Ersatz?

Von in 2018 15 Kommentare , , ,

Keine Angst, ich will das Laufen nicht durch irgend eine andere Sportart, oder ein anderes Hobby ersetzen! 😆

Aber vielleicht kann man im Training so variieren, dass man z. B. Trainingsläufe gegeneinander „austauscht“?
Wenn man z. B. keine Bahnsprints mag, also keine Intervall-Trainingseinheiten im klassischen Sinne bevorzugt, dann kann man ja auch in den Wald ausweichen und ein sinnvolles Fartlek (Ursprung in Schweden), zu deutsch Fahrtspiel, durchführen!

Aber gilt das auch für die langen Läufe in der Vorbereitung eines Marathons? – Man tausche die ganz langen Kanten durch einen nicht ganz so langen Lauf aus, der aber mit ordentlich vielen Höhenmetern gespickt ist?

Am Sonntag bin ich schon mit „dicken“ Oberschenkeln aufgestanden. Da stimmte was nicht, zumal ich 2 Tage Pause hatte. Dann erwartete uns auch wieder ein recht heißer Tag mit „ordentlicher“ Luftfeuchte! Unter diesen Voraussetzungen hatte ich keinen Bock auf was richtig Langes im Flachen. Da würde hier einiges der Strecke nur im „Halbschatten“ liegen, oder gar nicht vor der Sonne geschützt sein! 😳

Was tun? 🙄

Die Frage stellte sich mir aber nicht wirklich. Bei schon 25 Grad ging es nach einem kurzen Anlauf ab in den Wald und hoch in Richtung „meiner“ Burg! Die Höhenmeter waren mir schnurz, Hauptsache Wald und weiter oben ein kleines Lüftchen mit leicht geringeren Temperaturen.

 
 

Auswahl an Wegen hatte ich genug. Auch hätte ich quer laufen können im lichten Baumbestand weiter oben, quasi auf dem „Kamm“! (4. Bild) – Es wurde ein schöner Lauf, den ich im ruhigen Tempo begann, dafür aber in diesem Tempo fast durchgängig laufen konnte. Nach einem kurzen Stop im Burghof, lief ich nach Süden weiter in Richtung Burg Tannenberg. Diesmal ging es in südlicher Richtung noch vorbei an der Ernst-Ludwigs-Hütte.

Auf diesem Abschnitt nach Süden half ich einer Wanderin wieder auf den rechten Weg. Sie hatte sich verfranzt! Irgendwann machte ich dann kehrt und lief auf leicht verändertem Weg zurück.

Zum Schluss waren es 21 km in ruhigen 145 Min., dafür aber mit gut 560 hm gespickt.

Am Montag beim Lauftreff hatte ich die ehrenvolle Aufgabe Einsteiger auf einer schönen Strecke durch den Wald zu führen. Für mich war es erholsam, da wir nur gut 6 km in einer Stunde liefen. – So verschwand ich am Dienstag, nachdem ich meine Frau begleitet hatte, gleich wieder im Wald in Richtung Burg. Diesmal drehte ich oben eine kürzere Runde. Ich wollte aber nochmal belasten, da der Mittwoch auch ohne Lauf ausgebucht war.

Meine 17 km in 113 Min. hatten diesmal aber nur in etwa 300 hm.

Im Anschluss an diese „Doppelbelastung“ bilde ich mir jetzt ein, dass auch ein so geartetes Training mich für Berlin fit macht! 😛

15 Kommentare

  1. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    mir hat ein mein Trainer mal gesagt, das mehrere kurze Läufe besser sind, als ein richtig langer Lauf. Und das man pro 100 HM einen Km mehr gelaufen ist. 😆
    Also bist du ja nicht 21 km, sondern 26,5 km gelaufen (wenn es flach gewesen wäre 🙂 )
    Ich denke, du hast alles richtig gemacht.
    Du wirst fit sein für Berlin 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      danke für die Rückmeldung … und dafür, dass du an mich glaubst! 😆
      Es kommt allerdings auch darauf an, wie kurz die Kurzen sind. So ein bisschen spielt ja auch die Fettverbrennung eine Rolle und die trainiere ich nicht ausreichend, wenn ich nur 5 – 10 km liefe! 😉
      Bei den Höhenmetern spielen u. a. sicherlich auch Tempo und „Neigungswinkel“ eine Rolle. Wenn ich nur noch wandern könnte … 😛

      Aber so viel wollte ich gar nicht thoeretisieren, deshalb habe ich für mich auch beschlossen, dass ich gut für Berlin vorbereitet sein werde! 😛

      LG Manfred

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      • Helge Orlt |

        Lieber Manfred,
        da hast du natürlich recht, es muss schon in Vorbereitung auf einen Marathon auch was länger sein.
        Ich bin letzten Sonntag 22 km mit 1900 HM gelaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, das geht schon als ganz langer Lauf durch, oder?
        Und meine Uhr sagt mir, das ich aber sowas von im Fettverbrennungsmodus war … 😆
        Ich bin mir ganz sicher, das du das mit dem Berlin Marathon sehr gut meistern wirst. 🙂
        Liebe Grüße
        Helge

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        • Manfred |

          Liebe Helge,
          uups, habe ich da nicht aufgepasst und du hast was im Gebirge gemacht? – 1900 hm? 😳
          Das geht bei 22 km natürlich und erst recht als langer Lauf durch! 😆
          Sowas von im Fettverbrennungsmodus … da ist ja jetzt nix mehr an dir dran! 😛
          LG Manfred

