Marathon geschafft!

Von in 2021 14 Kommentare , , ,

Naja, nicht am Stück, wie auf dem Bild, als ich beim Berlin-Marathon (2011) die Ziellinie überlief, damals noch in den schönen orangenen Mizuno Wave Ronin! 😉 Aber immerhin habe ich es in 4 Etappen innerhalb einer Woche gepackt! 😆

… und das nach meiner neuerlichen Unterbrechung. – Es hat mich gar nicht mal so angefochten, wusste ich doch, dass ich ein Stück weit selbst dran Schuld war. Ein Rentnerdasein kannte ich zwar noch nicht und konnte nicht einschätzen, wie eine Balance zwischen Genuss und Belastung aussehen müsste. Zu meiner Entlastung: 😛 meine letzten beiden Berufsjahre waren psychisch sehr belastend und ein Sein ohne schulische Termine empfand ich als erhebend! 🙂

… ausgebremst haben mich auch die Regelungen um die Pandemie, die z. T. nicht viele „Aktionen“ außerhalb des eigenen Heimes zugelassen hatten, bzw. für mich nicht befriedigend hätten ausfallen können.

So habe ich Fahrt rausgenommen und bin in 2 Wochen je nur 1 x gelaufen. Aber ich war damit immer noch aktiver als der Kabarettist Sebastian Pufpaff. Sein Spruch vor Kurzem zum Sport: „Habe mit Sport angefangen. Gehe dem Paketboten entgegen!“ 😛 – Nach diesen 2 Wochen habe ich vorsichtig gesteigert und bin über 2 auf 3 Einheiten und dann auch wieder auf 4 Einheiten pro Woche gekommen. Ganz vorsichtig habe ich dabei auch mal eine Tempoerhöhung ausprobiert.


… an der Kreuzung links, schon ist die Mauer zu sehen!

Diese Tempoerhöhung habe ich dann prompt kurz vor der JVA bei Pfungstadt „begonnen“, um nicht als „Entflohener“ aufzufallen. – Letzten Freitag habe ich die gleiche Strecke erneut unter die Schuhe genommen und genau dort wieder einen schnellen km getestet und habe damit meinen „Wochen-Marathon“ komplettiert.

   

Wenn es dabei bleibt, kann ich sagen, streckenweise gehts wieder. Auf der Freitagsrunde blieb ich noch bei ruhigem Tempo, aber dieser einzelne Kilometer ging unerwartet gut in 5:25 Min entlang der Waldschneise.

Und dann wollte ich absichern, wie denn die Schneise heißt, die so recht nah an der JVA vorbeiläuft und fand dieses Schild an einem Baum. Erst war ich noch verunsichert, ob die Schneise, die sich als Trail in den Wald hineinschlängelt, Waldschneise heißt. Zuhause konnte ich aber herausfinden, dass es die Waldschneise ist, die parallel zur Mauer der JVA verläuft. Makaber ist aber, dass sich die Schneise, in die ich danach einbog, Galgenschneise schimpft! 😳 😆

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Und dann haben wir das so blöd benannte „Click-and-meet“ ausprobiert, bevor sie wieder dicht machen. Die Inzidenzen gehen hoch, die Todeszahlen scheinen unten zu bleiben. Worauf aber schauen unsere Politiker? – Auf die Inzidenzen, worauf sonst? – Darauf hat man sich nun mal eingeschossen … und man kann ja nicht alle paar Monate die Strategie wechseln, das würde doch unsere Politiker überfordern. 😛 Man kann aber aufmachen und schließen und aufmachen und schließen … aber es ist ja Noch nicht Schicht! 😉

Wenigstens haben sie auf einer Wiese neben unserer „Kuppelkirche“ (St. Ludwig, oder Ludwigskirche) für ein paar Blümchen-Highlights gesorgt. Die Kirche selbst mit ihrer markanten Kuppel stand hinter dem Fotografen. Sie steht natürlich noch immer dort! 😆 Solche Blümchen-Highlights gibt es auch neben der Heidelberger Landstraße von Bessungen nach Eberstadt.

