„Ritterspiele“

Von in mal was anderes 4 Kommentare , ,

Hier noch ein paar Bemerkungen zur Kennenlernfahrt mit den 5ern. – Es ist immer bereichernd für die Schüler untereinander, aber auch für uns Lehrer, die wir die Schüler schneller und auch besser kennen lernen können, wenn wir gemeinsam auf Fahrt gehen!

Auf der Hinfahrt ging es auf einem Umweg zuerst einmal ins Kloster Lorsch. Dort nahmen wir an verschiedenen handwerklichen Angeboten teil. Neben der Möglichkeit auch als Lehrer direkt praktisch teilzunehmen, konnten wir hier vor allem unsere ersten Beobachtungen z. B. bzgl. der internen Zusammenarbeit machen. Vor 2 Jahren nahm ich die Möglichkeit wahr und habe eine Tonfliese mit Lilienmuster getöpfert. Dieses Jahr habe ich die passive Beobachterrolle eingenommen und vor allem bei einem Schüler eine hohe Sozialkompetenz beobachtet!

Am Mittwoch Nachmittag wurde uns in einer kleinen Stadtführung Zwingenberg näher gebracht. – Das Highlight wartete am Donnerstag auf uns: die Ritterspiele. „Meine 5a“ kämpfte zuerst in mittelalterlichen Gruppenspielen gegen- und miteinander. Bei 2 Spielen waren die Jungs überlegen … allerdings war es einmal äußerst knapp. Aber dass die Mädchen den Jungs in einem 3. Spiel fast haushoch überlegen waren, hätte ich so nie erwartet.

Danach ging es in den Gewölbekeller, die mittelalterliche Waffenkammer!

 

Da waren sie aber bei der Sache … und nicht nur die Jungs waren hochinteressiert, sondern auch die Mädchen stellten wissbegierig Fragen. Und wenn sie etwas wussten beteiligten sich Mädchen wie Jungs sehr eifrig. Gefördert wurde das ganze dadurch, dass es Obuli zu verdienen gab. Und wer die meisten dieser Obuli am Ende des Tages gesammelt hatte, wurde zur Freifrau ernannt, bzw. zum Ritter geschlagen. Während der 3. Station durfte ich meine Auszeit nehmen. Es war wohl auch diejenige, die am einfachsten zu beaufsichtigen war. Zum Festakt des Ritterschlages war ich dann wieder vor Ort!

Ich denke sagen zu können, dass wir alle bereichert zurück kamen. Es hatten diesmal alle durchgehalten und selbst 3 Abreisewillige (Heimweh) konnten „gehalten“ werden. Die Überzeugungsarbeit dazu leistete vor allem dieser Junge, der sich durch eine hohe Sozialkompetenz auszeichnet. Er konnte die anderen davon überzeugen, dass es für sie selbst und für die Gruppe extrem wichtig sei zu bleiben … auch damit die Klasse zusammenwachsen könne! TOLL!

4 Kommentare

  1. Volker |

    Liebe Manfred,

    da ziehst Du ja ein überaus positives Resümee, dass freut mich sehr. Die Jugend ist also doch gar nicht so schlecht wie sie immer gemacht wird. Aber dieses Vorurteil kennt man ja eh von Generation zu Generation.

    Hoffentlich bleibt der positive Eindruck, dann hat es ja schließlich auch die Lehrerschaft einfacher.

    LG Volker

    P.S.: Scheinbar ist mein Kommentar auf „Schloß Auerbach“ irgendwie verschollen gegangen zu sein.

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      das mit deinem letzten Kommentar tut mir leid, aber ich habe ihn nicht „vertickt“, obwohl der bestimmt was wert war! 😉

      Ich komme als alter Herr wohl immer besser mit dem „Junggemüse“ zurecht! Vorrangig nervig ist auf Dauer nur deren Lautstärke. Die unterhalten sich ja nicht, die schreien miteinander! 😳 Boah eh, manchmal muss man sie mehrfach anbrüllen, bevor sie einen hören und dann reagieren! 🙄

      Wenn ich in Rente gehe brauche ich richtig gute Hörgeräte! 😛

      LG Manfred

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      • Volker |

        Lieber Manfred,

        über Hörgeräte können wir uns dann noch einmal unterhalten, ich kann da leider nicht bis zur Rente warten. Das Projekt steht für dieses Jahr noch auf meinem Programm… Liegt also nicht nur an den Schülern 😛

        LG Volker

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        • Manfred |

          Lieber Volker,

          tut mir echt leid für dich … dass du mein Schicksal teilen musst. Ich trage seit 4 Jahren Hörgeräte, deshalb habe ich auch formuliert, dass ich richtig gute Geräte brauche! – Warte nicht zu lange. Mit den „Teilen“ kannst du den Prozess verlangsamen.

          LG Manfred

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