„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!“, sagt der Volksmund.

Ich musste das am eigenen Körper erfahren! – In der 34. Kalenderwoche 2015 habe ich das letzte Mal über 60 Kilometer innerhalb einer Woche zurücklegen können. Danach kam eine lange Durststrecke in der ich maximal 45 Kilometer innerhalb einer Woche laufen konnte und diese oft nur sehr langsam. 39 Wochen waren sogar „lauffrei“ und in weiteren 9 Wochen habe ich nur bis zu 10 Kilometer zurück gelegt.

Jetzt endlich, nach anderthalb Jahren, bin ich wieder soweit, dass ich meinen Wochenumfang ein bisschen anheben konnte. Nach 3 „normalen“ und 2 kurzen Läufen – mit einer Laufpause am Dienstag – habe ich über 50 Kilometer innerhalb der letzten 6 Tage zurücklegen dürfen. Ich weiß, dass ich noch nicht „durch“ bin, auch dass ich noch ordentlich aufpassen muss. Das oberste Gebot ist vernünftig aufzubauen!

ABER … wenn das man kein Grund ist dankbar zu sein!!!  🙂

Meine letzte Einheit bin ich heute in die Dämmerung hinein gelaufen. Bei blendendem Sonnenschein und nur ein paar kleinen Wölkchen am Himmel konnte ich meinen Feierabendlauf beginnen. Bei 8,5 Grad war es auch in kurzen Klamotten angenehm zu laufen, da kein Wind mehr ging … ich hatte ja für mich das Frühjahr eingeläutet! 😛

Im weitestgehend flachen Eberstadt hatte ich nur einen ca. 200 m langen Wurzelpfad „eingebaut“, der ein paar Höhenmeter aufwies und relativ moderat anstieg. Am Ende des Pfades steht diese schön bemalte Bank:

Während meines Laufes konnte ich immer wieder einmal erahnen, wie es sich anfühlt im Flow zu laufen. Bodenunebenheiten, durch die ich nicht ganz sauber abrollen konnte, „holten mich zurück“. Hier piekste immer wieder einmal mein Innenband und verhinderte eine Spaßfaktor-Höchstwertung! 😆

Heute legte ich 12 Kilometer in 72 Minuten zurück. Nur der Wurzelpfad hatte mich etwas ausgebremst.

 

… und zum Beleg, dass es Frühjahr ist:

6 thoughts on “Lauf ins Wochenende”

  1. Lieber Manfred, dankbar – das passt bestens zu dem Titel deines Blogs – bin ganz bei dir, denke genauso wie du, nichts ist selbstverständlich. Bin sehr gespannt, was du alles in Angriff nehmen wirst, wenn du denn bald top fit sein wirst.

    Frühjahr – wie schön, unsere Krokusse schauen gerade mal kess in die Welt, man sieht sie kaum ! 😉

    1. Liebe Margitta,
      ja, selbstverständlich ist es definitiv nicht.
      Diese Osterglocken hat meine Frau gestern entdeckt; musste ich gleich aufnehmen! 🙂
      2017 werde ich wohl noch bescheiden bleiben und „nur“ einen Basetrail im Gebirge machen, Fitness vorausgesetzt. – Dann sehen wir weiter! 😉
      Bleib du gesund und fit und
      LG Manfred

  2. Lieber Manfred,

    dass war ja wirklich eine gewaltige Durststrecke, die Du da zu überstehen hattest. Aber gerade solche Zeiten öffnen uns die Augen welchen Reichtum wir in Sachen Gesundheit ansonsten genießen dürfen. Wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Da darf man durchaus dankbar sein, wenn nicht gar einwenig demütig.

    Witzig, wenn ich Deine Bilder zum Vergrößern anklicke, brauchen die immer einige Gedenksekunden bis sie aufgehen.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    LG Volker

    1. Lieber Volker,
      zum Glück hat mich diese lange Durststrecke nicht zermürbt. 🙂
      Unsere Gesundheit ist sehr wohl ein zerbrechliches Gut. Das ist mir immer bewusst gewesen und doch habe ich nie aufgegeben, weil nie alles „ausgeschöpft“ war.
      Einige Gedenksekunden? Etwas übertrieben 😉 aber es stimmt, dass sie sich langsamer öffnen. Warum kann ich dir nicht sagen. Ich habe die Bilder etwas verkleinert. Ob das der Grund ist???
      Dir auch ein schönes Wochenende, bzw. einen schönen Sonntag. LG Manfred

  3. Lieber Manfred, wie schön, dass es endlich wieder läuft bei dir und sowas wie Normalität in den Laufalltag einkehrt. Wie gut ich deine Dankbarkeit nachempfiinden kann, wirst du dir vorstellen können! 🙂

    Liebe Grüße, die Daumen sind gedrückt, dass es weiter aufwärts geht!

    Anne

    1. Liebe Anne,
      danke für die gedrückten Daumen! – Ich drücke meine für dich! 😉
      Die „volle“ Normalität ist noch nicht eingekehrt, aber ich bin hoffentlich auf einem sehr guten Weg. Wenn aber nur die jeweilige „Startphase“ eines Laufes unangenehm bleibt, will ich das gerne annehmen! 🙂 … ich sollte dann halt jeweils länger laufen, dann verschiebt sich das Verhältnis! 🙄
      Dir alles Gute, bleib dran!
      LG Manfred

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