Freitag Nachmittag, ich musste unbedingt nochmal los! Die Woche war bis dahin voll mit festen Terminen und einem spontanen Treffen.

Nach meinem Lauf am Montag zuvor auf leicht überzuckerten Schneewegen, war es Dienstag und Donnerstag aufgrund ungünstiger Terminbündelungen nicht möglich und Mittwoch auf Blitzeiswegen nicht sinnvoll zu laufen! – Leider kann man nicht immer auf Termine Einfluss nehmen, so habe ich es hingenommen, dass es wieder nur 2 Läufchen wurden!

300 m war ich unterwegs, kam an einer Straßenbahnhaltestelle vorbei, als mich 3 Wartende frierend ansahen. Sie zogen fast demonstrativ ihre Schultern hoch und zeigten, soweit man es deutlich machen kann, dass sie schon beim Anblick meiner nackerten Beine froren. 😛

Es erinnerte mich wieder an meine Mutter, die oft sagte: „Junge, wenn ich dich angucke, friere ich!“ – Ich prägte damals den Spruch, „Der Pullover ist ein Kleidungsstück, das man anzieht, wenn die Mutter friert!“, zog dann immer brav den Pulli an und setzte drauf, „Ich kann ihn ja unterwegs wieder ausziehen!“ 😆

Am vergangenen Freitag waren’s nur -2°, für mich kein Grund nach einer langen Hose zu gucken! 😉 Allerdings hatte ich 2 dünnere Oberteile an und ne doppelte Montur Handschuhe über meine Hände gezogen!

Eine Luftfeuchte von ~ 90 % bei Minusgraden setzt meinen Händen am stärksten zu! 😳

   
alt und neu

Die Wahl meiner Ausrüstung war gut, nur die Schuhe haben bald ausgedient, der Grip hat sich deutlich verschlechtert! 🙁 – Bei fast 1.000 km Laufleistung, sind Abnutzungserscheinungen normal! 😉

Wie zuletzt begann ich meine Runde wieder über den Steckenbornweg, machte aber schon im Hetterbachweg kurz vor km 2 eine Fotopause, da das Licht gerade noch ausreichend war!

   
 

Schwer fiel mir das Laufen. Sicherlich lag es an den schwierigeren Schneewegen, ein bisschen an dem schlechten Profil der Schuhe, aber vor allem daran, dass ich 3 Nächte nicht gut schlafen konnte! Momentan ist die Muskulatur der linken Schulter so verspannt, dass ein Nerv abgedrückt wird, wenn ich zu lange drauf liege. Ein Teil dieser Verspannungen wird bestimmt durch’s Tragen der Enkelinnen verursacht! – Egal, nachts kann man leider nicht steuern, wie man sich dreht … und dann kribbelt es so stark in den Fingern, dass ich davon aufwache. Manchmal habe ich gefühlt richtig heiße Finger! 🙄 😳 😥

Die Laufrunde wollte ich so gestalten, wie am Montag zuvor. Da ich aber keine Lust hatte, nach Hause zu krauchen, habe ich sie so gekürzt, dass es 10 km wurden. Genossen habe ich den Schnee trotzdem! 😉

Nach 69 Min. für diese 10er-Runde mit knapp 120 hm kam ich müde zurück:

Es wird also doch noch eine Weile dauern, bis ich in eine halbwegs normale Laufroutine komme! Ich werde mich aber gedulden, es gibt ja noch andere schöne Dinge, die es bewusst zu erleben gilt! 😆

10 thoughts on “fremdfrieren”

  1. Lieber Manfred,
    also wenn ich selber frierend irgendwo einen Läufer mit kurzen Hosen sähe, da würde ich auch fremdfrieren! 😉
    Du hast aber auch eine Malaise nach der anderen! Wenn man wegen Verspannungen nicht recht schlafen kann, das ist ja sehr übel. Was kann man da machen? Gymnastik? Wärmekissen?
    Nach 1000 km dürfen die Schuhe auch ein wenig Grip verlieren, das ist ja sogar eine recht stramme Leistung! Ich habe ein Paar Asics Ghost Goretex für nasses Wetter, der hält sich schon seit nun 1300 km und wird auch noch länger gute Dienste tun, irre.
    PS: Du meinst 69 Minuten für den 10er, nicht 69 km…?
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      vielen Dank dir,

      aber beim Anblick meiner Beine sollte doch niemand frieren. Obenrum und vor allem an den Händen muss ich warm angezogen sein, die Beine brauchen nicht so schnell warme Klamotten.

