Als unser gestriger Anteil des Frühjahresputzes geschafft und die Stimme für die Bürgermeisterwahl abgegeben war, gingen wir zu einem gemütlichen Teil über. Bei einem schönen Glas Latte Macchiato, bzw. einer Tasse Cappucchino schauten wir ein bisschen Wintersport im Fernsehen.

Dann freute ich mich wieder „raus zu dürfen“! – Ich startete nach Osten und lief dann durch die Eberstädter Toskana in die angrenzenden Hügel. Auf einer weiten Schleife nach Süden sammelte ich auf 8 km etwa 200 hm. Dort war ich dann wieder einmal am „Fuße des Frankenstein“ angekommen. Jetzt ging es direkt zur Burg teilweise ordentlich bergan. Des öfteren habe ich hier bergan laufend an meiner Fitness gearbeitet. Es kam mir der Gedanke, dass diese Steigungen so etwas wie meine Fitness-Schmiede sind.

Manche kennen den Begriff Kaderschmiede. Zumeist in der DDR war dieser Begriff damals üblich. Ich assoziere eher totalitäre Systeme, wenn ich an das Wort denke. – Unabhängig davon kann man das Wort >Schmiede< aber auch für andere Zusammenhänge entlehnen.

Zum Tempobolzen bin ich nie gerne auf die Bahn gegangen, habe vielmehr lieber schnelle, lange Einheiten gemacht. Später entdeckte ich Steigungen und „Berge“ für mich. Durch solche Bergan-Läufe habe ich mir trotz zunehmenden Alters 😉 eine gewisse Grundschnelligkeit erhalten! – Die Trailläufe in profiliertem Gelände sind so etwas wie mein Fitness-Elixier geworden und das Gebiet um den Frankenstein meine Fitness-Schmiede! Andere bolzen halt lieber auf der Bahn ihre Intervall-Einheiten. Vielleicht habe ich auch nie dazu gefunden, weil kein Stadion in der Nähe war. Für mich war es immer ein Highlight, kein Auto zu brauchen, um zum Sport zu kommen!

Gestern habe ich bergab etwas vorsichtiger gemacht und war nach 16 km wieder zuhause. Dabei sind insgesamt ca. 400 hm zusammen gekommen, die mich sicherlich wieder ein Stück voran gebracht haben meine Fitness zurück zu gewinnen!

 

6 thoughts on “Fitness-Schmiede”

  1. Lieber Manfred,
    Berglaufen bringt Kraft. Sagt zumindest mein Trainer immer. Mir macht es zwischendurch auch immer mal wieder Spaß auf der Bahn Tempo zu laufen, aber das empfinden meine Beine auch als sehr anstrengend. Das „Bolzen“ auf der Bahn ist für den Bewegungsapparat sehr belastend. Zumindest für meinen 😆
    Und Berglaufen ist einfach schön. 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    1. Liebe Helge,
      genau, Berglaufen macht Spaß … und fit wird man dabei auch noch! 🙂
      Zumindest mein Radius erweitert sich langsam, aber kontinuierlich!
      Bleib dran, auch wenn der Trainer immer wieder auch „fiese“ Sachen einbaut!
      LG Manfred

  2. Lieber Manfred,

    in meinem ganzen Leben bin ich zweimal auf der Bahn Intervalle gelaufen. Ansonsten fand jegliches Tempobolzen vor der Haustür statt. Hügelaufwärts oder flach an der Mosel. Bergauflaufen ist gerade im Moment eh die beste Lösung für mein Fahrwerk. Insofern versteh ich dich bestens. Dumm nur, dass man hinterher immer bergab muss, da fühle ich auch mich noch nicht so richtig wohl und laufe eher gebremst. 🙂

    Liebe Grüße & viel Spaß weiterhin in deiner Fitness-Schmiede,
    Anne

    1. Liebe Anne,
      danke, dieses Fitness-Schmiede werde ich jetzt wohl öfters aufsuchen … zumal da ein neues Projekt langsam immer konkreter wird! 😆

      Ja diese Abwärtspassagen. Eine Zeitlang bin ich sie sehr gerne gelaufen, heute eher verhalten und vernünftig trabend.
      Aber die Fitness kommt durch das Bergan-Schrubben! 😉 … obwohl sich auch dort mein Tempo noch arg in Grenzen hält.
      Also lassen wir die Bahn auch weiterhin links liegen und genießen unsere „häuslichen“ Begebenheiten!
      LG Manfred

  3. Lieber Manfred, die Fitness kommt zurück, sag‘ ich doch, step by step, und das freut mich sehr für dich, hast schließlich lange genug darauf gewartet, gell ?

    Tempo-Bolzen ist für mich fremd, habe noch nie weder auf der Bahn noch sonst wo “ gebolzt „, bin ab und an mal schneller gelaufen, aber nie nach Plan, nur nach Lust und Laune !

    Pass gut auf dich auf ! 😎

    1. Liebe Margitta,
      wenn man einfach „nur“ Spaß an Läufen haben will, auch wenn man lang und ewig lang unterwegs ist, muss das Tempobolzen auch nicht sein.
      Ich habe es auch nie als solches empfunden, weil das Laufen einfach nur irre Spaß gemacht hat, auch wenn ich früher sicherlich ordentlich schnell unterwegs war. … und heute ist das mit dem Tempo eh nur noch sehr relativ zu sehen, zumindest im Gegensatz zu meinem früheren Tempo! 😉

      Ich pass gut auf mich auf und wir sehen zu, dass der Spaß erhalten bleibt, sonst nix! 😆
      LG Manfred

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18. August 2017 10 Comments

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oh dieser Egon

17. Januar 2017 8 Comments

Unsere Stürme müssen ab einer bestimmten Geschwindigkeit einen Namen erhalten. 72 Stundenkilometer waren es, glaube ich, damit man die gefährlichen bezeichnen und unterscheiden, sie verfolgen, wohl auch vor ihnen warnen kann?!? Und letzte

Generalprobe

19. Juni 2017 8 Comments

… das gilt auch für die Vorbereitung eines größeren Laufes, wie mein Gebirgslauf auf den Stubaigletscher! Ein Risiko will ich allerdings kurz vor dem Ereignis nicht mehr eingehen. Aber ein letzter langer Lauf,