Stemweder Berge

Von in 2019 10 Kommentare , ,

Jetzt muss ich euch ein 2. Mal um Geduld bitten! Der Trier-Bericht muss leider noch etwas warten, aber der Volker ist sooo schnell. Dienstag noch mit mir laufend unterwegs und Mittwoch am frühen Abend schon darüber geschrieben! Manno … von wegen ich sei der Schnellere! 😥

Und das kam so: Dienstag mittag fragte ich Volker, ob er spontan sein könne, ich hätte am Abend Zeit. Meine Kollegen hatten nämlich Mitleid mit meiner armen Läuferseele! So war ich meiner Pflichten entbunden und konnte meinen Lauf planen! 😆 Ich staunte nicht schlecht, als ich sehr schnell eine positive Antwort bekam. Der Volker ist nicht nur schnell im Posten seiner Beiträge, sondern auch flexibel und spontan und das als Be….r! Nein ich will nicht böse sein, denn ich glaube eher, dass er im Erledigen seiner Amtsgeschäfte so schnell ist, wie beim Posten! 😉

… und er war absolut pünktlich vorm Jugendgästehaus Godewind!

Vor der Haustür trafen wir einen Mitarbeiter der Segelschule. Er erzählte uns von den Stemweder Bergen. Am Montag Abend hatte ich noch gestaunt, dass es sowas wie Null-Höhenmeter-Läufe geben kann und jetzt erzählt uns ein Einheimischer, dass es hier Berge gäbe, in denen er gerne laufe? – Krass oder, solche Gegensätze! 😎

Wieder war Flexibilität gefragt. Aber wir brauchten nicht lange und nickten uns zu … ab in die Berge … obwohl … bei mir bedarf es da keiner Nachfrage! 😛 Nach ca. 10 Autominuten standen wir auf einem Parkplatz und hatten schon fast 100 Meter über NN auf dem Tacho! Die Wege um den „Dümmer“ liegen fast 70 Meter tiefer.

Eine Wanderkarte sollte Aufschluss geben. Wer aber das kleine N (unten rechts) nicht beachtet, der is selber Neese! Meinen Schülern gegenüber lästere ich immer: „Wer lesen kann ist im Vorteil!“ … und nu det! Psst, bitte nix veraten! Wir trotteten nämlich in Richtung Westen statt nach Osten. Nix war mit einem Lauf in den Wald, da war nur Asphalt. Volker bemerkte etwas süffisant, dass wir das Orientierungsabzeichen bei den Pfadfindern so nicht bestehen würden! Und ich dachte, dass man sich auf Leute verlassen kann, die spontan, flexibel und pünktlich sind! – Was Volker wohl gedacht hatte? 🙄

Er peste ab … nur schnell zurück. Ich glaube, dass es auch ihm unangenehm war … kaum unterwegs und schon verkehrt gelaufen … sowas aber auch!

Mit dem 2. sieht man wirklich besser, also mit dem 2. konzentrierteren Blick auf die Karte. In die andere Richtung laufend fanden wir nach 10 Metern den Einstieg … und gleich ging es zur Sache, endlich Höhenmeter. Ich war ja schon fast entwöhnt! 😛 Wir taten es schön ruhig den Wesen gleich, die wir vorher zuhauf gesichtet hatten.

Ich trabte voran … aber warum eigentlich? Wollte Volker keine Verantwortung übernehmen, oder mich anregen besser aufzupassen. Es hatte den Vorteil, dass Volker nicht mitbekam, dass ich auch schnaufen musste. Ich bin doch erst nach 7 – 8 km warm und jetzt ging es gleich so hoch. Später stöhnte der arme Volker, dass er immer entscheiden müsse, wo es lang geht, dabei habe ich doch an Wegkreuzungen nur auf ihn warten wollen. Er war nämlich gar nicht langsamer als ich, er hat nur so viele Fotos gemacht! 😉

