Vorsicht sehr langer heimatkundlicher Beitrag (mit Trainingsbezug)! 😉

Ausgangsüberlegung:
Wo kann ich hier längere Bergauf-Strecken mit durchschnittlich 15 % Steigung trainieren?

Echte Berge gibt es in unserem Wald nicht, obwohl viele Hügel in der Umgebung sehr übertrieben als Berge bezeichnet werden, mit überschaubaren Höhen und Steigungen!

10 ‚markante‘ Berge 😛 in der Nähe hab ich festgehalten. Manche Kuppen sind nicht erreichbar, da stark bewaldet, kein Weg führt hin und sie sind schlecht zu fotografieren. Manchmal bietet sich an, einen Tempel, eine Hütte, oder einen Pavillon stattdessen oder zusätzlich zu zeigen!

Nordöstlich, knapp 3 km entfernt, ist

der Prinzenberg

mit Schutzhütte (Südwestseite),

einer Info-Tafel und

einem steilen Anstieg im Süden (hier von oben)!

Die Steigung von unten mit sanftem Start,

die nach oben hin immer steiler wird!

Östlich (etwa 5 km weit weg) befinden sich recht nah beinander

der Lindenberg 

mit Waldpavillon (unter Linden, Südseite),

der Bordenberg,

der Büchelsberg mit Ludwigsbrunnen am Osthang und 

der Schleifberg

mit Mathildentempel am Nordwestrand.

Ebenfalls im Nordosten wie der Prinzenberg nur 5 km weit weg, befindet sich

der Herrgottsberg

mit Info-Tafel,

einer Tafel mit einer Goethe-Inschrift, die beim

Goethefelsen (Teufelskralle) zu finden ist und

dem Goetheteich, der heute leider von Bauzäunen umsäumt ist!

Kurzer Anstieg von Südwesten zum Herrgottsberg hoch!

Auch im Osten (5 km entfernt), aber über die B 449, liegen

 

der Dommerberg

mit Info-Tafel, sowie

dem Bismarckturm (leider abgesperrt) und

einem steilen Ostanstieg (oben steil, nur 80 m lang), sowie

der Dachsberg

mit Info-Tafel,

dem Klipstein-Tempel und

einem steilen Anstieg in der Nähe.

Etwas weiter muss ich zum Schloßberg (~ 6,5 km)

mit der Burg Frankenstein

und zum Langenberg* (7 – 8 km) marschieren, der 3 Kuppen hat:

die Nordkuppe (Ilbes-Berg 419,7 m),

die mittlere Kuppe (deren Gipfel gut 430 m hat)

mit der Franz Bingel-Hütte

und die Südkuppe (421,6 m).

Zwischen der mittleren und der Südkuppe stand die Galgenbuche!

Kurzer Exkurs zur Galgenbuche:
Ein bodenparalleler, dicker Ast war mit 2 Bäumen verwachsen, eine galgenähnliche, botanische Kuriosität. Leider lösten sie sich zunehmend auf, so dass die Verwachsung in ca. 2 Metern Höhe nur noch zu erahnen war. – Ich hatte nie zu erforschen versucht, ob noch Reste dieser Bäume stehen geblieben sind und wenn ja, wo sie stehen. – Vielleicht sollte ich mal danach suchen?! 😆

– – – – – – – – – –

Hier nochmal alle 10 genannten Erhöhung, die allesamt in östlichen Richtungen liegen:

  • Prinzenberg 241 m (mit Schutzhütte)
  • Lindenberg 254,1 m (mit Lindentempel, auch Waldpavillon genannt)
  • Bordenberg 257 m (mit Ludwigsbrunnen am Nordwesthang)
  • Büchelsberg 216,4 m (zwischen Walthersteich und Ludwigsbrunnen)
  • Schleifberg 195 m (mit Mathildentempel am Nordwestrand)
  • Herrgottsberg 227 m (mit Goethefelsen und Goetheteich)
  • Dommerberg 263,6 m (mit Bismarckturm)
  • Dachsberg 258,2 m (mit Klipstein-Tempel)
  • Schloßberg 370 m (mit Burg Frankenstein)
  • Langenberg 430 m (mit 3 Kuppen; Frankensteinmassiv)

Setzt man jetzt Streckenlängen und Höhenlagen in Relation, sind bei uns im Durchschnitt nicht allzu große Steigungen zu bewältigen! Zwischendrin gibt es da und dort schon mal eine Steigung, die ungefähr 20 % aufweist, meist kann man sie aber zügig hinter sich lassen!

