Volker hat mich mit seinem Beitrag über die höhere (Oldenburger) Mathematik auf eine Idee gebracht. Ich könnte doch mal erzählen, wie ich bei regenerativen Einheiten unterwegs bin. Hoffentlich kann ich diese (vielleicht schräg empfundenen) Rechenspiele, die ich da unterwegs so „durchführe“ auch gut genug erklären. Die Regeln sind einfach, denn man muss nur mathematische Grundrechenarten beherrschen: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Allerdings ist es ebenso gut die grundlegenden Potenzgesetze zu kennen, wie z. B.: 50=1, oder eben 33=9! – Es gibt eine Einschränkung: man darf jede auf dem Nummernschild entdeckte Ziffer nur einmal pro Rechenoperation verwenden!

Wie ich darauf gekommen bin, weiß ich nicht mehr! Verschiedentlich habe ich ja schon geäußert, dass ich ein Zahlenfreak bin. Darüber darf auch gerne gelächelt werden, da bin ich halt schräg drauf! 😛 Früher behauptete ich sogar, dass ich meine Schüler viel schneller auseinander halten könnte, wenn sie statt mit Namen mit Zahlen anzusprechen wären … ob es denn wirklich so wäre?
Viele empfinden das als unpersönlich, es ist aber nicht „abwertend“ gemeint, sondern entspricht und entspringt nur meiner Fähigkeit, mir Zahlen sehr gut merken und gut mit ihnen umgehen zu können.

Man nehme einen nebelig schönen Winterabend, an dem es uns noch mal raus treibt. Wir wollen aber nicht schnell, sondern eher regenerativ unterwegs sein. Beim Lauf durch die Vorstadtsiedlung schnappen wir einfach das erstbeste Nummerschild auf, wie z. B. DA – ßß 135. (Da es ein fiktives ist, stehen die ß als Platzhalter!) – Jetzt geht es nur darum Rechenoperationen durchzuführen, an deren Ende jeweils eine Zahl der Zahlenreihe von 1 bis 10 stehen soll. Bei dem oben genannten Beispiel müssten die Zahlen 1, 3 und 5 nicht mehr errechnet werden, sondern nur noch die fehlenden Zahlen 2, 4, 6, 7, 8, 9 und 10. – Im Beitragsbild sind die meisten Rechenoperationen aufgeführt. Es fehlt nur die, an deren Ende die 10 stehen soll. Selbst dieses Ergebnis wäre mit diesen Zahlen errechenbar.

Variiert man das Spiel und möchte die Zahlen 0 bis 9 als Ergebnisse erhalten, wäre das mit den oben genannten Ziffern 1, 3 und 5 nicht lösbar. Es gibt keine einfache Rechenoperation mit der man nach oben aufgeführten Regeln eine Null als Ergebnis erhält! (Übrigens sind mit den Ziffern 1, 2 und 3 sogar die Ergebnisse 0 bis 10 errechenbar!) – Genug geschwallt! 👿

Natürlich geht das nicht mit allen 3 oder 4 Ziffern eines Auto-Nummernschildes. Oft bekommt man nur höchstens 7 oder 8 richtige Ergebnisse hin, auch bei Verwendung der erwähnten Potenzgesetze. – Hat man ein „Nummernschild gelöst“, wendet man sich dem nächsten zu, bis es einem zu langweilig wird. Das allerdings kann bei mir recht lange dauern, da ich auch bei diesem so simplen Spiel sehr ausdauernd sein kann.

Bestimmt sind nicht viele von euch so viel mit Zahlen unterwegs, aber jede/r hat doch ihre/seine Eigenheit, mit der ihr euch bei regenerativen Einheiten so „über die Zeit bringt“.

Schon mal die eigenen Gedankenspiele bewusst gemacht?

6 thoughts on “Rechenspiele”

    1. Lieber Volker,
      würdest du überhaupt auf solch „schräge“ Rechenspiele kommen, oder wärst du trotz Autos gar nicht in Gefahr? 😉
      Hab allerdings in letzter Zeit nicht mehr ganz so viel gerechnet. Dafür waren meine Läufe zu kurz! 😛
      Genieße den 4. Advent auch ohne Zahlen! 😀
      LG Manfred

      1. Nein, lieber Manfred, ich würde gar nicht in die Gefahr kommen. Ich hatte eine Zeit lang so eine Neurose meine Schritte zu zählen. Immer wenn ich mir dessen bewußt geworden bin, habe ich das abgebrochen und bin froh es hoffentlich für immer los zu sein 🙂

        Ich wünsche Dir auch einen schönen Adventsabend, mit oder ohne Zahlen, ganz nach Belieben 🙂

        LG Volker

        1. Lieber Volker,
          danke den schönen Adventsabend wünsche ich dir auch, wenn auch nicht mehr so viel dran ist!
          Heute abend auch ohne Zahlen; heute nachmittag war es nicht ganz ohne. Mich hatte es als Läufer mal wieder in ein Fußball-Stadion verschlagen. Ich habe mir das Spiel der Darmstädter Lilien gegen die Bayern angesehen. Blamable Leistung der „großen“ Bayern! 🙄
          Jetzt, da du deinem Jahresziel so nahe bist, bleibst du bestimmt auch von Neurosen verschont! 😉
          LG Manfred

  1. Lieber Manfred,
    ich bin ja auch eher der Zahlenfreak, also Namen sind bei mir leider auch immer wieder ganz schnell weg. Allerdings kann ich mir Zahlen auch nicht merken, es sei denn, ich habe sie schon mal auf der Tastatur getippt (fotografisches Gedächtnis).
    Deshalb bin ich auch so ein Soduko Freak. Ich schaue mir ein Sodoku an und erkenne welche Zahl wohin gehört.
    Aber Rechenaufgaben während regenerativer Einheiten habe ich bisher noch nicht gemacht. Aber ich werde das natürlich ausprobieren …
    Was ich sonst so während dieser Einheiten so denke ….
    Hm, meistens denke ich über ein Programmtechnisches Problem nach. Also quasi über die Arbeit. Irgendein Bug oder ein Problem, welches noch zu lösen ist. Und weitab vom Rechner, irgendwo im Wald im Hunsrück findet sich die Lösung meistens von ganz alleine. Der Abstand ermöglicht oft einen Blick auf das große Ganze und dann werden manchmal Zusammenhänge klar, die man bis dato nicht erkannt hat.
    Ich liebe es! Es gibt nichts produktiveres für meinen Kopf als Laufen 😆
    Liebe Grüße
    Helge

    1. Liebe Helge,
      wenn du definitiv mal mein Rechenspiel ausprobiert hast, bitte ich dich mir mal davon zu berichten! 😉
      Ja, beim Laufen löst sich so einiges, auch so manches Problem mit Schülern. Es lässt sich aber auch die Praxis gut vorbereiten. Oft fallen mir tolle Möglichkeiten für die Sport-Praxis im Wald ein.
      LG Manfred

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