ankommen

Von in 2020 12 Kommentare , , , ,

… im eigenen Lauf ankommen?

Hattest du schon mal einen solch schrägen Gedanken?
Du bist selbst noch nicht in deinem Lauf angekommen?

Montag hatte ich diesen absurden Gedanken. In der Woche zuvor hatte ich mal wieder den schönen Wochenumfang von 60 km. Dann brachte das Wochenende einiges mit sich, aber auch 2 Pausentage. Das ist ja an sich kein Problem … es verunsicherte mich nur (noch mehr). Hatte ich doch in den letzten Wochen immer wieder einmal diese müden Oberschenkel, vor allem auf der Vorderseite.

Verspannt war ich bestimmt, da ich in der C-Zeit so viel vor dem und am PC zu erledigen hatte. … ja ich weiß, Stehpult! – Hatten wir aber schon, ich hab keinen Platz! – Nur … diese Verspannungen konnten das alleine nicht hinkriegen … naja, ich kenne doch meinen speziellen Freund, sein Spitzname ist Fe!

Hier hat er sogar Platz & Nummer erhalten! 😛

Zwischendurch schien es schon zu greifen, dass ich meinem Freund unter die Arme griff! … aber so richtig gut war es bislang noch nicht! – Genau auch deshalb war ich so verunsichert!

Montag wollte ich aber raus … und ich hatte sogar eine Lücke entdeckt, die es mir ermöglichte am Spätvormittag loszuziehen! Ich startete langsam und wollte eigentlich auch einen ruhigen und genussvollen Lauf absolvieren!

Der 1. km, das könnt ihr doch bestätigen, war mit ner 6:46 eine gemütliche Sache! Gaaanz langsam lief ich mich warm, aber ich steckte irgendwie noch nicht in dem Lauf 😆 es war noch nicht meiner!

So als wollte ich durch so ein ominöses Tor einen Abhang hinauf laufen, aber ich steckte fest! Zum Glück blieb ich geduldig, lief langsam weiter, blieb immer noch geduldig und lief nicht mehr ganz so langsam weiter, blieb aber immer noch geduldig! … und was soll ich sagen, plötzlich war ich drin im Lauf. Es schnurrte! 😆

Kontinuierlich hatte ich mein Tempo erhöht, bis es mein Lauf geworden war. Ein Kilometer nach dem anderen flog nur so dahin … naja, was man so fliegen in meinem Alter nennen darf! 😛 Ich lief nicht ganz im Flow, aber zwischendurch war ich dann doch mal weg! 😉 Zum Schluss wachte ich wieder auf! Da musste ich mich ein klein bisschen mehr anstrengen. Mein schnellster Kilometer mit ner 4:56 lag hinter mir. Danach hatte ich etwas Tempo rausgenommen, wollte doch auf Elke hören und nicht gleich wieder übertreiben! 😉

Es wurde ein herrlicher Lauf über 16 km mit 85 hm in 88 Minuten! … und wenn es keine Eintagsfliege war, kann ich mich wieder mal anderen anschließen und dem virtuellen ZUT ganz entspannt entgegen sehen! 😎

12 Kommentare

  1. nido00 |

    Lieber Manfred,
    ja das kenne ich nur allzu gut. Ich bin kein Morgenmensch, laufe aber aufgrund des Wetters am frühen Morgen. Heute wieder: erste zehn Minuten – laufen ist unmenschlich und eigentlich gar nicht möglich, zwanzig Minuten – alles ist so wattig im Kopf ich hoffe ich kann mich konzentrieren und die Beine weiter bewegen, dreissig Minuten kleine Wattenwolkenlöcher tun sich auf im Kopf – vielleicht könnte das ja ganz nett sein das Laufen, vierzig Minuten es läuft, ich bin angekommen. Am Ende war ich bergrauf gar schneller als am Anfang berg runter!
    60 Wochenkm hast du schon wieder erreicht. Sehr gut! Und danke an die Fe Erinnerung.
    Liebe Grüße!

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    • Manfred |

      Liebe Roni,

      danke, auch gut beschrieben!

      Langsam reinfinden und später ist es dann „doch“ ein ganz guter Lauf! Das ist vielleicht auch das „Schicksal“ von uns Lang-, bzw. Ultralangstreckenläufern. 🙂

      Wattig trifft es für so manche Läufe auch ganz gut … und dann tun sich kleine „Wattewolkenlöcher“ auf! 🙂

      Gern geschehen!

      LG übern großen Teich! Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Das ist doch eine gute Sache, wenn man nach den ersten Kilometern im Lauf ankommt! Erst muss der Motor warmlaufen 😉
    Schöne 16km soger mit einem sub-5er Kilometer. Super! Da kann der virtuelle Ultraltrail kommen. Der fängt ja schon dieses Wochenende an!
    Ich mache diese Woche Selbstversuche mit Herzfrequenztraining. Klappt noch nicht so richtig – ich versuche es heute nochmals.
    Übrigens hatte ich das Shirt 361° zum ersten Mal an! Super! Nochmals herzlichen Dank!!
    Liebe Grüsse aus dem kühlen Zürich!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      das mit dem Warmwerden stimmt, dauert aber manchmal 7 bis 8 km und ist dann nicht immer so „erfolgreich“! 😉

      Ja, das „virtuelle Dingens“ fängt am Sonntag an. Mal gucken, wie es mit ergehen wird, weiß aber immer noch nicht so recht was ich davon halten soll. Vielleicht wird es aber ganz schön!?

