Lindenberg

Von in 2022 14 Kommentare , ,

Auf der Karte gelesen, schon häufig umrundet, aber noch nie ‚oben‘ gewesen! Da war ich baff. In manchen Abschnitten habe ich mir wirklich schon jeden noch so kleinen Weg erlaufen, aber mir irgendwie diesen Lindenberg ausgespart. 😥

Läuferisch bin ich grad nicht so gut drauf, wollte gestern nicht lang laufen. Zielgebiet war mein Naher Osten. – Nach Querung der Eberstädter Toskana trabte ich recht langsam an der Koppel vorbei. Es geht hier stetig hügelan! 😆

Quasi zum Verschnaufen, machte ich einen Schlenker an der Andachtsstätte der Marienschwestern vorbei. Ein Radler hatte Halt gemacht und stand sinnierend davor. Ich trabte grußlos vorbei, um seine Ruhe nicht zu stören. Kaum auf dem Ludwigsweg ging es gleich wieder ans Sammeln von Höhenmetern! 2 km später, am Ludwigsbrunnen, gönnte ich mir eine kurze Pause und setzte mich, um die Natur zu genießen! Ganz so entspannt, wie zuletzt am Bäckerweg, wurde es aber nicht.

   

Es lohnte sich gar nicht, die Füße hochzulegen, da ich nicht alleine war. Von links kamen Wanderer und von vorne Radfahrer. Ich stand auf und verschwand auf einer kleinen Schneise. Ooh man, war das schlauchend bis zum nächsten Querweg! 😳 Die 18 % Steigung waren ordentlich in die Beine gegangen, hatten Puste gekostet! 🙄 Der Schneise folgend, querte ich kurz darauf einen kleineren Weg und war erst in dichterem Tann! – Stehen am Anfang des Waldes noch viele Laubbäume, hier sind die Koniferen in der Überzahl.

Dann lagen 3 Bäume quer, ich folgte einem kleinen Trampelpfad nach rechts und kam etwas Dunklem näher,

um plötzlich vor einer mir absolut unbekannten Hütte zu stehen. Gut, dass ich sie gefunden hatte, so konnte ich im Nachhinein den Namen der steilen Schneise einordnen. Vom Ludwigsbrunnen aus, führt die Hüttenschneise geradewegs zum Pavillion Lindenberg. (Nicht wundern, sie schreiben es dort so, ist halt ein Eigenname.)

   

Die Hütte steht auf einem ‚Berg‘, der nur 241 m (NHN) hoch ist. Der Lindenberg selbst, in der Nachbarschaft, ist auch nur 254 m hoch. Will ich mal mehr Höhenmeter in Relation zur Streckenlänge sammeln, brauche ich nicht mehr zur Burg zu laufen! Zudem gibt es dort oben viele kleine Pfade, die schönes Trailrunning versprechen.

Auf einem dieser Trails lief ich nach Südosten in Richtung Trautheim, um dann auf dem Lindenbergweg im Westen des Lindenberges zu den Walthersteichen runter zu traben. Im lichten Baumbestand und tollem Sonnenschein, machte das Bergabtraben richtig Spaß … obwohl die Beine immer schwerer wurden. 😳

   
   

Über den Rabenfloßweg und den Steigertsweg kam ich dann wieder nach Eberstadt. Die 11er-Runde (187 hm) im knappen 7er-Schnitt war schön gemütlich gewesen. Zum Glück hatte ich endlich mal die gewohnten Forstwege dieser Gegend verlassen und mir eine richtig tolle Ecke in diesem Wald erschlossen! – Zuhause habe ich so begeistert davon erzählt, dass wir heute auf dieser Runde eine kleine Wanderung gemacht haben!

  • Warst du mal verwundert, dass du dir tolle Wege deines Reviers ‚viel‘ zu spät erschlossen hast?

14 Kommentare

  1. Elke |

    Lieber Manfred,
    lach, dass dir das auch mal passiert, plötzlich eine noch unbekannte Ecke deiner Laufumgebung zu entdecken! Aber ist es nicht schön, wenn man so sein Revier erweitern und den Läufen eine neue Facette hinzufügen kann? Ich finde das immer wieder schön!
    Sieht jedenfalls nett aus!
    Auch der Wald, wenn er wie jetzt noch licht und durchschaubar ist, hat was. Dafür kann man dann im Sommer bei Wärme seine Kühle und den Schatten genießen.
    Ich hoffe, diese Runde konnte dir wieder Schwung geben, aus der „Nicht-so-gut-drauf-Phase“ wieder herauszukommen.
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,

      tja, auch den alten Hasen kann sowas passieren! 😆

      Aber es ist auf jeden Fall schön, wenn sich plötzlich etwas auftut und man so sein Revier erweitern kann! – Vielleicht habe ich den Lindenberg früher oft umlaufen, weil ich ‚unten‘ auf dem Papiermüllerweg Tempo machen wollte. Eine ganze Zeit lang bin ich dort recht selten unterwegs gewesen. Seit ein paar Jahren sammel ich ja gerne Höhenmeter und das kann ich auch gaaanz ruhig tun! 😉

