Wie immer war leider der Urlaub in Garmisch-Partenkirchen viel zu schnell vorbei. Trotz der immensen mentalen Herausforderung, die das Everesting-Event vor allem in der Nacht gewesen ist, war auch dieses Ereignis zu schnell vorbei.

Nach der Bergbesteigung hatte ich weder Schmerzen noch Muskelkater, nur war ich sehr müde, quasi dauermüde. 😛 10 Tage später konnte ich meinen ersten etwas zügigeren 17-km-Marsch absolvieren, aber am darauffolgenden Wochenende kam die Müdigkeit zurück.

Was soll’s, ich lass dem alten Kerl Zeit, mich drängt ja nichts! 😆

Der sportliche Alltag hält auch so kleine Überraschungen bereit, man muss nur aufmerksam durch die Lande ziehen! 😉 Am letzten Mittwoch bin ich am Vormittag los, aber der Hitze gewichen, und hab mir eine möglichst schattenreiche Runde gesucht.

Vom Steckenbornweg weg marschierte ich über einen Trail zur Wilbrandhöhe. Die 20 hm mehr und kleinere Hindernisse im Verlauf des Trails, habe ich dann gerne in Kauf genommen!

Nachdem ich einen 2. querliegenden Baumstamm überschritten hatte, raschelte es plötzlich rechts von mir im Unterholz. Mitten am Vormittag eilte ein Reh durch den relativ lichten Baumbestand. Leider hatte ich meinen Finger nicht schnell genug am Auslöser des Handys.

Egal, jeder weiß wie ein Reh aussieht! 😆 Mich verwunderte allerdings die Tageszeit, da man Rehwild ja eher zur Zeit der Dämmerung sieht. Zudem hätte ich auf der Wilbrandhöhe, in einem recht kleinen Waldabschnitt, nicht unbedingt mit einem Reh gerechnet.

Auf der Runde profitierte ich insgesamt von der natürlichen Klimaanlage Wald, sowie von einem angenehm leichten Wind und marschierte nach 7 km in die Feldschneise Richtung Bordenberg.

Eine 1. Steigung hatte ich hinter mir, der Baumbestand lichtete sich, als ich weit vorne einen Vierbeiner um die Ecke kommen sah. Ich dachte an einen kleinen Hund, der seinem Zweibeiner vorauseilte, bis ich durch die Gangart und den buschigen Schwanz erkannte, dass es ein Fuchs war! Für ein Foto war auch er viel zu schnell verschwunden, eigentlich auch zu weit weg.

Dann tauchte er plötzlich wieder auf, zickzackte über den Weg und verschwand gleich wieder. Ich erwischte nur sein weißes Schwanzende*, das auch nur sehr schwer zu erkennen ist! – Es ist sehr selten einen Fuchs am hell erleuchteten Tag zu Gesicht zu bekommen und wann ich das letzte Mal einen Fuchs in freier Wildbahn gesehen habe, kann ich gar nicht mehr sagen!

Meine 14-km-Runde (201 hm), die ich wieder im 8:00er-Schnitt absolvieren konnte, habe ich trotz der Hitze durch den leichten Wind und die indirekten Begegnungen genießen können!

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _

* Durch eine Unachtsamkeit bei der Vergrößerung hab ich das Original mit seiner erhöhten Qualität überschrieben. Zum Glück hatte ich vorher das Schwanzende durch einen roten Pfeil kenntlich gemacht. Wer es etwas genauer haben will, sollte das Bild in einem Extra-TAB vergrößern, dann kann man den Schwanz etwas besser erahnen! 😛

12 thoughts on “zurück im Alltag”

  1. Lieber Manfred,
    vielleicht hatten Reh und Fuchs und wer weiß noch ja ein konspiratives Treffen in dem Waldstück, in dem du unterwegs warst? Und als sie fertig waren, sind sie dann eben – zu für sie untypischen Zeiten – wieder nach Hause spaziert. 😉
    Gut, dass die Müdigkeit sich wieder zurückzieht, ist das nicht toll, wie so ein Körper ganz genau signalisieren kann, was er gerade braucht?

    Die Möglichkeit zu haben, an heißen Tagen den Schatten des Waldes zu nutzen ist doch einfach unbezahlbar. 😀

    1. Wie, liebe Doris,

      Konspiration ohne mich? 😉 Naja, die Tiere wirkten auch noch ganz aufgewühlt. Waren wohl brisante Themen, die sie da besprochen haben!

      Die Müdigkeit geht in Etappen, mit Wellenbewegung. Aber ich will ganz geduldig sein! Die Rückmeldungen meines Körpers scheinen aber noch ganz gut zu funktionieren!

      Eine Wohltat! Mal sehen, wann auch die klimatisierende Wirkung des Waldes nicht mehr so greift!?

