Der Veranstalter nennt es sogar Everesting Festival.

Ganz genau konnte ich im Vorfeld nicht einschätzen, worauf ich mich da eingelassen hatte, bzw. was es bedeutet 8.848 hm auf einer Strecke von 59,4 km zu bewältigen. Für mich war eine Überlegung vorrangig, ich kann es marschierend angehen! Alles andere … wird schon!

Wir gönnten uns Urlaub in Garmisch-Partenkirchen, wo das anstehende Ereignis omnipräsent war, entweder auf Flyern oder auf Info-Säulen vom Herrn Litfaß! 😆 1 x wanderten wir die zu bewältigende Strecke von 3,3 km (~ 500 hm) zum Eckbauer hoch, die ich dann 18 x marschieren muss. Meine Frau kommentierte: „Mir hat das eine Mal vollends gereicht. 😉 … Es ging fast nur sehr steil bergauf … [und] … war sehr anstrengend!“ – … aber für mich gab’s kein Zurück mehr! 😛

Dann holte ich die Startunterlagen einschl. T-Shirt, erkundete mich nach den kostenfrei zu leihenden Stirnlampen, schaute mich auf der Expo um und wurde von Uta Albrecht (Chefin von PlanB) herzlich begrüßt und umarmt! – Am frühen Abend ging’s zum Interview. Frau Lange (Zeit online) wollte einige Teilnehmer ‚ins Visier‘ nehmen und ich bin wohl als Ältester aufgefallen!?

Nervös, wie selten zuvor, konnte ich noch weniger schlafen als sonst vor großen Ereignissen! – Am Morgen half der Anblick von Mond und Alpspitze wenig, konnte nicht wirklich beruhigen! 😉

Es bringt ja auch nix, also rein in die Kalmotten und los! 😆

Die Haltestelle war nicht weit, die Fahrt war kurz, nur die Zeit bis zum Start dauerte ewig.
Dann endlich das erlösende >Highway to hell<, ich rufe „Deswegen bin ich hier!“ und lege los!

Vom Gefühl her starte ich schön ruhig, schnell sind mir auch einige enteilt und doch lasse ich mich mitziehen. So gelingt es mir nicht die Strecke mit ihren Tücken schon auf der 1. Runde vernünftig zu verinnerlichen, realisiere aber diese fiesen Rampen.

Typische Stellen habe ich noch von unserer Erstbegehung im Kopf, wie das ewig lange Aufwärtsstück, asphaltiert wie alle starken Steigungen! → Asphalt = Vorsicht geboten!

Eine Notiz von Doris bestätigt: 37:42 Min. ne schnelle 1. Runde. – Eingerechnet hatte ich 1 Std.!

Bei der Verpflegungsstelle (VP) halt ich mich nicht lange auf, greife ein Bananenstück ab, sitze schnell in der Gondel talwärts und nehme mir vor etwas verhaltener weiterzumachen! 😳

Auf Runde 2 und 3 kann ich mehr aufnehmen, mir mehr von der Strecke merken, bekomme mit wie sich die 300 Teilnehmer ordentlich verteilen können, bin aber immer noch gut dabei!

Der Monitor bei der Bergstation zeigt mir, dass ich 3 Runden einschl. zweier Gondelfahrten noch unter 3 Std. absolviert habe, Runden 2 und 3 jeweils unter 50 Min. – Viel gedacht habe ich auf diesen Anstiegen nicht, genieße aber das Wetter, Natur und Bergwelt. Es ist einfach herrlich hier draußen und wenn ich schon nicht hier wohne, muss ich solche Erlebnisse bewusst aufsaugen!

Ist mir die 3. Talfahrt nicht gut bekommen? – Ich schlappe in die 4. Runde, s. Bild von Lizzy (sorry, hab’s weggefunden), als sie mir höchstpersönlich entgegenstrahlt! – Nach herzlicher Umarmung geht’s gemeinsam in die Runde. Es wird ein munterer Abschnitt, den ich da mit Lizzy gehen, in dem ich Lizzy endlich mal live erleben darf! Leider kann sie nicht lange mithalten, aber ich bin dankbar einen so frohen und munteren Menschen kurz neben mir gehabt zu haben! Ehrlich jetzt! – Nur war ich unsicher: „Hätte ich mich mehr zurücknehmen sollen, damit wir mehr voneinander haben?“ – Ich hoffe drauf, dass sie mich versteht und setze den Anstieg fort!

