Eine Woche nach der 1. Tempelrunde ging’s auf die 3. und vorerst letzte Tempelrunde!

In den beiden letzten Beiträgen konnte ich 15 Tempel dokumentieren. Für die 3. Tour erwartete ich, mehr Strecke machen zu müssen, um evtl. sogar weniger Tempel vorzufinden!

Ich starte nach Osten in Richtung Wurzelpfad, mein Einstieg in die Burgrunde, biege aber vorher in einen kleinen Weg ab, der zum 1. Hüttchen führt.

Aus einer Senke kommend, ist der Tempel gut zu sehen.

Eine nette Schutzhütte, mit dem Nachteil direkt an einer Landstraße zu stehen,

aber mit dem netten Namen >Tempelchen am Wasserfall< versehen!

Damals, beim 1. Besuch, dachte ich noch: „Wie jetzt, ein Wasserfall an unserer kleinen Modau?

Also Treppe runter und erkunden!“

Ich gehe wieder runter und stoße direkt auf den Wasserfall,

schaue aber auch nochmal von vorne drauf!

Da gibt’s hier ein kleines Naturphänomen direkt an einer Straße und kaum einer kennt’s! 😳

Vorbei an der Kaisermühle steige ich durch den Wurzelpfad und weiter hoch zur Burg, in dem Wissen, jetzt wird’s spannend! Ich möchte eine schöne Hütte suchen, die auch einen schönen Namen trägt, weiß aber nicht mehr genau, wo sie steht. Im Bericht von einer Wanderung mit meiner Frau vor 3 Jahren habe ich sie erwähnt! Da sie am südwestlichen Hang des Langenberges steht, außerhalb meines Laufreviews, habe ich sie meist eine schöne Hütte sein lassen! 😆

Es gibt 2 Wege an denen sie stehen könnte, beide ziemlich lang, bevor man von dem einen in den anderen kommt! An der entscheidenden Abzweigung steige ich geradeaus weiter hoch, im Gefühl abbiegen zu müssen! Je weiter es geht, desto mehr ärgere ich mich, nicht auf’s Gefühl gehört zu haben. Trotz Temposteigerung bin ich über eine Viertelstunde unterwegs, dann habe ich endlich die Möglichkeit abzubiegen und die Hütte auf dem Parallelweg weiter unten zu suchen. Der ‚Rückweg‘ dauert fast ebenso lang, die Hütte steht nicht weit hinter der Abzweigung.

Ich ärgere mich aber nicht, hab sie ja gefunden, 😉 nur sehr viel Zeit verdaddelt!

Das Wühlmaus-Hotel des NABU-Seeheim-Jugenheim,

mit einem unteren und oberen Innenraum. Im oberen wird auch übernachtet!

Selbst der Vorraum ist geräumig und bietet Möglichkeit zum Essen und Spielen!

Im Außenbereich gibt es Aushänge und Infos der Wühlmäuse.

Jetzt gilt’s sich zu sputen, will ich doch alle eingeplanten Hütten der Tour noch vorm Mittagessen erreichen. Einen Bike-Trail nutzend, steige ich auf direktem Weg bergan, auch die Hütte auf dem Kamm möchte ich aktuell ablichten. Der Pfad ist mächtig anstrengend, steigt z. T. mit deutlich über 20% und hat nur Radspurbreite. Da jeden Moment ein Biker von oben kommen könnte, kann ich mich auch nicht nur auf den Pfad konzentrieren, aber ich sammel Höhenmeter! 😆

Kurz drauf stehe ich vor der Hütte und kann auch noch

die Franz Bingel-Hütte einfangen!

Eigentlich sollte ich keine Zeit mehr verlieren und schnellstmöglich bergab marschieren, als mir ein ‚Hundegänger‘ begegnet. Ich spreche ihn auf die Galgenbuche hin an, er bestätigt zuerst, dass er hier des öfteren spazieren geht, aber von der Galgenbuche noch nie etwas gehört hat.

Beim Gedanken, dass die Überreste doch zu finden sein müssten, geht’s auf dem schnellsten Weg wieder runter. Einige km später bin ich an der Modau und komme an einem Spielplatz

an dieser namenslosen Hütte vorbei.

Heruntergekommen, verwahrlost und verschandelt ist sie wohl die hässlichste Hütte, die ich auf meinen 3 Touren zu Gesicht bekommen habe. Zuhause finde ich dann ein altes Bild der Hütte,

die im April 2017 noch so ausgesehen hat!

Hier weiß ich, dass ich heute nicht mehr alles erledigen kann, habe ich mir doch extra einen Rucksack aufgesetzt, um einen bestellten Artikel abzuholen und mit nach Hause zu bringen.

Eine weitere Hütte an der Modau finde ich nicht und die einzige Hütte, die ich im Westwald kenne, ist viel zu weit weg, als dass ich sie noch aufsuchen könnte. Ich hole nur noch den Artikel ab und marschiere nicht mehr zur Hütte auf der Eberstädter Hausschneise. Da wir Anfang April mit dem Fahhrad vorbeifuhren und ich sie fotografiert hatte, will ich sie aber zeigen:

Die Kissinger Hütte, instandgesetzt und von einigen Schmierereien befreit!

