Blütenweg – Etappe 3

Von in 2022 12 Kommentare , , , ,

Auch am vergangenen Mittwoch sind wir wieder wandern gewesen, diesmal nicht auf dem Burgensteig, sondern auf dem Blütenweg. Beide kreuzen sich immer wieder mal, oder nutzen teilweise sogar ein und denselben Weg.

Der komplette Blütenweg ist mit 80 km kürzer als der Burgensteig, der 120 km misst. Ersterer hat mit 1950 hm auch nicht so viele Höhenmeter wie der Burgensteig mit seinen 3650 hm und soll dadurch auch weniger steil sein!

In Heppenheim, unserem letzten Zielort, laufen diese beiden Wege ebenfalls zusammen. Die 3. Etappe des Burgensteigs endet dort. Lustigerweise beginnt die 3. Etappe des Blütenweges genau dort. – Warum nicht erneut eine 3. Etappe eines Wanderweges begehen?

   

Mit dem 9-€-Ticket geht’s nach Vettelheim! 😆 Sebastian Vettel (fährt seit 2007 in der Formel I), ist in Heppenheim geboren. Auf der Marktstraße treffen wir auf den Blütenweg, ich starte meine Uhr, GPX geführt. Über den alten Marktplatz in Richtung ‚alter Friedhof‘ kommen wir am Geldmuseum der Sparkasse (Laudenbacher Tor) vorbei. Die rechte Figur erinnert mich irgendwie an Heinz Rühmann. 😉

   

Am alten Friedhof versichern wir uns, dass uns das gelbe B auf weißen Grund den rechten Weg weist. 😉 Dann sind wir draußen und müssen schon die 1. Brücke umlaufen.

   

Abseits des Weges darf hier noch wachsen was und wie es will, aber schon kurz danach sind wir auf den ordentlichen 😛 Wegen im Weinanbaugebiet. Neben dem prächtig wachsendem Wein,

   

sehen wir vorrangig Walnuss- und Kirschbäume, deren Blüte aber schon vorbei ist!

   

Immer wieder gibt es Genießerbänke, viel mehr als auf dem Burgensteig, die meist so ausgerichtet sind, dass man in die weitläufige Rheinebene schauen und staunen kann!

Hier mit einem Panorambild angedeutet!

   

Zwischendurch verläuft der Weg im Wald und hat mehr steile Anstiege, als vermutet. Teilweise sind es schmale Pfade, z. T. Single-Trails, die eine Tante meiner Frau Ziegenpfade nannte. Als Berliner Großstadtpflanze mochte sie solche Wege nicht! Manchmal klettern wir über umgestürzte Bäume, die nicht erst seit kurzem dort liegen!

   
   

Die Zeit vergeht recht schnell. Um 13.00 Uhr, 16 km sind geschafft, kommen wir an einer Hütte vorbei, für unsere Brotzeit wie gerufen. Wir gehen nicht zur Sitzgruppe mit Tisch hinter der Hütte, sondern bleiben auf der Bank links vor der Hütte, der Aussicht wegen, rätseln aber über die Bedeutung der Inschrift in der Hütte. 😛

Kurz danach erheitert uns dieser Spruch, angebracht an einem Gartentor!

   

Auf profiliertem Weg kommen wir nach Weinheim. In einer halben Schleife werden wir erst um die Peterskirche herum und dann im alten Friedhof bergan geführt. Dort bestaunen wir die z. T. sehr alten Grabsteine!

   

Oberhalb des Friedhofes haben wir eine tolle Aussicht auf den Altstadtkern Weinheims und eine weite Sicht über die etwas nördlicher liegenden Siedlungen der Stadt!

   

Dann müssen, nein, wollen wir uns entscheiden. Der Blütenweg wird zweigeteilt. Ein Weg geht ’nach links‘ zur Wachenburg, der andere zur Burgruine Windeck. Erstere ist die jüngste Burg an dieser Bergstraße, Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, die andere ist die zweitälteste. Wir wählen den Aufstieg zur Burgruine Windeck, die als Schutzburg des Klosters Lorsch im 12. Jahrhundert erbaut wurde!

   

Die Lichtverhältnisse im Burghof überfordern dann meine Handy-Kamera, so dass ich nur 2 Bilder als zeigenswert einschätze! 😥 Links der Blick in den Burghof unterm Burgtor stehend und rechts der Blick zurück!

Wir gehen nicht zurück und zur Wachenburg hoch, sondern folgen ein Stück weit dem Grüffelo-Pfad.

   

Wer den Grüffelo nicht kennt, den erfundenen Freund der Maus, der kann sich ja mal einlesen. Es lohnt sich etwas über diese Geschichte zu erfahren! Der Link führt zu einem 1. Einstieg in die Welt der Maus! – Ich habe die Geschichte auch erst über die größere Enkelin kennen gelernt und musste sie ihr auch schon vorlesen! 😆

   

Weiter geht es den Schildern nach, aber 400 m bis Weinheim heißt nicht, dass es nur bergab führt, wir werden nochmals hochgeschickt, durchqueren bald danach den Schlosspark und kommen in die Altstadt Weinheims.

