Im kleineren Kreis habe ich es erwähnt und manch andere haben den ‚Braten‘ gerochen!
Ich hab da mal was geplant! Nicht nur irgendetwas, es wird eine echte Herausforderung!

Bevor ich konkret werde, eine kleine Vorgeschichte:

Die Chefs meines Lieblingsveranstalters Plan-B-Event, Uta und Heinrich Albrecht, wollen in Zukunft kürzen treten. Im Herbst hatten sie es angekündigt. Da ich sie persönlich kenne und schätze, hab ich mich per Mail für die immer toll organisierten Veranstaltungen bedankt!

Kurz vor Weihnachten klingelte dann mein Handy, Uta war am Apparat. Wir quatschen eine Weile und dann sagte sie: „Manfred, auch wenn du nicht mehr laufen kannst, wir haben da etwas für dich! Wir veranstalten Anfang Mai 2026 ein Everesting-Event!“

Dank an PlanB-Event für die Bilder (Pressepaket GaPa Everesting Festival)

Everesting-Event: ich hörte genau zu, wartete aber bis ich auf die Website schaute! Trotz der ungeheuren Anziehungskraft, bergauf 9.000 hm bei einem Event zu meistern, mit nem 27-Std.-Zeitfenster, ein Brett! Zuhause, hier im Flachland, auch nicht in typischem Terrain vorzubereiten!

… und dann, wen wundert’s, erlag ich dem Reiz!

Vorher hatte ich, quasi in weiser Voraussicht, schon mal Höhenmeter in mein Marsch-Programm eingebaut, denn wie ich mich so kenne, kann ich bei sowas schwer widerstehen! 😆

Es kommt mir nur nicht so leicht über die Lippen, vor einem solchen Event davon zu reden. Oh man, was kann da alles schiefgehen, oVerletzung, oder Erkältung, Schnupfen der Enkelinnen, oder anderes, man steckt nie drin! Ich bin ja nicht mehr der Jüngste, im Gegenteil, auf der Anmeldeliste war ich der Älteste der ersten 168 Gemeldeten, mit 4 Jahren ‚Vorsprung‘! Nur in einer Staffel läuft ein Teilnehmer mit, der nur 2 Jahre jünger ist! 😛 Catrina ermunterte mich aber es anzukündigen, sie möchte mitfiebern, wie wir bei ihrem London-Marathon! 🙂

Dann schaute ich mir die Bilder an (Pressepaket PlanB-Event):

noch moderat,

auch von hinten … geht doch, oder?

aber hier wird’s eher verdeutlicht

Die Strecke ist nur 3,3 km lang, weist ~ 500 hm auf, um aber auf fast 9.000 hm zu kommen,

muss 18 x dort hochgekraxelt werden, das bedeutet im Schnitt sind ca. 15 % zu steigen.

Bleibt ein kleiner Trost, bergab 

wird gegondelt. Die Talfahrt dauert 12 Min. Sie kann als Verschnaufpause, zur kurzen Erholung und zum ‚Nachfassen‘ von Essen und Trinken genutzt werden! Für diejenigen, die vorne wetteifern ist es schön, dass die Zeit der Talfahrt nicht in die Wertung reingerechnet wird. Die Langsameren aber dürfen die Gondelei nicht aus den Augen verlieren, da es eine Max-Zeit von 27 Std. gibt.

Das heißt dann

nicht nur bis in die Dämmerung hinein, sondern

auch nachts unterwegs zu sein!

Grundsätzlich macht es mir nichts aus, im Gegenteil, ich liebe Nachteinsätze und hab auch Erfahrung. Neu ist für mich diese ‚Unmenge‘ an Höhenmetern quasi am Stück abzureißen! 😳

Hier ein paar Beispiele, wobei ich nur bei den ersten beiden in die Nacht hinein laufen musste und die vielen hm beim S4T 2013 und beim TAR 2014 kamen auf 4 bzw. 8 Etappen zusammen!

Jetzt versuche ich im Training langsam spezifische Langzeitausdauer gepaart mit möglichst vielen Höhenmetern aufzubauen, soweit es hier möglich ist

und freue mich auf 2 schöne Event-Tage, wenn nicht nur einige wenige, wie beim Pilotprojekt, dabei sind, sondern sich bis zu 300 Teilnehmer auf der Strecke tummeln! 😆

– – – – – – – – – –

Ein Dank gilt PlanB-Event dafür, dass ich die Bilder aus dem Pressepaket nutzen darf und für den unkomplizierten Mailverkehr ganz speziell ein dickes Dankeschön an Sandra Mastropietro.

12 thoughts on “Hoch hinaus”

  1. Das musste ja irgendwann kommen, dass dich eine Herausforderung lockt, eigentlich wundert es mich nicht !! Super, dass du dieses Challenge realisieren möchtest. Ab und an braucht MANN eine neue Herausforderung – und voilà jetzt haben wir sie.

