Training?

Von in 2019 16 Kommentare , , , ,

… oder gar Berglauf-Training?

Nö, ganz so schlimm treibe ich es (noch) nicht (wieder)! – Gibt ja bei uns keine Berge! 🙊 … was sind schon knapp 400 hm? 😛

Da ginge in den Alpen, also in den richtigen Bergen, deutlich mehr! – Bei uns an der hessischen Bergstraße gibt es ja nur den Melibokus als höchste Erhebung mit gerade mal 517 m! 😛

Aber … ich schweife ab … wollte nur erstmal auf das Bild Bezug nehmen, das meine eigentlichen Sehnsüchte so schön verdeutlicht! 😆

Eigentlich wollte ich von gestern erzählen, bin ich doch gestern erst abends vor die Tür gekommen. Vormittags blieb ich zum großen Teil beim Frankfurt-Marathon hängen und habe mit Homiyu Tesfaye mitgelitten, mich aber umso mehr für Katharina Steinruck gefreut! – Danach waren die ollen Dienstmails zu erledigen … und … wenigstens beginnen musste ich mit der Korrektur der LK-Klausur.

19.10 Uhr … ich muss endlich raus. Während meine Uhr vor der Haustür das GPS-Signal sucht, schnüre ich meine Schuhe. In dem Moment verlässt auch die Nachbarin mit ihrem Hund das Haus … Gassi gehen. Wo ich denn lang laufe und ob ich Licht brauche, will sie wissen. Nach kurzem Schnack komme ich Punkt 19.15 Uhr los. – Vielleicht hat mich das Gespräch angeregt, aber ich gebe irgendwie und von Anfang an Gas! – Naja, was man denn in meinem Alter so unter „Gas geben“ versteht. 😉

Es ist ja nicht mal so schnell wie auf der letzten Etappe des Transalpin-Runs. Da hatte mich sogar ein Mitkonkurrent erstaunt, oder soll ich sagen erschreckt beäugt, weil ich kurz vor Sexten, also kurz vor dem Ziel (~ 2 km), nochmal so richtig Gas geben konnte! Da ging sogar nach 276 km (in 8 Etappen) noch was! 😆


… ick komm doch von det Thema nich los! 😎

Da ich aber älter und bescheidener geworden bin, begnüge ich mich heute abend mit etwas weniger Tempo 😉 und laufe auf dem ersten Kilometer die Heidelberger Landstraße nach Norden auf dem Randstreifen entlang. Dieser Randstreifen ist nicht asphaltiert, seine Beschaffenheit entspricht dem „Belag“ auf dem Bild.

Nach gut einem km geht es in den Wald. Anfangs erwarte ich einen krassen Übergang ins Dunkle des Waldes. Aber ich muss weder die Stirnlampe aufsetzen und einschalten, noch vom Gas gehen! Mit unvermindertem Tempo laufe ich nach Westen. Es geht auf eine Brücke mit ordentlicher Steigung über die B3, dann hat mich der Wald wieder. Meine Augen machen dann auch wieder spielend die Lichtunterschiede mit, als ich nach ca. 3,5 km an einer Lichtung vorbeilaufe. – Hier konnte ich letzte Woche einen tollen Sonnenuntergang einfangen!

 

Auch den dunkleren Abschnitt danach kann ich durchlaufen 🏃 ohne dass ich die Lampe brauche! 🔦

Ich biege ab gen Süden in die Sandschollenschneise Richtung Pfungstadt. Es ist eine breite Schneise mit sehr guter Ausleuchtung, sofern man nachts davon sprechen kann. Für mich ist aber dieses Restlicht so gut, dass ich beschleunigen kann. Dann biege ich rechts ab und setze zu einer Schleife an, um mich langsam auf meinen Rückweg zu begeben. Der folgende Seitenweg ist sehr holprig. Ich setze meine Stirnlampe auf und schalte sie ein, um sie nach 1 km wieder auszuknipsen! Trotz des Lichtes der Stirnlampe war der letzte km etwas ruhiger. Ich wollte ja nicht stolpern, umknicken, oder mich sonstwie verletzen. Jetzt ist es aber plötzlich sehr hell geworden, da ich den Wald verlassen habe. Um die Runde „rund zu machen“, muss ich irgendwie zurückkommen und bei der Streckenwahl bleibt nur den asphaltierten Radweg neben der Eschollbrücker Straße zu nutzen. Hier benötige ich keine Zusatzbeleuchtung 😉 kann es laufen lassen und komme mal wieder auf ein fast glattes 5er-Tempo. Boah eh, dass ich überhaupt noch so schnell kann … und das im Dunkeln?!

