Gemeint ist damit, während einer Belastung einen Kilometer an Höhe zu erklimmen; also in einer Trainingseinheit 1.000 hm zu klettern.

Im eigenen Revier, hier im niedrigen, vorderen Odenwald, hatte ich es schon lange mal vor. – Sammeln von Höhenmetern, meine neue Marotte! 😛 – Letztes Jahr war einiges an hm zusammengekommen, in der Jahressumme dann mehr als zuvor in einem Jahr (seit 2018)!

Zuletzt schaffte ich eine PB bzgl. hm in einem Training! ⇒ Jetzt wollte ich den >vertical K<!

Etwas müde vom Vorabend, unsere Lilien hatten ein Fußballfest im Bölle entfacht und gegen Kaiserslautern 4:0 gewonnen, bin ich Sonntagvormittag bei Sonnenschein (+4°) los! 😆

Nach 3 km bin ich aber nicht dort entlang marschiert, da es trotz Ankündigung

ziemlich lange dauert, wenn man in dieser Richtung in den Wald kommen will! 😉

Nach Osten wollte ich, auch wenn auf den Schildern weder die Anhöhen, noch die Burg erwähnt werden, sondern nur auf Radrouten verwiesen wird! Dabei kann man auch mit dem Rad hoch fahren, im Gegenteil, man begegnet sehr vielen Radlern. Leider sind nicht alle auf den Wegen unterwegs, sondern schlagen sich z. T. auch richtig ignorant durchs Unterholz! 😳

Auf kurzem Wege marschierte ich zum Einstieg in den oberen Teil der Himmelsleiter. Der untere Teil liegt zu weit im Osten, als sich ein Ersteigen unserer gesamten Himmelsleiter lohnen würde! Bis dahin hatte ich nach 5,5 km etwa 220 hm. In ‚V-Form‘ sammelte ich dann erstmal gut 100 hm: Himmelsleiter hoch, westlichen Trampelpfad runter, Trampelpfad hoch, Himmelsleiter runter und wieder hoch! – Wie war das mit dem Eichhörnchen, das sich mühsam ernährt? 😛

Mir wurde bewusst, dass das wieder einmal ein Akt der Willenskraft wird, denn irgendwie kam mir das Sammeln der Höhenmeter doch als sehr langwierig … und kräfteraubend vor! Auch die jeweiligen Abstiege auf verwurzeltem Terrain verliefen ja nicht gerade ohne Anstrengung!

Wie wird da die vordere Oberschenkel-Muskulatur Montag, bzw. Dienstag drauf sein? 😆

In dieser Zeit errechnete ich das Verhältnis von Strecke zu hm verschiedenster Wege zur Burg und änderte meine Strategie! Einfaches Rechenspiel für’n Zahlenfreak! 😛 Nach 7 km rüber zum Ostaufgang, um dort innerhalb von 120 m ~ 23 hm zu sammeln ⇒ durchschnittlich 19 %!

Dieser Weg ist aber auch deshalb nicht ohne, weil er nicht nur im unteren Abschnitt,

sondern auch mittendrin noch mit Hindernissen aufwartet!

Zudem sind 23 hm nicht gerade viel! Bei der 4. Wiederholung kam ich schon ordentlich ins Schnaufen und nach der 10. Wiederholung hatte ich erst gut 560 hm auf der Uhr. – Es war wesentlich anstrengender als angenommen! 🙄

Was hilft’s, Kopf ausschalten und weitermachen! 😉

>Der Körper kann alles, du musst nur das Gehirn überzeugen!<

Einer meiner neuen Lieblingssprüche! 😆

Weiter oben sieht der Weg doch auch ganz harmlos aus, oder? Zumindest suggeriert die Aufnahme eine harmlose Steigung! 😆 – Meine Erfahrung in Langstreckenausdauer half!