    Hast ja noch ein wenig Zeit, um dich darauf vorzubereiten, ein hartes Stück Arbeit, aber leicht kann schließlich jeder !

    Die Daumen sind gedrückt, bin sehr gespannt. Viel, viel Glück für dieses Abenteuer !

    1. Liebe Margitta,

      ja, fast zwangsläufig! – Aber schön, dass es etwas gibt, wo auch Marschierer mitmachen können! 😉

      Diese Herausforderung ist allerdings nicht ohne und ich hoffe, es zu schaffen, es schaffen zu können! Noch ist etwas Zeit, aber ich will ja schon noch ein bisschen mehr Fitness drauf ’schaffen‘! 😛

      Danke fürs Daumendrücken!
      Aus dem sonnigen Darmstadt liebe Grüße Manfred

  2. Here we go!! 🥳
    Manfred, jetzt wird’s ernst! 😄 9’000HM mit 18 Wiederholungen, das ist nicht nur ein Event, das ist ein Projekt. Und dann noch mit Zeitlimit…da braucht es nicht nur Beine, sondern auch einen klaren Kopf über viele Stunden hinweg! Aber das hast du ja drauf – dieser Event ist praktisch wie für dich gemacht!

    Stark finde ich, dass du die Höhenmeter schon im Training eingebaut hast. Auch wenn das Gelände bei dir nicht ideal ist, die Grundlage holst du dir damit sauber rein. Und die Gondel als „Versorgungsstation“ ist Gold wert bei so einer Nummer!

    Dass du als Ältester auf der Liste stehst, macht die Sache nur noch spannender. Erfahrung schlägt da oft vieles, gerade bei so langen Geschichten.

    Wir sind gespannt!!

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

    1. Yes, liebe Catrina,

      here we go! 😆 Mein neues Projekt braucht starke Beine, aber auch einen ‚Dickkopf‘, der sich reinbeißen und der durchhalten kann! Darin hab ich zum Glück Übung und sooo schnell lass ich mich auch nicht von dem abbringen, was ich mir vorgenommen habe!

      Jetzt gilt es auch bald es logistisch zu durchdenken und dann zu planen. Was kommt in den Rucksack, was brauche ich im Dropbag bei der Bergstation und was soll in den Dropbag, der bei der Talstation stationiert ist!?!

      Ich hoffe ja, nicht nur durchhalten zu können, sondern zudem nicht als Letzter ins Ziel zu kommen. Egal, ob die anderen laufen. – Da gibt es sogar eine Studie, bei der herausgekommen ist, dass bei niedrigerem Tempo, unterhalb von 7 km/h, ein Bergaufsteigen ökonomischer ist, als ein Bergauflaufen! Das Bergaufmarschieren kann ich ja jetzt, hab es zur genüge üben können!

      Aus dem abendlichen Darmstadt
      liebe Grüße Manfred

  3. Und das vermutlich alles ohne Sauerstoff 💨 😳

    Lieber Manfred,

    einmal eben in zwei Tagen ohne Sherpa, Flugzeug oder Sauerstoffflasche auf den Mount Everest … das nenne ich ein rundherum mutiges, spannendes, herausforderndes und abenteuerliches Unterfangen.

    Und in diesem Fall befindet sich der Mount Everest sogar quasi vor meiner Haustür .. In der Zeit habe ich Urlaub aber weil dieses Jahr gestückelte Unternehmungen anstehen mit Zwischenhalt zu Hause … ist dieses Wochenende bei mir tatsächlich noch unbelegt und ich überlege mir, das direkt zu ändern und den Plan zu fassen, Dir beim Erstürmen des Weltdachs zwischendurch kurz zuzujubeln.

    Auf jeden Fall wird es spannend und auch ich drücke die Daumen für weiterhin beschwingte Vorbereitung und danach ein gutes Gelingen 👍

    1. Liebe Lizzy,

      da wir unten und oben verpflegt und sogenannte Dropbags zur Verfügung gestellt werden, benötige ich definitiv nicht mal Sherpas! 😆

      Marschieren muss ich immer noch selbst, aber gerade das macht ja den Reiz aus. Auf 6.500 m geflogen zu werden, dort ein Zelt mit Komfort im Basislager zu haben, wie es die Reichen am ‚echten‘ Mount Everest zu machen scheinen, würde mir nicht so gefallen. 😛 Ich will genau diese sportliche Herausforderung.

      Oh, Lizzy höchstpersönlich kennen zu lernen, das würde den Wert des Events deutlich erhöhen. Im Ernst, ich würde mich freuen dich kennenzulernen!