Hierzu 3 Beispiele:

– – – – – – – – – –

Wie aufgezeigt gibt es auch in der Nähe von Dommer- und Dachsberg Steigungen mit einigen Höhenmetern. Seit geraumer Zeit habe ich nur die B 449 nicht mehr überquert. – Fragt mich nicht warum? 😛 Für Fotos von Dommer- und Dachsberg bin ich dorthin geradelt und hab mich daran erinnert, dass es dort schöne Trails gibt, die ich früher sehr gerne gelaufen bin!.

Um viele Höhenmeter zu sammeln lohnt sich die Steigung östlich des Dommerbergs kaum, eher die Steigung im Osten des Dachsbergs. Läufer des hiesigen ASC nutzen sie für Bergauf-Intervalle. Sie beginnt moderat und hat zum Schluss einen fast schon fiesen Neigungswinkel. Mir bringt meine Burg-Runde mehr, da ich dort mehr Strecke und Höhenmeter in einem mache!

– – – – – – – – – –

P.S.:
* Fälschlicherweise hab ich da und dort die Burg Frankenstein auf den Langenberg verortet, sie steht aber auf dem Schloßberg, der sich nördlich an den Langenberg anschließt. Beide gehören zum Frankensteinmassiv!

12 thoughts on “Berge”

  1. Lieber Manfred,

    das sieht nach einem mühseligen Sammeln spärlicher Höhenmeter aus, das du da bewerkstelligen musst um auf ein halbwegs passendes Training für den Mount Everest zu kommen. Wie wär‘s in dem Fall mit Fitnessstudio und Laufband? Da kann man die Steigung einstellen und losmarschieren.
    Natürlich sind Bäume und Landschaft bei deinen „Bergen“ um ein Vielfaches netter anzusehen als das Interieur eines Fitnesstempels 😉 Und diese Schutzhütten sind auch allerliebst.

    1. Liebe Lizzy,

      ja, das stimmt wohl, es ist mühselig! 😉 Aber ich bin viel zu gerne draußen, als dass ich deswegen in ein Fitnesstempel gehe(n würde)! All das Gerummel und dann diese Poser, die vor den Spiegeln stehen und sich an sich selbst nicht satt sehen können … und dann noch Geld dafür bezahlen?! Lieb gemeint, aber ich bedanke mich herzlich! 😆 Zudem bin ich doch ein Sammler, da kann ich neben Kilometern auch Höhenmeter sammeln! 😛

      Von diesen allerliebsten Schützhütten gibt es hier so einige. Sie heißen unterschiedlich mal Schutzhütte, oder nur Hütte, mal Tempel, oder gar Pavillon! – Wäre eine weitere Idee diese mal aufzusuchen, zu fotografieren und darüber zu berichten!

      Danke für den Input! 😉
      Liebe Grüße Manfred

  2. Lieber Manfred,
    ha – so hat deine Everesting-Teilnahme den wunderbaren Nebeneffekt, dass du sämtliche Hügel in deiner Nachbarschaft nicht nur abgrast, sondern auch vermisst, testest und für uns zusammenfasst! 😀

    Aber da die Höhenmeter ja nicht so besonders leicht zu sammeln sind – was wäre denn der nächste hohe/höhere Berg, den du erstürmen könntest? Muss ja nicht ständig sein, aber für zwischendurch einmal würde sich ja vielleicht sogar eine etwas längere Anfahrt rentieren. Dann an dem Tag geballt HM sammeln.
    Wobei so eine Schutzhütten/Pavillon-Tour auch sehr nett wäre!