Ich treffe meine Frau zum 2. Mal, ich erzähle von der Begegnung mit Lizzy und gemeinsam warten wir bis uns Lizzy recht schnell eingeholt hat! Wir machen Fotos voneinander, bevor ich

wieder alleine weiterziehe! – Für diese 4., aber auch für die 5. und 6. Runde benötige ich ziemlich genau eine Std. und bin damit bei der Zeit, die ich vor dem Ereignis eingerechnet hatte! Toll ist, dass ich jeweils am Ende dieser beiden Runden Lizzy vor der Bergstation nochmal sehen und kurz sprechen kann! Sie genießt das Wetter in toller Umgebung, ich gönn’s ihr! 😉

Wie ich in einem kurzen Interview auf dem Berg erwähne (s. Beitrag von Lizzy), hab ich Hunger. Die Bissen zwischendurch, bzw. nach jedem Aufstieg reichen nicht. Ich greife stärker zu, habe ja in der Gondel Zeit es zu mir zu nehmen. Das Essen in der Gondel wurde uns ausdrücklich erlaubt. So schicke ich diesmal nicht nur Bilder an die Lieben zuhause, sondern stärke mich und gönne mir einen Activator-Shot, auch wenn mir jetzt ein gepflegter Cappuccino lieber wäre! 😆

Ich habe es aufgegeben die Uhr genauer im Blick zu haben, aber mein gutes Gefühl ein recht gleichmäßiges Tempo marschieren zu können, wird später durch die Auswertung bestätigt!

Nach der 8. Runde frage ich bei Ledlenser nach der Stirnlampe. Noch eine Runde, dann sollte ich sie mir abholen, sonst wird’s zu dunkel. – Ansonsten lassen sich die leichten Schwankungen in den Rundenzeiten auch durch unterschiedlich lange Aufenthalte in der VP erklären. Mal dauert das Auffüllen der Flasks mit Wasser etwas länger, mal gönne ich mir ein leckeres Stück Kuchen und später gönne ich mir eigentlich nach jeder Runde eine heiße Brühe, für mich der ultimative Tipp gg. allzuviel Süßes, mit Salzen und Flüssigkeit, die zusätzlich etwas Wärme zuführt! 

In der Gondel mach ich mir aus der Idee des Veranstalters einen Spaß und hake jede Runde brav ab! Auch dadurch entstehen immer wieder nette Gespräche, da ich so manches Mal meinen Stift ausborgen muss. So werde ich sogar gebeten „Hak mir doch bitte meine ersten Runden ab, ich hatte es vergessen!“ – Dann hole ich mir die Leihlampe ab, obwohl ich sie noch nicht brauche!

Auf Runde 9 gehe ich das 1. Mal die ewiglange Steigung sehr bewusst an. Es fällt zunehmend schwerer. Der Anstieg kündigt sich ja nicht nur durch den asphaltierten Untergrund an, nee, wie zur Warnung steht vorher ein Schild, dass es noch 2 km bis zum Eckbauer sind! Es ist ja nett gemeint, aber nicht mal die Hälfte einer Runde ist bis dahin geschafft! 😳

Ich lass mich dann halt unterwegs durch einen Spruch aufmuntern und werde wie so oft vorher vom Sprecher vorm (Runden)Zielbogen persönlich begrüßt. Er macht sogar Werbung für meinen Teamnamen, indem er das Läuferherz Darmstadt nennt! Nette Gesten …

und ich freue mich über das Lächeln von Uta vor der Infotafel an der Bergstation der Gondel!

Auf diesen Spruch falle ich dann in Runde 10 nicht mehr rein, 😛 ich weiß, so locker bin ich nicht mehr unterwegs! – Es wird dunkler, das Restlicht und das Licht der anderen reicht nicht mehr. Die superleichte Stirnlampe stört nicht so, wie die eigene und bleibt dauerhaft eingeschaltet!

