Ultralang, wenn auch ’nur‘ marschierend. 😉

Eine MegaMarsch-Teilnahme jetzt mal umzusetzen, resultiert aus einer gewissen Unsicherheit. Gerne möchte ich wieder einen langen Trailrun machen, aber nicht irgendeinen, sondern einen im Gebirge. Meine Vorliebe für technische Trails, mit Höhenmetern, ist bekannt. Nur bin ich nicht sicherer geworden bzgl. meiner Fitness, ob ich es auch schaffen würde. Die letzten 3 Jahre waren gespickt mit Stolperfallen. 😛 Also erstmal einen Marsch machen.

Inzwischen bin ich schon länger gemeldet und er rückt näher. Von München nach Mittenwald ist er mit 101 km und gut 900 hm veranschlagt und verläuft zum großen Teil auf dem Jakobsweg Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn. Max. 24 Std. hat man Zeit. Ich hab nur nicht vor, so lange unterwegs zu sein. 😉

Vorstellungen hab ich, wie ich es angehe, erzähle später wie ich es umsetzen konnte. Meiner Einschätzung nach ist die Bewältigung der Strecke eher machbar, schwieriger wird sein gut und gleichmäßig durch die Nacht zu kommen. Zw. 2 Uhr und 5 Uhr, wenn ich gut 12 Std. unterwegs bin, werde ich evtl. etwas zu beißen haben. Ich setze auf meine guten Erfahrungen bei meinen 100ern im Gebirge und meinen NRFTW-Challenges.

  
* Fotos zur Verfügung gestellt von der hundert24 GmbH, Fotocredits: Sportograf

Nächstes WE (13.05. ab 13.30 Uhr) werde ich mich von München (Oberbiberger Str.) nach Mittenwald (Bhf) aufmachen. Ich hoffe nicht, dass ein Spruch Wahrheit wird: flat is boring.


Spickzettel

928 hm auf 101 km (leider viel Asphalt), sind nicht so viel; ist gerade ~ 1 % Steigung im Schnitt! Ich will nur nicht vermessen sein, sind Stiche drinne, z. B. ab km 71, mitten in der Nacht, geht’s innerhalb von 3 km ca. 260 hm hoch, oder zw. km 86 und 89 geht’s nochmal ~ 120 hm hoch. Sonst ist es wellig und eher stetig steigend.

   
* Fotos zur Verfügung gestellt von der hundert24 GmbH, Fotocredits: Sportograf

Ein laminierter Spickzettel mit Streckenbeschaffenheiten und den VPS ist dabei, die GPX-Datei auf der Suunto 9. Ein kl. Rucksack mit Wechselklamotten fürs Ziel ist gepackt, Tickets (Gepäcktransport, Teilnahme) neben allen anderen Unterlagen, sind auf dem Handy. Auf dem Rücken werde ich nur meine Rucksackweste Montane Jaws 10 haben. – Warum mehr rumschleppen, wenn ich nicht so friere, also wenig Klamotten am Körper brauche?


* Foto zur Verfügung gestellt von der hundert24 GmbH, Fotocredits: Sportograf

Es passt alles in den Trinkrucksack, auch evtl. nötigte wärmende Teile. Wichtiger sind Trinkbeutel, Stirnlampe(n), kl. 1.-Hilfe-Set, Regenjacke und Gels. Eine Powerbank für ein evtl. schwächelndes Handy ist genauso bedacht, wie andere nötige Kleinigkeiten. – Da alles schön passt, verstehe ich nicht, warum andere einen 40-l-Rucksack oder größer mitnehmen wollen!?! 😳 Wer dickere Sachen in der Nacht braucht, 20 l reichen auch!

