Rucksack – ja oder nein?

Von in 2020 22 Kommentare ,

Da wir über das Stadium hinaus sind (s. Beitragsbild links), kann man hoffentlich bald mal wieder was planen! 🙄

… und hoffentlich bleibt es erstmal so! 😳

Da kam ich durch eine Frage von Catrina auf die Idee, mich mal wieder um meine Ausrüstung „zu kümmern“.

Die Frage im Titel stellt sich nur nicht für Läufe im (Hoch)Gebirge. Wer dabei sein will, muss eine Pflichtausrüstung mitführen. Ohne Rucksack geht da nix und wer keinen Rucksack mag, muss verzichten, oder das Tragen eines Rucksacks üben. 😉

Ich trage seit mind. 12 Jahren immer wieder mal einen Rucksack. Damals bin ich zu unserem Lauftreff gelaufen. Wir setzten uns oft nach dem Lauf noch auf die Terrasse des TU-Bistros. Sammelpunkt ist ein Uni-Parkplatz. Die Kooperation funktioniert seit Jahrzehnten … das Bistro ist gleich nebenan … und hat abends lange geöffnet! 🙂

Um trockene „Klamotten“ dabei zu haben, gewöhnte ich mir das Rucksacktragen an.

Erst hatte ich einen einfachen noch recht schweren Rucksack auf (Ur-Generation von Camelbak), dann profitierte ich von einem Trinkrucksack, der als „Goodie“ beim ersten ZUT im Starterset war. Ein Mitstreiter trug ihn beim ZUT 2012:

Seit der hin ist („Papa, schmeiß den endlich mal weg, der sieht ja inzwischen potthässlich aus!“), nutze ich einen einfachen, aber leichten Rucksack, den ich ausschließlich zum Klamottentransport trage!

Sein Nachteil, er ist sehr flexibel und dadurch schwer zu bepacken, da er leicht in sich zusammenfällt. Aber er ist schön leicht und hat ein Fassungsvermögen von 10-12 l.

Meine Favoriten sind aber Rucksäcke, die vorne noch Taschen haben, also in Westenform, oder mit breiteren Trägern. Da hat man ein paar Dinge schnell zur Hand, ohne hinten an den Rucksack ran zu müssen. Manche stecken vorne Trinkflaschen rein, sogenannte Flasks, ich trinke lieber aus dem Schlauch. Und so groß müssen sie nicht mehr sein, da die Ausrüstung „nix mehr“ wiegt und sehr klein verpackt werden kann.

Mein 1. Rucksack für Gebirgsläufe war von Raidlight. Ulrich fotografierte mich beim ZUT von hinten:

Für heutige Verhältnisse ist der riesig. Er fasst 14 l … ich weiß gar nicht mehr, was ich da alles eingepackt hatte, nur um mal einen Tagesausflug zu machen. – Naja, der Ausflug ging über 101 km und dauerte bei 5400 hm nur so um die 20 Stunden 😛 … aber muss man da gleich so ein riesiges Ding mitschleppen? 😆

Nö, aus heutiger Sicht nicht! – Danach trug ich auch den Nachfolger, eben eine dieser Rucksackwesten:

   

Leider sind auf den Fotos nicht alle Details zu erkennen, aber sie reichen hoffentlich, um sich eine Vorstellung machen zu können! – Da auch diese 1. Rucksackweste in die Jahre gekommen ist, habe ich mir letztes Jahr Ersatz besorgt. Noch existiert die Salomon-Weste, aber das nächste Mal werde ich wohl für einen Gebirgslauf den neueren von Montane (10 l) schultern.

   

Ausprobiert habe ich ihn schon und er sitzt ebenso gut, wie er mir gefällt! 😉

Für die nähere Umgebung und meine kürzeren Ausflüge hier vor Ort, reicht aber ein viel kleinerer Rucksack. Für solche Läufe sitzt dann ein sehr leichter und entsprechend kleinerer Trinkrucksack auf den Schultern.