… und dann: Hat das 1. Nachtmahl angeschlagen, hab ich den Turbo gezündet? – Der Einstieg in die Nacht gelingt gut! Runde 11 und 12 kann ich jeweils unter einer Stunde gehen und doch hatte ich nach Runde 11 kommentiert, „Mühsam ernährt sich …!“ – Prompt antwortet Doris

Aber dann wird es wirklich schwerer und bei der aufkommenden Kälte will ich nicht den gleichen Fehler wie beim MegaMarsch 2025 machen! Ich ziehe nach der 13. Runde ein langes, wärmeres Shirt an. Die Pause verlängert sich dadurch das 1. Mal, aber das tut sehr gut!

Runde 14, der 1. echte Hänger! Oder Tiefpunkt? – In Runde 4 waren mir ein paar Schritte schwer gefallen, da halfen die Ablenkungen durch meine Frau und Lizzy, danach flutschte es besser. – Die Kopfarbeit beginnt! Es kostet schon Kraft mich die Steigungen hochzuasten, jetzt kommen diese Fragen auf: „Warum machst du das hier? – Musst du das in deinem Alter wirklich durchziehen? – Die anderen sind alle mindestens 4 Jahre jünger?“  Bin ich mental stark genug?

Nach elend langen 80 Min. hab ich dann auch die 14. Runde bewältigt. Ich ziehe mir Beinlinge an und dünne Handschuhe unter meine Radhandschuhe. Letztere brauche ich zum Schutz meiner arthrotischen Daumengelenke, die beim Einsatz der Stöcke belastet werden. Dafür wird das Ziehen in den Sehnen (Ellenbogen) unangenehmer. Kurze Massagen helfen etwas zu entlasten!

Nach der Pause sitze ich in der Gondel ohne Dropbags! Ein gutes Zeichen? 1 x muss ich noch hoch, um die Beutel zu holen. Auf die Idee hochzugondeln komme ich zum Glück nicht! 😛

Mit einer Zunahme der Belastungen rechne ich eigentlich nicht, aber es kommt richtig und knüppelhart. Jedesmal wenn ein weiteres asphaltiertes Stück beginnt, nehme ich Tempo raus und gehe die Steigung langsam und in kleinen Schritten an. Ich nutze die Wegbreite und zickzacke die steilen Stücke hoch. Es dauert 87 Min., aber irgendwie schaffe ich die 15. Etappe!

In der VP lasse ich mich in einen Liegestuhl plumpsen, muss tief durchschnaufen und sorge mich wegen des Rumorens in Magen-Darm! Zu viele kalorienhaltige, meist süße Energybooster?!? – Zum Glück entlastet ein Gang auf Toi! Ich kann befreiter nachschieben, den Hunger stillen! 😆

Dann sitze ich wieder ohne Dropbags in der Gondel 😉 und nutze die Decken, die hier liegen, um warm zu bleiben! Unten beiße ich auf die Zähne und starte die 16. Runde, die erneut eine richtig harte Geduldsprobe wird! Nur der murrende Geist in mir ist verstummt, so ohne echte Chance sich durchzusetzen! 😆 Stimmt die Einschätzung meines Bruders, ich sei ein Willensmonster?

Am Ende der langen Runde (85 Min.) beginnt es zu dämmern. Ich nehme es noch nicht so recht wahr, setze mich in der VP in einen Liegstuhl und ziehe mir eine lockere kurze Hose über die Kiwami, um ein Auskühlen zu vermeiden! Als ich dann endlich in der Gondel sitze, realisiere ich die ersten Sonnenstrahlen. Ein neuer Tag beginnt und die Hoffnung, dass ich’s packe wächst!