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  2. Anna |

    Lieber Manfred,
    den „gleichen“ Lauf wie Du am Sonntag gemacht hast, habe ich am Montag gemacht… zumindest fast. 20 km über 590 Hm in ruhigen 148 Min 🤪 schön wars…
    Ich laufe ja meist mit Höhenmeter und ich kenne die Theorie von Helges Trainer schon 😊 Trotzdem habe ich das Gefühl, dass man die Kilometer trainieren muss um sie laufen zu können… Meiner Erfahrung nach ersetzen die Höhenmeter die fehlenden Kilometer leider nicht so sehr wie man es sich wünschen könnte.
    Liebe Grüße aus den regnerischen Bergen

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    • Manfred |

      Liebe Anne,
      grundsätzlich sind mir all diese Zusammenhänge bekannt und bewusst, aber meine „Alternative“ 😉 macht mir halt mehr Spaß! – Was es aber schult ist Durchhaltewillen und Ermüdungswiderstandsfähigkeit.
      Grüße zurück in die (geliebten) Berge.
      Bzgl. Regen meinte gestern ein ehemaliger Kollege zu mir: Regen ist für unsere Region abgeschafft worden. Auf den Wetterkarten würde der Regen immer nur außen herum aufgezeigt werden. 😥
      Ich hoffe trotzdem noch auf einen Wetterumschwung. Gestern waren es wieder 33 Grad und im Moment sind es auch 31 Grad! … und das alles immer bei recht hoher Luftfeuchtigkeit! 😥
      LG Manfred

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  3. Christian |

    Lieber Manfred,

    ich denke nicht, dass die Höhenmeter die langen Läufe ersetzen, denn der Sinn des langen Laufs ist ja unter anderem, den Fettstoffwechsel anzukurbeln bzw. nutzbar zu machen…bei Höhenmetern werden wohl doch eher die Kohlenhydrate dran glauben müssen 😉
    Allerdings denke ich nicht, dass Du Dir Sorgen machen musst, denn Du hast ja eine immense Grundlage, die wird dir schon helfen

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      genau deswegen war es auch eher eine rhetorische Frage.
      Auf die Fettverbrennung bin ich ja selbst schon in meiner Antwort auf den ersten Kommentar von Helge eingegangen. Das ist demnach schon bewusst! 😉
      Aber meine „halblangen“ Läufe in die Höhe machen mir halt mehr Spaß, als die ganz ganz langen, flachen Dinger!

      … und dann hoffe ich auf meine Ermüdungswiderstandsfähigkeit, gepaart mit meiner Erfahrung!

      Salut

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  4. ultraistgut |

    Lieber Manfred, ich schließe mich den Worten Christians an – voll und ganz – und bin ebenso der Meinung, dass du den Marathon schaffen wirst, mache dir nicht so viele Gedanken, laufe, wie es geht, früher habe ich zur Vorbereitung maximal 3 30-er gelaufen und mich ständig trotzdem verbessert. Ich bin einfach so gelaufen, wie mir danach war – das tue ich heute noch – und es hat immer hingehauen, wie gesagt – sogar mit Bestzeiten.

    Darum – du kriegst das hin, wie du schreibst mit “ meiner Ermüdungswiderstandsfähigkeit, gepaart mit meiner Erfahrung „.

    Don’t worry, be happy !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      danke, dass du an mich glaubst! 😉
      Sich ein wenig Gedanken machen lässt einen immerhin nicht übermütig werden. Allerdings bin ich – als Optimist recht zuversichtlich!
      LG Manfred

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  5. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    also ich finde du hast doch schon den „Langen“ durch deinen „Schattigen“ ersetzt! Wozu dann noch die Frage?? 😉

    Aber jetzt mal im Ernst – wie du ja selbst weißt, haben die langen Läufe wohl ihren Sinn in der Marathonvorbereitung, aber gelegentlich mal ein wenig Kreativität in der Trainingsplangestaltung halte ich für sehr gesund! 😀

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      bzgl. der Häufung der ganz Langen und überhaupt und so 😉 gibt es schon differierende Meinungen. Allerdings ist es für uns „Freizeitsportler“ schon gut uns an die Langen zu gewöhnen. Auch für die Psyche, denn diese Strecken werden ja vorrangig „mit dem Kopf“ gelaufen. Diesen Prozess habe ich ja „hinter“ mir und da ich mich nicht verbessern will und weiß, dass ich es packe, habe ich auch keine Angst! 😛
      Aber danke dafür, dass du an mich glaubst, was ich deiner Frage „Wozu dann noch die Frage??“ für mich ableite! 😉
      LG Manfred

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  6. Volker |

    Tja, lieber Manfred, mir fehlen jegliche Erfahrungswerte ob man Kilometer durch Höhenmeter ersetzen kann 😆 Deshalb bleibt mir auch nichts anders übrig als die Kilometer zu sammeln. Ich frage mich nur, welches Fett wir verbrennen wollen? 😀

    Ich find es aber cool, dass bei Dir als alten Hasen Deine Gedanken doch soviel um Berlin kreisen. Kannst Du Dir vorstellen wie nervös ich Frischling schon so langsam werde 🙂

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      naja, ab und zu kreisen die Gedanken und hier kann ich es ja äußern. Richtig nervös bin ich nicht und werde es wahrscheinlich auch nicht, aber so einen gewissen „Vorstartzustand“ werde ich schon erreichen! 😆
      Und wenn, ist doch auch nicht schlimm! 😛 Früher habe ich nur ab und an lange Läufe gemacht. Dieses hatte ich „nur“ den Rennsteig-Marathon und den einen 30er. Nicht böse … aber für 4:30 Std. sollte es reichen! 🙂

      Kilometer und Höhenmeter „tauschen“ … dazu hat es ja hier viele gute Kommentare gegeben (s. Christian)!
      LG Manfred

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Und, was denkst du?