      Dort oben war etwas lichter und die Trails waren schön zu belaufen. … und genau, im Sommer ist es im Wald kühler, dafür sammel ich bergauf dann meine Schweißperlen. 😛

      Die „Nicht-so-gut-drauf-Phase“ ist noch nicht rum, da ich mir jetzt auch noch in der linken Leistengegend etwas gezerrt habe. Ich versuche aber ruhig und geduldig zu bleiben, mache evtl. mal ein paar Tage Pause. 🙂

      Liebe Grüße Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Spannend, was so alles in deinen Wäldern zu finden ist! Wer stellt da auf dem Lindenberg ein Pavillon hin? Ich nehme an, dass da keine Erklärtafel steht, das hättest du uns bestimmt erzählt.
    Aber super, dass du jetzt eine neue Hügelrunde hast. Das sind ja doch recht viel HM auf 11km, das ist ein super Trainingsgelände.

    Mir passiert das hier in Cape Town dauernd. Gerade letzten Samstag, als wir mit einer „Neu-Läuferin“ rennen waren, entdeckte ich zum ersten Mal den Zusammenhang zwischen zwei Routen, die wir oft laufen. Ich finde es sehr spannend, die Umgebung laufend zu erkunden – besonders in Gegenden, die man meint gut zu kennen.
    Wenn wir zurück in Zürich sind, müsste ich auch öfters aus den gewohnten Bahnen ausbrechen.
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Cape Town!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      spannend kann es sehr wohl sein, aber zum ‚Erbauer‘ steht dort nichts. Kann ja demnächst noch mal speziell danach gucken! 😉

      Es waren nicht so wenige hm, aber die habe ich mir ‚erschlichen‘! 😛
      In Cape Town bist du ja noch nicht solange heimisch, wie ich hier in Südhessen. Von daher ist es schon irgendwie witzig, dass ich so nah dran noch nicht alles kenne. Muss mal weiterforschen, ob sich noch irgendwo solch ein Revier versteckt hat. 😆

      Viel Spaß dann in Zürich für die Entdeckertouren!

      Aus dem sonnigen Eberstadt
      liebe Grüße Manfred

      P.S.: hab heute für Grainau ein Bahnticket gebucht!!! 😉

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  3. Oliver |

    Und ich dachte zuerst du bist auf einem Promitreffen bei Udo in Hamburg 😉 Aber vermutlich haben die beiden Lindenbergs nichts miteinander zu tun?
    Ist doch toll wenn man plötzlich noch neue Pfade entdeckt, mir passiert das selten, aber auch ab und zu. Zumal im Wald echt viele kleine Trampelpfade vorhanden sind, aber manche nur ausserhalb der Vegetationsphase zu erkennen sind. Im Sommer renne ich da dann immer vorbei und find die nicht.
    Klingt jetzt jedenfalls so, als würdest du dem Lindenberg Pavillion öfter mal besuchen, die Strecke hat eine gute Länge und sieht toll aus. Und du bist bald wieder gut drauf 😉
    Liebe Grüße, Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,

      nee, wir haben zwar das Musical ‚Hinterm Horizont‘ vor ein paar Jahren mal in Berlin besucht, aber so weit ich das einschätzen kann, gibt es da keine Gemeinsamkeiten. Der Berg heißt ja schon ewig so … und bei einem Promi-Treffen in Hamburg war ich auch nicht, zumal ich ewig nicht mehr HH besucht habe!

      Mal was Neues zu erkunden macht sogar Spaß! … und gut interpretiert, 😆 ich habe vor, die Gegend ab jetzt immer wieder mal zu berennen! Vor allem die kleinen Trampelpfade haben mir gleich gefallen! 😉 Wenn ich wieder fit bin, ist es eher eine kurze Strecke, aber dadurch immer wieder mal gut einzustreuen!

      Danke, ich nehm dich beim Wort! 😛
      Liebe Grüße Manfred

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  4. ultraistgut |

    Wenn ich deine Gegend betrachte, erinnert sie mich schwer an meine ehemalige Heimat in Rheinland-Pfalz. Auch dort gab es immer wieder Neues zu entdecken – auch per Zufall – und das gefiel mir sehr gut. Auch die Steigungen fand ich – obwohl anstrengend – immer gut. Seitdem ich hier wohne, muss ich weitgehendst auf Steigungen dieser Art verzichten, aber dafür habe ich eine andere auch schöne Landschaft.

    Die Phasen, in denen es nicht so gut läuft, kenne ich natürlich auch, aber wir wissen beide, dass sie zum Glück meist von kurzer Dauer sind, also auf den Körper hören, danach handeln und dann…………………, aber wem sage ich das ?

    Lass es dir gut gehen – die Ostsee lässt grüßen, mild, der kräftige Wind hat nachgelassen, dafür überfallen uns Massen von Touristen – was ist nun besser ??

