da blicke einer durch

Von in 2017 8 Kommentare ,

Sonntag abend lief ich meine kleine Runde durch die Siedlungen in Eberstadt. Es lief im Grunde genommen sehr gut. Die Brooks Ravenna – über meinen Freund Abdel erhalten – hatten wieder einmal sehr gute Dienste geleistet und mich schmerzfrei über die Strecke getragen! Das Tempo war ruhig und mit einem 6:30er bis 6:40er-Schnitt vernünftig gewählt!

Montag abend, ich hatte die INOV8 Race Ultra an, lief ich die gleiche Strecke. Ich fühlte mich gut, obwohl der Schritt nicht von Anfang an rund war. Als ich flüssiger laufen konnte, „erhöhte“ ich das Tempo etwas, so dass eine durchschnittliche 6:20 raus kam. Allerdings stellte sich zum Schluss wieder dieses störende Stech-Ziehen oder Zieh-Stechen unter dem rechten Innenband ein. 🙄 Mit ratlosem Kopfschütteln lief ich die letzten paar hundert Meter nach Hause. Das Tempo war nu wahrlich nicht irre hoch, der Boden über die ganze Strecke flach, so dass ein kontrolliertes Aufsetzen möglich war???

Was solls, ich zog die kleine Reißleine und pausierte am Dienstag, zumal am Mittwoch eine Fortbildung angestanden hatte. Für 12 Tage steht ein Anhänger von CitySkate vor unseren Sporthallen. In dieser Zeit können wir die verschiedensten Fahr- und Rollgeräte im Sportunterricht einsetzen. Zum Start hatten wir einen Lehrer-Workshop >Wheel-U-Up< mit aktiver Teilnahme. Meine neuralgische Stelle am rechten Knie "dankte" es mir. Am Mittwoch abend war nix mit Laufen! 😥 Donnerstag abend war wieder Lauftreff-Zeit. Meistens ist mein Einsatz bei den Langsamen und Einsteigern gefragt. Dem war aber nicht der Fall. Ich schloss mich den 9ern an. ... und, was kam raus. Das Tempo war so langsam, dass ich nicht wirklich an einer vernünftigen Lauftechnik arbeiten konnte. Meine Schonhaltung ist teilweise zu ausgeprägt und sollte dringend wieder korrigiert werden. Dazu darf ich aber nicht mehr diese kleinen "Tippelschritte" machen, aber bei dem Tempo in einer Gruppe? - Als uns kurz vor Schluss die 11er überholten, scherte ich aus und lief den letzten Kilometer mit ihnen. - Kein Ziehen unter dem Innenband und auch keine Nachwehen. Sollte es wirklich nur an den Schuhen liegen? Am Donnerstag hatte ich wieder die Brooks Ravenna an. Und doch so richtig verstehe ich es nicht. Mittwoch war ja mein Knie ordentlich belastet worden und das hat es mir auch zurück gemeldet. Auf jeden Fall lasse ich mich nicht aus dem Konzept bringen und arbeite daran das Knie weiterhin an die Belastungen zu gewöhnen und dann auch Häufigkeiten und Umfänge kontinuierlich zu steigern.

8 Kommentare

  1. ultraistgut |

    Lieber Manfred, schöner Mist, wenn immer irgendetwas beim Laufen stört. Das mit den Schuhen kenne ich von mir nicht, aber ich kenne in der Familie Ähnliches, dass mögliche Probleme tatsächlich von Laufschuhen abhängig können, darum werden dann die Schuhe gemieden, die ein ungestörtes Laufen nicht zulassen.

    Genau, lass dich nicht aus dem Konzept bringen – es wird ganz bestimmt – früher oder später. Der gesamte Ostseeraum hält ganz fest die Daumen – versprochen – Kopf hoch ! 😎

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      toll, dass du den ganzen Ostseeraum mobilisierst! Vielen Dank dafür! 🙂
      Grundsätzlich möchte ich nicht viel drauf geben, aber ich hab es noch nicht ganz im Griff den Schmerz einfach auszublenden! 😛 Aber das kriege ich auch noch hin!
      Noch weiß ich ja nicht sicher, ob es der Schuh ist. Beim INOV8 wäre es doof, weil er vom ortho. Schuhmacher extra für meinen li. Großzeh umgebaut wurde. Dieses Großzehengrundgelenk hält in letzter Zeit erstaunlich still! … im Frühjahr sehen wir weiter; jetzt im Februar läuft ja noch die Gewöhnungsphase an Regelmäßigkeit und Strecke!
      Sei froh, dass du bzgl. deiner Füße so „gesegnet“ bist und genieße deine Freiheiten!
      LG Manfred

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  2. Volker |

    Lieber Manfred,

    oh, wie fühle ich mich gerade erinnert an die Zeit, als bei mir die Probleme beim Laufen kein Ende nehmen wollten. Da habe ich auch die Schuhe beäugt, meinte mal mit diesem mal mit jenem gut oder nicht so gut laufen zu können. Dann sah ich in Einlagen die Heilsbringer oder in ausführlichen Dehnen und dann wieder gar nicht dehnen.