Kurz nach dem Start der vorletzten Runde blicke ich kurz zurück. Ich bin alleine auf weiter Flur, keiner könnte mich ziehen oder nerven … durch schräge Kommentare, die es nie gab! 😛

Mitten drin überhole ich doch noch 2 Wanderer. Die armen müssen noch eine Runde mehr gehen und sind sogar noch langsamer unterwegs als ich! Ob es motiviert, ich durch mein Tal bin? Die Runde kann ich deutlich schneller steigen! … und dann kommt sie – DIE LETZTE RUNDE!

Die 17. Etappe schaffe ich zügig in 62 Min. Das Bewusstsein der letzten Runde scheint mich dann noch mehr zu motivieren. Ich reiße mich zusammen und bin nach 58 Min. endlich im Ziel!

Natürlich gibt es einen herzlichen Empfang, ich bekomme die Medaille (aus Holz) umgehängt, aber zum Glück gibt es kein Riesengedöns um mich als ältesten Teilnehmer. Ich ziehe trockene Klamotten (VP) an und nehme jetzt die Dropbags mit! 😉

Die letzte Gondelfahrt wird zum erleichternden Genuss! – Nach Abgabe der Stirnlampe wird da und dort noch ein bisschen gequatscht, dann geht endlich der Bus zurück ins Hotel!

 

Nach der erfrischenden Dusche sehne ich mich dann nach einer etwas anderen Mahlzeit. 😆

Auf einer kleinen Wanderung am nächsten Tag hab ich Lust auf was kalorienhaltiges Süßes.

Zuhause gucke ich mir die Urkunde an. Der AK-Platz verzerrt, da die Senior-Master-Men bis zu 20 Jahre jünger waren, mit denen ich mich nicht messen kann! 😆 Da ist es eher tröstlich, dass 11 Läufer hinter mir ins Ziel kamen und sogar 37 x ein DNF zu finden ist, was gut 22 % sind!

14 thoughts on “Everesting-Event”

  1. Lieber Manfred,
    was für ein toller Bericht! Also ich habe zwar online mitgefiebert und du hast ja auch schon erzählt, aber hier mit deiner Beschreibung und den Fotos wird das ganze so richtig rund!
    Dass dich dieser Bewerb sogar ein paar Stunden des wichtigen Vorlaufschlafs gekostet hat, zeigt wie bessonders diese Herausforderung war.
    Und ganz ehrlich, egal wie viele vor dir im Ziel waren – deine Leistung ist deswegen kein Fitzelchen weniger beeindruckend. Denn wer traut sich schon überhaupt an so einen Bewerb und dass so viele abgebrochen haben, sagt ja auch was aus. Und soviel ich gesehen habe, hast du ja nicht nur Läufer deiner AK sondern auch welche aus der niedrigeren AK hinter dir gelassen! Und deshalb noch mal: Herzliche Gratulation zu dieser unglaublichen Leistung!! 😀

    1. Liebe Doris,

      ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar!

      Es freut mich, dass es durch die Fotos und die Beschreibung rund geworden ist! – Das Hotelbett war nicht ganz so gut. Von daher habe ich generell in der Woche vorher etwas weniger geschlafen. Vielleicht aber habe ich das auch durch meine Nervosität so empfunden!

      Wirklich ‚gegrämt‘ 😉 hab ich mich wegen der Läufer vor mir nicht! Ich war dankbar dabei gewesen zu sein. Mein Wunsch nicht Letzter zu werden hat sich ja erfüllt! 😜

      Danke auch für die Gratulation!
      Liebe Grüße Manfred

  2. Meine Fresse, was für ein unglaubliches Brett!! Auch hier nochmal: herzlichen Glückwunsch zum Finish!!
    Ich hab ja ordentlich mitgefiebert, auch über Nacht, und immer die Daumen gedrückt, von den körperlichen Strapazen mal abgesehen, ist das ja vor allem eine mentale Herausforderung gewesen.
    Deine Platzierung ist der Hammer, dafür dass du das alles marschiert bist, es so viele DNFs gab und dann noch fast ein Dutzend erst nach dir fertig wurden. Einfach eine krasse Leistung, mein Respekt dafür.
    Und? Nächstes Jahr wieder? 😉

    1. Lieber Oliver,

      danke dir, vor allem auch fürs Mitfiebern und Daumendrücken! – Das hat mir bestimmt den richtigen Schub gegeben! 😆

