Um 5.00 Uhr wollte ich aufstehen und war erstaunlicherweise đ schon um 21.45 Uhr im Bett, allerdings mit dem ‚Erfolg‘ đ ab 3.00 Uhr wach gelegen zu haben.
Egal, es war nicht zu Ă€ndern, bin trotzdem erst đ um 6.00 Uhr los! – Warum der frĂŒhe Start in den Tag? – Na, um der Hitze zu entfliehen. – Nachvollziehbar, oder?! đ
Von Eberstadt zum Kohlen-Meiler (~ 5,7 km) bergauf und anschlieĂend bergab nach Nieder-Beerbach sind es ~ 7,1 km. Eine gute StreckenlĂ€nge um sich aufzuwĂ€rmen! đ
Mittendrin bergab … ! – Es hatte gestĂŒrmt und ein paar BĂ€ume umgerissen. Warum aber gerade auf der ‚Wertungsstrecke‘ des Bergsprints? đ„ Jetzt gibt’s beim Bergsprint gröĂere Hindernisse!
Im Hang, kurz vor dem Ziel, liegt dieser Baum quer, der aber recht gut zu ĂŒberwinden ist!
Ich kroch unter dem neuen Hindernis durch, drehte mich um und probierte gleich mal, wie man es am besten ĂŒberwinden kann! 4 StĂ€mme: 3 ĂŒberqueren, den 4. instabileren unterqueren!
Gleich in Nieder-Beerbach vor dem Plakat am Zaun verdeutlichte ich mir, wo das Hindernis auf mich wartet. Von rechts kommend hat man beim weiĂen Punkt 1 km geschafft.
In der Streckenskizze markierte ich den blauen Punkt, wo das neue Hindernis ist. Es folgt recht bald nachdem man eine langgezogene, fiese Steigung hinter sich gebracht hat! đł
Aufstellung am Start und los! – Auf den ersten 480 m auf Asphalt lief es den UmstĂ€nden entsprechend ordentlich bis gut. Auf der Schotterpiste wurde es dann etwas beschwerlicher, aber es blieb im Rahmen, auch die Oberschenkel meldeten sich diesmal nicht so massiv.
Die lange Steigung war wie immer atem(be)raubend! đ Dann ging es unter dem Baumportal
hindurch und scharf nach rechts! – (Von oben besser zu erkennen. Bild vom Juli ’26.)
Und zack
hatte ich das Baumhindernis vor mir. Ich musste abbremsen, auf den 1. Stamm klettern, einen Schritt rĂŒber zum 2. Stamm und dann einen gröĂeren Schritt auf den 3. Stamm machen. Von dort sprang ich runter und krabbelte auf allen Vieren unter dem 4. Stamm durch. Als ich danach beschleunigen wollte, kam ich ins Stolpern und musste 3, 4 schnelle Schritte machen, um einen Sturz zu verhindern. Mir blieb fast die Luft weg! Es dauerte etwas bis ich meinen Rhythmus wiedergefunden hatte, aber im weiteren Verlauf legte ich mich ins Zeug!
Am Kohlen-Meiler vorbei zur Himmelsleiter, ich biss die ZĂ€hne zusammen, fing mich etwas im flacheren Abschnitt danach und keuchte die letzten 100 m hoch. Dann schaute ich auf die Uhr!
Beim 11. Bergsprint am Montag hatte ich gg. Mittag unter Hitzbedingungen 12:57 Min. benötigt, meine langsamste Zeit. Gestern war ich trotz der Kletteraktion 2 Sek. schneller. Da muss doch was möglich sein, zumal ich bei allen Bergsprints innerhalb eines Zeitfensters von 21 Sek. ins Ziel kam!
Heute ging’s gleich nochmal so frĂŒh raus, trotz einer 2. etwas kĂŒrzeren Nacht und zu einer fĂŒr mich extrem ungewöhnlichen weil so frĂŒhen Tageszeit. Entsprechend mĂŒde war ich.
Das neuere Baumhindernis war etwas besser zu meistern. Den 3. Stamm hatte man schon gekĂŒrzt. Aber oben bekam ich die Quittung, ich hatte mit 13:10 Min. das 1. Mal etwas mehr als 13 Min. gebraucht.
Noch beim Absteigen gönnte ich mir ne Pause und setzte mich auf den flacheren, querliegenden Baumstamm!
GrundsĂ€tzlich isses ja egal, ich sammle weiter Bergsprints, es gibt ja noch die Sonderwertung âMulticlimberâ! đ
Und da der Forst Bescheid weiĂ, wird es hoffentlich nicht mehr so lange dauern, bis wir wieder vollstĂ€ndig freie Bahn haben! đ











Genau, lieber Manfred! Draufsetzen und die BaumstĂ€mme nicht als Hindernisse definieren sondern als neu geschaffene Erholungsmöglichkeiten und RuhebĂ€nke. Du könntest sie auch fĂŒr Dehn- und EntspannungsĂŒbungen verwenden đ
Bestzeiten können ĂŒbrigens – nur mal am Rande angemerkt und rumgeklugscheissert – nur Bestzeiten werden, wenn es auch Schlechtzeiten gibt. Ohne Vergleich ist gar nix gut und schon gar nicht Best đ€
Und was dich angeht, hatte Friedrich Nietzsche ja mal ganz wörtlich Recht mit seinem Spruch:
âAlle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.â
Schönes Wochenende!
Liebe Lizzy,
also, ich hab nichts gg. eine EntspannungsĂŒbung, auch nichts gegen eine Ruhe- oder Erholungsmöglichkeit! đ Will man aber schnell unterwegs sein, dann sind halbhohe BĂ€ume, bei denen man nicht weiĂ, ob man sie drunter durch oder oben drĂŒber besser passieren kann, doch ziemliche Hindernisse! đ
… und zurĂŒck geklugscheissert: đ Ich hab eine Bestzeit zu stehen, da es auch eine Schlechtzeit gibt. Aber gib’s zu, du willst nur die Zeiten lesen! đ Von mir aus: 12:36 Min. ist meine schnellste Zeit den Berg da hoch (fĂŒr 1,49 km und 145 hm) und eine 13:10 Min. meine mieseste Zeit, also meine Schlechtzeit! đ
… zu F. Nietzsche: Der Bergsprint ist ja schon Schwierigkeit genug, da brauche ich nicht noch solche Hindernisse, um völlig blau aus den Latschen zu kippen! In die Höhe steigen klappt auch so! đ
Auch dir ein superschönes Wochenende und
liebe GrĂŒĂe Manfred
Zeiten? Zahlen? Da sage ich mal: ânur wenn sie schön, zauberhaft, verzaubert sindâ und kontere mit einem Gedicht von Novalis:
âWenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind SchlĂŒssel aller Kreaturen
Wenn die, so singen oder kĂŒssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freye Leben
Und in die Welt wird zurĂŒck begeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu Àchter Klarheit werden gatten,
Und man in MĂ€hrchen und Gedichten
Erkennt die ewgen Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fortâ
Liebe Lizzy,
mich verzaubern Zahlen schon von vornherein, fast nach dem Motto, die Zahl, ein zauberhaftes Wesen!
.. und wenn Novalis meint, soll er … đ
Da sieht man wiedermal wie unterschiedlich wir sind. Das sehe ich erstmal positiv und bereichernd und hat in meinen Augen nur Nachteile, wenn ein anderer mich zwingen will so zu sein und zu denken, wie er. (Oft sind ja MĂ€nner intoleranter, oder? đ)
Liebe GrĂŒĂe Manfred