Vielleicht gibt es ja im Oldenburger Land nicht solch schöne Bäume! 😛

Dass wir uns ständig verfranst haben, erzähle ich jetzt nicht so ausführlich. Das könnt ihr ja beim Volker vertiefend nachlesen. War ein blödes Gefühl, so als ehemaliger Pfadfinder … nur peinlich! Wir haben uns dann aber getröstet, dass es an der miserablen Ausschilderung gelegen haben muss. Aber das glaubt uns eh keiner, dass da Wanderwege nicht gut gepflegt sind. Auf dem Bild ist ja sowas wie ein Weg zu erkennen, es zeigt aber die Topbedingungen am Anfang! 😆

Ein Finsterwald war es auf jeden Fall nicht und an Märchen glaube ich auch nicht … so an einen bösen Zauberer, der uns mit einem Fluch belegt hat, damit wir nicht mehr rausfinden! 🙁 Es lag sicherlich auch daran, dass wir uns im Quatschen voll verloren haben. Schon mal beim Laufen sowas wie einen Quatsch-Flow erlebt! – Mal Helge fragen! 😆

Und dann wollte sich der Deichläufer mitten im Wald hinsetzen! Hat er nicht gesehen, dass der Stuhl kaputt ist?

Da musste ich ihn doch vor Verletzungen bewahren, er aber dachte ich wollte ihn hetzen! 😥 Aber guckt ihn euch an, sooo gut ging es ihm! 😉

Den Ausguck auf den Dümmer haben wir auf jeden Fall nicht gefunden. Den Blick in die richtige Richtung zeigt das folgende Bild. Erkennt ihr da einen See?

Ooch ejal! – Es hat unheimlich viel Spaß gemacht … und langsam laufen mussten wir ja sowieso, wir hatten uns doch sooo viel zu erzählen. Quasseln können nicht nur Frauen, ha … das können auch wir Männer! 😛 😆

Über das Gästehaus hatte ich noch ein volles Abendessen für uns beide organisiert, damit ich Volker beruhigt auf seine lange Reise schicken konnte. Vorher haben wir uns noch über so einige Themen ausgetauscht.

Und weil nix über spontane Lauf-Blogger geht, wurde es ein toller Abend! 😆

Danke Volker, für deine spontane Flexibilität! 😉

10 Kommentare

  1. Volker |

    Lieber Manfred,

    Du hast ja kaum etwas von den vielen Höhenmetern und den fiesen Steigungen erschrieben! :mrgreen: 😆

    In der Tat solch schöne Bäume in so einer großen Vielzahl sind in meiner näheren Heimatumgebung wirklich eine Seltenheit, da mußte ich schon einmal das ein oder andere Foto von machen 😀

    Pünktlichkeit, Spontanität, Flexibilität, das sind doch alles höchste Beamtentugenden 😛 Was wäre mir alles entgangen, wenn ich diese Eigenschaften vorgestern nicht an den Tag gelegt hätte 🙂 Ich hätte den Lauf und den Abend nicht missen wollen.

    LG Volker

    P.S.: Der Stuhl hätte mich bestimmt noch getragen 😀

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      von den Steigungen und Höhenmetern hattest du doch schon geschrieben! 😉 Aber meinst du nicht auch, dass es nicht so gut kommt, wenn ich über die Höhenmeter in den Stemweder Bergen stöhne und zuhause solche Steigungen bejubel? 😛

      Das mit dem Fotomachen habe ich dir gegönnt. Man braucht doch Erinnerungen an den schönen gemeinsamen Lauf! 🙂 Deshalb war es auch toll, dass du diese Beamtentugenden gezeigt hast.