    1. Liebe Doris,

      ich hätte das Unternehmen auch unter das Motto >Bewusstsein schaffen für die Umgebung< stellen können. Bekannt war und ist mir alles, aber einige Trails und ‚Berge‘ hatte ich in letzter Zeit nicht mehr aufgesucht. Es könnte Anlass sein im Revier wieder vielfältiger unterwegs zu sein! Momentan versuche ich nur in der näheren Umgebung möglichst Streckenläge mit Höhenmeter zu koppeln! Trotz einer gewissen Konzentration auf bevorzugte Strecken liebe ich gerade diese Strecken besonders!

      Unser höchster Berg am Westrand des Odenwaldes und oberhalb der hessischen Bergstraße ist der Melibokus mit 517 m. Er ist vielleicht 25 km südlich von uns. Marschierte ich von Zwingenberg (Ort am Fußes des Melibokus) aus dort hoch, käme ich auch nur auf gut 400 hm. Auch dort müsste ich mehrmals hochsteigen und immer wieder runter, was auch nicht knieschonend ist! 😉 Um noch mehr Höhenmeter in einem zu sammeln müsste ich wohl in den Schwarzwald fahren, erscheint mir nicht lohnenswert! Da könnte ich dann gleich am GAPA TRAILRUNNING CAMP teilnehmen. So bleibe ich lieber im Revier!

      Vielen Dank aber, dass du dich gedanklich um mich sorgst, bzw. an meiner Vorbereitung so aktiv teilnimmst!

      Liebe Grüße Manfred

  3. Auch wenn die Berge nicht sooooo hoch sind wie der, den du dann besteigen musst, du kannst trainieren, und das ist die Hauptsache !! Deine Muskulatur, deine Atmung können sich im Kleinen schon auf das Kommende vorbereiten !! Sei froh, dass du in dieser Gegend wohnst, anderweitig, wie z.B. hier, wäre es fast aussichtslos, obwohl es auch hier – man staune – einige Erhebungen gibt !!

    Den Melibokus und Zwingenberg kenne ich auch von früher, es gab dort eine Jugendherberge, in der wir als Kinder/Jugendliche übernachtet hatten !!

    Also, ran an die Bouletten, pass gut auf dich auf, übertreibe es nicht und viel Glück auf allen deinen Wegen zu diesem Abenteuer !!

    Nasse, stürmische Grüße von ganz oben

    1. Liebe Margitta,

      ich bin durchaus froh, hier zu leben und erfreue mich an der abwechslungsreichen Umgebung! Klar ist auch, dass ich mich hier schon etwas drauf einstellen und recht gut trainieren kann. Zum Glück geht es in Garmisch-Partenkirchen auch nicht ewig weit hoch, wo der Sauerstoff-Partialdruck deutlich niedriger ist!

      Die Jugendherberge hat vor ein paar Jahren leider dicht gemacht. Wir haben dort (fast) bis zu meinem letzten Jahr Kennenlerntage für die 5. Klassen veranstaltet!

      Vielen Dank dir, ich werde mich ranhalten und auf mich aufpassen!

      Liebe Grüße Manfred

  4. Ein heimatkundlicher Überblick aller relevanten Hügel und Kuppen – mit allen Tempeln, Hütten und Info-Tafeln. Für jemanden, der Höhenmeter sammeln will, ist das Gold wert!

    Die Übersicht der 10 Erhöhungen ist super, gerade auch die Hinweise, welche Steigungenüber 20% sind und welche sich für längere Runden eignen. Deine Burg-Runde klingt nach dem perfekten Mix aus Länge und Höhenmetern.

    Viel Spass weiterhin beim Höhenmeter-Sammeln!

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

    1. Liebe Catrina,

      sollte sich jemand hier auf dieser Seite erkundigen wollen, herzlich gerne, dann hat sich die Zusammenstellung ja doppelt und dreifach gelohnt. Tempel, Hütten und Pavillons gibt es allerdings noch ein paar mehr. Hab beim heutigen Marsch mal überlegt, wie ich eine Runde gestalten müsste, um möglichst viele dieser Hütten einzubinden. Bin auf ungefähr 15 Hütten gekommen, weiß aber nicht, ob noch alle stehen.

