Maru-Lauf 2021

Von in 2021 10 Kommentare , , ,

Der jährliche Lauf zum Gedenken an Marouan stand auf dem Kalender. Mir lag viel daran wieder nach Semd zu fahren, um dabei zu sein. Leider hatte ich keine Zeit mich danach noch auf dem Vereinsgelände zu anderen zu setzen und Kaffee und Kuchen zu mir zu nehmen.
Als ich auf der B26 nach Osten fuhr, war ich noch ganz in Gedanken bei der eng getakteten Planung des Tages und rechnete mit … naja, mit einer mittleren zweistelligen Läuferschar. Weit gefehlt, denn auch wenn ich noch keine offizielle Zahl kenne, waren es wohl wieder deutlich mehr als 100 Läufer, die Marouan posthum und damit auch seinen Eltern die Ehre erwiesen!

Gut 10 Minuten vorm gemeinsamen Start war ich vor Ort und habe kaum noch einen freien Parkplatz gefunden. Mein Eindruck war, dass sich Himmel und Menschen eingefunden hatten!

Waren es wirklich so viele, oder war ich nur entwöhnt, da wir ja sooo lange nicht unter Läufern sein konnten?

     

… und dann das riesige Hallo! Trotz des eigentlich traurigen Anlasses, schaute ich überall in strahlende Gesichter. Es war so schön, so viele persönlich zu begrüßen und sich kurz auszutauschen. Weit über 30 Läuferinnen und Läufer kannte ich mit Vor- und Zunamen, ob übers Läuferherz, den großen Darmstädter Lauftreff, von Wettkämpfen, oder einfach nur so. Ich habe nicht zu Ende gezählt … und ich erwähne es nur, weil es mir eigentlich recht schwer fällt, mir Namen zu merken.

Nach ein paar persönlichen Worten von Abdel wurden wir in 3 Gruppen auf die Runde geschickt.

Ich hatte mich der mittleren 10er-Gruppe angeschlossen und nutzte den Lauf auch zu ausgiebigem Austausch. Ob mit jungen Müttern, einer Lehrerkollegin, anderen Lauftreffläuferinnen oder Läufern, oder sogar Ultraläufern, immer kam man ohne große Anlaufphasen super gut ins Gespräch.

Die Stunde war viel zu schnell vorbei! Wie erwähnt konnte ich mich danach leider nicht zu anderen setzen und bei Kaffee und Kuchen begonnene Gespräche vertiefen, oder auch mit anderen ins Plaudern kommen.

Mir wurde bewusst, wie ich solche Begegnungen vermisst habe! Es hilft, mir einen Ruck zu geben, endlich wieder mal zu Lauftreffs zu gehen. Meine Fitness sollte auch wieder reichen bei der ruhigeren Truppe des Läuferherzens mitlaufen zu können! 😆

10 Kommentare

  1. ultraistgut |

    Kann deine Gefühle sehr gut nachempfinden, wenn man nach langer Zeit mal wieder an einem Lauf teilnimmt, sich mit anderen austauschen kann, tut gut.

    Ja, dann gib dir mal einen Ruck und geh ENDLICH mal wieder zu Lauftreffs !!

    Bin gespant, lieber Manfred !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      es war vor allem mal wieder der Austausch unter meinesgleichen! Das tat definitiv wieder mal ganz gut!

      Den entscheidenden Ruck habe ich mir deshalb noch nicht gegeben, da ich lieber zum Lauftreff des Läuferherz‘ gehe, dort fangen sie aber erst bei einem 6er-Schnitt an. Dafür fehlte ja lange die Fitness, vor allem die Konstanz, so dass ich sagen kann „egal wann, ich pack es!“

      Ich werde erzählen!
      LG Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Ach, wie schön, fast wie ein Wettkampf, einfach noch schöner und lockerer… und erst noch für einen guten Zweck! Weisst du, wie viel an Spendengeldern zusammen gekommen ist?
    Es tut gut, wieder mit Läufern zu plaudern. Wirklich schade, dass du danach keine Zeit für Kaffee und Kuchen hattest, das hätte deiner Läuferseele bestimmt gut getan.
    Ich würde sagen, du bist Läuferherz-Treffpunkt-bereit!!

    Liebe Grüsse aus dem bewölkten Zürich!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      natürlich hätte mir ein Zusammensitzen mit anderen bei Kaffee und Kuchen gut getan. An dem Tag ging halt nicht alles und da ich direkt danach für 4 Tage weg war, hatte ich auch noch keinen Kontakt und konnte nichts näheres erfahren.

      Grundsätzlich bin ich bereit, aber heute z. B. hätte ich mich mit dem 6er-Tempo wieder mal schwer getan.

      Mal gucken, wann ich den ‚Startschuss‘ gebe! 😉

      Aus dem nächtlichen und leicht verregneten Darmstadt
      LG Manfred

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  3. Volker |

    Meine Güte, lieber Manfred, was ist man doch entfremdend vom normalen Leben. Ich kann Deine Freude über diesen Lauf gut nachvollziehen. Schade deshalb, dass Du für den geselligen Teil keine Zeit mehr hattest.

    Hoffen wir deshalb mal, dass es wieder mehr Gelegenheiten geben wird.
    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      ja, irgendwie schrecklich. Dabei ist doch dieser menschliche Kontakt untereinander das normalste auf der Welt. 😥 Den geselligen Teil muss ich halt wo anders ’nachholen‘! Naja, geht ja nicht wirklich, ließ sich nur nicht anders timen.

      Bleiben wir guter Dinge und hoffen auf Normalisierung.
      LG Manfred

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  4. Elke's Runningblog |

    Lieber Manfred,
    wie schön, dass sich der Lauf gehalten hat! So konntest du und viele andere endlich wieder einmal ein gemeinsames Lauferlebnis genießen.
    Ich frage mich, wie es sich für Abdel anfühlen mag. Einerseits reißt der Lauf doch sicher alte Wunden wieder auf. Andererseits mag es auch tröstlich sein, auf diese Weise seinem verlorenen Sohn wieder nahe sein zu können…?
    Dann auf zum Lauftreff, würde ich sagen!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,

      Abdel pflegt diese Tradition und sein Heimatdorf unterstützt ihn mit vielen fleißigen Helfern. Und immer wieder mal wird der Lauf auch als Wettkampf durchgeführt.

      Ich hab gerade an diesem Sonntag Abdels Frau gefragt und sie sagte sehr treffend „An sich geht es uns gut, nicht aber an diesem Wochenende!“

      Mal gucken wann ich dazu durchstarte.
      LG Manfred

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  5. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    wie schön, dass du zum Maru-Lauf gegangen bist. 🙂
    Du scheinst dich in der großen Gruppe ja richtig wohlgefühlt zu haben – das ist herrlich! Für Abdel freut es mich, dass so viele gekommen sind. Das ist doch ein wunderschönes Zeichen. 🙂

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    • Manfred |

      Liebe Doris,

      zum Maru-Lauf zu gehen ist für mich so was wie ne innere Verpflichtung. Dort erscheinen auch viele, für die es genauso selbstverständlich ist und die damit ihre Verbundenheit zu Abdel zum Ausdruck bringen. Dadurch fühlt man im doppelten Sinne ähnlich, als Läufer und als Freund.

      Für Abdel und seine Frau ist es sicherlich auch erleichternd diesen Tag mit Freunden zu verbringen.

      LG Manfred

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