Nicht, dass ich wieder einmal einen Wettkampf gelaufen bin, schon gar nicht bei der Hitze, nein, aber ich habe mich als Helfer zur Verfügung gestellt!
Etwas komplizierter als früher war die Rekrutierung der Helfer. Eine ‚Community‘ hatte sich pikiert zurückgezogen. Man habe sie nicht respektvoll genug erwähnt, obwohl mehrere Medien genutzt worden waren, um ein umfangreiches und dickes Dankeschön zu platzieren!
2 Baustellen in der Innenstadt hatten Änderungen ‚erzwungen‘! Nach einigen Klärungen im Vorfeld und erfolgten Absprachen war dann die neue Streckenführung abgesegnet worden.
Unsere letzte OK-Sitzung hatten wir Ende Mai, jetzt ging es an die Umsetzung. Am 20. Mai erfolgte die 1. Startnummernausgabe, ich stieß am 23. Mai dazu und half beim Ausgeben der Nummern, sowie auch beim Verhökern alter Lagerbestände, sprich alter Stadtlauf-Shirts!

Die Shirts waren äußerst günstig zu erwerben, zumal unser OK-Chef seine Bestände leeren, bzw. seine Räumlichkeiten endlich wieder für anderes zur Verfügung zu haben!
Eine Schülerin, die beim Lauf dann ihre AK gewinnen konnte, kam beim Verscherbeln der Trikots auf die glorreiche Idee, den Interessenten Liegestützen abzuringen. Wer ein Shirt wollte, musste 10 Liegestützen machen. Später wurden es dann 15, bzw. 20 Liegestützen! 😆 😛
Am Wettkampftag versammelte ich nach Startnummernausgabe, eine Std. vorm 1. Start, die Helfertruppe für meinen Streckenabschnitt. Absperrgitter waren in die richtigen Abstände zu bringen und Flatter- bzw. knüpfen. Dann verteilten wir uns auf der Strecke.
Pünktlich ging’s los, nicht ohne einen Hinweis des OK-Chefs bei den Temperaturen (35°) vernünftig zu bleiben und vor und nach dem Lauf sehr viel zu trinken. Da die Kleinen nur 1.100 m bis max. 2.200 m, aber auch die Großen nur 5 km zu laufen hatten, musste der Lauf nicht abgesagt werden. Seitens der Sanitäter hieß es später auch >Keine besonderen Vorkomnisse<!
So schrieben die unermüdlichen Constanze & Walter Wagner in ihrem aufschlussreichen Bericht mit tollen Bildern auf Laufreport.de: „Die Rettungskräfte hatten aufgestockt, aber wohl keinen aufregenden Einsatz. Signalhorn und Blaulicht kamen nicht zum Einsatz.“ – Sehr gut, sage ich da nur!
An meiner ‚Weiche‘ wurde von 2 Seiten beschallt. Vom Treppenpodest des Kaufhauses kam der rockige Sound der Lokalband „Game of Jones“ und gegenüber waren junge Cheerleader aktiv! Nur für die Rennen der Erwachsenen war das Flatterband nach der Einstiegsrunde für die erweiterten Runden umzuhängen. Von daher konnte auch ich mich an den Aktiven erfreuen.
2 Vorkommnisse stressten: Eine uneinsichtige Dame blockierte mit dem Rad die Strecke, um der Enkelin die Querung zu ermöglichen. Auf meine Hinweise, die Strecke für die Läufer zu räumen, kam nur „F… you!“ 3 Läufer mussten stark abbremsen! 😳 😥 Später war noch ein torkelnder Volltrunkener in die Arme zu nehmen und mit sanfter Gewalt über die Strecke zu schieben!
Eine Schülerin aus der Mittelstufe unserer Schule konnte ihre AK gewinnen UND eine Ehemalige sogar mit 17 Sek. Vorsprung den Hauptlauf der Damen! Finja Schierl (in meinem letzten Sport-LK) ist inzwischen Profi-Triathletin und trainiert als Sportsoldatin am Triathlon-Bundesstützpunkt Saarbrücken. Ich kann nicht leugnen, dass mich das besonders gefreut hat!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FINJA und viel Erfolg weiterhin!
Nach dem letzten Rennen stellten wir wieder die Gitter zusammen, entfernten die Bänder und trafen uns im Zielbereich, um uns auszutauschen und noch etwas zu quatschen! Als Helfer durften wir uns auf Freigetränke freuen und das innerstädtische Lauffest ausklingen lassen, das in seiner langjährigen Tradition als Wegbereiter in Deutschland gelten darf!
Vergangenen Dienstag war dann die Helferfete auf der Bastion des Darmstädter Schlosses mit verschiedenen Soßen zu leckeren Nudeln. Das Stadtlauf-Shirt gab’s gratis dazu. Die Helfer sollen motiviert bleiben, um in 2 Jahren das Jubiläum des 50. DA-Stadtlaufs feiern zu können! 😆