   

Dieser Dynafit ist wirklich federleicht, fasst 3 l und muss ja nur meinen Trinkbeutel aufnehmen … naja, noch ein (Maurten)Gel, evtl. ein Oat-King, ne Mini-Geldbörse, ne (Lese)Brille und mein Handy! – Ob für längere Trainingsläufe, oder aber für Trailläufe, die z. B. Stephan und Abdel vom Läuferherz anbieten, dieser kleine Rucksack tut dann sehr gute Dienste!

… und im Sommer ist er fast schon Pflicht, zumal man bei den warmen Sommern nicht mehr wissen kann, ob die Brunnen im Wald immer Wasser führen werden.

So, jetzt wisst ihr, wen ihr hier mit Rucksack antreffen könnt, solltet ihr mal in der Nähe sein und so durch unsere Wälder streifen! – Auf gar keinen Fall ist der Beitrag aber werbend gemeint und kostet die Hersteller auch nicht einen Cent! 😆

22 Kommentare

  1. Volker |

    Lieber Manfred,

    da hast Du ja etwas Ausfall an Rücksäcken. Aber sogar ich habe zwei davon. Allerdings einen in Oldenburg und einen in Berlin.

    Mich stören Rucksäcke beim Laufen überhaupt nicht. Allerdings fehlt mir auch eine 20 stündige Erfahrung damit 😛

    Cool, dass es diese praktischen Teile gibt und Läufe deswegen nicht an fehlender Ausrüstung oder Verpflegung scheitern müssen.

    LG Volker

    Antworten
      • Manfred |

        Lieber Volker,

        wenn man nicht alles im Überblick behält! 😉 … so habe ich auf ersteres reagiert.

        Ooch ejal, weest ja, wie icks meene! 😉

        Auswahl ist schon sehr groß inzwischen! 😆

        LG Manfred

        Antworten
    • Manfred |

      Lieber Volker,

      aach, so viel Ausfall ist das gar nicht. Wenn man bedenkt, dass ich schon über ein Jahrzehnt mit solchen Rückenwärmern unterwegs bin … und manchmal sogar 3 x in der Woche, wenn letzteres auch seltener vorkam!

      Ich hab mir die Teile zunutzbar gemacht, schätze die Vorteile und sehe weniger die Nachteile!

      LG Manfred

      Antworten
  2. Anna |

    Lieber Manfred,
    auch ich laufe fast ausschließlich mit Rucksack und Trinkbeutel. Das ist absolut eine Gewohnheitssache, wie der Gurt beim Autofahren. Ohne fühle ich mich nicht sicher und ohne Rucksack komme ich mich mittlerweile komisch vor… 😜 Meist laufe ich mit einem sehr kleinen einfachen CamelBack-Rucksack aber diese Salomonweste hatte ich auch schon und für längere Bergläufe sind Westen mit Taschen vorne einfach super! Leider sind die Reißverschlüsse vorne irgendwann vom Schweiß kaputt gewesen und es wäre an der Zeit, dass ich mir eine neue zulege 😉
    Liebe Grüße Anna

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Anna,

      da freut uns, dass wir uns so gut ausrüsten können. Die Gewöhnung kommt von selbst! Obwohl ich die flachen und kurzen Läufe bis 15/18 km eigentlich ohne Rucksack laufe!

      Den kürzeren Lauf zu unserer Burg Frankenstein (12 km) konnte ich bisher auch immer ohne laufen, da im Burghof ein WC offen war. Das ist jetzt leider nicht mehr so! 😥 …aber, wir wissen uns zu helfen! 😉

      Tja, leider ist nichts ewig haltbar, deswegen habe ich schon vorgesorgt!

      LG Manfred

      Antworten
  3. Catrina |

    Lieber Manfred
    VIELEN DANK für diesen Beitrag!!!
    Alle schwärmen von der Salomon Rucksackweste, diese scheint auch wirklich sehr praktisch zu sein mit den Taschen vorne. Wer will schon anhalten und sein Rucksack unterwegs auspacken?
    Montane kenne ich nicht – sieht aber auch gut aus. 10 L ist wirklich gross genug. Ich trage lieber kleine Flaschen (aus weichem Plastik) vorne anstatt einen Trinksack mit Schlauch, und dafür scheint die Montane-Weste auch gut zu sein. Ich habe jetzt gerade nachgeschaut, preislich scheint zwischen den beiden Marken kein grosser Unterschied zu sein. Am besten gehe ich ins Geschäft und probiere mal beide Marken an!
    Am Pfingstmontag muss ich meinen alten Rucksack hervorholen, da wir in die Hügel rennen werden. Den habe ich mal von einem Lauf bekommen und er ist wirklich nicht professionell. Zeit für eine neue Rucksack-Weste! ;-))
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Zürich!