Ihr seht, ich bin vorbereitet! 😆

– – – – – – – – – –

In der Zwischenzeit habe ich mit 114.960 km eine weitere Quadratzahl klar überschritten und der nächste Tausender wartet auf die Vollendung! Da ich in der kommenden Woche nicht mehr viel laufen werde, schaffe ich die 115.000 km nicht mehr vor dem Marsch, dafür aber kurz nach München! 😉 Die Kilometer dort werde ich dazu rechnen, da ich bei meinen Gebirgsläufen eher langsamer war, als ich bei dem Marsch (hoffentlich) sein werde, hatte im Gebirge allerdings ein paar tausend hm zu bewältigen! 😆

… und für alle, die sich im Kopfrechnen beim Laufen üben wollen: (ohne Taschenrechner/Handy) 😛

  • wieviel ist 339 x 339?
  • wie lautet eine einfache ‚Faustformel‘, um von einer zur darauffolgenden Quadratzahl zu kommen?

 

* Fotos (einschl. Eingangsbild) wurden zur Verfügung gestellt von der hundert24 GmbH, Fotocredits: Sportograf

16 thoughts on “Ultra(lang) – im Quadrat”

  1. Du hast einen Plan und bist vorbereitet. Da kann nichts schief gehen. Je nach Wetterlage kann es wandernd ein wenig kälter sein als laufend, aber ich nehme an auch da hast du genug dabei. Ich kann mir nicht vorstellen was die anderen im 40l Rucksack mitbringen.
    Viel Erfolg
    PS: zur Faustformel habe ich keine Antwort.

    1. Liebe Roni,

      ich hab nicht nur einen Plan, sondern auch alles nötige im Rucksack dabei. Es sind auch Sachen drin für eine etwas kühlere Nacht. Von daher weiß ich nicht, wie man einen 40 l Rucksack überhaupt füllen will und kann.

      Zur Faustformel schreib ich vielleicht mal nen Extra-Post.

      Liebe Grüße Manfred

  2. Weniger ist mehr! Insbesondere auf einem Mega-Marsch. Ich würde es genau so machen wie du, lieber Manfred, möglichst wenig rumschleppen.
    Wirst du auch eine Ersatzbatterie für die Stirnlampe dabei haben und diese Alufolien-Dinger? Stöcke wirst du auch bestimmt dabei haben.
    Du bist gut vorbereitet, sowohl Pack-technisch wie auch physisch. Wird dich jemand an den Start begleiten oder dich am Ziel empfangen?
    Viel Spass und viel Erfolg am Mega-Marsch!
    Liebe Grüsse aus dem sonnig-herbstlichen Cape Town!

    1. Liebe Catrina,

      fürs Gebirge, vor allem für den TAR, hatten wir den Ehrgeiz entwickelt möglichst Gewicht zu sparen. Da wurde dann die Ausrüstung nach Gewicht ausgesucht und z. B. das 120-gr.-Teil einem 170-gr. schweren vorgezogen! 😉 Aber da waren wir auch 8 Tage unterwegs und die Schultern sollten locker bleiben. 😆

      Stirnlampe: ich hab einfach eine 2. Lampe dabei und würde mir das Batteriewechseln ersparen. Aber was sind Alufolien-Dinger?

      Stöcke liegen bereit. Ich will sie zumindest im Verlauf des Marsches benutzen, da sie auch zügiges Marschieren unterstützen helfen können!

      Zum Start kann mich leider niemand begleiten, deswegen hab ich die ‚Hardcore‘-Variante gewählt. 😆 Ich reise direkt an und werde im Anschluss danach auch wieder abreisen, in der Hoffnung, dass ich es gut meistern kann. Von Vorteil ist, dass mein Ticket keiner Zugbindung unterliegt!

      Vielen Dank dir und
      aus dem sonnigen Darmstadt
      liebe Grüße Manfred

        1. Ah, liebe Catrina,

          jetze ha ick dir! 😆 Da hab ich aber auf einer gaaanz dicken Leitung gestanden! 😛

          Sie gehören nicht zur Pflichtausrüstung, stehen aber auf der Packliste (mit empfehlendem Charakter)! Bei mir ist so ein Teil eh dabei, wobei ich mein 1.-Hilfe-Set von den Gebirgsläufen etwas reduziert habe!

