Schwein gehabt

Von in 2018 8 Kommentare , ,

Für den gestrigen Lauf hatte ich mir „nix“ vorgenommen! Und heute abend beim Lauftreff werde ich wohl bewusst nur die langsame Gruppe begleiten. Also war und ist Regeneration pur vorgesehen!

Hintergrund ist, dass mich Stephan gestern im Läuferherz zu einem Trailrun mit einigen Höhenmetern für Freitag früh 8:00 Uhr 🙄 ab Seeheim „eingeladen“ hat!

So zuckelte ich gestern schön brav los! Ca. 12 km sollten es werden, locker flockig über breite Waldwege. Erst ging es über den Steckenbornweg hoch zur Ludwigshöhe. Nach gut 3 km hatte ich allerdings schon 100 hm erklommen. Uups 😳 es sollte doch nix anstrengendes werden! Naja, bei dem Tempo dürfte nix „anbrennen“! – In einer Schleife ging es am Forsthaus Emmelinenhütte vorbei auf den Papiermüllerweg. Dort machte ich „es mir wirklich gemütlich“ und trabte, den frühen Abend bei Nieselregen und milden 9 Grad genießend, vor mich hin!

Ein Hinweisschild rechts des Weges holte mich aber aus der „Versenkung“!

Haben nicht ältere Läufer mal von diesem Grab erzählt … und ich war noch nie dort! So was geht nu mal gar nicht. Wie soll ich denn von meinem schönen Wald erzählen, wenn ich nicht mal selbst alles kenne?

Also, rechts ab und hoch zum Grab:

 

Erst habe ich nur lauter Findlinge gesehen, lief einmal rum, um dann die Gedenktafel zu entdecken. Die Inschrift ist nicht zu lesen, da es schon zu dunkel war. Es wird einem Förderer des „Weidwerks“ gedacht. Schön, wenn der hessische Jagdklub ihm gedenken will, aber das Jahr 1925 erstaunte mich doch! – Habe ich alter Banause es über viele Jahre ignoriert?

Ich grübelte nicht, sondern lief weiter hügelan auf die Anhöhe des Bordenberges! Es wurde steiler, ich langsamer, zumal ich jetzt durch lichtes Unterholz lief. Ich konnte keinen Pfad finden. Plötzlich lautes Grunzen, ich zuckte kurz und eine Rotte Wildschweine verschwand nach rechts. Um den Schweinen nicht nochmal über den Weg zu laufen, suchte ich einen Pfad auf der linken Seite des Hanges. Hier das gleiche Spiel. Ich hatte eine 2. Rotte aufgeschreckt, die nach links das Weite suchte. Beide Szenen spielten sich so schnell nacheinander ab, dass ich mich nicht groß erschrecken konnte, blieb jetzt aber stehen, um die Umgebung jetzt genauer zu betrachten. In dem Bewusstsein, dass es durchaus hätte anders ausgehen können, lief ich in „eine 3. Richtung“, in der ich einen Weg wusste. Weiter unten ging es parallel zum Papiermüllerweg Richtung Heimat, als ich die 2. Rotte nochmal in halber Höhe am Hang sah.

„Da haste aber ne Menge von den Viechern aufgeschreckt!“ dachte ich beim Weiterlaufen und war dankbar, dass sie sich als Menschenfreunde erwiesen hatten! :mrgreen:

8 Kommentare

  1. Volker |

    Lieber Manfred,

    Wildschweine sind mir zum Glück noch nicht über den Weg gelaufen. In meinem Alltagslaufrevier sind auch keine. Zwar denke ich auch nicht, dass jede Begegnung mit ihnen riskant ist, aber wenn die Mütter gerade ihre Frischlinge haben, mag das schon anders aussehen.

    Aber der Wolf wäre mir auch nicht lieber 😉

    Ich bin auf Deinen morgigen Traillauf gespannt!