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      bitte gerne!

      Habe mir dadurch selbst mal einen Überblick verschafft! 😉

      Der Montane ist ein richtig schön leichter Rucksack, schließt vorne nicht ganz so „eng“, wie der Salomon und ist daher im Hochsommer etwas angenehmer. Der Salomon „hält“ dafür bei Läufen im kalten Herbst und Winter wärmer! Da brauche ich dann keine Jacke mehr! 🙂 Ansonsten nehmen sie sich wirklich nichts mehr.

      Dann probier mal deinen „Alten“ an Pfingstmontag und wenn du dann im Laden einen neueren schulterst hast du einen guten Vergleich!

      Aus dem sonnigen Darmstadt LG Manfred

      Antworten
  4. nido00 |

    Hallo Manfred,
    ich bin ja auch bekennende Rucksackträgerin, da ich immer gerne Wasser dabei habe. Ich habe allerdings nur zwei Laufwesten, eine klein und eine grosse. Die kleine von UD ist fürs tägliche Laufen und der grosse für Rennen wo man viel mitschleppen muss (SMD da geht bis zu 30 Liter rein.) Taschen vorne sind für mich ein Muss. Aber ich habe auch lieber die Trinkblase als die Flaschen vorne auf der Brust.
    Ausser Wasser sind in meinem kleinen Rucksack auch Standard Klopapier, Pflaster, Schmiermittel gegen Scheuern und Bargeld drinnen. Je nach Wetter und Tageszeit, steck ich auch mal ne Regenjacke, Mütze oder Taschenlampe ein. Was man halt unterwegs so braucht.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Roni,

      na, du hast ja auch viel Erfahrung … und ähnliche wie ich! … sogar ähnliche Vorlieben! 😉

      Manches Teil der Grundausstattung kann man auch im Rucksack belassen, dann fehlt nix, wenn man wieder loszieht! Sehr gut! – Ich hab vielleicht nicht ganz so regelmäßig einen Rucksack auf, aber was die Ausstattung angeht ja viel Erfahrung. In der Regel vergesse ich auch nichts!

      Bei wichtigen und richtigen Event wird halt einfach die Packliste abgearbeitet!

      So far! – Machs gut und
      LG Manfred

      Antworten
  5. ultraistgut |

    Lieber Manfred,wie bereits geschrieben, habe und hatte ich mit Rucksäcken noch nie was am Hut,weil ich sie auch nicht brauchte, auf allen Läufen immer gut durch Dritte versorgt.

    So eine Weste kann ich mir dann schon eher vorstellen, ich glaube, das könnte mir dann gefallen. Also habe ich beschlossen, ich werde mich mal auf den Weg machen in deine Region und hoffen, dass ich dich dann dort treffe !!😂

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      oh, du kommst mich besuchen? Wie schön! 😉

      Aber nicht etwas kaufen und sagen, der Manfred hat es empfohlen und nachher gefällt es dir nicht! 😆

      Oder willste hierher laufen, dann brauchste solch ein „Teil“ ja schon vorher! 😉

      LG Manfred

      Antworten
  6. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    da hast du ja ein ganzes Sammelsurium an Rucksäcken zusammengetragen! Nicht schlecht. 🙂
    Ich verwende einen Rucksack eigentlich nur, wenn ich zur Arbeit oder zum Schwimmen laufe, weil ich da immer verschiedenes Zeugs mitschleppen muss. Sonst am liebsten ohne. Zum längeren Wandern nehme ich dann schon einen mit, besonders wenn ich mich dort gar nicht auskenne und nicht sicher bin, ob es einen Bach oder Brunnen gibt. 😀

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Doris,

      ja, irgendwie haben die sich angesammelt … weiß gar nicht wie! 😉 … und viele flache Läufe mache ich ja auch ohne!

