Es ist nicht mal neu, dass ich an einer Stelle im Wald kein Risiko (mehr) eingehe!
Am 4. September bin ich unter einem Flatterband durch und hab nen gesperrten Wurzelpfad genutzt! Nur 1 x hab ich damit gg. den Willen des Forstes gehandelt, danach bin ich dort nicht mehr lang und nehme Umwege in Kauf!
Eines Sonntags, auf dem Weg zur Burg, komme ich wieder an der Absperrung vorbei. Ein Zettel, der dort hängt, weckt Neugier und ich gehe näher ran!
Der Begriff Lebensgefahr, so allgemein, ist zwar etwas übertrieben, aber jetzt ist es erst recht vernünftig dort nicht vorbeizuschauen. Wobei, so ein paar Fragen zum Nest hätte ich schon! 😛
Zuerst will ich aber mal aufräumen, mit übertriebener Angstmacherei! Nach ärztlicher Auskunft ist ein Hornissenstich ähnlich wie ein Bienen- oder Wespenstich! Grundsätzlich gilt das Gift sogar als schwächer im Vergleich zu den anderen Insekten. Nur hat eine Hornisse einen langen Stachel, der tiefer eindringt. Für Allergiker allerdings kann ein Stich schon gefährlich sein!
Möglicherweise rührt die Meinung, dass ein Hornissenstich gefährlicher sei, von den stärkeren Schmerzen, die ein solcher Stich verursacht, trotz der geringeren Giftwirkung. Es enthält einen Neurotransmitter (Botenstoff Acetylcholin), der wohl Verursacher dafür ist! Es juckt sehr stark und es dauert evtl. etwas länger bis es abklingt!
so in etwa vorzustellen (Dank an Gray_Rhee – Pixabay)
Ansonsten sind Hornissen trotz ihres Rufs friedliche Tiere, die nicht grundlos zustechen. In der Regel fliehen sie. Nur wenn ihr Nest bedroht wird, sie in Bedrängnis kommen, stechen sie zu!
Nach der Bundesartenschutzverordnung ist die Hornisse in Deutschland eine besonders geschützte Art! Ein Grund mehr schön brav zu sein und diesen Weg zu meiden! 😉
Ich hab dann einfach einen anderen Wurzelpfad genommen 😆 und bin dort hochmarschiert!
In der Burg hab ich mir nen Café gegönnt und mich unter nen schönen Baum gesetzt!
In der Hoffnung, dass solche schattenspendenden Riesen diese brutalen Sommer auch in Zukunft überstehen, hab ich mir Café und Kekse schmecken lassen!
Auf dem Rückweg hab ich mich vergewissert, dass ‚mein‘ besonderer Baum noch steht! 🙂





Lieber Manfred,
ein AHA-Erlebnis sozusagen!
Mir scheint, wenn ein Grund für eine solche Sperrung angegeben ist, sind die Menschen eher geneigt, dies zu respektieren. Danke für deine Erläuterungen zum Thema Gefährlichkeit von Hornissen. Ich denke, der Zettel ist auch insoweit gut, als dass ja viele Menschen sofort in Panik geraten, wenn auch nur ein solches Insekt zu sehen ist, ob das Sinn macht oder nicht. Die können dann für sich entscheiden, ob sie sich ans Verbot halten.
Ja, um manche Bäume sorge ich mich auch, ob sie nächstes Jahr wieder austreiben…
Liebe Grüße
Elke
Liebe Elke,
da ist bestimmt was dran und es ist quasi auch gut begründet!
Diese Unterscheidung hatte mich selbst mal interessiert, da meine Mutter eher ängstlich war, mein Vater nicht so. Er nahm sogar Hummeln auf die Hand. Sie gehören zwar zur Familie der Echten Bienen, stechen aber höchst selten. So kam ich früh in Kontakt mit solcherart Insekten. Hornissen, aber auch anderen dieser so wichtigen Insekten, begegne ich nach wie vor mit Respekt, zumal sie bedeutend für die Natur sind und unter Schutz stehen!
Auch Bäume sind so wichtig und ich hoffe, dass noch viele ‚überleben‘!
Liebe Grüße Manfred
Hornissen sind toll! Ich bin sozusagen damit aufgewachsen, wir hatten jedes Jahr ein Nest sehr in der Nähe und wussten genau wieviel Abstand zu halten ist. Das sind so Dinge die Kinder lernen sollten, dann wäre vielleicht so ein Flatterband nicht nötig 😉
Gestochen wurde ich auch mal, bin leider auf ein Tierchen getreten, ja war irre schmerzhaft, aber ich lebe noch (und viel wichtiger: das Tierchen hat auch überlebt).