  • Sorgen eure Stadtväter auch für ein Blümchen-Highlights, oder dergleichen, längs mancher Straße?

14 Kommentare

  1. Elke |

    Liebe Manfred,
    das freut mich für dich, was da an Wochen-km zusammenkam! Prima, aber bitte nicht überreizen, auch wenn es dich da in den Beinen juckt.!
    Das scheint mir ja ein spezielles Laufgebiet, da an der JVA, und dann noch ab zum Galgen…? Aber bitte nicht! Wie ich sah, ist unser lokales Corona-Testzentrum auch praktisch platziert – gleich neben dem Friedhof…
    Ich finde Frühlingsblüher in der Stadt schön. Hier in Kerpen hat man anscheinend an mehreren Stellen Blumenzwiebeln gesetzt. Einerseits jetzt ein schöner Anblick, wäre noch schöner, wenn das nicht so stur mit Lineal passiert wäre, „natürlich“ sieht ein wenig anders aus. Aber egal, mir gefällt die Aktion.
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,

      vielen Dank fürs Mitfühlen, bzw. für die Warnung! Aber die 42 km habe ich schön verteilt in 4 Etappen. Diesbezüglich habe ich garantiert nicht überreizt, zumal ich mich vorher rangetastet habe! Aber auch damit habe ich nicht überreizt, dass ich 2 x zum Schluss etwas schneller geworden bin und einen/knapp zwei Kilometer mal ein bisschen Tempo gemacht habe. … und jetzt war auch nicht viel drin, habe heute eine Darmspiegelung hinter mich gebracht. Die Vorbereitung dazu nimmt einem eher Kraft, als dass sie konditionsfördernd ist! 😉

      Bei uns ist das Impfzentrum direkt bei meiner Fahrrad-Unfallstelle. Habe gestern meine Frau dorthin gebracht. Sie ist um eine „Prio“ nach oben gerutscht, da sie ihre kranke Mutter versorgen hilft! Also, sie hat die 1. Impfung mit BioNTech hinter sich! – So wurde meiner Frau dort geholfen, wo es mich vor gut 9 Jahren erwischt hat. – Komische Gegensätze manchmal!

      Bei euch werden die Blumenzwiebeln mit dem Lineal gesetzt, dann hat die Kommune ja Geld, bzw. ihre Angestellten haben Zeit! 🙄
      Es sieht aber wirklich nett aus und wer ein Auge dafür hat, kann sich daran erfreuen!

      LG Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Gratuliere zur Marathon-Distanz! Das mache ich auch gerne, wenn ich meine Wochenkilometer zusammenzähle – die Marathon-Distanz ist immer der Benchmark.

    Schön auch, dass du ohne Probleme ein bisschen Tempo einbauen konntest. Ich nehme an, ein paar Höhenmeter waren auch dabei?
    Waldschneise und dann Galgenschneise? Uii, was hat sich denn früher wohl auf dem Gelände abgespielt? Eine historische Hinrichtungsstätte?!

    Dagegen sind die Blümchen bei der Kuppelkirche eine schöne Wohltat. Bei uns in Zürich sind „wilde“ Beete für Bienen und andere Insekten immer mehr im Trend, das ist auch optisch schön anzusehen.
    Und wie ich sehe, hast du auch ein bisschen Sonne gehabt! Der Frühling scheint jetzt hoffentlich „richtig“ zu kommen!

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      danke! – So sehr ich mich darüber freue, dass es aufwärts zu gehen scheint, so weit ist es noch bis ULTRA! 🙂

      Ein bisschen Tempo war schön, aber der Fokus soll erstmal auf Streckenverlängerung liegen. Es waren nicht allzu viele Höhenmeter dabei, da meine Strecken im relativ flachen Westwald lagen. – Eine Waldschneise im Wald ist ja nicht so außergewöhnlich, aber was sie hier so alles mit Galgen haben. Oben südlich der Burg ist die Galgenbuche und hier die Galgenschneise. Da muss ich doch wirklich mal recherchieren, was es damit auf sich hat! Mal sehen! 😉

      Irritierend an den Blümchen bei der Kuppelkirche finde ich die „linkslastige“ Verteilung, aber ich will nicht meckern, immerhin kann man sich dran erfreuen. Ebenso erfreue ich mich an summenden und brummenden Insekten, da ich dann annehme, dass uns wenigstens ein bisschen Natur erhalten geblieben ist! 🙂 … so wie am Busch hinterm Haus, was aus unserem Küchenfenster zu verfolgen ist!