      Unerfahren bist du allerdings auch nicht, wenn deine „Rucksack-Ereignisse“ auch noch ausgewähltere Ereignisse sind. … und für deine Schwimmereien brauchst du halt verschiedenes Zeugs! 🙂

      Viel Spaß dabei und
      LG Manfred

      Antworten
  7. Oliver |

    Lieber Manfred, ich nenne zwei leichte Salomon Laufwesten mein eigen (3L und 8L) für längere Läufe und hab mir dann noch einen superleichten 12L Raidlight Rucksack zugelegt um Wechselklamotten beim parkrun dabei zu haben. Aber nix mit Trinkblase oder so, wenn dann kommen diese Softflasks mit auf Tour. Allerdings bin ich ja kein Gebirgsläufer, damit kennst du dich besser aus.
    Als Minimalist versuche ich ohne Rucksack auszukommen, aber für den Fall der Fälle hab ich was ich brauche 🙂
    LG Oliver

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Oliver,

      für einen Minimalisten hast du doch immerhin auch 3 zur Auswahl! … und was Trockenes für den Parkrun zu haben ist bestimmt eine gute Option. So ähnlich „fing es bei mir auch an“! 😉

      Aber meine flachen und kürzeren Läufe will ich auch befreit laufen können! 😆

      Du kannst gerne mal mitkommen ins Gebirge … must aber Geduld mitbringen! 😛

      LG Manfred

      Antworten
  8. ultraistgut |

    Klar, wenn schon, denn schon, die paar Kilometer von hier oben nach Hessen, dann lasse ich mich noch von meinem erprobten Betreuer mit dem Fahrrad begleiten, übernachte eventuell unterwegs – und dann – zieh dich warm an, schon mal was von Ultraläuferinnen gehört, gelesen ? 😊

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      gehört habe ich schon von den Ultraläuferinnen … die sollen auch ganz gut unterwegs sein! 😉

      Laut Internet sind das doch nur knapp 600 km … immerhin sparste ca. 100 km gegenüber der Autoroute! 🙂

      LG Manfred

      Antworten
  9. Elke |

    Lieber Manfred,
    wow, Du bist aber für alle Lebenslagen bestens gerüstet! Aber bei so einem Viel-Läufer wie Du es bist, lohnt sich das sicher. Danke für Deine Erfahrungen. Ich habe ja nur einen 10-EUR-Rucksack vom Discounter, innen habe ich eine teure Doppelkammertrinkblase. Trägt sich perfekt. Ich hasse es, wenn einem an der Taille solche Flaschenhalter baumeln und versuche, immer ohne auszukommen.
    Liebe Grüße
    Elke

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Elke,

      bitte gerne! 😉

      Ob ich allerdings für alle Lebenslagen … ? 😛

      Wenn dein Rucksack gut sitzt, ist es doch wurscht 😆 woher du ihn hast … und wie teuer er war! 😉

      Anfangs hatte ich auch mit den sogenannten Trinkgürteln experimentiert, nie war ich aber wirklich so zufrieden, wie mit Rucksack. Allerdings laufe ich … momentan eh nur kurz … die kürzeren Läufe „oben ohne“ (was auf dem Rücken)!

      LG Manfred

      Antworten
  10. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    im Gebirge oder bei längeren Läufen immer nur mit Rucksack. Ich habe auch mehrere und mich stören die auch gar nicht.
    Und beim Radfahren habe ich auch einen dabei wenn es länger wird. Weil mein MTB hat nur einen Flaschenhalter. Da muss die Trinkblase mit 🙂
    Meine Rucksäcke sind auch fast alle Rad- und Laufgeeignet.
    Eine sehr coole Erfindung ist das mit den kleinen leichten Trinkrucksäcken.
    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Helge,

      zuerst finde ich, Rucksäcke sind an sich schon eine tolle Erfindung. Und dann war ich so froh, dass meine Experimentiererei mit Radflaschen in der Hand und Trinkgürtel endlich um war und die Trinkrucksäcke immer leichter wurden! TOLL!

      Wie umständlich war das alles vorher und die ersten Rucksäcke waren noch soo schwer! 😉

      Also lange Läufe und erst Recht im Gebirge … nie mehr ohne!

      LG Manfred

      Antworten

Und, was denkst du?