Insgesamt 21 Mal bin ich diesen Ostaufgang hoch marschiert, um dann nach 12 km mit gut 800 hm auf der Uhr erst mal eine Kaffeepause anzutreten! – 3 Kekse, sowie ein Maurten-Gel zum Kaffee gaben etwas Energie und die Pause selbst, nebst Smalltalks, tat natürlich auch gut!

Dieses Sammeln von Höhenmetern dauerte länger als gedacht, ich rief zuhause an und stieg dann noch 8 x diese Passage hoch zum Osteingang. Auf der Treppe durchs Osttor zur Burg erreichte ich dann endlich den letzten meiner 1.000 angestrebten Höhenmeter!

Erstmals stieg der Schnitt auf über 12 Min./km, was logischerweise dem anstrengenden Intervall-Training geschuldet war. 😳 Der Abstieg ins Tal gelang danach in höherem Tempo, als erwartet!

Nach 19 km (1.023 hm) und einem 10:47er Schnitt war ich zwar müde, aber zurück! 😆

P.S.: Gestern hatte ich noch leicht ermüdete Oberschenkel, aber keinen Muskelkater!

10 thoughts on “vertical K”

  1. Ja, ja, Männer !! Immer neue Ziele, immer neue Herausforderungen !! Ich finde das gut, besser als zu Hause hinter dem Ofen sitzen – raus in die Natur – das isses !!!

    Genau mein Ding !! Der Körper kann alles, das habe ich auch in meiner Ultra-Laufzeit erfahren dürfen, eine Erfahrung, die sich über mein ganzes Leben hinausstreckt und die ich nicht missen möchte !

    Gut finde ich auch, dass du zu Hause angerufen hast, damit sich deine Frau keine Sorgen macht, ich kenne das !!

    Was mich allerdings immer wieder wundert, dass du so viele Herausforderungen der anderen Art meistern kannst, aber nicht laufend !! Wieso eigentlich ?? Würde mich interessieren !!

    Grüße von der immer noch kalten Ostsee – immerhin 1 Grad plus !! – aber noch viel vereister Schnee unterwegs !!

    1. Liebe Margitta,

      da wir keinen Ofen haben, gibt es einen Reiz weniger (nur) zuhause zu bleiben. 😆

      Ich hab auch an meine Ultras gedacht und einen anderen Spruch, der sich unterwegs bewahrheitet hat: >Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch!< Ein Anruf ist für uns selbstverständlich, hat was mit Fairness zu tun und ist inzwischen gute Gewohnheit geworden! Da mein medialer Oberschenkelknorren einen Bereich ohne Knorpel hat, hab ich nach einem Lauf immer Probleme mit Teilschwellungen und (leichten) Schmerzen! Beim Gehen, auch dem schnelleren Marschieren, kann ich kontrollierter abrollen und belaste nicht im Bereich der 'Knorpelglatze'! Unter diesen Voraussetzungen verzichte ich seit einem guten Jahr aufs Laufen, auch um meinen Restknorpel möglichst lange zu erhalten! Heute war ich über 2 Stunden im (heftigen) Dauerregen und teils stürmischen Böen unterwegs. Allerdings war es mit +8° deutlich wärmer als bei euch! Liebe Grüße Manfred

  2. Lieber Manfred,
    ahhh, da lag ich mit meiner Everesting-Idee ja gar nicht so weit daneben!
    Super Idee! Ich finde am besten, dass du das einfach vor deiner Haustüre machst und nicht darauf wartest, bis du im nächsten Urlaub im Hochgebirge bist (da kann das ja schließlich jede/r!)

    Aber wie jetzt – keinen Muskelkater! Das gibts doch gar nicht. 😯

    1. Liebe Doris,

      Everesting, was ist das? 😛

      Nee, so verkehrt war das nicht, aber bis ich 8.848 hm (seit Jahresanfang) zusammen habe, muss ich noch 1.726 hm steigen! 😉

      Stimmt im Hochgebirge kann das (fast) jeder, vor allem geht das dort relativ schneller, auch wenn es anstrengender ist.