      Diese ‚Bergtour‘ ist zugegebenermaßen nicht bei einem Marsch entstanden, auch wenn die Bilder alle aktuell sind. Gesammelt hab ich sie bei 4 oder 5 Märschen und einer Radtour. Sicherlich könnte ich eine Runde gehen, in die ich alle 10 Erhebungen integriere.

      Vielen Dank, den Spaß erhalte ich mir und sammel fleißig weiter Höhenmeter!
      Liebe Grüße Manfred

  5. Lieber Manfred,
    da kommt ja einiges zusammen in deiner näheren und nicht ganz so nahen Umgebung! Schöne und reizvolle Routen, scheint mir. Und ehe ich es vergesse: Natürlich erbitte ich 1x Galgenbuchen-Recherche (war doch klar, oder?)! 😉
    Wie gedenkst du nun dein Everest-Training zu gestalten? Es müssen ja Höhenmeter her. Da würde ich ausnahmsweise auch Trainingsoptionen weiter weg ins Auge fassen. Ok, öfter bergauf und bergab täte bei bergab deinem Knie nicht gut. Aber lässt sich nicht das Everesting-Konzept personalisieren? Du suchst dir einen knackigen Berg aus, marschierst rauf, oben erwartet dich jemand mit PKW, fährt dich runter, und dann auf ein Neues. Das wäre natürlich zu eruieren, wo sich dies umsetzen ließe.
    Als ich wegen einer Fußverletzung nicht laufen, aber sehr wohl marschieren konnte, habe ich auch mehrfach hintereinander eine 1-km-Steigung mit 100 Höhenmetern erklommen. Sehr zur Verwunderung anderer Spaziergänger. (Runter bin ich allerdings jeweils zu Fuß). Das war ein prima Trainingseffekt.
    Liebe Grüße und munteres Höhenmetersammeln!
    Elke

    1. Liebe Elke,

      mein Revier mal aus diesem Winkel zu betrachten war sicherlich überfällig, zumal ich Steigungen schon recht lange gerne hochgekraxelt bin, ob laufend oder jetzt marschierend!

      Nach der Galgenbuche werde ich mich demnächst mal umschauen. Solche Naturphänomene haben mich grundsätzlich schon immer interessiert, aber ich hab sie bisher nicht bei meinen sportlichen Ausflügen aufgesucht.

      Die Höhenmeter, die ich hier sammeln kann, müssen reichen. Alles andere ist mir viel zu aufwändig … und wer hat schon Zeit für einen verrückten Rentner, der hin und her gefahren werden will. Mein Bruder vielleicht, der kommt aber sicherlich nicht extra aus Berlin. Meine Frau ist anderweitig ‚gebunden‘, so wie auch der Schwiegersohn, zumal seine Frau, unsere Tochter ‚tonnenweise‘ Korrekturen zu liegen hat, Semesterabschluss des Abi-Jahrgangs und dann die Abi-Arbeiten.

      Vielleicht setze ich bald eine Idee um, nämlich 3 Etappen des Burgensteigs nach Süden zu marschieren. Da kommt es mir zwar mehr auf die Länge an, aber da kommen auch ein paar Höhenmeter zusammen! 😆

      Liebe Grüße Manfred

  6. Ich erinnere mich an eine Bekannte, die als Training (nur) für den Rennsteiglauf dutzendmale einen Deich bei Hamburg hoch und wieder runter lief.
    Da sind deine Hügel zumindest attraktiver.

    Viel Erfolg

    Jörg

    1. Lieber Jörg,

      oh man, was man so alles auf sich nimmt. Ein Freund von mir hat sich auf der Insel Usedom auf den Transalpin Run vorbereitet, ist dort halt x-mal auf die höchste Erhebung der Insel hochgerannt. Den Transalpin Run haben wir dann als Zweier-Team erfolgreich gewuppt! 😉

      Ich finde unsere Hügel hier, unsere umgebenden Wälder, ebenfalls viel attraktiver!

      Vielen Dank dir und
      liebe Grüße Manfred

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