Nicht, dass ich wieder einmal einen Wettkampf gelaufen bin, schon gar nicht bei der Hitze, nein, aber ich habe mich als Helfer zur Verfügung gestellt!
Etwas komplizierter als früher war die Rekrutierung der Helfer. Eine ‚Community‘ hatte sich pikiert zurückgezogen. Man habe sie nicht respektvoll genug erwähnt, obwohl mehrere Medien genutzt worden waren, um ein umfangreiches und dickes Dankeschön zu platzieren!
2 Baustellen in der Innenstadt hatten Änderungen ‚erzwungen‘! Nach einigen Klärungen im Vorfeld und erfolgten Absprachen war dann die neue Streckenführung abgesegnet worden.
Unsere letzte OK-Sitzung hatten wir Ende Mai, jetzt ging es an die Umsetzung. Am 20. Juni erfolgte die 1. Startnummernausgabe, ich stieß am 23. Juni dazu und half beim Ausgeben der Nummern, sowie auch beim Verhökern alter Lagerbestände, sprich alter Stadtlauf-Shirts!
Die Shirts waren äußerst günstig zu erwerben, zumal unser OK-Chef seine Bestände leeren, bzw. seine Räumlichkeiten endlich wieder für anderes zur Verfügung zu haben!
Eine Schülerin, die beim Lauf dann ihre AK gewinnen konnte, kam beim Verscherbeln der Trikots auf die glorreiche Idee, den Interessenten Liegestützen abzuringen. Wer ein Shirt wollte, musste 10 Liegestützen machen. Später wurden es dann 15, bzw. 20 Liegestützen! 😆 😛
Am Wettkampftag versammelte ich nach Startnummernausgabe, eine Std. vorm 1. Start, die Helfertruppe für meinen Streckenabschnitt. Absperrgitter waren in die richtigen Abstände zu bringen und Flatter- bzw. knüpfen. Dann verteilten wir uns auf der Strecke.
Pünktlich ging’s los, nicht ohne einen Hinweis des OK-Chefs bei den Temperaturen (35°) vernünftig zu bleiben und vor und nach dem Lauf sehr viel zu trinken. Da die Kleinen nur 1.100 m bis max. 2.200 m, aber auch die Großen nur 5 km zu laufen hatten, musste der Lauf nicht abgesagt werden. Seitens der Sanitäter hieß es später auch >Keine besonderen Vorkomnisse<!
So schrieben die unermüdlichen Constanze & Walter Wagner in ihrem aufschlussreichen Bericht mit tollen Bildern auf Laufreport.de: „Die Rettungskräfte hatten aufgestockt, aber wohl keinen aufregenden Einsatz. Signalhorn und Blaulicht kamen nicht zum Einsatz.“ – Sehr gut, sage ich da nur!
An meiner ‚Weiche‘ wurde von 2 Seiten beschallt. Vom Treppenpodest des Kaufhauses kam der rockige Sound der Lokalband „Game of Jones“ und gegenüber waren junge Cheerleader aktiv! Nur für die Rennen der Erwachsenen war das Flatterband nach der Einstiegsrunde für die erweiterten Runden umzuhängen. Von daher konnte auch ich mich an den Aktiven erfreuen.
2 Vorkommnisse stressten: Eine uneinsichtige Dame blockierte mit dem Rad die Strecke, um der Enkelin die Querung zu ermöglichen. Auf meine Hinweise, die Strecke für die Läufer zu räumen, kam nur „F… you!“ 3 Läufer mussten stark abbremsen! 😳 😥 Später war noch ein torkelnder Volltrunkener in die Arme zu nehmen und mit sanfter Gewalt über die Strecke zu schieben!
Eine Schülerin aus der Mittelstufe unserer Schule konnte ihre AK gewinnen UND eine Ehemalige sogar mit 17 Sek. Vorsprung den Hauptlauf der Damen! Finja Schierl (in meinem letzten Sport-LK) ist inzwischen Profi-Triathletin und trainiert als Sportsoldatin am Triathlon-Bundesstützpunkt Saarbrücken. Ich kann nicht leugnen, dass mich das besonders gefreut hat!
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH FINJA und viel Erfolg weiterhin!
Nach dem letzten Rennen stellten wir wieder die Gitter zusammen, entfernten die Bänder und trafen uns im Zielbereich, um uns auszutauschen und noch etwas zu quatschen! Als Helfer durften wir uns auf Freigetränke freuen und das innerstädtische Lauffest ausklingen lassen, das in seiner langjährigen Tradition als Wegbereiter in Deutschland gelten darf!