Aber eigentlich ist das Flatterband trotzdem gut, dann haben die wenigstens ihre Ruhe. Also gut so 🙂
Lieber Oliver,
diese so wichtigen Insekten haben ja auch ständig Stress. Die Königinnen leben zwar am längsten, aber auch nur etwa ein Jahr und müssen immer dafür sorgen, dass neue Völker entstehen. Allerdings weiß ich (noch) nicht, ob sie ihre alten Nester nutzen. Aber vielleicht hattet ihr deshalb immer ein Nest in der Nähe!
Von einer Hornisse wurde ich noch nicht gestochen, aber von anderen insekten schon, Biene und/oder Wespe. Genau kann ich es nicht mehr sagen, da es zu lange her ist. Da ich keine Probleme mit so nem Stich hatte, bin ich wohl nicht allergisch, ein Schwager schon. 🙈
… und auf dem Wurzelofad sollen sie ihre Ruhe haben, klaro!
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
die Lebensgefahr betrifft vermutlich die Hornissen, die von den Spaziergängern bedroht wären! 😉
Ich finde es vernünftig, einen Grund für eine Sperre anzugeben, weil wohl jeder das Gefühl kennt, vor einem Verbotsschild zu stehen und sich zu fragen: ja aber warum? Und dass du brav bleibst – davon bin ich ausgegangen. Es gibt ja genügend andere Wege zur Burg und zu deiner geschätzten Kaffeepause.
Hornissen mag ich, die haben so etwas majestätisches an sich. Außerdem wirken sie auf mich immer so gelassen. 🙂
Liebe Doris,
ein Verbotsschild im Wald suggeriert oft, dass dahinter Waldarbeiten stattfinden. Wenn man öfters daran vorbeikommt und nie etwas hört, denn meistens sind lautere Maschinen, Sägen oder dergleichen ‚am Schaffen‘, dann kommt man schon ins Grübeln, ob das Schild ’sinnvoll‘ ist?! Von daher ist es mit einem angegebenen Grund nachvollziehbarer! Man lässt eher davon ab doch zu queren!
Lebensgefahr für Hornissen, da hast du wahrscheinlich recht! – Ich mag Hummeln, die wirken immer so gelassen, so gemütlich und suggerieren mir nicht, dass sie mich stechen wollen, kommen viel eher friedfertig rüber! Nicht, dass andere unbedingt als stechwütig rüberkommen, aber viele ‚Stechimmen‘ verbreiten eine gewisse Hektik! Hornissen kann ich nicht ganz so einordnen, denn ich habe eher Bienen und Wespen verschiedenster ‚Ausführung‘ 😆 vor die Augen bekommen!
Ich werde es aber nicht ausprobieren, um dich in deiner Erwartung, dass ich brav bin nicht zu enttäuschen! 😉
Liebe Grüße Manfred
Ein Einblick von Manfred in das Leben der Hornissen, womit ich mich noch nie beschäftigt habe. Ich hätte keine Ahnung, wie gefährlich sie sind oder nicht, aber durch dich habe ich einiges dazu gelernt !
Gut, dass du es respektiert hast !!
Liebe Margitta,
ein bisschen was wusste ich und ein bisschen was habe ich aufgefrischt und nachgelesen! Gern geschehen! 🙂
Gerade gestern habe ich 4 Wanderer gesehen, die mal einfach so diesen Weg genutzt haben. Als ich meinen ‚Umweg‘ (ca. 1 km) marschiert war und an den oberen Einstieg in diesen Trampelpfad kam, hatten sie gerade dieses kurze Stück (300 m) hinter sich. Ich habe ihnen nur zugerufen „Na, die Hornissen gestört?“, da kam doch zurück „Die tun ja nichts!“ – Mit dem Gedanken „Es geht doch nicht immer nur um uns Menschen!“ bin ich weiter bergan marschiert, habe mich aber mit solch ignorierenden Menschen nicht auseinandersetzen wollen!
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
es könnte sein, dass es sich um das Nest der asiatischen Hornisse handelt.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/wespen-und-hornissen/06323.html
Die sind etwas kleiner als die einheimischen und manch einer sagt, sie wären einen Tick aggressiver. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Wir haben bisher in direkter Umgebung nur die einheimische und die ist sowas von oberfriedlich … dass ich im Garten keine Lebensgefahr und Betreten-verboten-Schilder aufhänge, Wir freuen uns immer über das dunkle Propellergetön.
