Waldkunstpfad

Von in 2017 14 Kommentare ,

Wodurch auch immer, kam ich gestern auf die Idee mal Teilstrecken unseres Waldkunstpfads „abzulaufen“. Ich hatte ja schon längere Zeit keinen „Themenlauf“ mehr durchgeführt. – Jetzt war es endlich mal an der Zeit Sport, Natur und Kunst zu verbinden.
Vor einigen Jahren starteten Künstler mit dem Projekt Kunst „in den Wald zu tragen“! Wir Darmstädter haben das Glück, dass es in unserem Wald „vor sich ging“! Ob es anderswo in Deutschland auch so etwas gibt, weiß ich nicht, aber bei uns sind Kunstwerke dabei, die es sich anzuschauen lohnt! Letztes Jahr (2016), wie angeblich alle zwei Jahr, kamen wieder einige Kunstwerke dazu!

Über den Steckenbornweg, nahe der Eberstädter Toskana, lief ich los. Mein Zwischenziel war das Darmstädter Polizeipräsidium, weil der Waldkunstpfad dort ganz in der Nähe beginnt. Da ich mich für einen unbescholtenen Bürger halte, habe ich mich in die Nähe der obersten Darmstädter Polizeibehörde getraut! 😆


… hier schimmert es durch, das Präsidium …

Kurz vor dem Herrgottsbrunnenweg entdeckte ich die Werbung für eine fotografische Dokumentation, die gerade erst gestern eröffnet wurde. Einige Meter weiter stand eine Tafel, die neben vielen Infos, auch einiges über den Waldkunstpfad bereit hält.

       

Von dort aus lief ich in etwa 2 km auf dem Waldkunstpfad. Ich zeige hier einfach ein paar der vielen Werke, ohne sie groß zu kommentieren. Lasst sie einfach mal auf euch wirken. Die uralten Fragen, ob das alles Kunst ist, oder ob es bei einigen einer Interpretation bedarf, könnt ihr gerne mit euch und anderen diskutieren.

                               
    

    
    

    

   

    

Durch das Luftschloss („hängendes Haus“) hindurch lief ich eine Rampe hoch, um auf dem
Herrgottsberg eine kleine Holzplastik abzulichten und ein bisschen auf Geschichte zu machen.

    

               
          
Was hat sich der Künstler dabei gedacht, den Kerle da rein zu setzen?

         

Waldkunstdorf mit Tanzboden:
    
    

    
    

  

… und dann gab es da noch ein paar findige Spaziergänger:
    

 

Vom letzten Werk aus, das wahrscheinlich die jüngsten Künstler erschaffen hatten, nahm ich dann Fahrt auf. Nur ungefähr 5,5 km hatte ich bis dahin zurückgelegt, nach Hause waren es nochmal 7,5 km, für die ich kaum länger brauchte, als für den ersten Abschnitt. Trotz der Ankündigung, dass es tagsüber regnen sollte, lief ich bei „milden“ 18 Grad und Sonnenschein.

Das Knie hielt sich auf der zweiten Teilstrecke deutlich stärker zurück; es mag wohl doch eher das höhere Tempo?

 

14 Kommentare

  1. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    gut, das du dazu schreibst, das du nicht über Kunst diskutieren willst 😆
    Ich frage mich ja oft, ob sowas sein muss oder ob man nicht einfach den Wald Wald sein lassen kann.
    Wobei ich das Walddorf echt süß finde.
    Aber gut, jeder betrachtet das eben anders.
    Und wegen deinem Knie: naja, vielleicht mag dein Knie ja einfach nur laufen und keine Kunst? 😆
    Oder es war eben warm gelaufen und hatte einfach Freude daran weiter zu machen 🙂
    Ich hoffe, es hat sich wieder beruhigt und hört auf, dich zu ärgern 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      ja, das mit der Kunst … 😆
      Der einzige Vorteil ist, wenn man was nicht mag, dass die meisten Werke aus naturbelassenem Holz sind und mit der Zeit verwesen.
      Wirklich geärgert hat mich mein Knie nicht, zumindest jeweils nicht lange und nicht fortwährend. Im Moment, in dem es sticht, nervt es halt! Ich kann dann manchmal nicht meinen Rhythmus weiterlaufen und mache ein paar verhaltenere Schritte.
      Tempo: ich glaube auch eher, dass es dann eingelaufen war und die vorherigen Unterbrechungen nicht mochte!
      Bleib gesund und munter, aber das biste ja sowieso! 😉
      LG Manfred