      Danke fürs Daumen drücken. Das erhöht den ‚Vorstartzustand‘, wie Insider sagen, und meinen das Kribbeln im Bauch! 😆

      Liebe Grüße Manfred

  4. Lieber Manfred,
    uiuiuiuiui, das nenn‘ ich mal ein dickes Brett!
    Mein zweiter Gedanke: Eine spannende, reizvolle Sache, mal ein ganz anderes Konzept.
    Und: Wie gemacht für Dich!
    Das wird sicher kein Zuckerschlecken. Aber du bist ein erfahrener Wettkämpfer und machst das nicht aus einer Laune heraus. Du hast dir das ganz sicher gut überlegt und bereitest dich vor. Ich sehe ich schon pro Tag ein Dutzend Mal zur Burg hinaufstürmen…
    Ich werde dir die Daumen drücken und sehr gespannt sein, was Du uns berichten wirst! Toi, toi, toi!
    Liebe Grüße, Elke

    1. Liebe Elke,

      genau, ein dickes Brett wird es. Aber ich wollte es ja nicht anders! 🙈

      Ein Konzept, spannend und reizvoll, das mir und meinen Knien entgegenkommt, hoch marschieren und runter gondeln. Anders herum als es Touris in der Regel machen.

      Ich hoffe, dass mein Training, die Erfahrung und mein Biss an diesem Tag ausreichen, bzw. mir helfen!

      Jeden Tag ein Dutzend mal zur Burg, nicht zu viel Druck aufbauen 😉 … ich brauch doch auch noch Zeit zur Erholung. Aber vielen, vielen Dank fürs Daumendrücken!

      Liebe Grüße Manfred

  5. Lieber Manfred,
    na das ist doch mal ein Bewerb, wie für dich gemacht! Wie toll ist das denn!
    Ha – hatte ich das Everesting nicht schon mal in einem Kommentar erwähnt? Aber ganz egal – das ist ja super, dass du dich dafür angemeldet hast.
    Du schreibst es ja schon, das ist ein Event, nicht nur für die Beine, sondern vor allem auch für den Kopf. Und deine Erfahrung wird dir da gute Dienste leisten, du bereitest dich gewissenhaft vor und lässt auch die Logistik nicht aus den Augen. 😀
    Toll, dass wir jetzt mitfiebern können.

    1. Liebe Doris,

      ja, das stimmt, (fast) wie für mich gemacht! 😉

      Ich habe doch geschrieben „andere haben den ‚Braten‘ gerochen“! 🙂 Manche kennen mich halt und / oder können zwischen den Zeilen lesen! 😆

      Ich bereite mich hoffentlich ausreichend genug vor, allerdings kann ich da mehr für die Beine tun! Der Kopf muss dann vor Ort funktionieren, wie zumeist vorher! Warum aber sollte ich an dieser Fähigkeit mich durchzubeißen zweifeln? – Bisher gibt es nichts, was mich diesbezüglich unsicher macht! 😛

      Mitfiebern, gerne!
      Liebe Grüße Manfred

  6. Mega! Mitmachen! Und AK-Sieger werden!! 🙂
    Nee, ernsthaft, das klingt doch super, im Grunde wie Runden laufen, nur mit fetter Steigung am Stück. Dass du sowas souverän stemmst, da hab ich mal überhaupt keinen Zweifel. Und am Ende ist alles eine dicke Läuferparty, zwei Tage schimpfen, sich motivieren, den Kopf überreden, freuen, hinterher mächtig stolz sein. Ein super Projekt für Dich!
    Wie oft passiert es ausserdem, dass ein Berg zu dir kommt? 😉

    1. Lieber Oliver,

      kaum ‚verlasse‘ ich meinen Blog, muss ich wieder rein! 😉 Kleiner Spaß. Ich freue mich über jeden Kommentar und gerade auch über einen von dir!

      Fette Steigung und das fast kontinuierlich mit gleichem Steigungswert. Mitmachen, sowieso, bin ja gemeldet. AK gewinnen wird schwer, da es 10-Jahres-AKs sind und ich auch noch mit Abstand der älteste bin. Leider gibt es keine noch ‚höhere‘ AK, in der ich zudem auch noch nicht wäre, da sie international ab Geburtstag ‚rechnen‘!

      Deswegen trete ich eh nicht an, 😛 werde aber meinen Spaß haben. Mal sehen wie lange! 😆

      Ob ich es souverän stemme? Ich werde mich drum bemühen, werde aber keine Ausrüstungsfehler machen, versprochen! 😉 Zudem gibt es ja die Möglichkeit oben und unten Dropbags zu nutzen, die jeweils wieder zurückgegondelt werden! Ein toller Service!!! Der Kopf wird hoffentlich im Verlauf seine entscheidende Rolle spielen und stark sein und bleiben.

      Nur kommt der Berg leider nicht zu mir, sonst könnte ich die Steigungen besser trainieren! 😉 Aber da unten im Verbund mit dem Wetterstein gefällt es mir auch besser. Da fahre ich dann auch gerne hin!

      Liebe Grüße Manfred

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