Vergangenen Dienstag war dann die Helferfete auf der Bastion des Darmstädter Schlosses mit verschiedenen Soßen zu leckeren Nudeln. Das Stadtlauf-Shirt gab’s gratis dazu. Die Helfer sollen motiviert bleiben, um in 2 Jahren das Jubiläum des 50. DA-Stadtlaufs feiern zu können! 😆






Lieber Manfred,
das muss ein Fest sein für einen Sportlehrer aus Berufung, wie du es meiner Einschätzung nach warst und immer noch bist, die eigenen Zöglinge auch im Nachhinein noch bei ihrer erfolgreichen Laufbahn begleiten zu dürfen und zu wissen: „Daran hatte ich einen Anteil!“
Sowas ist natürlich ein Streckenhelfer-Zusatzmotivator … aber dennoch ist so ein Helferjob nicht selbstverständlich und gebührt der Anerkennung und Ehre … nicht, dass du dich auch noch in den Schmollwinkel verziehst 😉 *scherz* (ist klar, oder?!) Für euch scheint offensichtlich auch gut gesorgt zu werden vor Ort. Klingt alles sehr familär.
Liebe Lizzy,
zuerst zu deiner Einschätzung: ja, ich war ein passionierter Sportlehrer! 😆 … und wenn sich die Gelegenheit ergab, hab ich Schülerinnen und Schüler erzählen lassen, welche Sportart sie privat betreiben und wie es ihnen dabei ergeht. Manchmal habe ich dann von Eigenheiten und besonderen Regeln erfahren, die Sportarten auszeichnet, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen! 😉
Mit Finja hätte ich mich gerne noch nach dem Lauf unterhalten. Nach ihrem Abi hab ich sie nur manchmal noch beim Lauftraining im Wald gesehen. Hin und hin hat sie ihr Vater auf dem Rad begleitet!
Während des Events muss man schon recht gut durchhalten (können). Da ich 1 x an meiner ‚Weiche‘ vertreten wurde, konnte ich mir ein Eis zwischendurch holen. Die Getränke nach den Rennen haben gut getan und Tage später auf der Bastion war das Essen lecker! 😉
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
da warst du aber ganz sicher mehr als „nur“ Helfer, wenn du schon bei der Organisation mit dabei warst und eine ganze Gruppe an Helfern unter deiner Aufsicht hattest.
Sehr toll, ich glaube ja, dass Läufer selbst am besten einschätzen, was wichtig ist und das gut an andere weitergeben können. 🙂
Dass die Helfersuche von Jahr zu Jahr schwieriger wird, kenne ich hier auch. Und wenn man sich dann als Streckenposten auch noch von uneinsichtigen Menschen beschimpfen lassen muss, macht das die Sache nicht besser. 🙁
Da ist es umso schöner zu lesen, dass du dich engagierst und als Belohnung sogar deine ehemaligen Schülerinnen sehen konntest, wie sie ihre Erfolge einheimsten! Und klar, die Dankesfeier ist auch nicht zu verachten. 😉
Liebe Doris,
nenn mich halt ‚Edelhelfer‘, aber so edel hab ich mich gar nicht gefühlt! 😛 – Was die Bemerkung OK angeht, zum ganz engen Kern gehöre ich nicht, aber ich sitze 2 – 3 x im Jahr zur Nachbetrachtung, bzw. zur Vorbereitung mit einer Gruppe von 5 – 6 Helfern zusammen, die quasi als dem Kern zugeordnet bezeichnet werden können!
Mir macht es Spaß nach Jahren, in denen ich profitiert habe, wieder etwas zurückgeben zu können! Da gehören diese stressigen Situationen leider dazu. Sie schrecken mich aber nicht ab! Leider hatte ich im Vorfeld von einem jüngeren Läufer genau diese stressigen Momente, die er nicht mehr haben möchte, als Begründung für seine Absage als Helfer gehört!
Der Besoffene ließ sich ja mit nur leichten Protesten recht friedlich über die Strecke schieben, aber die ältere Dame … Andere Zuschauer blieben für einen kurzen Moment mit offenen Mund zurück, ob ihres obszönen Kommentars! Kein Vorbild für die Enkelin!
Neben der ehemaligen und der aktuellen Schülerinnen habe ich auch viele andere mir bekannte Gesichter gesehen! Auch das hat Spaß gemacht! … und die Helferfete war definitiv nicht zu verachten!