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  2. Oliver |

    Lieber Manfred, mal wieder ein „Kulturlauf“ bei Dir 🙂 Immer wieder interessant! Kunst ist halt Kunst, immer auch eine Frage der Interpretation. Wobei ich es wirklich cool finde Kunst in der Natur und für alle zugänglich zu präsentieren. Und ein Großteil davon sieht tatsächlich „kompostierbar“ aus, prima 😉
    LG Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      gut ausgedrückt: „Kunst ist halt Kunst!“
      Im Wald biologisch abbaubar 🙂 passt doch!
      Machs gut und
      LG Manfred

      Antworten
  3. Christian |

    Lieber Manfred,
    manchmal ist es wirklich schwer Kunst zu erkennen…aber es liegt ja immer am Betrachter 😉
    Schön dass das Knie gehalten hat auf dem Rückweg, ich denke, wahrscheinlich war es weniger das Tempo, sondern mehr das ständige Anhalten und Anlaufen.

    Salut

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          • Manfred |

            Lieber Oliver,
            war ein Spaß! 😆
            Natürlich weiß ich um Christoph Waltz! – Ich glaube auch, dass du nichtmal der Erste bist, der eine Ähnlichkeit sieht. Allerdings weiß ich nicht mehr, wer es schon mal bemerkt hat! 🙂
            Früher hatte ich etwas längere Haare und auch einen etwas „üppigeren“ Bart, da wurde mir sogar eine Ähnlichkeit mit Reinhold Messner nachgesagt! :mrgreen:
            Aber das mit den Assoziationen hat sowieso eine sehr individuelle „Dynamik“!
            Ich halte mich bescheiden im Hintergrund, bin eh nicht so bekannt wie die beiden … und das hat sehr wohl auch seine Vorteile! 😉
            LG Manfred

    • Manfred |

      Lieber Christian,
      ja, ja die Kunst …
      Manchmal gefällt einem einfach ein Werk … somit liegt es zumindest in vielen Fällen am Betrachter.
      Sicherlich war das kontinuierliche Laufen für mein Knie besser, als das vorherige Stop-and-go!
      Salut

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  4. midLAUFcrisis |

    Lieber Manfred,
    ich bin wohl mehr mit Helge einig. Ich weiß nicht, ob so etwas im Wald sein muss. Aber sofern sich das so integriert wie auf diesem Weg hat es vielleicht doch seine Berechtigung und lockt eine Couchpotatoes zusätzlich in die Natur.

    Möge Dein Knie bald das Zicken einstellen. Das wünsche ich Dir.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Manfred |

      Lieber Rainer,
      meine Eingangsbemerkung, dass wir Darmstädter mit der Installation von Kunst im Wald Glück haben, war auch mehr aus der Sicht eines Künstlers gemeint. Vielleicht und hoffentlich gibt es wirklich Couchpotatoes, die deswegen in den Wald gehen!
      Sicherlich braucht der Wald sowas nicht 😆 aber das Ganze spielt sich in einem überschaubaren Areal ab.

      Der Moment, in dem das Knie muckt, ist nervig, da sich bisher aber durch die Belastung nix entzündet und das Zwacken nie lange anhält, kann man sich sogar dran gewöhnen. Ich hoffe es stört die Berichte nicht! 😉
      Danke für die guten Wünsche.
      LG Manfred

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