      Wenn ich in mich hineinhöre und keinen Muskelkater, nur diese ‚Dauermüdigkeit‘ spüre, dann kann ich das nur bestätigen! Die größte Herausforderung dabei war das Durchhalten, es war ein mentales Brett zu bohren! Da gingen mir schon Gedanken an euch und an das Interview durch den Kopf. Ein kleiner Anteil war dann, das kann ich euch doch nicht antun, mittendrin auszusteigen. Unterwegs sind aber Gedanken ans Alter nicht in meinem Kopf gewesen, aber die 37 DNFs haben mich einerseits verwundert, anderseits mir aber bestätigt, dass ich es noch kann! 😛

      Vielen Dank dir! – Zuerst ist da ein NIE WIEDER! – Aber 2 Tage danach kamen mir erste Zweifel an dieser absoluten Aussage. Mal sehen?!
      Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred,

    endlich ist es an der Zeit und Gelgenheit, das verdiente, riesengroße Glückwunsch- und Anerkennungsbanner für dich auszurollen:

    MANFRED WOYSCH – DU BIST EIN HELD!

    Herzliche Gratulation zu dieser unfassbaren Leistung, dem Durchhaltevermögen, Biss, Mut und vor allem der Hartnäckigkeit und allem, was dazugehört, so ein Ding ins Ziel zu bringen!

    Der „Highway through hell“ führt anscheinend für die wenigen, die in komplett durchmarschieren können, am anderen Ende direkt „to heaven“.

    „Bilder bzw. Dinge wegfinden“ – das kannte ich als Ausdruck noch nicht – gefällt mir 😆 und selbstverständlich hättest du nicht noch mehr Schwung rausnehmen sollen nur weil ich Schnecke plötzlich am Wegrand aufgetaucht bin. Schließlich wollte ich helfen, in Schwung zu bleiben und nicht als Bremse ins Getriebe hüpfen!

    Manfred, nun wünsche ich dir, dass der Körper diese Strapaze bald komplett und gründlich wegkompensiert hat, alle arthrotischen Baustellen von Daumen bis Knie gemerkt haben, wo der Hammer hängt und in Rekordgeschwindigkeit die Produktion von neuem Knorpel und was es so alles für gemschemidiges, fluffiges Weiterbelasten braucht, ranschaffen und ins System einpflegen.

    Alles Gute, Danke dafür, dich kennengelernt haben zu dürfen und bis zu einem hoffentlich nächsten Mal!

    1. Liebe Lizzy,

      ganz, ganz lieben Dank! 🤗

      Gleich vorweg, ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, dich noch genauer kennenzulernen und mit dir zu quatschen. Leider ist die Distanz zu groß, um mal eben fürn Kaffee vorbeizurutschen!

      ABER, vielen vielen Dank, dass du einen Urlaubstag für mich ‚geopfert‘ 😜 hast! Ich weiß, du siehst es nicht so!

      Ein Extra-Banner für mich? Vorsicht, sonst steigt mir das noch zu Kopfe. Den brauche ich doch frei für so’ne Blödsinns-Unternehmungen! 😉 Es war im Nachhinein toll zu erfahren, ich kann mich auch durch solch brutale Herausforderungen durchbeißen, auch wenn’s zwischendurch schwer war! Aber genau das scheine ich zu brauchen. Zumindest behauptet das mein Umfeld!

      Das mein Körper wieder zu- und anbaut wäre so toll, aber es geht noch ganz gut mit den alten Knochen, Gelenken und Muskeln. Die Daumengrundgelenke hatte ich gut gepolstert, die Knie haben erstaunlich ruhig gehalten, ab und zu hab ich den Hallux Rigidus gemerkt, das war aber nicht der Rede wert! Blöd war die Sehne am Ellenbogen. Das kam durch den Stockeinsatz, konnte ich aber durch kleine Massagen im Zaum halten.