   

             

Die Gassen mit vielen Fachwerkhäusern laden zum Flanieren ein, im Gegensatz zum Beginn der Fußgängerzone, der fast erschlägt, da sich die Außenbereiche von Restaurants dicht auf dicht drängen! 🙁

Der Blick zurück, ohne Zorn, 😉 ist viel angenehmer, als die Bedienung des Cafés, in das wir einkehren. Sie wirkt unfreundlich und wenig kompetent, so dass ich hier unser Stück Donauwelle nicht ablichte, kennt eh jeder! 😆

Zeig euch lieber noch das letzte Gemälde von Willi aus dem Hochland-Café:

Die Tour war gut 22 km lang, mit 658 hm gespickt. Wir haben wohl den Abschnitt mit den meisten Höhenmetern erwischt. – Mit den Wegen zur Bahn und zurück kamen wir 26,4 km und waren ca. 5:30 Std. unterwegs!

12 Kommentare

  1. Catrina |

    Lieber Manfred
    Ich stelle mir gerade vor, wie einige der US-Blogger ausflippen würden, wenn sie durch solche historische Städtchen flanieren könnten. Wunderbar sieht das aus!
    Ihr seit auch wirklich flott unterwegs gewesen, noch dazu mit all den Höhenmetern. Super gemacht! Die Mittwochs-Wanderungen werden zu einer schönen Tradition.

    Verrückt, dass an einem gewöhnlichen Wochentag die Cafés alle so voll waren. Wie es wohl am Wochenende da aussieht? Dann wird das Personal noch viel mehr überfordert sein. Und unsere Chancen, ein Foto der Donauwelle zu bekommen, wären noch kleiner… 🙂

    Liebe Grüsse aus dem regnerischen Zürich!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      oh ja, es werden ja auch Gebäude, die gerade mal gut 200 Jahre alt sind, als historic site bezeichnet. – Wir haben auch US-Amis getroffen, die sich nicht vorstellen konnten, dass es Städte gibt, die 3000 Jahre alt sind, wie Trier. … und alles ist so cute! 😉

      Diesmal waren wir ein wenig ruhiger unterwegs, aber es waren auch viele ‚Wechsel‘ drin, mit auf- und abwärts Passagen.

      Es war zwar ein gewöhnlicher Wochentag, aber in Baden-Württemberg sind wohl gerade Pfingstferien. Weinheim liegt ja nicht mehr in Hessen. So haben wir auch viele junge Leute, Kinder und Schüler gesehen.

      Diese junge Bedienung wäre wahrscheinlich auch unfreundlich, wenn weniger los wäre. Sie wirkte nicht gerade empathisch und offen, aber ich will das hier nicht vertiefen und evtl. Vorurteile schüren. 🙊🙈

      … und ob sich der Mittwoch dauerhaft dazu anbieten wird??? – Warten wir es ab! 😆

      Aus dem warmen und immer wärmer werdenden Darmstadt
      liebe Grüße Manfred

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  2. Elke |

    Lieber Manfred,
    wieder eine schöne Tour, mit Natur und Kultur, weiten Ausblicken und Pfaden durch dichten Forst, verschiedene Sitzgelegenheiten, sowie Fachwerk & Burgberg!
    Stramme km habt ihr auch absolviert. Da wäre eine halbwegs freundliche Bedienung ja wirklich verdient gewesen. Aber was solls, von sowas sollte man sich nicht den Tag und die schönen Eindrücke vermiesen lassen.
    Und wer sind die beiden disputierenden blechernen Gesellen? Mich würde ja eher der sitzende Herr an Rühmann erinnern ( weil du vom „rechten“ in diesem Zusammenhang schriebst…)
    Und habt ihr euch denn auch ein Weinchen gegönnt? Wenn man schonmal in einer solchen Region unterwegs ist.
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,

      wir fanden die Tour auch schön und sehr abwechslungsreich! Es war auch richtig erholsam wieder so draußen zu sein! – Die Laune haben wir uns aber definitiv nicht durch eine sehr junge Dame vermiesen lassen, nur dachte ich, dass sie eine Erwähnung ‚verdient‘ hat! 😛

      Leider habe ich zu den beiden disputierenden Gesellen nichts herausgefunden und wen es darstellen könnte, ist dann wohl interpretativ. 😉 Beim linken hätte ich aufgrund der Gestaltung von Mund und Nase nicht an H. Rühmann gedacht, während mir beim rechten das kleine Bärtchen und der Mundwinkel eher für ihn sprachen. … aber, wir schon gesagt … 😉

      Wir sind beide keine Weintrinker, trinken sogar gar kein Alkohol! … und wer es nicht gewohnt ist, sollte nach einer solchen Tour auch nicht damit anfangen! 😆

      Liebe Grüße Manfred

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  3. ultraistgut |

    Langsam glaube ich, du zeigst uns die Bilder, damit ich ENDLICH mal wieder dorthin fahre !! ;(

    Heppenheim, Weinheim, Wachenburg, Sebastian Vettel – lauter bekannte Orte und Menschen, die man mit diesem Ort in Verbindung bringt !