      Aber die Lehne war doch kaputt. Nachher hättest du dich anlehnen wollen … nee, das wollte ich dir nicht antun! 😛
      LG Manfred

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  2. Elke |

    Lieber Manfred,
    ts ts, lästerst Du da etwa über eine bestimmte Berufsgruppe…? Dabei gehörst Du doch derjenigen an, die es noch gemütlicher hat… (ok , das musste sein 🙂 )
    Zwei Männer allein im Wald, könnte man sagen, aber in Wahrheit wolltet Ihr doch Abenteuer bestehen, und das scheint Euch geglückt. Einfach nur nebeneinander hertraben, das kann ja jeder! Viel reizvoller ist es doch, zusammen die Herausforderung zu meistern. Und dann wissen wir ja schon, welche Herausforderung Ihr 2020 angeht – den Aussichtspunkt endlich finden!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Ooch, liebe Elke,
      das war doch kein Lästern! 😉
      Aber ich bin kein Beamter, auch wenn ich dieser gemütlicheren Berufsgruppe angehöre … und ich genieße es! 😛

      Du hast es wenigstens erkannt! Abenteurer allein im Wald, die trotz des bösen Fluches wieder rausgefunden haben! Die Herausfoderung ist dann 2020 leichter zu bestehen, wenn wir besseres Wetter mit einer besseren Weitsicht erwischen! 😉

      LG Manfred

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  3. Christian |

    Lieber Manfred,
    verlaufen ist nicht schlimm und in unbekannten und schlecht ausgeschilderten Revieren sogar eher normal. Ich denke, ihr beiden hattet soviel zu quatschen, dass auch mal ein Wegkennzeichen auf der Strecke geblieben ist 😉
    Nach dem Beitrag von Volker habe ich mit das Profil der Stemweder Berge mal angeschaut, ist ja schon etwas hügelig…wobei der Ausdruck „Berge“ etwas übertrieben erscheint 🤣

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      erst einmal vielen Dank für dein Verständnis für unser Verquatschsein … auch dafür, dass du uns die schlechten Wegkennzeichnungen abnimmst! 😉
      Bzgl. der Bezeichnung Berge gebe ich dir Recht. Im Odenwald gibt es da schon mehr was in Richtung Berge geht und doch kann ich da mal frotzeln und bezeichne die Erhebungen dort als Auffaltungen. Allerdings kann man trotzdem, so auch hier, ordentlich Höhenmeter sammeln!

      Salut

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  4. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    das heißt nicht „verlaufen“, sondern „neue Wege erkunden“! Mach ich auch sehr gerne und häufig. 😀
    Schön, dass ihr soviel Spass hattet und dass euch beiden der Gesprächsstoff ausgehen könnte, ist ja nicht so unbedingt zu befürchten. 😉

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      oh, danke für die Erläuterung und auch Entlastung! 😉
      Spaß hatten wir auf jeden Fall und Gesprächsstoff ebenfalls zur Genüge! 😆
      Zudem hat man sich doch immer etwas zu erzählen, oder! 😉
      LG Manfred

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  5. Anne |

    Lieber Manfred, ihr habt es den Frauen offenbar nicht nur in punkto Quatscherei gleich getan, sondern habt auch einen ebenso schlechten Orientierungssinn bewiesen, wie man dem weiblichen Geschlecht gemeinhin nachsagt. Aber das sind ja alles nur böse Vorurteile. Und ihr habt immerhin irgendwann euer Auto wiedergefunden. Und verhungert wart ihr auch noch nicht … ich könnte mir aber vorstellen, dass nach dem kleinen Abenteuer das Abendessen besonders gut geschmeckt hat.

    Liebe Grüße
    Anne

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    • Manfred |

      Liebe Anne,
      ich habe jetzt von Doris gelernt, dass das gar kein Verlaufen war. Es war ein Erkunden neuer Wege. Aber da das Gebiet nicht allzu groß ist, hätten wir doch immer raus gefunden. Wir wollten nur nicht viieeel zu spät am Jugendgästehaus zurück sein.

      Durch das Abenteuer und unseren Appetit haben wir uns das sowieso schon gute Abendessen besonders munden lassen! 🙂
      LG Manfred

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Und, was denkst du?