Es geht eine Weile, dann kann ich endlich diesen doofen Abschnitt verlassen, auf dem ich so unangenehm von den entgegenkommenden Autos geblendet wurde. Ich biege in die Eberstädter Hausschneise ein. Es wird wieder dunkler. Anfangs muss ich auch aufpassen, da es auf einem Waldparkplatz so einigen Pfützen auszuweichen gilt. – Nach einer Schranke kann ich es auch auf dieser Schneise wieder laufen lassen und komme auch hier ganz ohne Zusatzlicht aus. Bis zum Tunnel 🚝, der die Eisenbahntrasse unterquert, sind es etwa 2,5 km … und die ziehen sich plötzlich.

Trotz der späten Tageszeit erwacht jetzt ein (kleiner) Kämpfer in mir … ich will mein Tempo halten. Da kommt mir der schräge Gedanke: „So muss sich Training anfühlen!“ … und später: „Kann ich doch noch Training?“

Egal, wie man es nennen will. Insgesamt wurde es ein etwas schnellerer Lauf, trotz der Dunkelheit. Nur knapp 70 Minuten habe ich für die 13 km mit 55 hm gebraucht. Das entspricht einem schönen 5:22er-Schnitt! 🙂

16 Kommentare

  1. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    worin unterscheidet sich Laufen von Training?
    Wenn es sich anfühlt, wie Training? Wenn es geplant durchgeführt wird? Wenn es ein bestimmtes Ziel gibt?
    Fragen über Fragen… 😉

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Doris,
      ich habe daran gedacht, dass es Leute gibt, die das Wort Training nicht so mögen. Die laufen nur so vor sich hin. Vielleicht ist dabei der „Wellness“-Gedanke, also ein Wohlfühlfaktor für sie wichtiger? Vielleicht aber verbinden einige mit Training auch Qual und das Hobby Laufen soll doch Spaß machen?
      Ansonsten verbinde ich mit Training, wie du (?), dass es geplant ist, aber auch, dass man „Leistungsfortschritte“ sieht! – Ich will dabei fitter werden und gebe mich nicht zu sehr mit meinem „Level“ zufrieden, zumindest nicht solange ich merke, dass etwas geht, wenn ich dran bleibe. Dran bleiben kann in meinem Alter dann aber auch heißen, dass man über Wochen einen erhöhten Umfang laufen muss und dabei nicht nur im „Schlenderschritt“ unterwegs sein darf! 😉
      So ungefähr … ob alles gesagt ist … weiß ich nicht? 😆
      LG Manfred

      Antworten
    • Manfred |

      Lieber Christian,
      unbenommen darf das jeder natürlich so und/oder anders sehen.
      Ich habe, wie auf einem „eigenen“ Blog üblich, eigene Gefühle beschrieben … und bei meiner Antwort auf Doris so ein bisschen meine Hintergründe darzustellen versucht. – Es ist doch auch absolut in Ordnung, selbst wenn jemand das Wort „Training“ nicht mag und „nur“ läuft. Sie/er tummelt sich in unserem Sport und das kann uns schon erfreuen. Ich kenne ja selbst sehr viele, die keine Wettkämpfe laufen (Lauftreff) und nie auf die Idee kämen an Wettkämpfe zu denken!
      Dir wünsche ich, dass du weiterhin sehr, sehr viel Spaß beim Laufen hast!

      Salut

      Antworten
  2. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    manchmal muss man einfach noch raus. Manchmal muss man einfach loslaufen und manchmal muss es eben dann auch schnell sein 😆
    Das tut einfach gut. Auch wenn ich das im Dunkeln nicht machen würde, aber du scheinst da ja keine Probleme zu haben.
    Bei dem Bild, auf dem dein Mitläufer so „erstaunt“ guckt, dachte ich als erstes nur: Was für ein tolles Outfit der Manfred da hat 😆
    Grün kommt ja gleich nach Orange und sieht einfach toll aus.
    Wenn du nach 276 km noch so loslaufen kannst, dann ist das schon der Hammer 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Helge,
      obwohl ich wusste, dass ich gut im Dunkeln laufen kann, bin ich jedes Jahr darauf gespannt, ob und wie es noch geht! Auch meine Augen werden ja nicht jünger! 😛 Von daher dieser Fokus!
      Von deiner Zweitfarbe wusste ich noch nichts … also, wenn wir mal gemeinsam laufen, dann in orange oder grün! 😉
      So flott wäre ich heute auch nicht mehr unterwegs. Damals ging das, zumal ich nach gut 30 km ja gut aufgewärmt war! 😛
      LG Manfred

      Antworten
  3. Volker |

    Lieber Manfred,

    Training, Training…. hmmmm, irgendwo, habe ich diese Wort schon einmal gehört oder gelesen 😛 Ist doch irgendwie wie Laufen, nur nach Plan, oder?