      Herzfrequenz gesteuertes Training habe ich nie gemacht. „Musst“ dann mal erzählen, wie es dir ergeht, oder ergangen ist.

      Oh toll, dass dir das Shirt gefällt! Weiterhin viel Spaß … generell bei unserem schönen Hobby!

      Aus dem trüben, teils verregneten Darmstadt
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Tja, mein lieber Manfred, was soll ich dazu sagen, alles, was ich in der letzten Zeit hier so gelesen habe, hört sich sehr gut an, du bist mit dir zufrieden – kannst du ja auch – es läuft.

    Das mit dem Fliegen kommt mir sehr bekannt vor, ich glaube nicht, dass es eine Frage des Alters ist,ich bin ja auch keine 18 mehr – und auch mir gelingt es immer wieder. Viele älter gewordene Läufer trauern dem nach, was sie früher einmal alles konnten, erlaufen haben, ich gebe mich damit zufrieden, was ich jetzt kann, wer weiß, wie es weitergeht !

    In diesem Sinne……..wir haben seit Tagen Sonne pur …..wie kommt das wohl, dass es bei euch trüb und verregnet ist, warst du etwa nicht brav ….oder sooooooooooooooooooo ? 😉

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      gerade lese ich deine Frage, ob ich brav war und schon kommt die Sonne raus. Ganz traut sie sich zwar noch nicht, vielleicht auch, weil ich in ihren Augen zu faul bin, muss ich doch Virus bedingt nicht allzu oft „an der Penne aufschlagen“!

      Aber, warum sollte ihr nicht auch mal mehr Sonne abbekommen, als wir! – Gern geschehen! 😉

      Manchmal bin ich durchaus noch recht flott unterwegs, aber alten Zeiten trauere ich nicht nach! In Erinnerungen schwelgen darf man ja. … nur beim Beitrag schreiben war ich nicht sicher, wo die Mindestgeschwindigkeit für eine Flugeinlage liegt! 😛

      An die See
      LG Manfred

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  4. Volker |

    Lieber Manfred,

    ich finde den Gedanken nicht sonderlich schräg. Schließlich kenne ich es zur Genüge, dass es unter Umständen etwas dauert bis ich nach einigen rumpeligen Kilometern in meinem Lauf angekommen bin. Ich glaube , dass geht einigen von uns so 🙂

    Wo ich aber noch nicht angekommen bin, was hat es mit Fe auf sich? Das habe ich nicht verstanden 🙁

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      dass man warm werden muss ist klar. Ich hätte aber nicht gedacht, dass auch mehrere von euch, das so ausdrücken würden: in mir, in meinem Lauf ankommen. Aber vielleicht ticken wir ja auch in diesem Punkt ähnlich! 😆

      Fe ist die „Abkürzung“ (Symbol) für Eisen. (Ferrum) Ich hab doch Schwierigkeiten Eisen zu verwerten und wer zu wenig Eisen hat, ist oft müde. Diese Müdigkeit merke ich zuerst und vor allem in den Oberschenkeln. Im Moment substituiere ich mal wieder, mache quasi ne Eisenkur. So war das gemeint.

      Bleib gesund und
      LG Manfred

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        • Manfred |

          Rischtisch, lieber Volker,

          bist doch ein schlaues Kerlchen! 😉

          Chemie war ja nicht so meins, aber so ne Tabelle veranschaulicht es doch ein bisschen! 🙂

          Ich genieße „unseren“ heutigen Donnerstag, hier im Süden! 😉

          LG Manfred

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  5. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    ich staune immer über deine Geschwindigkeit bei deinen Läufen. Du bist ganz schön schnell 🙂 . Ich hoppel immer schön langsam durch die Gegend, wobei ich es auch nicht schaffe, „nur“ 85 HM auf 16 km zu haben. So flach geht hier gar nicht 😆
    Das es am Anfang immer etwas dauert, ist bei mir immer völlig normal. Ich habe es ganz selten, das ich loslaufe und direkt „drin“ bin. Meistens braucht es 3-4 km bevor es schneller, flüssiger und locker wird.
    Ich bin halt ein alter Diesel 😆
    Sehr cool, das du den Lauf dann so genießen konntest und sogar Ansätze vom Flow zu erkennen waren 🙂
    Einfach weiter so!
    Aber, um hier die Vernunft nicht zu vernachlässigen: Nicht übertreiben! Lieber einmal zu wenig und etwas zu langsam als einmal zu viel oder zu schnell 😉
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,

      danke dir für die „Erdung“.
      Hab mich gleich heute dran gehalten und bin über die 12 km ganze 6 Min. langsamer gewesen als gestern! 😉

      Ist doch ein guter Ansatz, oder? 🙂

      Und bei meinem Profil hier (im Westwald, nicht zur Burg) würdest du auch nur so dahinfliegen. Da ist das bei euch was ganz anderes!

      … aber Diesel bin ich auch … und alt erst recht! 😛

      LG Manfred

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Und, was denkst du?