Vor dem Everesting-Event haben wir Urlaub gemacht. Ich war meiner Frau dankbar, dass sie mitgekommen ist. Zum einen ist es schön zu zweit Urlaub zu machen, zum anderen hat es mir geholfen nicht zu überdrehen. Die Anspannung war groß genug! 😳

Die Nervosität ist erklärbar, bedenkt man, was ich mir vorgenommen hatte, ohne eine Ahnung davon zu haben. Zudem hatte ich zuletzt nur Ultra-Märsche gemacht. Da lag nie extremer Druck drauf! Ich wusste, ich bin noch fit genug es zu schaffen und hatte jeweils ausreichend Zeit, bei relativ überschaubaren Höhenmetern, die Distanz zu bewältigen! 😉

Ich war gemeldet, wir fuhren 4 Tage vorher nach Garmisch-Partenkirchen! Die Zugverbindung war gut gewählt, wir konnten einen Zwischenstopp in München machen,

wurden dort nett empfangen 😆

schlenderten zum Marienplatz, mal ohne Buden, 😉

und ließen es uns in einem örtlichen Café gut gehen!

Im Hotel (Garmisch) hatten wir gleich einen tollen Blick auf Alpspitze und Waxenstein!

Am 1. Tag wollte meine Frau gleich die Strecke ‚inspizieren‘, 😛 die ich 18 x zu ersteigen hatte!

Akklimatisation war noch nicht, wir erstiegen uns müsam die ersten 500 Höhenmeter, hoch zur Bergstation der Eckbauerbahn! 😉 Von dort führte unser Weg hinter der Bergstation

hinunter nach Wamberg, einem der höchstgelegenen Kirchdörfer Deutschlands!

Danach wollten wir das Münchner Café mit einem in Garmisch vergleichen! 😉

Bei wolkig verhangenem Himmel (23°) kamen am 1. Wandertag 17 km (539 hm) zusammen. Ich war müde und hatte ein schlechtes Gefühl nach dieser Wanderung in der Tapering-Woche! 😳

Die Strategie danach hieß: immer weniger zu belasten!

Die Ziele der 2. Wanderung: Burgruine Werdenfels und Pflegersee. Es ging nach Norden.

Bei einer Straßenquerung: „Sind die Kassen so klamm, dass derart gespart werden muss?“ 😛

Zuerst eroberten wir (uns) die Burgruine. Interessant was da so vereinzelt übrig geblieben ist

und wie es sich die Natur so langsam zurückholt.

Dann ging’s zum Pflegersee,

der sehr malerisch dalag, in wunderschöner Umgebung!

Dort lernten wir, dass es nicht nur hell-violette, bzw. lila Kühe gibt! 😛

Auf dem Rückweg über den Kramerplateauweg entdeckten wir dann sowas wie

einen Totempfahl als Wegweiser! 🙄

An diesem 2. Wandertag wechselten bei 18° Sonne und leichter Regen ab. Wir kamen auf 14 km (251 hm) und ich hatte jetzt das Gefühl, dass das Tapering so besser klappen müsste!

In der Planung des 3. Tages entdeckte meine Frau den Rießerseefußweg, nahe beim Hotel! Der SC Rießersee (10 x Deutscher Eishockeymeister), Club aus Garmisch-Partenkirchen, ist leider nur noch drittklassig, aber es bot sich an wenigstens mal zum See zu pilgern!

Dort hatten wir beste Aussichten auf den See und die dahinter liegenden Berge!

Auf unserer angedachten Umrundung entdeckten wir erst so etwas wie eine kleine Ausgabe

einer Galgenbuche. Oder war’s ein Elfenportal? – Ich wollte es nur nicht ausprobieren. Wäre ich ins Elfenland entschwunden, hätte ich meine Frau doch ganz alleine zurückgelassen! 😥

Am Südwestende des Sees stießen wir dann auf Hinweise zur historischen Olympia-Bobbahn. Das konnten sich 2 Sportlehrer nicht entgehen lassen und mussten es sich näher anschauen!

Der Aufzug brachte ursprünglich die Schlitten in 4 Minuten hoch zum Start!

Wir nahmen den Zuschauerweg vorbei am Museum, das leider nicht geöffnet hatte.

Aushänge (Holzwand Museumseingang) informierten umfangreich über die Geschichte!

Unser Weg führte durch dichten Baumbestand bis auf die Höhe von 920 m zum Startbereich!

Während meine Frau eine gemütlich sitzende Beifahrerin mimt,

versuche ich den konzentrierten Piloten nachzuahmen! 😆

Bergab wanderten wir dann nicht auf dem Zuschauerweg, sondern auf der Bobbahn. So zugewachsen kann man sich nicht vorstellen, wie die Naturbahn ausgesehen hat. Sie steht inzwischen unter Denkmalschutz und Teile der Strecke sind für Wanderer gesperrt!

Nach einigen „Hey, ist erstaunlich!“ und „Guck mal hier!“ ging’s auf einem Alternativweg zurück nach Garmisch. Es wurden bei sonnig-regnerischem Wetter (+14°) nur 9 km (220 hm).

Nachmittags waren noch die Startunterlagen zu holen und abends war ein Interview geplant!

Vom Everesting habe ich ja schon berichtet!

Am letzten Tag machten dann noch einen Ausflug zur Pfeifferalm.

Am Marktplatz in Partenkirchen schauten wir hoch zum ‚Kramer‘ (1985 m) in den Ammergauer Alpen, auf den wir 2011 nach meinem 1. Zugspitz-UltraTrail (101 km) gestiegen waren.

Wir machten aber keinen Halt, auch nicht

an der Sebastianskirche, 😉

sondern gingen durch die historische Ludwigsstraße zum Wanderweg Richtung Pfeifferalm.

Ich gönnte mir nochmal einen Blick zum Ort des Geschehens (Everesting) Nähe Skistadion,

bevor es die Liebe eines Landwirtes zu seinen Schafen zu bestaunen gab!

Oben auf der Pfeifferalm wurden wir dann mal anders empfangen! 😆

Auf dem Rückweg hatten wir sogar ‚freien‘ Blick auf die Zugspitze
zwischen Alpspitze und Waxenstein hindurch.

Es wurde eine kleine, feine Wanderung über 15 km (300 hm) bei zumeist sonnigen Bedingungen und + 23°!

Im Hotel lösten wir 3 Gutscheine ein, die wir bekommen hatten, da wir auf täglichen Handtuchwechsel verzichteten und eine 2tägige Zimmerreinigung für ausreichend hielten!

Ein schöner Ausklang bei leisem Plätschergeräusch

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