Gestern hatte ich eigentlich nur ein kurzes und recht gemütliches Läufchen geplant. So lief ich nach Westen in einen flacheren Waldabschnitt. Dort kann ich meine Schritte und mein Tempo sehr gut kontrollieren. Damit wollte ich dann auch den längeren Trainingslauf vom Sonntag nachbereiten.

Toll ist es, dass ich nach 200 m bis 300 m schon den Waldrand erreicht habe. Nach einem knappen Kilometer muss ich dann zuerst die B3 überqueren, danach die A5, sowie kurz danach die Bahnlinie „unterqueren“. Dann habe ich es endlich geschafft und befinde mich in einem ordentlichen Waldabschnitt, in dem ich mich so richtig austoben kann. Noch ist er viel größer, als dass ich ihn mit meiner momentanen Fitness auch nur annähernd „umfassend“ belaufen könnte.

Da ich eh nicht viel vorhatte, lief ich gleich hinter dem Bahntunnel nach rechts und dann parallel zur Bahnlinie. Dort wollte ich mich für knapp 3 Kilometer tummeln, um nach einer weiteren Brückenquerung in einem Waldstück östlich der B3 wieder nach Süden zurück zu kehren. Noch bevor ich aber besagte Brücke erreicht hatte, kam mir ein Intercity-Zug entgegen. Obwohl er recht schnell fuhr, war er nicht etwa auch schnell vorbei … und je länger es dauerte, desto lauter wurde er. Es wurde so laut, dass ich den Eindruck hatte, mir würden gleich die Ohren wegfliegen. Kurz vor Ende des Zuges hielt ich es nicht mehr aus und musste einfach lauthals dagegen brüllen. Hätte mich ein anderer Läufer begleitet, ich glaube er hätte meinen Schrei noch nicht einmal gehört.

Als dann der „Spuk“ vorbei war, musste ich mich erst einmal schütteln und konnte nur etwas benommen weiterlaufen.

Ich denke, dass ich erst eimal kuriert bin und diesen kleinen, eigentlichen unscheinbaren und schönen, weil naturbelassenen Weg meiden werde. Schade auch, weil ich dort schon manche Tiere beobachten konnte, die vielleicht besser als ich den Rhythmus der Bahn kennen und sich zu entsprechenden Zeiten diesem ohrenbetäubenden Lärm nicht aussetzen.

… und die Kreuzotter, die ich vor einigen wenigen Wochen dort auf dem Weg liegen sah, wird sich wohl wenig von einem solchen Lärm stören lassen! 😉

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Ja, es war ein schöner, weiterer Schritt voran, den ich so früh nicht erwartet hatte.   Da schreibe ich hier gerade vor zwei Tagen von meinen eigenen Vorgaben und Vorhaben; veröffentliche quasi das