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      eine Bache mit Frischlingen ist mir nur mal in Berlin „untergekommen“! Da bin ich mit dem Rad neben der AVUS auf dem Kronprinzessinnenweg in südliche Richtung unterwegs gewesen, als es neben mir in einer Senke grunzte. Eine Bache mit einigen Frischlingen „begleitete“ mich eine ganze Weile, bevor sie im Unterholz verschwand. 😳
      In den gestrigen Rotten habe ich im Halbdunkel aber keine Frinschlinge entdecken können … wohl zum Glück!
      Soll ich vom Traillauf erzählen? 🙂 Mal sehen! 😆
      … und immer schön Begegnungen mit dem Wolf vermeiden!
      LG Manfred

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  2. Daniel |

    Moin Manfred,
    evtl. hatten die mehr Angst vor Dir, als Du vor Ihnen!
    Spass beiseite, mir sind letztens im Wixhäuser Wald 4 übern Weg gelaufen….
    Mama, Papa mit 2 Kindern…..

    Am Jagdschloß Kranichstein hatte ich auch mal ne Begegnung.

    Gestern beim Läuferherz Lauftreff war nur ein Wildschwein dabei

    Gruß
    Daniel

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    • Manfred |

      Lieber Daniel,
      tja, da konnte ich leider nicht dabei sein und das Wildschwein beäugen! 😉
      Ich war ja nicht dabei, weil ich morgen früh fit sein will, wenn mich Stephan fordert. Von daher bin ich zwar ähnlich spät los, aber viel ruhiger unterwegs gewesen!
      Da ich zwar recht oft schon Begegnungen, aber noch nie Probleme mit Wildschweinen hatte, kann es schon sein, dass sie vor mir Respekt haben! … vielleicht mein gesetztes Alter, oder es ist noch eine Spezies, die Respekt vor Lehrern hat? 😆

      LG Manfred

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  3. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    soso, da werden morgen also neue Heldenläufe gestartet – ich bin gespannt! 🙂
    Wildschweinen bin ich bisher nur den zweibeinigen begegnet… auch die müsste ich nicht haben… :/

    Die Grabstelle im Wald gefällt mir allerdings sehr gut. So friedlich unter Bäumen und Findlingen zu liegen, muss schön sein. 😀

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      keine Heldenläufe! – Ich zähle mich nicht zu dieser Spezies (Held), bin ein ganz normaler Erdling! 😉
      Zweibeinige Wildschweine, nee, die braucht auch keiner. Da sind ja die vierbeinigen meist friedlicher, oder? 😆

      Mitten im Wald, das erinnert sehr an einen Friedwald! Dort beim Herrn Hickler kommt wohl auch kaum einer vorbei, zumal es nicht groß weitergeht, man muss wieder zurück!
      Mal sehen, wie es mir morgen geht und ob ich so kaputt bin, dass ich nix mehr erzählen kann! 😳
      LG Manfred

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  4. Christian |

    Lieber Manfred,

    das glaube ich Dir gerne, dass Du Dich erschrocken hast. Ich mag die Viecher nicht besonders, haben sie doch schon zu der einen oder anderen Herzfrequenzspitze bei mir geführt.
    Ansonsten hört sich Dein Lauf nach Entspannung an, genieß es, wenn DU so locker die Höhenmeter abspulst.

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      ich glaube, dass da schon eine spezielle Tierliebe dazu gehört, um diese Viecher zu mögen! – Bisher hatte ich zwar manche Schrecksekunde „auszuhalten“, wenn ich dem Borstenvieh begegnet bin, aber zum Glück war es noch nie auch nur ansatzweise gefährlich! 🙂
      Heute lief ich auch wieder nur eine kurze Einheit mit nur wenigen Höhenmetern (8km / 80 hm), in der Hoffnung für morgen ein paar Körner gesammelt zu haben. Wird wieder mal länger und ordentlich profiliert!

      Bleib geduldig!
      Salut!

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