          Liebe Grüße Manfred

  3. Da kann man nur sagen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ! Herausforderungen sind dazu da, sie anzunehmen und zu bestehen. Du hast es dir vorgenommen, wirst es schaffen, dich durchbeißen, auch wenn es unterwegs hart werden wird, und das wird es ganz sicher !!

    Wünsche dir ganz viel Glück, halte dir gaaaaaaaaaaanz fest die Daumen, du schaffst das !!

    1. Liebe Margitta,

      genau, Herausforderung annehmen und (hoffentlich) bestehen! Ich gehe eigentlich fest davon aus und wenn mich meine Einschätzung nicht trügt, sollte ich es auch gut durch die Nacht schaffen. In den müden Stunden hilft mir hoffentlich auch mein Dickkopf, der … wenn er sich mal was vorgenommen hat … ! 😆

      Vielen Dank dir, auch fürs Daumen drücken! Das hilft! 😉

      Liebe Grüße Manfred

  4. LIeber Manfred,
    super diese ganzen Infos. Da weiß man jetzt etwas besser, worauf du dich da eingelassen hast 😆
    Ich wünsche dir einfach gutes Wetter und keine Probleme. Genieß es einfach und wenn es mal schwer wird, mach einfach ne Pause.
    Ich bin sicher du bekommst das gut hin und dann denke ich, du wirst uns auch mal zwischendurch auf dem Laufenden halten.
    Gutes Gelingen wünsche ich dir.
    Liebe Grüße
    Helge
    p.s. ich würde eher einen 60L Rucksack mitnehmen als nur einen Trinkrucksack. 😉

    1. Liebe Helge,

      schön, dass du dich dafür interessierst. Hoffentlich waren es nicht viel zu viele Details?! 😳

      Gutes Wetter hieße für mich , dass es nicht zu warm wird und es müsste auch nicht sonnig sein. Schwitze ich nicht so, brauche ich auch nicht so viel nachtanken! … und nachts kann es ruhig auf 8° – 6° runter gehen! – Das darf ich mir aber nicht so laut wünschen, sonst sind mir andere evtl. sauer?! – … aber die haben in ihren riesigen Rucksäcken ja genug dabei! 😛

      Helge hat halt starke Schultern und ein starken Rücken, da kann sie auch Ultra-Rucksäcke tragen. Der alte Mann muss mit seiner Kraft etwas mehr haushalten! 😉

      Das mit den Pausen behalte ich mir für die letzteren VPS vor, würde ich dann auch nutzen. Schöner wäre es aber, wenn ich, wie im Gebirge, es auch in fortgeschrittener Nacht nicht bräuchte.

      Vielen Dank dir, werde es tagsüber garantiert genießen! … und dann gucke ich, wie es wird! 🙂

      Liebe Grüße Manfred

  5. Lieber Manfred,
    ein wenig kommen mir deine Vorbereitungen und Überlegungen bekannt vor. Letztes Jahr sind 2 Vereinskolleginnen von mir beim Megamarsch gestartet. Da ging es auch viel ums Platzsparen, um Gewicht und abzuwägen, was zuviel und was zuwenig ist.
    Aber durch deine Ultraerfahrung hast du ja einen super Basis, auf der du aufbauen kannst. 🙂
    Ich bin schon gespannt auf deine Erfahrungen!

    1. Liebe Doris,

      ich will mich für ein solches Abenteuer nicht zu spät vorbereiten. Sollte wirklich etwas an Ausrüstung fehlen, oder kaputt sein, muss ja noch Nachschub her. Es ist eine Weile her, dass ich meine Ausrüstung so umfangreich brauchte! 😆 Dieses Mal hab ich recht früh angefangen, aber was soll’s, hab ja Zeit … und ich konnte mich danach um die vielen Veränderungen bei den Zugverbindungen kümmern. Es kamen bisher schon 3 Meldungen, dass sich etwas ändern würde oder Strecken nicht befahren werden. Zum Glück gibt es dort dann einen SEV … aber man muss doch gucken und umplanen!