Durch den Umweg wurden es heute 22 km mit 519 hm! – Nur 5 Tempel konnte ich finden und ablichten, zählt man die Kissinger Hütte dazu. Insgesamt kamen auf den 3 Tempelrunden in meinem Revier 20 Tempel zusammen, von denen ich jetzt genauere Kenntnis habe! 🙂

10 thoughts on “Tempelrunde 3”

  1. Und mit dieser dritten Tempelrunde hast du dir nun aber wirklich den Titel des Tempelritters erlaufen, lieber Manfred!
    Toll, was du wieder alles gefunden hast – Wasserfälle, 20%ige Steigungen und Wühlmausheime! 😉
    Danke auch für die Antwort auf meine Frage beim letzten Post, das erklärt vieles. 🙂

    1. Liebe Doris,

      gleich vorweg, wenn ich was beantworten kann, herzlich gerne, auch wenn ich nicht alles erklären konnte! 😉

      Tempelritter, ein neuer Titel! Darf ich den jetzt auch im Alltag tragen? 😆
      Ich werde mit dem Berichten von schönen Dingen, die ich gefunden habe, bald weitermachen, da ich natürlich 😛 wieder unterwegs war, aber auch einiges gesehen und entdeckt habe!

      Liebe Grüße Manfred

  2. Starke dritte Runde, lieber Manfred!

    Ein schöner Wasserfall gleich zu Anfang, sehr schön!
    Dass du dich beim Suchen der Hütte auf dem Langenberg so verläufst, ist zwar ärgerlich im Moment, gehört aber irgendwie genau zu so einer Runde dazu. Am Ende zählt: gefunden.

    Oh je, da braucht es jemand mit viel Herzblut und Liebe, der die heruntergekommene Hütte an der Modau wieder renoviert! Wie schade.

    22 km und 519HM zum Abschluss der Tempelserie ist sauber. Und 20 dokumentierte Tempel insgesamt ist ein guter Schlusspunkt!

    Liebe Grüsse aus dem verregneten Zürich!

    1. Liebe Catrina,

      vielen Dank dir!

      Der Wasserfall ist ein Kleinod, auch wenn das Wasser nicht tief fällt! – Am Hang des Langenberges wusste ich ja wenigstens um die beiden Wege an denen die Hütte nur hat stehen können und mein Gefühl wäre auch richtig ‚gegangen‘! Weil ich die Hütte gefunden hatte, habe ich mich dann auch nicht weiter geärgert!!!

      An der heruntergekommenen Hütte an der Modau komme ich immer wieder mal vorbei, kann mir es zumindest einrichten. Ich werde im Auge behalten, ob sie dort etwas machen!

      63 km für 20 Hütten. Wenn ich statt des Umweges zum >Wühlmaus-Hotel< die Kissinger Hütte dazurechne, sind es gut 3 km um von einer zur nächsten Hütte zu gelangen! Ganz ordentlich! Aus dem sonnigen Darmstadt liebe Grüße Manfred

  3. Die Dinger sind einfach ein Träumchen! Total schön und einladend all diese Tempel und Hütten. Eigentlich möchte mensch sofort in jeder eine ausgiebige Rast einlegen, denke ich mir!

    Und jetzt erst recht, wo es drumherum so frisch und grün wächst und sprießt ☘️

    1. Liebe Lizzy,

      komm vorbei, dann können wir einige abklappern und da und dort pausieren, also eine Rast einlegen!

      Bei uns bricht auch alles auf, auch wenn es wohl vor 9 Jahren schon weiter war, mit dem Grün. (s. Bildervergleich der letzten beiden Hütten)

      Liebe Grüße Manfred

  4. Lieber Manfred,
    und weiter geht’s mit der munteren Tempelkunde!
    Das Wühlmaushotel ist ja wirklich ein Prachtbau! Wäre das nicht für den „Tempelbesetzer“ eine schönere Alternative? Vielleicht kennt er die ja gar nicht.
    Und nebenbei hast du gar noch einen Wasserfall entdeckt!
    Schade nur, dass man auch immer wieder Unschönes entdecken muss, Vandalismus und Schmierereien… 🙁
    Ich sage mal so, du hast ja den Cliffhanger eingebaut, da gibt es noch Tempel, die deines Besuchs harren…
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      weiter mit Tempelkunde, aber auch erstmal mit einem gewissen Schlusspunkt! 😉

      Weil es ein solcher Prachtbau ist, wollte ich ihn doch unbedingt aufnehmen und hier zeigen! – Für den Tempelbesetzer wären es mindestens 8 km, die er für einen Umzug zurücklegen müsste. So willig, eine solche Umzugsstrecke zurückzulegen, sah er nicht aus! Ich werde ihm aber ein solches Domizil nicht verraten, sonst haben die Wühlmäuse keinen freien Zugriff mehr!

      Vom Cliffhänger demnächst mehr!
      Liebe Grüße Manfred

  5. Ist ja irre, wie viele “ Tempel “ es bei euch gibt, kaum zu glauben, du solltest dich mal mit diesen Erkenntnissen an deine Hauszeitung wenden, die könnten deine Erfahrungen in die Zeitung setzen, was hälst du davon ? Wissen viele vielleicht gar nicht !!!

    Und immer fleißig weiter und weiter und weiter…………………..

    Die sonnige Ostsee lässt grüßen

    1. Liebe Margitta,

      ich war ja auch verwundert und kam bei einem Marsch (fast) nicht mehr aus dem Zählen raus! 😉
      Aber dieser Aufwand ist mir zumindest momentan zu umfangreich. Jetzt konzentriere ich mich auf mein bevorstehendes Projekt und dann stehen auch noch andere Dinge an! – Ob es vielen in diesem Umfang bewusst ist, ich wage es auch zu bezweifeln. Vielleicht hat der Forst einen gewissen Überblick!

      Fleißig weiter, natürlich! 😆
      Aus einem ebenfalls sonnigen Darmstadt
      liebe Grüße Manfred

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