Wenige in Deutschland, erst recht nicht diejenigen, die mit Fußball nichts zu tun haben, dürften mit dem Begriff >Pompey< etwas anfangen können.

Ich kannte den Begriff auch nicht. Es ist der Spitzname des Fußballclubs FC Portsmouth.
Wer kennt schon die englische Fußballszene, oder den Club der südenglischen Hafenstadt?

Wie komme ich drauf?

Fast 50 Jahre lief ich mittlere, lange und Ultra-Strecken und identifiziere mich noch heute als Läufer, obwohl ich ’nur‘ noch marschieren kann. Aber ich war immer für anderen Sport offen, hab Sport studiert (Dipl.Sport-Wissenschaften) und an einer Schule als Sportlehrer gearbeitet. Vor der Lauferei spielte ich Basketball (im Verein) und trainierte viel mit dem Rennrad!

Durch Johnny (ehemaliger Schüler, Lilien-Edelfan), einen Profi-Fußballer (Lehrerkollege) und andere Begegnungen bin ich zum Stadiongänger (Bölle) als Wiederholungstäter geworden.

Beim 1. Heimspiel (2026/27) kann ich nicht im Stadion sein, wollte aber beim letzten Test und der Saisoneröffnungsfeier im Bölle sein! Auf dem Rasen passierte zw. dem SVD und dem FC Portsmouth ergebnistechnisch nichts! Es ging 0:0 aus! (Spielbericht des FC Portsmouth – english)

Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Vor allem die 1.500 englischen Fans heizten ordentlich ein! Sie hatten (fast) durch die Bank weg ihren Sitzplatz auf der Nord! (s. roter Pfeil)

Nach dem Spiel konnte man sich noch an den Ständen im Umlauf des Stadions tummeln. An manchen Stellen saßen Lilien-Spieler und waren gut gelaunt, für Fragen und Autogramme offen.

Matej Maglica

Einmal neben Riesen sitzen! 😆 – Mit dem Spruch „Bevor du uns evtl. noch verloren gehst!“ setzte ich mich zuerst neben einen der besten Innenverteidiger (2. Liga) der letzten Saison. Man munkelt, dass unser Riese von 1,98 m uns noch in diesem Sommer nach Kaiserslautern verlässt!

Ho-jae Lee

Da unser neuer Mittelstürmer aus Südkorea auf der gleichen Bank saß, ließ ich mich auch noch neben dem wenig kürzeren Sturmtank (1,92 m) ablichten. (Nationalspieler Südkoreas)

(Die Fotografin hat nicht gleich abgedrückt, von daher schaue ich so skeptisch drein!)
  • Aber was ist das für eine neue Einrichtung (1. Bild) unter der Haupttribüne?
  • Sie wird ‚Trinkhalle‘ genannt, in Zukunft ein Fantreff?

Es lief ohrenbetäubende Musik, aber die Stimmung war hervorragend. Englische Fans klatschten mich ab und ich erfuhr, dass manche in ihrem Urlaub Testspiele ihrer Mannschaft sehen wollen, egal wo sie stattfinden. Immer wieder zeigten sie auf ihr Vereinssymbol und dann auf die Lilie, um zu signalisieren, dass man doch jetzt verbunden sei. Manche formten ein Herz mit den Fingern beider Hände! Alle englischen Fans waren ausnehmend freundlich!

Ich sah einen auffällig gekleideten Fan und wurde aufgefordert ihn von vorne zu fotografieren!

Er sah finster drein, war aber extrem friedlich und sehr freundlich!

Wir umarmten uns und ließen uns ablichten. Es klappte nicht auf Anhieb. Im angeheiterten Zustand hatte der nette engliche Fan wohl Schwierigkeiten den Auslöser zu treffen! 😛

Schon am Vortag konnte man in der Darmstädter Innenstadt auf friedlich feiernde englische Fans treffen, die auf dem Friedensplatz ganz spontan etwas Fußball spielten. Manche hatten wohl sogar historisches Interesse und wollten einiges von Darmstadt sehen. – Stephan Köhnlein schreibt auf seinem Lilienblog von sportlicher Magerkost, setzt aber fort: „… emotional war es ein Drei-Sterne-Menü, das zeigte, wie verbindend Fußball sein kann. Und in Darmstadt wird man auch in Zukunft mit viel Wohlwollen auf den sympathischen Gast von der Insel blicken.“

Mein Abstecher in für einen Läufer fremde Gefilde hat sich auf jeden Fall gelohnt!

 

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