    Gut gemacht, ihr Wandersleut, das macht Lust, sag‘ ich doch……..

    Da könnte man direkt singen: Das Wandern…….singt ihr unterwegs auch mal, das tue ich manchmal so richtig lauthals – beim Wandern und auch beim Radfahren ! 😉

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    • Manfred |

      Ja klar, liebe Margitta,

      was dachtest du denn, warum ich so von der Gegend schwärme? 🙂 – Vielleicht ist es dann der entscheidende Impuls von außen! 😉

      Also, wir sind beide sehr gerne draußen und wandern auch gerne! Da machen dann solche Touren Lust auf mehr. Ganz so regelmäßig kann es allerdings nicht weitergehen, da wir z. B. übermorgen anderweitig gebraucht werden.

      Wir sind beide keine geübten Sänger, wenn auch nicht unmusikalisch. Wir summen eher mal vor uns hin, das mache ich aber noch eher mal, wenn ich alleine unterwegs bin. Als Grundschüler bin ich morgens sogar pfeifend aus dem Haus, hatte morgens immer gute Laune. Letzteres habe ich mir erhalten, muss es aber nicht mehr musikalisch untermalen! 😆

      Liebe Grüße Manfred

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  4. nido00 |

    Lieber Manfred,
    ihr habt da ja wirklich tolle Wanderwege bei euch! Da bin ich mal gespannt was wir noch alles für Etappen zu sehen bekommen. Und Burgen gibt es da wohl an jeder Waldecke :).
    Ansonsten seid ihr schon auch flott unterwegs beim Wandern. Während du wieder fitter wirst, kannst du ja mal über Bergläufe nachdenken. Da hilft der schnelle Schritt!
    Liebe Grüße!

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    • Manfred |

      Liebe Roni,

      der Odenwald ist gut erschlossen. Es gibt auch einen engagierten Klub, der sich um die Pflege der Wege und der Kennzeichnung kümmert.

      Mindestens im hiesig Hessischen, aber auch in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg gibt es ordentlich viele Burgen. Das Land der Burgen in Deutschland ist aber Thüringen. Insgesamt schätzt man, dass Deutschland 25.000 Burgen hat!!!

      Danke! Unser Schritt ist etwas ruhiger gewesen, es waren allerdings auch viele Höhenmeter dabei. – Ich hoffe, dass es meiner Fitness dienlich ist, 😊 ob es allerdings schon wieder fürs Hochgebirge reicht, werde ich (vielleicht bald) bei einer Wanderung erfahren.

      Liebe Grüße Manfred

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  5. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    was für eine schöne und abwechslungsreiche Tour.
    Mir gefallen die Fachwerkhäuser besonders gut, für die habe ich schon immer eine Schwäche. 🙂
    Ich kenne den Spruch ein wenig anders:
    Was ich mir für’s Alter wünsche: Oben licht und unten dicht.

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    • Manfred |

      Liebe Doris,

      danke dir! – Sie hat uns auch sehr gefallen! 🙂

      Diese Fachwerkhäuser haben was, da kommen viele modernen Bauten bei weitem nicht mit!
      … und bzgl. des Spruchs: Hauptsache unten dicht! 😆

      Liebe Grüße Manfred

      Antworten
  6. Volker |

    Und wieder so schöne Lande, die Ihr durchwandert habt, lieber Manfred.

    Ihr gönnt Euch dabei auch ganz schön stramme Touren. Aber wandern hat auch was, vorallem, wenn man immer wieder so tolle Ausblicke genießen kann.

    Ich denke, wir dürfen da in diesem Jahr noch so einiges von Euch erwarten 🙂

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      die Aussichten waren definitiv schön und die Lande auch, die wir durchwandert haben. 🙂

      Aber als stramm haben wir es gar nicht empfunden, es war nur gespickt mit Höhenmetern, da geht automatisch das Tempo runter. Allerdings lieben wir es Strecken zurückzulegen! Da wird unterwegs nicht viel besichtigt. Mal gucken wir uns einen alten Marktplatz an, mal gehen wir durch einen Burghof, mehr aber nicht … also keine Museen, oder dergleichen unterwegs. Das würden wir extra mal einplanen.

      Die eine oder andere Tour machen wir bestimmt noch!

      Liebe Grüße Manfred

      Antworten

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