      Liebe Grüße Manfred

  2. Wieder daheim und schon wieder am Strecke machen, recht so 🙂 Dass du keinen Muskelkater nach der Everesting Aktion hattest, total krass, zeigt scheinbar wie gut du dann doch vorbereitet warst. Müdigkeit darf sein, ist ja auch ein guter Indikator für Genesung.
    Die natürliche Klimaanlage Wald wissen auch Reh und Fuchs zu schätzen, vielleicht stromern die deshalb auch am hellichten Tag herum 🙂
    Viel Spaß weiterhin auf deinen Runden!

    1. Lieber Oliver,

      Vorbereitung? … oder weil es bergauf nicht soooo in die Muskeln reinzieht … und bei meinem Tempo??? 😛

      Müdigkeit lasse ich auch zu, wenn auch das gewisse Auf und Ab irritiert. Vielleicht habe ich aber danach auch etwas mehr gesesssen und ich bin wie des öfteren ’nur‘ verspannt! 😉

      Reh und Fuchs wollten wissen, wie sich so ’ne Klimaanlage Wald tagsüber anfühlt? 😆
      Danke und liebe Grüße Manfred

  3. Manfred hat alles gut überstanden , gute Nachricht !

    Dann wieder die ersten Ausflüge in den Wald ! Die Temperaturen bei euch sind ja recht hoch, wie ich es immer verfolge und zu Genüge auch kenne !

    Das Schöne, wenn man alleine unterwegs ist, dass man Tiere sieht, hört, aber das geht alles immer so schnell, dass ein Foto ein Zufallstreffer ist – warum kommt mir das so bekannt vor

    Auch mir ist in diesen Tagen ein Fuchs über den Weg gelaufen, das geht ratz-fatz- und weg ist er !

    Die Müdigkeit nach deinem Abenteuer ist absolut legal, du konntest dich ja danach wieder gut erholen !

    Lass es dir gut gehen, genieße die Natur, die Bewegung………………

    1. Liebe Margitta,

      vielen Dank dir.

      Zu meiner Erholung hat sicherlich auch der Urlaub beigetragen, in den dieses Everesting eingebettet war! Die Müdigkeit war halt ausgeprägt, deswegen hab ich sie erwähnt. Ansonsten ist es schon klar, dass ich im fortgeschrittenen Alter etwas länger brauche, vor allem nach einer solchen Anstrengung! 😉

      Alleine im Wald zu sein, hat seine Vorteile, auf jeden Fall, und bei der Hitze waren sicherlich noch weniger unterwegs. Wie beschrieben war der kühlende Effekt des Waldes aber noch deutlich spürbar.

      Fotos von weglaufenden Tieren zu machen ist recht schwer, zumal ich mein Handy immer in einer Einstecktasche am Hosenbein habe.

      Ah, auch einen Fuchs gesehen. Es ist hier nicht so einfach einen zu Gesicht zu bekommen.

      Dir auch viel Spaß draußen, auf freier Wildbahn! 😉
      Liebe Grüße Manfred

  4. Das Everesting ist zwar vorbei, aber die Nachwirkungen halten sich offenbar hartnäckiger als Muskelkater 😄.

    Und dann gleich Reh und Fuchs auf derselben Runde! Das ist schon bemerkenswert. In London sahen wir einen Fuchs bei unserem Nachbar – und das mitten in der Stadt!

    Dein Fuchs hat es immerhin geschafft, mit seinem Schwanzende in die Bloggeschichte einzugehen 😄

    Schön zu lesen, dass du trotz Hitze wieder flott unterwegs warst und dabei gleich zwei unerwartete Begegnungen hattest. Da hat sich die schattige Runde definitiv gelohnt!

    1. Liebe Catrina,

      wie an anderer Stelle schon erwähnt, muss ich halt mit längeren Erholungszeiten rechnen. Die Müdigkeit war halt recht ausgeprägt (Eisen?), aber das ist kein Problem. Lieber müde sein, als ‚echten‘ Muskelkater zu haben, da letzterer immer mit Mikrotraumen in der Muskulatur einhergeht! Bis das ausheilt vergehen manchmal Wochen und sollte halt nicht mit ausgeprägter Müdigkeit verwechselt werden!

      Reh und Fuchs in einer Runde zu sehen, hab ich so auch noch nicht erlebt.

      Aber im Städtischen ist es nicht so selten. Berlin beherbergt auch viele wilde Tiere! Du erinnerst mich an eine Begebenheit in einer Seitenstraße in Berlin-Zehlendorf. Vor ca. 4 Jahren hab ich dort jemanden abends besucht. Ich lief auf dem Bürgersteig und in meiner Höhe, mitten auf der Straße, begleitete mich ein Fuchs.

      Bloggeschichte mit einem Schwanzende zu machen, ist ja irgendwie auch ne Kunst, oder? 😆 Die schattige Runde hat sich in mehrfacher Hinsicht gelohnt! 🙂

      Liebe Grüße Manfred

  5. Guten Morgen lieber Manfred,

    kaum grünt so ein Wald, wirkt er wie eine komplett neue und andere Welt!