      Jetzt bin ich insgesamt noch relativ müde, mir fehlt halt doch die Nacht, aber das wird wieder, benötigt aber bei dem alten Kerl etwas länger! 😉

      Bis zum hoffentlich nächsten Mal
      liebe Grüße Manfred

  4. Erstmal willkommen zurück !!! Dann ganz herzlichen Glückwunsch ! Durchgehalten bis zum bitteren Ende, so “ wie sich das für uns gehört “ !! Nochmal Glückwunsch. Aussteigen kann jeder !!

    Wusste anfangs gar nicht, dass ihr mit der Gondel wieder runterfahrt, das hat mich schon überrascht, so etwas habe ich noch nie gehört ! Aber vielleicht auch ganz gut, um zwischendurch mal auszuschnaufen !!

    Und dann die Gedanken unterwegs: “ Warum mache ich das ? “ Gehört einfach dazu, aber wer stark ist, hält alles durch- und das hast du bewiesen ! Super !

    Im übrigen habe ich dich auch verfolgt, bin dann zu Bett und habe morgens von deinem Zieleinlauf gelesen !!

    Nochmal herzlichen Glückwunsch, hast dich hoffentlich zwischenzeitlich davon erholt, Garmisch ist ja auch kein schlechtes Pflaster !!

    Sonnige Grüße von ganz oben

    1. Liebe Margitta,

      danke für die Glückwünsche und fürs Verfolgtwerden! 😉

      Das Gondeln hatte noch den Vorteil, dass die Knie nicht so belastet werden. Für die ist das Runterlaufen ja eher Gift und für die vorderen Oberschenkelmuskeln, wenn man das nicht speziell trainiert. Da ist das bisschen Höhe (Burg Frankenstein) nicht ausreichend!

      So ausgiebig kannten ich den murrenden Geist bisher nicht, aber der hatte ja dann aufgegeben. So brauchte ich nicht aufzugeben! 😉

      Ich hab mich quasi ins Werdenfelser Land verliebt, mag den kleinen Ort Grainau besonders. Garmisch-Partenkirchen ist natürlich auch nicht zu verachten … und Berge sind Sehnsuchtsorte für mich!

      Heute ist es bei uns regnerisch, dennoch liebe Grüße zurück, Manfred

  5. Nachtrag: ich bin mal so frei, auch das Bild von uns beiden „wegzufinden“ und bei mir einzubinden. Den Link zu deinem Bericht habe ich auch gleich nachgepflegt!

    1. Liebe Lizzy,

      sei so frei! Selbstverständlich darfst du das!!!

      Danke fürs Verlinken!
      Bis dannowanski liebe Grüße Manfred

  6. Lieber Manfred,
    mit „Highway to Hell“ rauf auf den Everest, yeeeaaah!
    Klasse gemacht. Beim Lesen habe ich deine Anstrengungen gut nacherleben können. Ja, das war eine hammerharte Nummer. Aber du hast bewiesen, dass so etwas mit guter Vorbereitung besonnener Herangehensweise und sinnvoller Einteilung der Kräfte zu schaffen ist. Aber ohne einen starken Willen, Kämpferherz und Dickkopf geht es auch nicht.
    Dass du nicht ganz vorne mitmischen konntest, sieh es mir nach, war doch aber klar. Insofern konnte das Ziel nur lauten „ankommen“, und das hast du erfüllt, bravo!
    Ich „fürchte“, da folgen nun weitere Events dieser Art… was dir zu gönnen ist, sollte der Wunsch bestehen.
    Liebe Grüße und gute Erholung
    Elke

    1. Liebe Elke,

      vielen, vielen Dank dir!

      Yes, Highway to hell! Ich mag die Musik, den weiteren Text des Liedes … naja!

      Da brauch ich dir nichts nachzusehen! 😉 Logisch, auch mit besserer Fitness von früher, ist es ne andere Nummer im Gebirge zu laufen, wenn man nur relativ flach trainiert.

      Es war definitiv hammerhart, aber da der murrende Geist nicht zum dauerhaften Gespenst wurde, habe ich ihn gut verjagen, bzw. totmarschieren können! 😜

      Mal sehen, nach der ersten Reaktion, das brauchste ja nicht wieder zu machen, könnte ich mir inzwischen sehr gut vorstellen, es nochmal anzugehen, bei vielleicht noch spezifischerer Vorbereitung!?!