Liebe Grüße Manfred
Lieber Manfred,
gut gemacht, wieder mit anzupacken. Solche Läufe können ja nicht ohne Ehrenamtliche. Schade, dass sich eine Gruppierung da zurückgezogen hat, bzw sich dazu genötigt sah. Nun ja, es menschelt halt.
Gut auch, dass trotz der Temperaturen das Event steigen konnte. Wäre ja zu schade gewesen, wenn all die Mühe im Vorfeld für die Katz‘ gewesen wäre! Und auch schön, wenn Ehemalige aus deiner Tätigkeit gut abschneiden!
Ja, und die „lieben“ Passanten mit ihren Überraschungen. Da kann man nur fassungslos sein, wenn die sogar Nachteile bis hin zu Verletzungsrisiken für die Läufer in Kauf nehmen.
Bin auch demnächst wieder am Rhein im Einsatz und bin schon gespannt.
Liebe Grüße
Elke
Liebe Elke,
vielen Dank dir! – … und ja, ohne Ehrenamtliche geht es dabei definitv nicht!
Da es nur recht kurze Strecken zu bewältigen galt, konnte das Event trotz der Hitze steigen! Die Kleinen wurden zusätzlich begleitet und gut beobachtet! – Über das Abschneiden von Läuferinnen und Läufern, die man auch ‚aus der Nähe‘ kennt, freut man sich besonders!
Der Volltrunkene hat ja nicht mehr so viel mitbekommen. Da ich ihn über die Strecke schieben konnte und er es letztlich dann doch zugelassen hat, ließ sich ‚dieses Problem‘ recht gut bewältigen! Die ältere Dame war nicht nur bockig, uneinsichtig und ein schlechtes Vorbild für die Enkelin, sondern unflätig drauf. Zusätzlich war sie auch noch in einer Richtung unterwegs, in der sie nach nicht mal 200 m die Straße hätte queren können. Der Streckenverlauf sah dort, vor einem Platz, einen Wendepunkt vor! – Es wäre schön gewesen, sie hätte uns gefragt. So wurde sie zur Gefahr für andere! 😥
Dir jetzt schon mal viel Spaß bei deinem Einsatz!
Liebe Grüße Manfred
Das ist genau das, was wir als zig-fach betreute Läufer den anderen Läufern aus meiner Sicht schuldig sind, und genau darum bin ich immer dabei, wenn es ums Helfen geht, genau wie du .
Leider gibt es auch auf diesem Gebiet immer weniger, die dazu bereit sind und dadurch gibt es viele tolle Läufe nicht mehr, weil keiner bereit ist, sie zu organisieren und/oder als Helfer tätig zu sein.
Darum : gut gemacht !
Nasse Grüße von ganz oben
Liebe Margitta,
vielen Dank dir! – Ich lass aber auch nicht entmutigen, durch den Rückzug anderer, egal aus welchem Grund! Zudem hab ich auch schon geholfen, ohne dass ich was zurückzugeben hatte, einfach so! So bin ich halt! 😛
Den Rückgang von kleineren Veranstaltungen bedauere ich auch, aber ob das Ehrenamt nochmal stärker gestützt, oder geschützt wird, wage ich zu bezweifeln!
Liebe Grüße Manfred
35 Grad, volle Strecke, Baustellen im Vorfeld und trotzdem ein erfolgreicher Stadtlauf. Wunderbar!
Ohne die vielen Helfer an der Strecke würde so ein Event gar nicht funktionieren. Und deine „Weiche“ klingt ja fast nach dem besten Platz: Musik, Cheerleader und jede Menge Action 😄
Die Geschichte mit der Dame auf dem Fahrrad ist allerdings unglaublich. Manche Menschen verstehen wirklich nicht, dass ein paar Sekunden Rücksicht den Unterschied machen können.
Schön, dass der Stadtlauf trotz aller Herausforderungen so gut über die Bühne ging! Hoffen wir, dass es nächstes Jahr weniger warm ist!
Liebe Catrina,
vielen Dank dir! 🙂
Vom Wetter her, war es eine Herausforderung für Aktive, wie auch für die ganze Helferschar!
Zwischendurch hat man fast jedes Jahr mit irgendjemandem zu tun, die oder der unbedingt aus dem Rahmen fallen will! 🙈
Mal sehen, wie es nächstes Jahr wird!
Liebe Grüße Manfred