    Fuchsbegegnungen habe ich hier gar nicht so selten – mehrmals im Jahr auf alle Fälle. Meistens im Winter. Aber vor einigen Jahren streifte sogar einer durch unser Vorgärtchen. Den Dachs, dessen Spuren ich im Schnee eindeutig identifizieren konnte, den allerdings habe ich noch nicht leibhaftig zu Gesicht bekommen und würde das doch so gerne …Feldhasen gibt‘s, Rehe, Fasane, Eidechsen …

    Vielleicht weckst du die fast schon vergessene Idee, einmal mit meiner Schlafhängematte (incl. Mückenschutz) im Außenbereich der Stadt am alten Bahndamm zu übernachten. Da treibt sich wirklich allerhand Wild herum und in den Morgenstunden müssten schöne Beobachtungen möglich sein.. Dummerweise soll es ab heute dann eine Woche lang regnen … also nochmal verschieben, die Idee.

    1. Liebe Lizzy,

      Catrina hatte mich durch ihr London-Erlebnis dran erinnert, dass ich in Berlin für ein kurzes Stück in einer Nebenstraße mal von einem Fuchs ‚begleitet‘ wurde. Er bog danach ab in eine Querstraße! 😉 Ansonsten sind meine Tierbeobachtungen ja während des Sports. Da ließe sich viel mehr beobachten, wenn ich es mal so wie du machen würde und mich auf die Lauer legte!

      Aber Dachsspuren finde ich spannend! Dazu: ich bin vor Jahren mal an einem Sonntagvormittag sehr nahe an einem Rehbock vorbeigelaufen und hatte den Eindruck mit ausgestreckten Arm hätte ich ihm über den Kopf streicheln können. Das hatte fast etwas ‚Geheimnisvolles‘ an sich. Man muss allerdings eher früh unterwegs sein. Ich bin aber meist am späteren Vormittag draußen!

      Solltest du deine ‚Hängemattenparty‘ demnächst machen, bitte davon erzählen, vor allem, wenn du Tiere beobachten oder sogar bildlich festhalten konntest!

      Danke nochmal für deinen Support in GaPa!

      Liebe Grüße Manfred

  6. Lieber Manfred,
    dass dein Körper nach deinem Everesting nach Regeneration verlangt, ist sicher kaum erstaunlich. Also solltest und darfst du mit Berechtigung und Würde dich dem Hingeben und mal kürzer treten!
    So ein Frische-Marsch im Wald, mit moderatem Tempo, ist da sicher eine gute Sache. Da merkt man erst, wie doch Grün die Hitze mildern kann, und eine Sauerstoffdusche und Tierbegegnungen gibts obendrein!
    Wobei ich dir zustimme, ein Fuchs tagsüber ist ungewöhnlich. Wer weiß, was ihn antrieb. Aber Gottseidank „nur“ ein Fuchs und kein Wolf oder Bär!
    Liebe Grüße, Elke

    1. Liebe Elke,

      danke dir!

      Ich bin dabei mir eine genügend lange Pause zu gönnen, hab gestern sogar nach 4 km abgebrochen. Das allerdings, weil ein Gewitter direkt über mir war und Blitz und Donner fast unmittelbar aufeinander folgten! 😉

      Frische im Wald empfinden ist toll, ansonsten ist es draußen schon fast wieder unerträglich, zumal ich ja noch nicht wieder die alte Widerstandskraft habe. Die Luftfeuchtigkeit steigt, vor allem seit sich gestern das Gewitter, oder die Gewitter (?), hier recht lange aufgehalten hat! Da geht für mich nichts mehr am Nachmittag, was natürlich die zeitlichen Alternativen fürs Sporteln einschränkt. Grund und Gelegenheit mehr, mir Zeit zu geben. 😊

      Ein tollwütiger Fuchs müsste es auch nicht sein, aber ein solcher Fuchs, der flüchtet, ist auch besser als ein alterndes, oder krankes Wildschwein tagsüber.

      Bär oder Wolf sind ja hier nochmal seltener anzutreffen. Mal sehen, wann es ein Wolfsrudel hier nach Südhessen verschlägt! 🤷🏻‍♂️

      Liebe Grüße Manfred

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schau dir das auch an

LD-Belastungen

Belastungen auf die (Lang)-Distanz, oder die Länge der Zeit bezogen, fordern mich nicht übermäßig stark! Der lockere Gesichtsausdruck (Foto) und der erhobene Daumen sind Symbole dafür. Immerhin stammt das Bild von der 6. Etappe

neuer Trend?

Nach 3 Tagen Pladderregen schien heute morgen die Sonne, das Thermometer kletterte auf 9° und mich zog’s aus mehrfachem Grund raus zu einem Marsch zur Burg! Ich schmiss mich in Schale, 😛 also,

Baumkuscheln

Gleich vorweg, ich hab keine Bäume umarmt, obwohl es ja diese Art des Treehuggings gibt. Aber um mich mit der Natur zu ‚verbinden‘, oder um meinen inneren Frieden und mein Gleichgewicht zu finden,