      Danke, die Erholung greift, auch wenn ich noch müde bin.
      Liebe Grüße Manfred

  7. Eine unglaubliche starke Leistung, lieber Manfred!!
    Das ist kein „Event mitgemacht“, das ist sauber durchgezogen bis zum Ende – und das marschierend, was die Sache zusätzlich anspruchsvoll macht.

    Die Mischung aus realistischer Einteilung, flexibler Anpassung unterwegs (Essen, Kleidung, Pausen in der Gondel) und dem Durchziehen trotz deutlicher Tiefs zeigt genau das, was ein Everesting verlangt. Da kann man sich nicht durchmogeln, da zählt nur Konstanz über viele Stunden.

    Die 37 DNFs im Feld setzen das Ganze noch einmal deutlich in Perspektive. Und dass du trotzdem stabil ins Ziel kommst, spricht für gutes Management und viel mentale Arbeit unterwegs.

    Interessant ist auch, wie oft es bei dir zwischen „nie wieder“ und „vielleicht doch nochmal“ kippt 😄 Das gehört wohl bei solchen Projekten einfach dazu. Ich habe übrigens Freunde, die gerade dieses hier gemacht haben, vielleicht wäre das auch was, was man marschierend machen könnte? https://www.trail-trophy.com/

    Jetzt ist erstmal Zeit, dass der Körper sauber runterfährt und sich erholt. Geniesse es!

    1. Liebe Catrina,

      vielen Dank dir, für deine Rückmeldung und auch für die Einschätzung!

      Im Prinzip war es ein Tief, das sich aber in Wellen von der 14. bis zur 16. Runde hingezogen hat. 😛 Ich konnte mich zum Glück durchbeißen bis dieser Miesepeter in mir, oder der murrende Geist, wie ich ihn im Text bezeichnete, aufgegeben hatte! 😆 Durchmogeln geht definitiv nicht, aber es macht erneut noch stärker, vor allem weiß ich dadurch, dass ich solche Sachen immer noch durchziehen kann!

      Das >nie wieder< zeigt diesmal, dass da echt harte mentale Arbeit hinter mir lag und ich dieses Projekt erfolgreich beendet hatte. Das >vielleicht doch nochmal< hängt ja von der Entwicklung der eigenen Fitness ab und natürlich vom ‚Urlaubsmanagement‘ im nächsten Jahr, bzw. von Freiräumen, die ich mir herausnehme(n darf)! 😉

      Von dieser Trail Trophy hab ich gelesen und ich hatte mir vorm Everesting-Event auch schon die Etappen angeschaut. Ein oder zwei Etappen kann man vielleicht noch marschierend hinbekommen, aber ob das alles innerhalb des Time-Limits zu machen ist … ??? – Vielleicht frage ich gleich mal Uta (PlanB-Events) danach. Wir wollen nochmal miteinander telefonieren, wegen einer anderen Sache.

      Die Dauermüdigkeit geht zurück! 😆 Ich muss mir zugestehen, dass die Erholung länger braucht, aber das ist für mich absolut okay!

      Dir eine gute Tapering-Phase! Am WE darf ich dann wieder mitfiebern, mit dir und Oliver! 😉
      Liebe Grüße Manfred

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Ultra(lang) – im Quadrat

Ultralang, wenn auch ’nur‘ marschierend. 😉 Eine MegaMarsch-Teilnahme jetzt mal umzusetzen, resultiert aus einer gewissen Unsicherheit. Gerne möchte ich wieder einen langen Trailrun machen, aber nicht irgendeinen, sondern einen im Gebirge. Meine Vorliebe

Berge

Vorsicht sehr langer heimatkundlicher Beitrag (mit Trainingsbezug)! 😉 Ausgangsüberlegung: Wo kann ich hier längere Bergauf-Strecken mit durchschnittlich 15 % Steigung trainieren? Echte Berge gibt es in unserem Wald nicht, obwohl viele Hügel in