Waldwege

Von in 2019, mal was anderes 20 Kommentare ,

Im hessischen Forst unserer Gegend erhalten Waldwege und Schneisen eigene Namen. Ich könnte mich mitten im Wald mit einem Freund zu einem gemeinsamen Lauf verabreden und könnte ihm den Weg zum Treffpunkt anhand der Namen beschreiben.
So steht im Eberstädter Westwald ein Tempel. Genau an seinem Standort kreuzen die Jägerschneise und die Hundschneise die Eberstädter Hausschneise. Nichts einfacher, als die Namen der Schneisen zu nennen … und natürlich auf die Orientierungsfähigkeit des Freundes zu setzen. 😛 Allerdings ist die Eberstädter Hausschneise recht groß und lang und damit kaum zu verfehlen! 😉

Natürlich finden sich hier auch Bezeichnungen in Zahlenform. – Aus meiner Berliner Zeit weiß ich, dass im Grunewald Waldabschnitte auch Jagen genannt und durch Zahlen an Bäumen voneinander „abgegrenzt“ wurden. Wie diese Waldabschnitte hier genannt werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Ebenso weiß ich nicht mehr, ob im Berliner Grunewald alle Schneisen und Wege eigene Namen tragen.

Wie sieht es bei euch in euren heimischen Wäldern aus?
Gibt es dort nur solch einfache Zahlenbezeichnungen?

 

… oder war euer Forst auch kreativ und hat sich eigene Namen ausgedacht?

  

Heute, am frühen Abend, ging es für mich nämlich auf der Buckelschneise nach Nordwesten. Irgendwann überquerte ich die Freyschneise und dachte, dass ich doch mal fragen müsste, wie das bei den anderen mit der Orientierung in den Wäldern so aussieht.

Auf meinem Lauf schlappte ich also die 4 km nach Nordwesten bis ich auf die L3097 kam. Dieser Eschollbrücker Straße folgte ich nach Nordosten und plötzlich sah ich da auf dem Randstreifen neben dem Fahrradweg etwas liegen. Es war nicht gleich zu erkennen, da es schon recht dunkel geworden war.

… und dann …

Hatte er die Räude, oder war er angefahren worden und hatte sich noch bis dorthin geschleppt?

Als Laie würde ich sagen, dass es nicht nach Krätze aussah, aber ich bin da lieber von weg geblieben! 👿 Hier zuhause habe ich aber eine Meldung per Mail an den HessenForst losgeschickt und konnte ihm durch die Benennung der Wege recht genau beschreiben, wo ich den toten Fuchs gesichtet hatte.

Schade, erst recht wenn es auf einen Wildunfall zurückzuführen wäre! 😥

20 Kommentare

  1. Markus |

    Bei uns hat leider nicht jeder Waldweg einen Namen. Aber meist sind es doch ganz lustige bzw. welche deren Sinn oder Hintergrund ich nicht verstehe…

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    • Manfred |

      Lieber Markus,
      das mit dem Sinn ist so eine Sache, deshalb habe ich auch von der Kreativität des Forstes geschrieben. 😆
      Ob allerdings jede kleine Schneise einen Namen hat, müsste ich auch erst einmal prüfen! 😉
      LG Manfred

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  2. Volker |

    Welcher heimischer Wald, lieber Manfred? 😀

    In den nächstgelegenen Wäldern ist mir eine Namensgebung oder Nummerierung allerdings noch nie aufgefallen.

    Bei einer ersten Betrachtung des Fuchsbildes sieht es so aus als würde er leben und davon laufen. Schade um das Tier 🙁

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      na, der Wald bei euch um die Ecke! 😛 – Wie lang oder groß die Ecke ist … 😎
      Meine Frau dachte auch erst, was erzählt der, tot sieht der Fuchs doch nicht aus! 😉
      Ja, schade um das Tier!
      LG Manfred

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  3. Christian |

    Lieber Manfred,

    einige Waldwege haben auch hier Namen, die dann meist auch typisch auf Holzschildern verewigt sind…die Namen sind aber eher historische Bezeichnungen der Wege, wie z.B. der Sandweg oder der Schachenweg…ganz so „phantasievoll“ wie bei Dir klingt das natürlich nicht 😉

    Von totem Wild halt ich mich auch grundsätzlich fern, da sollen sich die Förster und Veterinäre kümmern. Geben die Dir Bescheid, wenn sie was herausfinden?

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,

      wie bei Markus schon angemerkt, habe ich noch gar nicht geprüft, ob alle Pfade Namen tragen. Aber bei uns sind es oft auch geschichtlich tradierte Namen! 🙂 Vielleicht werde ich mal „sammeln“ gehen, ob die nicht auch bei uns vielfach nicht so „phantasievoll“ sind.

      Ob der Forst reagiert, weiß ich noch nicht. Im privaten Postfach war zumindest bisher keine Mail, aber vielleicht dauert es auch ein bisschen. Ich werde es mit Geduld beobachten! 😉

      Salut

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  4. Elke |

    Lieber Manfred,
    die Hausaufgabe: Weder Zahlen noch Namen sind mir hier um den Ort rum jemals aufgefallen. Dafür haben wir aber ein dichtes und sehr gut beschildertes Radwegenetz, wo zumindest die Kreuzungspunkte eine Nummer haben. Alte Flurnamen tauchen dann auf, wenn Neubaugebiete benannt werden sollen, das endet aber oft in seltsamen Bezeichnungen. „Pferdbruchfeld“ geht ja noch, aber „Geilrather Weg“..?
    Der arme Fuchs, nun kann er keine Gans mehr stehlen..
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,
      mir sind unsere Namen schon sehr oft aufgefallen, aber aus dem Gedächtnis kann ich nicht mal sagen, ob sie alle phantasievoll, oder eher nüchtern sind. Aber ist denn Kotelettpfad schöner? – Für die Fleischesser: es gibt am Ende keine Koteletts und schon gar nicht gratis! 😆
      Um Gänse hatte ich keine Angst. Ich wüsste nicht, wo welche an unserer Eschollbrücker Straße leben sollten … trotzdem armes Füchslein!
      LG Manfred