      Das Kribbeln kannte ich, aber dass ich davon aufwache und die Finger sich sogar heiß anfühlen, ist neu. Wärme tut gut, momentan gehe ich auch dort mit meiner Massagepistole ran und hoffe es wenigstens etwas reduzieren zu können. Spätestens im Frühjahr bin ich bei einer Physiotherapeutin, die ich beim Darmstadt-Cross kennengelernt habe. Ich möchte mal ihre Herangehensweise ‚erleben‘ und ob ihre ‚Eigenwerbung‘ stimmt! 😉

      Laufschuhe haben bei mir früher deutlich länger gehalten. Heute bin ich froh, wenn sie die 1.000-km-Marke erreichen. Dann freue ich mich über jeden weiteren km, den sie noch halten. Zuletzt hielten zwei ON nur 1.000 km, bzw. 1.100 km, ein Scott immerhin gut 1.650 km.

      Danke für deine Rückmeldung, habe den Fehler korrigiert!

      Liebe Grüße Manfred

  2. Moin Manfred,
    die Schulter tut weh und in der Nacht schlafen Finger und Hände ein? Hast du schonmal in Richtung Karpaltunnelsyndrom gedacht?
    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/ratgeber-archiv/artikel/taubheit-und-kribbeln-in-den-fingerkuppen-koennen-anzeichen-fuer-karpaltunnel-syndrom-sein/
    Bei mir besteht bzw. bestand die Problematik rechts und einiges von dem, was du schreibst, kommt mir recht ähnlich vor.
    Wobei ich das alles durch früh eingesetzte und sehr konsequent durchgeführte tägliche Engpassdehnungen und viele Kalt-Warm-Anwendungen (beides gerne auch in der Sauna kombiniert) in den Griff bekommen habe. Bis deutliche Erfolge eintraten, hat es einige Wochen gedauert aber bei der Neigung zu Bänderverkürzungen (die ich habe), ist wohl die nächste Dauerbaustelle mit Aufmerksamkeitsbedarf dazugekommen. Irgendwann wird der Tag zur Hälfte aus diversen Ausgleichsübungen und Geschmeidigmachtricks an so ziemlich allen Gelenk- und Bänderschwerpunkten bestehen, wenn sich das müde alte Gerippe noch halbwegs störungsfrei durchs Gelände bewegen können soll :-p

    Gute Besserung und was die naggischen Beine angeht, teilen wir ebenfalls die Neigung, damit auch noch bei leichten Minusgraden rumzulaufen. Wobei ich mich auf knielange Hosen und das nur bei Sonnenschein beschränke. In der Hoffnung, dadurch auch im Winter mehr Licht in VitaminD umwandeln zu können (noch besser: QiGong im Bikini auf der Südterrasse bei Minusgraden aber Sonneneinfall und danach eine ordentliche Schneeabreibung – dient der guten Laune, Vitaminversorung und Unterhaltung der Nachbarn 😉

    1. Liebe Lizzy,

      vielen Dank dir für sooo viel Information! 🙂

      Dran gedacht habe ich schon des öfteren, gerade gestern mich mit der Tochter darüber unterhalten, wobei bei mir nicht alle der angegebenen Symptome zutreffen. Will aber demnächst novhmal zum Doc. – Die ersten Kribbeleien waren meiner Interpretationen nach als Spätfolgen meines Radunfalls zu interpretieren. War beim Neurologen, der das sich nicht vorstellen konnte, aber keinen Handlungsbedarf sah! – Vielen Dank für die Besserungswünsche!!!

      Ob Sonne oder nicht, etwa ab -4° schaue ich dann doch nach längeren Hosen. Diesen Winter kam es noch nicht dazu. Entweder war es nicht so kalt, oder ich musste aus irgendeinem Grund an dem Tag pausieren! 😆

      Apropos Vitamin D: die Sonne steht in unseren Breitengraden im Winter zu tief, so dass von der benötigten UV-B-Strahlung nicht ausreichend genug ankommt! Aber die Laune kann man mit QiGong im Bikini erhöhen und die Nachbarn belustigen!!!

      Liebe Grüße Manfred

        1. Liebe Lizzy,

          danke für die Rückmeldung!

          … und ja und nein! Auf der einen Seite ist es richtig, dass es oft vereinfachend dargestellt wird, auf der anderen Seite, wenn du schon die Differenzierung ansprichst, kommen ja noch ganz andere Faktoren hinzu. Ich habe sicherlich verkürzt und den Normalfall im Winter in Deutschland gemeint!