    Irgendwann lief es dann wieder und ich konnte kein fundiertes Fazit ziehen, was nun den Erfolg gebracht hat. Ich weiß nur, dass mir nach vielen Findungsphasen bis dato gut gedämpfte Laufschuhe (entgegen aller Trends) eine bislang recht lange beschwerdefreie Phase bescheren.

    Diese Gedankenspiele können einen ganz vogelig machen. Deshalb wünsche ich Dir sehr, dass bald einfach wieder Ruhe einkehrt

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      vielen Dank für deine Empathie!
      Es gibt halt so doofe Phasen. 2009 hatte ich schon mal – nach einer Sprunggelenksverletzung – 7 Monate lang die Füße still gehalten und dann über Herbst und Winter einen idealen (Wieder-) Einstieg gefunden. Deswegen hab ich mir ja auch eingebildet Erfahrung zu haben. Diesmal muss ich aber noch viel länger Pause machen.
      Manchmal hab ich ja einen passenden Spruch. Diesmal kommt er von Pink Panther: „Heut ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage!“
      Als unverbesserlicher Optimist glaube ich nach wie vor, dass da noch was geht und ich schon im Sommer wieder im Gebirge laufen kann. (nur einen Basic Trail)
      Dir wünsche ich, dass dich nach deiner Leidensphase nie mehr so etwas ereilt! 🙂
      LG Manfred

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  3. Oliver |

    Lieber Manfred, so ist das nunmal: wir sind keine Maschinen und das ist gut so. In deinem Fall allerdings grade nicht so toll, weil du nicht dahinter kommst was „unrund“ läuft. Und bei jedem funktioniert am Ende was anderes. Und das dann rauszubekommen geht wohl nur über „Selbstversuche“. Bei mir waren es die 0mm Sprengung, hat fast zwei Jahre gedauert dass zu kapieren. Du bist allerdings ein alter Hase mit viel mehr Erfahrung was das Laufen betrifft, ich drücke dir also die Daumen dass du dem Hindernis schnell auf die Schliche kommst.
    LG Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      vielen Dank fürs Daumendrücken! 🙂
      Das Blöde ist, dass ich ja weiß, wo die „Verursachung“ liegt. Ich hab so ne Art arthrotische Knochen-„Veränderung“ am Knie unter dem Innenband und die reibt halt immer wieder mal. Die große Frage: wie gehe ich damit um? Soll und muss ich mich ein Stück weit damit abfinden? Kann ich z. B. noch mal was Langes im Gebirge machen, oder gehen nur noch die langsamen, kurzen „Fitness“-Läufchen hier zuhause?
      Ich setze momentan immer noch auf eine Gewöhnungsphase, dass ich es schlichtweg ein Stück weit „wegdrücken“ kann. Zudem hoffe ich, dass meine kürzlich begonnenen, zusätzlichen Kräftigungsübungen anschlagen.
      Schaff du dir sowas nich an! 😛
      LG Manfred

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  4. Anne |

    Lieber Manfred,

    wie frustrierend! Ich würde dir so wünschen, dass es endlich wieder glatt läuft bei dir.

    Könnte mir schon vorstellen, dass es an den Schuhen liegt. M.W. ist der Inov ein Neutralschuh, der Brooks hat aber eine Pronationsstütze. Was mich angeht, habe ich mit gestützen Schuhen mehr Schaden als Nutzen für mein Fahrwerk angerichtet. Bei anderen Menschen war es aber schon umgekehrt, vielleicht auch bei dir. Es könnte sein, dass durch die Stütze dein lädiertes Knie entlastet wird. Außer Beobachten fällt mir leider nichts ein. Und Daumendrücken. Ersteres musst du tun, Letzteres übernehme ich gern für dich!

    Liebe Grüße,
    Anne

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    • Manfred |

      Liebe Anne,
      vielen Dank für dein empathisches Mitdenken und Mitfühlen!
      Ob es an meinen Schuhen liegt, weiß ich gar nicht, ich habe es einfach mal so in Frage gestellt!
      Ich bleibe dran und habe mich bestimmt bald an das „unangenehme Gefühl“ gewöhnt! 😉
      LG Manfred

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Und, was denkst du?