Wilde Wasser Weg

Von in 2018 8 Kommentare , ,

Am Tag nach unserer Wanderung zur Mischbachalm zog es uns nicht gleich wieder hoch hinaus. Es gibt aber auch einige Alternativen im Staubaital, die nicht unbedingt mit sehr vielen Höhenmetern zu erlaufen sind. Eine sehr attraktive Möglichkeit Sehenswertes im relativ flachen Bergland zu erkunden, ist die 1. Etappe des Wilde Wasser Wegs. Dazu mussten wir zwar das Auto nehmen, um ein wenig taleinwärts zum Einstieg zu kommen. Doch schon kurz nach Ranalt gibt es einen Parkplatz, der angeblich nur für Besucher der Nürnberger Hütte gedacht ist, aber wenigstens frei ist! 😉

Vom Parkplatz aus kann man in wenigen Minuten hinunter laufen zum Steinbruch von Ranalt. Unterwegs schon informieren einige Tafeln über Eigenschaften des Wassers, oder es werden große Schriftsteller, Humoristen oder Philosophen zitiert. Hier z. B. ein Zitat von meinem Lieblings-„Sprücheklopfer“ Samuel Clemens alias Mark Twain:

Im Steinbruch lernte ich etwas über Luftalgen,

 

was meine Frau als Bio-Lehrerin natürlich schon läängst wusste! 🙂 Von dort aus schlängelte sich der Weg leicht steigend an wilden Wasserverläufen entlang zu schönen Aussichtsmöglichkeiten des Wilde Wasser Wegs, oder über Brücken.

 
 

Später ging es auf breiteren Wanderwegen weiter, immer noch nur leicht ansteigend. Dort „klärte“ eine Tafel darüber auf, was Wasser so alles macht, wie es klingt, oder sich fortbewegt.


Die Begriffe sind sicherlich noch ergänzungsfähig! 😳

Das Tal öffnete sich und die Umgebung der Tschangelair Alm (1390 m) kündigte sich an. Hier wird in verschiedensten Becken Fischzucht betrieben. Eine Tafel informierte über Saiblinge.

 

Wie allerdings der fangfrische Fisch aus klaren Bächen auf der Tschangelair Alm schmeckt,

haben wir nicht probiert. Wir wollten ja noch ein wenig weiter. Der Grawa-Wasserfall wartete auf uns! 😉
Zurück im Wald gab es immer wieder Kleinkunst zu bestaunen, 😆

 

oder auch die Launen und die Kraft der Natur! – Keine Angst, die Betondecke des Tunnels ist durch die Kraft des Wassers nicht zerstört worden, auch wenn es auf den ersten Eindruck so anmutet! 😳

 

Dann hatten wir ihn erreicht, den Grawa-Wasserfall, laut rauschend und in der Wirkung ziemlich mächtig, fast majestätisch! Die kleine Fotostrecke zeigt ihn von unten nach oben.

   

Um den Grawa-Wasserfall etwas länger zu „genießen“, stiegen wir einige Höhenmeter bergan.

 

So kamen wir doch wieder bis auf über 1700 m. – Als der Weg aber immer weiter vom Wasserfall wegführte, immer unwegsamer und steiler wurde, kehrten wir um.

Nach 14 km mit gut 400 hm waren wir zurück am Auto und waren uns sicher: Diese urwüchsige Kraft zu bestaunen war ein tolles Erlebnis. Es auszudehnen und in allen 3 Etappen des Wilde Wasser Wegs zu erwandern, dürfte sehr viel Spaß machen. Es stand allerdings nicht auf unserem Programm! 🙂

8 Kommentare

  1. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    in manchen Punkten kann man Herrn Twain einfach nicht widersprechen! 😀

    Ein paar Punkte musst du dir ja noch für euren nächsten Besuch offen lassen! 😉

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      es gibt definitiv tolle Sprüche von Mark Twain! 🙂

      In solch einem tollen und weitläufigen Tal gibt es noch sooo viel zu entdecken, zu erlaufen und erwandern, da brauche ich mir gar keine Sorgen zu machen! 😆
      LG Manfred

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  2. ultraistgut |

    Lieber Manfred, Wasser ist für mich immer besonders schön zu erleben, egal, ob an der See, am See oder in den Bergen, wo Wasser ist, fühle ich mich am wohlsten, daher auch meine besondere Freude an dem Wildwasser, das auch noch akustisch einiges zu bieten hat. Und nicht nur das, es ging euch gut, und nur das zählst – es ist wie angekommen !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      es hat auch etwas Beruhigendes! 🙂
      Da es im Urlaub, bei einer richtig schönen Tour war, ging es uns in mehrfacher Hinsicht wirklich gut!
      LG Manfred

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  3. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    so ein laut rauschender Wasserfall ist einfach was tolles. Wasser, das ins Tal „schießt“ hat so was gewaltiges an sich.
    Aber an dem frisch gefangenen Fisch aus einem Gebirgsbach wäre ich wohl nicht vorbei gekommen 😆
    Den hätte ich probiert
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      den Fisch hätten wir ja auf dem Rückweg probieren können, da war die Alm aber überladen voll! 😥

      Es gibt sicherlich viel, viel größere Wasserfälle, aber das Wasser ist da schon ganz schön laut runter gekommen! Da kann man sich von der Lautstärke her schon vorstellen, wieviel Kraft das Wasser hat, oder haben kann! 😳

      LG Manfred

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  4. Anna |

    Lieber Manfred
    Oh die „Steinmänner“ sind schön und auch hier bei uns überall zu finden. Hauptsächlich dort, wo Wasser gibt und auch viele Wanderervorbei kommen 😉
    Ein schöner Weg, der Wilde Wasserweg! 😊
    Liebe Grüße Anna

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    • Manfred |

      Liebe Anna,
      die meisten Steinmänner auf einem Fleck haben wir letztes Jahr hinter der Partnachklamm gesehen:
      http://laufend-dankbar-sein.de/reintalangerhuette-2017/
      Das größere Steinmännchen auf dem rechten Bild war beim Stubai-Basictrail schon nicht mehr da. Muss wohl jemand umgeworfen haben! 😥
      Leider gibt es nicht nur Wanderer mit kreativer, sondern auch mit destruktiver Energie! – Aber so ist Platz für Neues! 😉
      LG Manfred

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