      Ich bin schon fast versucht zu fragen, Muskelkater was ist das?! – Nein, da ich ja nicht vermessen sein will und Hochmut vor dem Fall kommt! 🙊 Immerhin waren die Muskeln ‚angemüdet‘! 😆

      Liebe Grüße Manfred

    1. Liebe Lizzy,

      vorweg hab ich Spaß an Bergauf-‚Geschichten‘, dann mag ich die Ecke um die Burg und mache es zuerst einmal für mich … und dann, mal sehen, was kommt?! 😉

      Von daher: Privatspiel!

      Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred,
    meine spontane Reaktion: „UFF!“ eine ganz schöne Hausnummer ist das, auch wenn ein Kaffeepäuschen drin war. Dein Körper-Hirn-Spruch scheint zu beweisen, dass es wirklich Kopfsache ist. Auf alle Fälle klasse gemacht!
    Und nun? 1111 hm sammeln? Oder Tempo steigern? Ich bin sicher, dir fällt schon was ein! 😉
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      danke dir!

      Ab und an brauche ich was Verrücktes! 😉 Mal sehen, ob ich das noch erhöhe, aber ich denke, ich verlängere erstmal wieder die Strecke!- Je nachdem, manchmal hab ich schon länger eine Idee im Kopf, manchmal kommt mir spontan was! Es fällt mir bestimmt wieder was ein! 😉 Nur werde ich nicht an einer Temposteigerung feilen!

      Liebe Grüße Manfred

  4. Lieber Manfred

    1’023 hm in einer Einheit sind kein Spaziergang! Super gemacht! Diese ganzen Wiederholungen an der Himmelsleiter sind pures Krafttraining, es ist hart, so Höhenmeter zu sammeln.

    Zum Vergleich mit Table Mountain hier bei mir: Von der Talstation bis oben sind es rund 700 hm, vom Meeresspiegel etwa 1’086 hm. Du bist also praktisch einmal komplett „Meer bis Gipfel“ gestiegen. Das ist schon eine Hausnummer.

    Solche Sammel-Projekte machen einen Lauf aber richtig kurzweilig. Stark umgesetzt! Weiter so!

    1. Liebe Catrina,

      danke dir!

      Ja, ein Spaziergang war es wirklich nicht, sondern zwischendurch ordentlich fordernd! – Aber hätte ich gewusst, dass es bis zum Plateau vom Table Mountain 1.086 hm sind, wäre ich bestimmt noch 3 x die Ostpassage gestiegen. So muss ich ja mit dem schlechten Gefühl leben, dass ich kurz vor dem ‚Gipfel‘ umgedreht habe! 😥

      Solche Projekte bringen vor allem Abwechslung in das tägliche Lauf- bzw. Marschier-Einerlei! Ich werde auf jeden Fall weitermachen, egal mit welcher Idee ich den Alltag würze! 😆

      Liebe Grüße Manfred

Antworte auf den Kommentar von Manfred Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schau dir das auch an

Genuss pur

Letzten Freitag der 3. Marsch unter wolkenfreiem Himmel! 😆 Auch beim Marsch zuvor waren nur sehr wenige Wolken am Himmel und Sonntag setzte es sich fort! 🙂 Grundsätzlich bin ich nicht vom Wetter

Raindrops

Am 11. März bin ich am Vormittag auf meine Runde gestartet. Nach 14  sonnendurchfluteten Tagen, war es mal wieder bewölkt! Gedankenverloren marschierte ich die ersten Kilometer Richtung Ostwald. Fast aus dem Nichts setzte leichter

Baumkuscheln

Gleich vorweg, ich hab keine Bäume umarmt, obwohl es ja diese Art des Treehuggings gibt. Aber um mich mit der Natur zu ‚verbinden‘, oder um meinen inneren Frieden und mein Gleichgewicht zu finden,