      Ab und an haben die Wolken bei uns die Sonne mal rausgucken lassen, jetzt ist es wieder mal so bewölkt, dass es eher nach dauerhaft aussieht! 😉

      Nach Cape Town
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Ach ja, das Rentner-Dasein, da muss sich so mancher erst einmal daran gewöhnen, plötzlich viel Zeit zu haben und Muse zu entwickeln !!

    Dass du in zwei Wochen nur einmal gelaufen bist, ist allerdings für mich überraschend, ich dachte, du powerst jetzt quer durch die Prärie !! 😉 Wie auch immer – du hast ja Zeit!

    Auch in unserem kleinen Örtchen wird fleißig gepflanzt, erst heute habe ich mich mit Gärtnern unterhalten, die ich in diesen Zeiten täglich treffe, es tut sich was !!

    Bei uns gibt es jetzt die Luca-App, mit der man problemlos einkaufen kann ,habe es letzte Woche auch zum ersten Mal seit langem probiert, ein komisches Gefühl, wieder in alle Läden einkaufen gehen zu können.

    Nun denn – lauf schön – genieße das Leben – auch wenn es derzeit für uns alle ein wenig eingeschränkt ist !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      tja, da hast du einen großen Vorsprung und hattest hoffentlich einen gelungeneren Übergang! 😉 Muse habe ich zur Genüge, habe eher damit übertrieben, da das Bedürfnis nach „Lasst mich alle mal in Ruhe“ sehr groß war! 😉

      Da und dort habe ich es erzählt, dass ich runterfahren musste, aber ich wollte damit nicht zu sehr hausieren gehen. Jetzt fahre ich ja schon wieder hoch und muss nur an meiner Funktionsgymnastik und dem Ausgleich (zum Sitzen) dran bleiben. Viel Gartenarbeit ist in unserem Mini-Gärtchen nicht, war ja auch noch nicht so sehr die Zeit dafür. Viele andere Dinge waren weggebrochen, so wie Lauftreffs, Kirchengemeinde, oder andere soziale Treffs und Besuche. … und Neues aufbauen ist in der momentanen Zeit mächtig schwer, es soll mir ja liegen. – Diesbezüglich war mein Übergang ins Rentendasein zu einer blöden Zeit. – Aber ich bin happy, nicht mehr den anderen Klüngel zu haben!!! 😆

      Von der Luca-App hat mir auch der Schwager erzählt, der bei euch da oben in der Nähe wohnt!

      Genieße auch du euer Leben an der Küste und lauf auch du schön!
      LG Manfred

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  4. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    das klingt ja super! Da läppert sich bei dir brav Kilometer nach Kilometer zusammen und kaum schaut man mal kurz nicht hin, bist du schon wieder einen Marathon gelaufen! 😀 Fein, dass deine Aufbauarbeit in die richtige Richtung läuft und du die Verbesserungen deutlich spürst.

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    • Manfred |

      Liebe Doris,

      tja, du musst schon aufpassen und immer richtig hingucken! 😉 Aber vielen Dank dafür, dass du überhaupt nach mir schaust! 🙂

      Die Richtung stimmt, ich darfs mir nur nicht selbst wieder kaputt machen! 😛

      In diesem Sinne

      LG Manfred

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  5. Volker |

    Lieber Manfred,

    hier in Oldenburg gibt es schon seit Jahren teilweise regelrechte Osterglocken-Wiesen. Überall wo Grünstreifen sind blühen diese. Ein beeindruckendes Bild. Ich muß mal schauen, ob ich das die Tage mal abgelichtet bekomme. Ich laufe da ja nie.

