten „auskosten“ müssen. Bisher waren wir immer (viel) schneller unterwegs!

Punkt 9.00 Uhr parkten wir unser Auto vor der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Gut 20 Min. später betraten wir die Partnachklamm, die alleine schon einen Ausflug wert ist. Nach genügend oochs und aachs 😉 waren wir bald wieder draußen.

    

Anfangs geht es dann auf breiten Wanderwegen nur leicht bergauf. Es lässt sich gut laufen und „Strecke“ machen. Doch die Steigungen nehmen zu, schon bevor man die breiteren Wege verlässt. Das hatte ich schon fast verdrängt, zum Glück aber meiner Frau nicht zuviel versprochen! 🙂

Unterwegs wird man anfangs von menschlichen „Bauten“ abgelenkt, 😉

    

dann aber immer mehr von der faszinierenden Natur einvernommen!

    
    

Etwas mehr als eine Stunde später, kündigte sich die erste Hütte an. Wir erfrischten uns mit einem Getränk, hielten uns aber nicht lange auf. Wir wollten unseren Wander„flow“ nutzen und uns lieber an der Reintalangerhütte eine längere Pause gönnen, sofern wir gut genug voran kommen sollten.

Schon kurz vor der Bockhütte hatten die schöneren Wanderwege begonnen, danach aber nahmen die Steigungen zu. Meine Frau gab ein gutes Tempo vor und selbst die steileren Abschnitte ließen sich gut bewältigen. Es war herrlich dort draußen: das rauschende Wasser „unter“ uns und um uns herum die monumantalen Riesen. Die Wege waren zu Pfaden geworden und die Steigungen hatten teilweise ordentlich zugenommen.

… bevor wir uns aber versahen und die Steigungen zu mühselig wurden, kündigte sich unser Ziel an.

Im schön gelegenen Reintal denkt man nicht auf über 1300 m hoch zu sein, zumal es in Höhe der Hütte breiter ist und recht flach wirkt. Zu unserer eigenen Überraschung konnten wir uns schon 12.20 Uhr auf einer Bank unterhalb der Hütte niederlassen. Die Pause genossen wir mit einem schönen großen Pott Kaffee.

    

Bei richtig tollem Wetter konnten wir draußen sitzen, uns die Bergluft um die Nase wehen und unsere Blicke schweifen lassen. Es ist einfach toll von solch gewaltigen Bergen umgeben zu sein!

    

So lange, wie es uns letztes Jahr vergönnt war, konnten wir allerdings nicht dort sitzen. 2016 hatten wir den Nachmittag und einen schönen (Hütten)Abend vor uns, da wir in der Hütte übernachteten. Für eine Mittagspause von einer guten Stunde nahmen wir uns aber die Zeit!

Auch der Rückweg gestaltete sich problemlos.

    

Als wir dann durch die Partnachklamm kamen, wurden wir fast von Menschenmassen erdrückt und waren heilfroh, dass wir das Naturschauspiel in aller Frühe und relativ „alleine“ genießen durften!

Bei drückender Hitze waren wir am Nachmittag zurück auf dem Parkplatz vor dem Skisprungstadion. Nach nur sechs Stunden reiner Gehzeit und ohne Hektik unterwegs, konnte ein gelungener Tag ausklingen. Erstaunlich für uns war nur, dass wir bergab kaum schneller waren, als bergauf.

Durch tolle Bilder können wir das Erlebte lange nachwirken lassen!

6 Kommentare

  1. ultraistgut |

    Lieber Manfred, bist du eigentlich noch dort – oder schon wieder zu Hause ?

    Schön, wenn man auch dort dem Touristentrubel entgehen kann,nichts ist schlimmer, als massenweise Menschen auf einem Platz, wie wir es derzeit auch erleben.

    Das macht Lust auf auch – herrlich – ich glaube, ich muss auch mal wieder in die Berge !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      nee, aufgrund privater Verpflichtungen war uns nur eine Woche „vergönnt“. 😉 Es war aber eine tolle und intensive Woche mit sehr hohem Erholungswert! Zuhause kann man es sich aber auch und trotz Verpflichtungen gut gehen lassen! 😎
      Unbedingt musst du mal wieder in die Berge, da ist es sooo schön! 🙂
      LG Manfred

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  2. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    ich empfinde es auch immer unglaublich intensiv, wenn ich von solchen Bergen umgeben bin. Wie diese Giganten so da stehen seit Ewigkeiten und unerschütterlich erscheinen. Einfach beeindruckend.
    Die angegebene Wanderzeit habt ihr gut unterboten 😆
    Da habt ihr ja den Rückweg quasi beim Hinweg mit erledigt 🙂
    Tolle Bilder.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      dieses Gigantische und Majestätische ist auch das, was mich so fasziniert! 😳
      Die Wanderzeiten sollen ja sicherlich auch diejenigen einschließen, die nicht ganz so fit sind! Von daher sieht es so aus, als hätten wir zwei Wege in einem gemacht. 😆
      Bilder: danke für das Kompliment!
      LG Manfred

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  3. Volker |

    Lieber Manfred,

    was hetzt Ihr denn so durch die Berge? 😆

    Aber offensichtlich hattet Ihr ja trotzdem noch Blicke für die grandiose Schönheit.

    Schade, dass es touristisch so überlaufen ist. Aber es ist ja auch verständlich, dass viele Menschen diese Schönheit erleben wollen.

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      kommt das so „schräg“ rüber, dass wir gehetzt sind? 😥
      Wir haben es nicht so empfunden, wollten aber auch lieber bei der Hütte eine schöne Pause machen. – Und meine vielen Fotos sind hoffentlich Beleg, dass wir viel gesehen und bestaunt haben, wie du es ja auch feststellst!

      Natürlich sollen auch andere die Natur sehen und bewundern können, aber bei der Menge sah man kaum noch was. 😳
      Herrlich war es früh morgens relativ alleine sein zu können!
      LG Manfred

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