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      ich glaube auch, dass die Gegenden vom Fränkischen zum Südhessischen und bis rüber in die Pfalz sich mindestens in bestimmten Punkten sehr ähneln! Vielleicht kannst du es aber noch besser beurteilen?

      Es macht zuweilen auch sehr großen Spaß immer wieder mal was Neues zu entdecken! Manchmal sind die kleinen Wege dann etwas anstrengender, da unebener, verwurzelter, oder feuchter und nicht immer ganz flüssig zu laufen. Nur machen sie eben, wie schon geschrieben, großen Spaß!

      Tja, diese Phasen, in denen es nicht so gut läuft … sie gehören natürlich dazu, können aber auch Geduld erfordern, da sie ja eigentlich immer zur falschen Zeit kommen, nämlich gerade dann, wenn es gut läuft! 😛 Jetzt baue ich darauf, dass es nicht so lang dauert, aber in der Hauptblütezeit meiner Allergie, 😆 ist es oft eine Gratwanderung, bzgl. doofer Erreger, die sich draufsetzen können. Da ich gerade hyposensibilisiert werde, also alle 4 Wochen eine Spritze erhalte, hat mein Körper eh doppelt zu ‚arbeiten‘! – Zudem habe ich mir dummerweise die Leistengegend (li.) gezerrt, so dass ich mal lieber noch vorsichtiger abwarte.

      Vielen Dank dir! Lass es auch dir gut ergehen!

      … und weiche der Touris, die die Ostsee überfallen
      liebe Grüße Manfred

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  5. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    soso, da findest du also nach deinen vielen Laufkilometern plötzlich einen neuen Berg in deinem Laufreivier. Das ist ja interessant! Leitet sich der Name denn auch von seinen Bäumen ab? Wenn dort viele Linden stehen, müsste es im Frühling doch ganz betörend duften?

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    • Manfred |

      Liebe Doris,

      angeblich lässt sich wohl der Name von einem Waldstück mit vielen Linden, oder von einer Dorflinde als Versammlungsstätte ableiten. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht darauf geachtet hab, weil ich nicht an den Bergnamen dachte, als ich dort hochlief. Am Pavillion Lindenberg hatte ich auch keine Info gesehen. Erst zuhause habe ich ein bisschen nachlesen können.

      Der Berg selbst war mir nicht neu, aber ich hab nie seine Kuppe erkunden wollen, deshalb auch nie die schönen Pfade entdeckt.

      Den betörenden Duft würde ich sicherlich nicht riechen, da mein Geruchssinn seit meinem Fahrradunfall sehr stark beeinträchtigt ist.

      Ich werde aber jetzt immer wieder mal dort anzutreffen sein.

      Liebe Grüße Manfred

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  6. Volker |

    Erstaunlich, lieber Manfred, da kommt da in Deinem Laufrevier noch plötzlich so ein neuer Berg um die Ecke. Wahrscheinlich ist er Dir bislang nicht weiter aufgefallen, weil er nicht so schön singen kann wie sein Namensvetter.

    Ich finde übrigens, dass der Pavillion durchaus etwas pavillionhaftes hat 🙂

    „Nur“ um die 250 m hohe Berge, ist ja echt flach bei Dir, wo kommen da denn die 18 % Steigung her? 😆

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      ich weiß auch nicht, woher der um die Ecke kam?! Hätte es eine Beschallung von da oben gegeben, wäre er mir bestimmt schön viel früher aufgefallen. … aber ob sein Namensvetter schön singt … ?? 😆

      Klar geht als Pavillon durch, aber Pavillion … da hat der Namensgeber bei der Benennung, oder Beschriftung (?) gepennt.

      Es war kein langer Abschnitt, aber rechne ruhig nach: 21 hm auf eine Strecke von 116 m! So kurz, so spürbar, vor allem bei meiner momentanen Verfassung. 😛

      Wurrrscht! 😆

      Liebe Grüße Manfred

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  7. nido00 |

    Lieber Manfred,
    ja man entdeckt immer mal neue Dinge. Bei mir in Houston bin ich jahrelang durch einen Park gelaufen ohne zu wissen, dass da im Unterholz ein toller Trail war. Erst kurz vor meinem Wegzug habe ich ihn entdeckt, weil es mir jemand erzählt hat. Vom Lindenberg werden wir wohl noch öfter hören.
    18% – da würde ich nicht mal rauf sloggen, sondern sicher gehen. So schlecht kannst du gar nicht drauf sein momentan!
    Liebe Grüße!

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    • Manfred |

      Liebe Roni,

      wenigstens weißt du um den Trail und kannst davon erzählen, bzw. ihn mal wieder laufen, solltest du Houston wieder besuchen. 😉

      Den Lindenberg werde ich bestimmt wieder erwähnen. Allerdings ist das heftigste Stück zwar noch etwas steiler, aber nur sehr kurz. Meine Angaben haben sich dabei auf den Durchschnitt eines knapp 120 m Abschnitts bezogen. Mit zusammenbeißen der Zähne kann man das schaffen. 😉 Es hat also nicht viel mit Fitness zu tun! 😛

      Zu Ostern viele Grüße Manfred

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