          Ich dachte zwar an den Fachvortrag einer Wissenschaftlerin, keine Medizinerin, hatte ’nur‘ 😜 einen Doktortitel, habe es aber heruntergebrochen, sprich verkürzt. In ihrem Fachvortrag hatte sie damals keine Vereinfachungen vorgenommen, sie hat sogar sehr genau differenziert. Aber dein Link macht es z. T. ja auch und immerhin wird sehr deutlich auch von einer ‚Mindesthöhe‘ geschrieben. Da seid ihr in München schon mal im Vorteil, weil ihr die 500 hm (NHN) habt. Wir leben hier gerade mal auf ca. 120 hm. Auf die 500 hm komme ich nichtmal, wenn ich zu meiner Burg Frankenstein (~ 380 hm) laufe … und wir leben deutlich weiter im Norden, was die Strahlungsintensität (Einfallswinkel der UV-B-Strahlen) nochmal senkt. Es braucht aber eben die Sonne und eine deutlich längere Sonneneinstrahlung, als im Frühjahr, oder erst recht im Sommer … und die von dir angesprochenen freien Hautflächen. Zudem reicht für einen Sonnenbrand eine einmalige, aber zu lange Aufenthaltsdauer in der Sonne, während eine ausreichende Vitamin D Versorgung eine viel häufigere, sprich regelmäßige Sonneneinstrahlung benötigt. Im Sommer reichen dafür ca. 3 evtl. sogar kurze Aufenthalte (je nach Hauttyp) in der Woche, im Winter nicht.

          Deshalb entsteht bei den meisten Menschen in Deutschland im Winter ein Vitamin-D-Defizit. Spätestens im Februar sind bei diesen Menschen ihre Depots aufgebraucht, die hoffentlich ohne Schäden wieder aufgefüllt werden können. Gesund lebenden Mitmenschen wird angeraten Vitamin D zu substituieren. Sonst ist bei sich gesund Ernährenden keine weitere Substitution vonnöten!

          Vielen Dank für den anregenden Austausch. Auf dass wir gut versorgt sind und gesund bleiben! 😉

          Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred
    Super, wieder 10km mit Höhenmeter auf dem Laufkonto!
    Du hast also trotz Schnee die abgelaufenen Schuhe gewählt? Der Schnee wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen, die neuen einzuweihen! 😉
    Aber was sage ich da, ich hätte es wohl genau gleich gemacht. Es war bestimmt ein gutes Kraftraining!
    Drei Nächte nicht gut geschlafen wegen der Schulter? Ui, das ist gar nicht gut. Hoffentlich geht das von selbst wieder weg. Wenn nicht, dann würde ich nicht bis zum Frühling warten. Hat die Physio-Dame keinen früheren Termin?
    Jetzt hoffen wir, dass deine Terminbündelungen bald etwas günstiger liegen, so dass du deine Laufroutine wieder finden kannst – das Wetter ist ja perfekt dafür!

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

    1. Liebe Catrina,

      vielen Dank dir, auch für deine Empathie!

      Ja, aber noch sammel ich etwas sporadisch km und hm! 😆

      Meine NB Hierro hatte ich davor an und wollte die Hoka auch nochmal bei diesen Bedingungen testen. Die Asics können ruhig im Keller bleiben, ich hätte einfach nochmal die NB nehmen sollen! 😛

      Bzgl. der Schulter massiere ich erstmal mit der Pistole, wollte bei den winterlichen Bedingungen nicht in den vorderen Odenwald fahren. Zudem bin ich dabei etwas besser zu regenerieren und die Termine (sofern beeinflussbar) gut zu steuern!

      … und ganz langsam wird sich die Laufroutine auch wieder einpegeln lassen! Da bin ich mir sicher!

      Jetzt geht’s zu einer Demo gegen rechts!
      Liebe Grüße Manfred

  4. Ja, ja, lieber Manfred Geduld ist gefragt, aber nimm dir die Zeit, es läuft dir ja nichts weg ! Und wenn man nachts nicht gut schlafen kann, dann ist es auch kein Wunder, wenn’s nicht läuft – im wahrsten Sinne des Wortes ! Es wird – wir sind doch Optimisten – oder ???

    Gute Besserung für die Schulter, ist einfach doof, wenn man immer wieder wegen solcher Dinge aus der Bahn geschmissen wird, ABER – wie gesagt – optimistisch bleiben !!

    Sonnige Grüße von ganz oben

    1. Liebe Margitta,

      vielen Dank dir!
      Momentan sehe ich das alles sehr entspannt! Ja, es wird wieder besser werden, bin auf einem guten Weg! 🙂

      Was die Schulter angeht scheinen die ersten Massagen schon einen Teilerfolg gebracht zu haben, ich habe das brennende Gefühl schon nicht mehr gehabt! – Ich werde dran bleiben!

      Auch wir hatten heute lange Sonnenschein!
      Liebe Grüße von unten nach ganz oben, Manfred

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