    Gibt es an der Stelle der JVA eventuell eine lange Gefängnisgeschichte? Dann könnte die Galgenschneise da tatsächlich einen Bezug haben. Wer weiß…

    Ein Wochenmarathon, das ist doch schon wieder was. Weiter so!

    LG Volker

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Volker,

      ich finde es schön, wenn auch das „öffentliche Gut“ nicht einfach nur intakt gehalten, sondern auch da und dort „aufgehübscht“ wird! 🙂 … und Blümchen können sehr gut dazu beitragen.

      Noch habe ich nichts über die Schneise und deren Geschichte herausbekommen.

      Danke, ich versuche dran zu bleiben!

      LG Manfred

      Antworten
  6. Anna |

    Lieber Manfred,
    schön, dass es mit den Steigungen so gut klappt, aber immer Vorsichtig bleiben und nicht übermütig werden 😉
    Egal wie die Schneisen genannt werden, ich liebe solche Waldwege und Trails – es sieht einfach herrlich aus! 🤩
    Hier sind wir zwar nicht in der Stadt aber auch bei uns wird für ausreichend Blümchen-Highlights gesorgt – zumindest unten im Tal. Hier oben dann etwas später, wenn der Schnee weg ist 😉
    Liebe Grüße Anna

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Anna,

      tja, was soll ich sagen? – Die Warnungen muss ich mir immer vor Augen halten, habe ich zu den Verspannungen ja einiges beigetragen. 😉

      Vielen Dank aber fürs Mitfühlen!

      Viele der Waldwege sind mindestens z. T. Forstwege und manche auch breiter, so dass Autos fahren könnten. Aber gerade dort im südwestlichen Westwald gibt es einige schöne, kleine Trails, also Pfade, die super zu laufen sind. Leider kann man jeweils nicht so lange „abtauchen“, da die immer wieder durch größere Wege unterbrochen werden, aber es macht Spaß dort zu laufen!

      Die Blümchen-Highlights sind dann saisonal, aber es ist „ermunternd frisch“ anzusehen!

      In die Berge
      LG Manfred

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  7. nido00 |

    Lieber Manfred,
    das klingt doch prima – mal Anspruch rausnehmen wenn’s nötig ist und dann schon wieder auf 42km hoch gefahren. Das ist doch ein sehr guter Anfang. Vorsichtig steigern und die Funktionsgymnastik nicht vergessen. (Und dich nicht in der JVA einfangen lassen…)
    Wenn bei euch die Todeszahlen runter gehen, dann habt ihr doch was richtig gemacht, oder? Hier bei uns gehen die Massnahmen nach täglichen Krankenhausaufnahmen, was ich auch sinnvoller finde als tägliche Fälle. Zum Glück sind sie in den letzen Wochen runtergegangen.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Roni,

      so, jetzt endlich eine Antwort auf deinen Kommentar.

      Also, wenn ich jetzt die richtige Balance für mein System gefunden hab, dann hat sich das Runterfahren doppelt gelohnt! 😊

      Heute war ich mal wieder bei der Burg und der Galgenbuche. Von daher konnten sie mich auf der Galgenschneise bei der JVA nicht kriegen, da ich ja nicht in Westwald unterwegs war! 😜

      Noch sind die Todeszahlen am sinken, aber angeblich würden sie immer hinterherhinken. Die Belegung der Intensivbetten und die mittelschweren und schweren Verläufe sind bei uns irgendwie nicht so in Fokus. Wäre sinnvoller, aber die Zauberformel für unsere Politiker ist das Schauen auf Inzidenzen. 😓

      Intensivbetten haben wir wohl genug, es mangelt eher an qualifiziertem Personal.

      Laufen ist zum Glück ungestört möglich und an der Burg waren „Himmel und Menschen“ unterwegs!

      Aus dem sonnigen Darmstadt
      LG Manfred

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