    Die Beschreibung von Deinem Lauf klingt aber viel zu schön für Training! 😀

    LG Volker

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Volker,

      soll ich aus deiner Schlussbemerkung entnehmen, dass den Begriff (Training) negativ besetzt? 😥 Training macht doch auch Spaß und wenn man masochistisch veranlagt ist, macht es nochmal mehr Spaß! 😛

      Aber im Prinzip haste recht, wenn du Training als ein Laufen nach Plan bezeichnest, obwohl es ein bisschen „zu kurz“ greift! … und einige deiner Läufe kommen zumindest einem Training nahe, oder entsprechen „sogar“ Trainingsläufen.

      LG Manfred

      Antworten
      • Volker |

        Nein, nein, der Begriff Training ist für mich definitiv nicht negativ besetzt, nur weil ich es selber sehr selten mache. Training hat absolut seine Berechtigung.

        Ich wollte doch nur lästern 😆

        LG Volker

        Antworten
        • Manfred |

          Läster du ruhig, lieber Volker!
          Immer ruff uff die Ollen! 😥

          Nee, nee, alles gut! Nehme mich in dem Beitrag ja auch nicht ganz ernst. Ich hoffe, dass das zumindest in zwei/drei Bemerkungen deutlich wird! 😛

          … und wenn du dich ordentlich streckst … und Bescheid sagst … können wir vielleicht noch das Abenteuer sub4 angehen. Ich trainiere dann das auch wieder auf und vielleicht kommt Helge mit und wir versuchen es dritt! 😆

          LG Manfred

          Antworten
          • Volker |

            Eine sub4? Bist Du des Wahnsinns fette Beute? Den Gedanken daran habe ich vor 10 Jahren zu Grabe getragen. Eine sauber sub4:30 würde mir wirklich schonmal reichen. Dafür würde ich sogar etwas „trainieren“ 😀

            LG Volker

          • Manfred |

            Sorry, lieber Volker,
            das ich sooo übertrieben, bzw. solch einen Druck aufgebaut habe. Schön, dass du dich nicht hast stressen lassen. Aber für eine 4:30 könnte auch ich stressfreier trainieren 😉 falls du ein solches Abenteuer mit mir angehen wollen würdest! 😆
            LG Manfred

        • Volker |

          Du hast nach dem 2018er Berlin-Marathon noch nicht die Nase davon voll mich zu begleiten? Du bist echt leidensfähig! 😀 😀 😀

          Antworten
          • Manfred |

            Lieber Volker,
            ach übertreib mal nicht, immerhin war es schön unterhaltsam … auch wie wir uns gegenseitig gezogen haben! 😉
            Wir können uns ja ein anderes Event aussuchen, oder du kommst mal mit ins Gebirge! 🙂
            LG Manfred

  4. Elke |

    Lieber Manfred,
    auch wenn es vielleicht wehmütig macht, aber an frühere Läufe zurückdenken, ist doch auch etwas Schönes! Auf dem zweiten Bild siehst Du richtig flott aus. Aber auch Deine Abendlaufzeit war -aus meiner Sicht- richtig gut. Aber so ist das mit der Relativität, es kommt auf die Perspektive an.
    Zum Frankfurt Marathon haben wir auch eine etwas andere Perspektive, wir waren vor Ort 🙂
    Liebe Grüße
    Elke

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Elke,

      Frankfurt vor Ort … hätte ich das gewusst … 😉 Immerhin hat sich ein Läufer unserer „Mittwochsgruppe“ einen Wunsch erfüllt und ist eine sub4 gelaufen! 🙂
      Danke für das Kompliment, früher war ich zumindest schneller als heute! 😆 Dienstag konnte ich mal früh laufen, da ging es sogar noch etwas schneller als am Sonntag (5:15er-Pace über 12 km)! – Man tut, was man kann, wenn man vielleicht so ne Art Renn-Gen hat! 🙈

      Ach … und wehmütig macht mich das Erinnern gar nicht. Mir macht es definitiv Spaß!

      LG Manfred

      Antworten

Und, was denkst du?