zu dritt

Von in 2018 12 Kommentare ,

und mit vereinten Kräften hatten wir eine Chance!

Aber der Reihe nach:
Vorgestern hatte ich „zugesagt“ am Sonntag wieder durch die heimischen Gefilde zu toben! – Gesagt, getan! – Am Spätvormittag bin ich los, wieder auf meinen gern gelaufenen Pfaden in Richtung Burg. Da der Wind nur noch bis ca. 36 km/h auffrischte, hatte ich auch keine Sorgen mehr, im Wald zu laufen! Dem entsprechend fand ich auch die Waldwege frei von sämtlichem Geäst … in den unteren Bereichen, wie hier:

Etwas später stand ich nach einer Kurve plötzlich vor einem ordentlichen Gestrüpp von Ästen eines „umgeblasenen“ Baumes. Dahinter standen 2 Fahrräder und mitten drin entdeckte ich zwei Männer, die einen „wadendicken“ Ast von einem umgestürzten Baum wegbrechen wollten. Er ragte über den Weg. Der Weg war von den beiden schon weitestgehend gesäubert worden, aber der Ast ließ sich nicht wegbrechen. Auch zu dritt hatten wir erst einmal keine Chance. Wir wechselten die Seite hinter den Ast und versuchten es erneut. Da wir etwas mehr Platz hatten und den Ast weiter biegen konnten, gab er dann doch nach und brach ab! Jetzt war der Weg wieder frei. – Gemeinsam waren wir stark! – Jetzt lag nur noch das kleinere Gedöns rum!

Ich wünschte den beiden noch viel Spaß und lief weiter. Kurz danach hörte ich den schweren Atem von Radfahrern. Die beiden hatten sich an mich gehängt, bis einer sagte: „Bergauf schaffen wir es nicht!“ Auf meine Erwiderung: „Man muss sich ja nicht immer batteln!“, kam ein kurzes: „Doch!“, dann war ich aber wieder alleine!

Weiter oben, hinter der Burg, wurde es zunehmend matschiger, immer wieder lagen kleinere Zweige im Weg und später auch kleinere und größere Bäume. Ich war auf dem Kamm angelangt. Dort hatte der Wind wohl eher eine Chance gehabt den einen oder anderen schwächeren Baum zu erwischen. Mit den Rapa Nui von Hoka an den Füßen hatte ich zwar keine Sorge, da sie ein super Profil haben und gerade bei matschigen Wegen sehr gut greifen ! ❗ … aber es machte immer weniger Spaß, weil ein flüssiges Laufen ausgeschlossen war.

    
    

Nach 7,5 km drehte ich um und lief auf leicht veränderter Strecke zurück ins Tal. 15 km mit gut 350 hm, im 6:12er-Schnitt, sollten doch eigentlich ausreichen! 😎

Fazit: den „Kampf“ gegen die Dinge, die uns an unserem Sport hindern wollen,
kämpfen wir gemeinsam,
aber auf der Piste zeigen wir einander die Zähne! :mrgreen:

12 Kommentare

  1. Volker |

    So ist der Mensch, lieber Manfred, im steten Wechsel von Miteinander und Gegeneinander. Aber immerhin waren die radelnden Herren ja einsichtig, dass sie es bergauf nicht schaffen 😉

    Schön, dass Ihr mir den Weg frei gemacht habt. Achso … ist ja gar nich meine Strecke 😛

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      aach, ich hätte bei dir und euch auch mit angepackt! 😆 aber du brauchst ja nur lang genug laufen, dann kannste auch unsere freien Strecken nutzen! :mrgreen:
      Immer dieses Konkurrenzdenken … macht aber manchmal Spaß, vor allem, wenn man vorne liegt! 😆
      LG Manfred