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  5. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    oh je, armes Füchschen. 🙁
    Also ich habe hier im Wald noch nie ein Schild mit Namen oder Nummer eines Weges gesehen. Klar, bestimmte Wanderwege sind uagezeichnet, sowas wie H4, aber das ist dann ein Rundkurs. Aber ansonsten ist hier sowas nicht zu finden.
    Und die Frage, wie man sich dann zurecht findet … also gar nicht 😆
    Ich könnte mich definitv nicht mit irgendjemand im Wald verabreden. Ich würde den Treffpunkt selbst nicht finde 😀
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      oh ihr Armen; nix mit Orientierung! 😥 – Aber du hast endlich eine Ausrede dafür, dass du dich immer wieder mal verfahren hast, oder? 😉
      Armes Füchslein!
      LG Manfred

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  6. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    ich bin überfordert! Ortsbezeichnungen im Wald??? Nummerierte Bäume??? Ich kann mir ja schon in der Stadt keine Straßennamen merken, wie soll das denn im Wald funktionieren. Nein, das ist nichts für mich! 😉
    Da lauf ich lieber orientierungslos durch die Gegend und lasse mich jedesmal wieder aufs Neue überraschen, wo ich auf der anderen Seite herauskomme. 😀

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      entschuldige bitte, ich wollte dich definitiv nicht überfordern! Aber mir hätte ja schon gereicht, wenn du hättest sagen können, ob es Namen an Bäumen gibt, oder so?! 😛 Es müssen ja auch nicht Straßennamen sein, aber so klitze kleine Bezeichnungen. 😉
      Orientierungslos in der Gegend herumlaufen? – Hast du denn keine Angst, dass du mal nicht mehr rausfindest? – Muss ich mich jetzt um dich sorgen?
      LG Manfred

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      • regenfrau |

        Sorgen machen? Nein, sicher nicht – wenn ich in den letzten 50 Jahren nicht verloren gegangen bin, schaffe ich es in den nächsten 50 vermutlich auch nicht. 😉
        Und nachdem ich es nicht anders kenne, weil ich noch nie sowas wie Orientierungssinn hatte, stört es mich auch nicht. 😀

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        • Manfred |

          Liebe Doris,
          so ganz beruhigt mich das zwar noch nicht, aber du formulierst das wenigstens sehr selbstsicher! 😉
          Erlauf dir neue Gebiete nur stückchenweise, dann wird das sicher so klappen, wie du es schreibst! 🙂
          … und da du altersmäßig was vorhast, biste bestimmt vorsichtig! 😎
          LG Manfred

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  7. Anne |

    Lieber Manfred,

    da muss ich doch glatt im Grunewald mal die Augen offen halten. Zumindest bisher sind mir noch keine Wegbezeichnungen oder Zahlen aufgefallen, obwohl ich mir einbilde, recht aufmerksam unterwegs zu sein. Aber wer weiß …

    Totes Wild sollte man tatsächlich nicht anfassen, jedenfalls nicht ohne Handschuhe. Man weiß eben nicht, ob es an einer Seuche gestorben ist oder an etwas nicht Übertragbarem. Und Räude oder Tollwut z.B. braucht kein Mensch.

    Liebe Grüße
    Anne

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    • Manfred |

      Liebe Anne,
      da haste gleich wieder was zu tun! 😆
      Manchmal muss man Geduld haben. Bei langen Wegen oder Schneisen kommt zumindest bei uns solch ein Name nicht bei jeder Gelegenheit! – Ich werde selbst mal bei den kleinen Pfaden aufpassen.

      Wegen dieser blöden Ansteckungsgefahr habe ich auch tunlichst die Finger weggelassen! – Mal sehen, ob der Forst reagiert.
      LG Manfred

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  8. Oliver |

    Lieber Manfred,
    bei uns hat scheinbar nicht nur jeder Weg einen Namen, auf Karten sind sogar Pfade und Schneisen mit Namen hinterlegt, die ich im Wald selbst bisher überhaupt noch nicht entdeckt habe 🙂 Auf jeden Fall machen sich die Verantwortlichen im Forst viel Mühe, mit Plastik- oder Holzschildern gibt man sich nicht ab, da stehen gerne mal solide Steinbrocken mit Gravur, schön anzuschauen auf jeden Fall. Ok, ich könnte ja auch mal ein paar Fotos machen … 😉
    Liebe Grüße, Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      solche Steine und „Steinmale“ sind mir in Thüringen auf unseren Wanderungen um Rossbach herum und auf unserer Mehrtagestour über den kompletten Rheinsteig am stärksten aufgefallen. Da gibt es z. T. tolle Gravuren drauf.
      Ja, mach mal Fotos!
      LG Manfred

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  9. ultraistgut |

    Lieber Manfred, das gibt es bei uns nicht, allerdings gibt es sehr viele Wegweiser – auch auf riesigen Steinen hübsch gemalt, die uns den Weg zeigen, damit sich ja keiner verläuft – am Meer und im Wald direkt dahinter, wir können uns nicht beklagen.

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      das ist doch grundsätzlich erst einmal das Wichtigste! Keiner sollte verloren gehen! 😉
      Hübsch gemalte Wegweiser sind ja auch nicht zu verachten! 😆
      LG Manfred

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Und, was denkst du?