      Ich bin auch gespannt … und werde dann berichten! 🙂

      Liebe Grüße Manfred

  6. Lieber Manfred,
    es gibt sicherlich keinen Grund zu zweifeln, dass du NICHT vorbereitet wärst! Und ich denke nicht, dass „flat boring“ ist. Ich finde, bei jedem Tempo kann man seine Umgebung neu entdecken, beim Autofahren, radeln, laufen und eben auch gehen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Blick auf die Alpen am Horizont reizvoll ist und hoffe, die Aussicht wird auch dazu geeignet sein.
    Das wird sicher ein tolles Abenteuer, nicht nur einfach eine Wanderung mit Rucksack! An nächtliche Aktionen bist du ja dank NRFTW gewohnt, die Nacht wird dir da keine Probleme machen. Im Gegenteil, Chris war bei seinem 100er in Biel ganz begeistert, wie die Morgendämmerung einem neue Energie zurückbringt. n diesem Sinne, toi toi toi und einen mega Megamarsch, bin auf deine Berichte gespannt!
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      dieses Mal habe ich aber das Gefühl, dass ich bzgl. der Ausrüstung besser vorbereitet bin, als mit meinem ‚Fitness-Training‘! Hab jetzt wohl noch Eisenmangel! 😳

      Dieser Ausdruck wird von manchen Ultra-Trailrunnern bemüht, die gerne ausschließlich im Gebirge unterwegs sind. Solche ‚flachen‘ Strecken sind für sie genauso wie lange Asphaltstrecken ein NO GO! – Von mir ist ein solcher Spruch nicht ganz ernst gemeint. Es gibt immer was zu gucken, da gebe ich dir recht … und nachts ist es eh dunkel! 😛 Die nahenden Alpen haben hoffentlich eine anziehende Wirkung auf mich! 😆

      Meine verschiedentlichen nächtlichen Aktionen geben mir ein Stück Sicherheit. Von daher denke ich, dass ich dann ganz gut durchkomme! … auf die Morgendämmerung kann man sich jetzt schon, aber erst recht in der Nacht davor freuen!!!

      Vielen Dank dir. Bei so vielen Aufmunterungen wird das bestimmt ein mega MegaMarsch!!! – Ich werde berichten!

      Liebe Grüße Manfred

  7. Für mich klingt das alles bestens vorbereitet, auch vom Rucksack-Volumen her. Was schleppen die denn so alles mit um 40l zu füllen?! Es geht um 24h, nicht um eine Woche Mallorca Urlaub 😂
    Machbar ist das allemal, für dich eh, hoffentlich passen die Rahmenbedingungen, Wetter usw., wäre doof wenn es die ganze Zeit regnet oder zu heiß wird.
    Ich finde es auf jeden Fall ein interessantes Experiment und vor allem ein richtig vernünftigen Schritt um wieder an lange Strecken zu kommen.
    Genieß die Kilometer, auch wenn es härter wird, du schaffst das!

    1. Lieber Oliver,

      der Rucksack trägt zwar etwas auf, wenn der Trinkbeutel voll ist, aber wen kümmert es … es ist hinten und es ist kein Schönheitswettbewerb! … und wenn ich mir bewusst mache, was ich alles dabei habe, verstehe ich erst recht nicht, wie man 40 l füllen will. Ich brauche keine dicke Jacke und keinen Fleecepulli, keine Wanderhose und auch keine dicken Ersatzklamotten.

      Ich habe bei den Gebirgsläufen nur gelernt, dass zur Not keine Haut zu sehen sein soll, aber die kann man auch mit Armlingen oder Beinlingen bedecken … und wir sind nicht im Hochgebirge!

      Wetter soll ganz gut werden, also ganz gut für mich! 😆 Max. 16° und nachts bis 7° bei max. 5prozentiger Regenwahrscheinlichkeit! Mal sehen, ob sich das Wetter daran hält! 😛

      Danke dir, auch für die Bestätigung. Ich denke schon, dass es ein guter Schritt für mich ist! – Genießen werde ich es … und wenn es hart wird, beiße ich mich durch, genau!

      Liebe Grüße Manfred

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