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  2. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    wichtig ist doch, das man bei den wichtigen Dingen zusammen arbeitet 🙂
    Da kann man dann auch am Berg mal etwas Rivalität zeigen 😆
    Sehr nett von euch, das ihr den Weg frei macht. Im Moment ist es echt schwierig im Wald. So viel liegt rum und so viele Wege sind nur noch ein einziger Morast.
    Zum Teil wird Laufen und Radfahren richtig abenteuerlich 😉
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      als Läufer wäre ich da sicherlich durchgekommen und alleine hätte ich es nicht stemmen können, aber mit anzupacken war doch selbstverständlich! 🙂
      Natürlich kann man mal wettkämpfen … und gewinnen macht dann auch Spaß! 😆
      Da wir das Abenteuer lieben, geht es auch weiterhin raus, oder? 😎
      „Trotz allem“ viel Spaß!
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Lieber Manfred, Ähnliches mit den Radfahrern, mal ganz abgesehen vom Wegräumen der Bäume aus dem Weg, habe ich in der Pfalz auch schon erlebt, wo wir die Radfahrer an ganz steilen Kanten überholten, was ihnen gar nicht ganz so gut in den Kram passte, uns hingegen gab das Auftrieb, im wahrsten Sinne des Wortes !

    Ach ja, Konkurrenz – Wettkampf – das ist nichts für mich , ich laufe für mich, allerdings, wenn ich ganz ehrlich bin, das habe ich auch schon erlebt, wenn man ganz vorne ist, dann will man es auch bleiben, ansonsten………………………..

    Läuft ja gut bei dir !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      ja klar, man braucht es eigentlich nicht, das Wettkämpfen. Ging ja etwa 3 Jahre auch ganz gut ohne! 😉
      Aber wenn jemand so klar herausfordert, obwohl er die schlechteren Karten hat … 😆 und ich musste im Prinzip nichts anderes tun, als mein Tempo weiterlaufen! 🙂

      … und Bäume aus dem Weg räumen hilft ja vielen: Spaziergängern, Radfahrern und Läufern! Solange man die Bäume nicht ausreißt, oder ausreißen muss! :mrgreen:
      Ja es läuft! – Bei dir doch auch!
      LG Manfred

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  4. Christian |

    Lieber Manfred,
    mit Vorliebe battle ich mich mit Radlern am Berg, denn umso steiler, umso weniger haben die eine Chance, egal ob Asphalt oder Trail 😉
    Aber eure Aktion war vorbildlich, obwohl ich auf den schmalen Trails froh bin, wenn die MTBler nicht durchkommen, kann man sich schon mal zusammentun 😊

    Salut und weiter viel Spass im Wald

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      ja, je steiler, desto weniger Biker, äh, desto weniger Chancen haben die Biker! 😆
      Auf schmalen Trails und dann noch von oben … unangenehm! 🙁

      Salut und ebenfalls viel Spass beim Sporteln

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  5. Oliver |

    Lieber Manfred, so muss das sein, gemeinsam anpacken und den Weg freiräumen. Nachfolgende Radler oder Läufer werden es euch danken.
    Und einem kleinen Battle mit Mountainbiker, dem geh ich auch nie aus dem Weg, nach oben sind wir Läufer fast immer schneller 🙂
    Bei uns im Wald sieht es grade ziemlich ähnlich modderig aus, macht im Dunkeln auch tatsächlich wenig Spaß da rumzuschlittern, deshalb laufe ich derzeit abends lieber am Rheinufer. Da kann ich auch Radfahrer überholen 🙂
    LG Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      am Rheinufer Läufer überholen? Da biste aber gut unterwegs! 🙂
      Im Matsch abends bei Dunkelheit. Das macht definitiv keinen Spaß. Da bevorzuge ich auch eher Asphaltpisten!

      Wenn ich bergauf gut drauf bin, nehme ich solch kleine Herausforderungen gerne an. Sie gleichen dann etwas einer Tempoeinlage, oder einer Intervalleinheit und tut ja auch mal ganz gut! 🙂

      LG Manfred

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  6. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    3 Männer (allein) im Wald… hihi.
    Klar hilft man da mit – würde ich auch. Oder den Bikern vorschlagen, sie sollen doch ein wenig Technikprogramm einstreuen und auf dem Trail Trial fahren! 😉
    Und bergauf hat man als Läufer ganz klare Vorteile. Das mögen die Biker nur nicht allzugerne. 🙂

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      ein Biker hat deinen Vorschlag wohl geahnt. Als ich bergab dort wieder vorbeikam, fuhr er links am Weg vorbei, fast durchs Unterholz. Haha, ich und breit gebaut? Vielleicht hatte er Berührungsängste! 😆
      LG Manfred

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