Die asiatische Hornisse wurde lange von offiziellen Stellen bekämpft weil sie sich in erster Linie von den einheimischen Arten und auch Honigbienen ernährt und denen ganz schön gefährlich werden kann. Der Versuch, sie wieder loszuwerden ist aber erwartungsgemäß gescheitert und so wurde sie nun als etabliert eingestuft und muss nicht mehr überall gemeldet werden. In Hessen bittet man aber schon noch um Sichtungsberichte:
https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse
Mein Bruder ist durch ein einheimisches Hornissennest wirklich mal in Lebensgefahr geraten. Incl. Seiner damals noch kleinen Tochter, die mit ihm unterwegs war. Er besitzt Streuobstwiesen und wollte einen abgestorbenen Baumstumpf entfernen. Als der mit der Motorsäge reinsägte, traf er mitten in ein Hornnissennest, deren Bewohnerinnen ihn und seine Tochter sofort auf das aggressivste attackierten. Sowas kann sehr übel ausgehen aber sie hatten Glück und konnten sich mit nur wenigen Stichen ins Auto retten. Wenn man die Nester in Ruhe lässt und sich nicht unbedingt in die direkte Nähe begibt.
wobei wir eins in unserer winzigen Gartenhütte hatten – die Hornissen gucken sich ihre Besucher eine Weile an und wenn sie einen dann kennen, ignorieren sie diese ziemlich. Die Enkelkinder habe ich in dem Jahr damals aber nicht ins Hüttchen gelassen sondern ihnen die Roller immer rausgeholt. Niemand wurde gestochen.
Liebe Lizzy,
danke für die Ergänzung, vor allem auch für die Info, dass die asiatische Hornisse nicht unter Schutz steht! Aber wie es so schön heißt, als Laie nicht drangehen und sie evtl. töten wollen, zumal man sie verwechseln kann!
Aber auch das Gift der asiatischen Hornisse ist nicht stärker dosiert, als das Gift der europäischen Hornisse und der Wespen und Bienen! Doch wie schon geschrieben, ist es vor allem für Kinder, für Allergiker und für Immungeschwächte durchaus gefährlich! Da ist es allemal besser Vorsicht walten zu lassen, auch wenn schon Menschen 300 Stiche (auf einmal) überlebt haben sollen! Zum Glück ist es für deinen Bruder samt Tochter gut ausgegangen!
Liebe Grüße Manfred
Da hast du ja gleich zwei gute Gründe, den gesperrten Weg zu meiden: die Hornissen und den Artenschutz! 😉
Ich finde es wichtig, dass wir Läufer und Wanderer uns bewusst machen, wie viel Raum wir mit unseren Wegen beanspruchen. Jeder zusätzliche Trampelpfad kann auf beiden Seiten wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere beeinträchtigen. Deshalb finde ich es richtig, auf den markierten Wegen zu bleiben und gesperrte Abschnitte zu respektieren, auch wenn das einen Umweg bedeutet.
Und besonders schön finde ich, dass du dir Gedanken um „deinen“ besonderen Baum machst. Nach den heissen Sommern hoffe ich mit dir, dass solche Baumriesen noch lange stehen bleiben und uns weiterhin Schatten spenden! 🌳
Liebe Catrina,
2 Gründe zählst du auf. Der Forst kennt noch einen 3. Grund: ungesicherte Bäume und auch recht lose Äste, die dort wohl zur Gefahr werden könnten! Aber schon die ersten beiden sollten zur Rücksichtnahme mahnen!
Ja, ich bin bei dir! Hinzu kommen die Biker (MTB), die leider noch viel rücksichtsloser unterwegs sind, zumindest so wie ich es dort erleben. Ständig kommen neue Spuren dazu, die leider zu viel schnellerer Erosion beitragen, als wir es zu Fuß hinbekämen! 😥
Ich liebe Bäume und hab mir schon als Jugendlicher gerne Bücher über Bäume angeschaut, oder sie in Natura bewundert. Von daher habe ich hier in der Gegend mehrere Bäume, die ich als besondere ‚Freunde‘ betrachte! 😛 Schattenspender sind sie auf der einen Seite und vor allem die Laubbäume kann man als Lunge des Planeten bezeichnen!
Liebe Grüße Manfred