Seid mir bitte nicht böse, bzgl. meiner Überlegungen, …
… ich verstehe nur gerade die Welt nicht mehr, komme irgendwie nicht mehr mit!

Soll ich jetzt froh sein, dass die Pandemie dieses Thema überlagert, 😳 oder muss ich befürchten, dass unter dem Radar der pandemischen Situation Sprache mehr und mehr verhunzt wird? 😥

Es geht ums Gendern … grrr … allein schon dieses grausame Wort! 🙄

Also auf der ‚Piste‘ habe ich das noch nie erlebt, dass irgendeine, oder jemand, also eine Läuferin, oder ein Läufer irgendwie diskriminiert wurde! … muss ich nun in Laufmagazinen den Unsinn des Genderns mitmachen … um es dann nicht einmal konsequent durchzuziehen?

Meine Meinung:
Wenn es mir daran liegt, meine Achtung vor allen, auch in höflicher Form der Anrede, zum Ausdruck zu bringen, dann sollte ich Zeit und Raum dafür finden. Das heißt dann z. B. für mich, dass ich beide Wörter ausschreibe, also von Läuferinnen und Läufern schreibe!!!

Die Gefahr anzuecken bleibt dann trotzdem bestehen, da diese Schreibweise ja eigentlich nur 2 Geschlechter einschließt. Dazu kommt, in dieser wilden Zeit, mit ach so empfindlichen Menschen, da findet doch (fast) immer und (fast) jeder, Entschuldigung, natürlich auch (fast) jede, etwas auszusetzen. Man meckert, schimpft, lässt sogar Shitstorms vom Stapel, nur um sich auszuk….n! Um ein vernünftiges Miteinander geht es nicht mehr, HAUPTSACHE ICH! … und das ICH kann dann nicht groß genug geschrieben werden!

Wenn es dich interessiert, wie ich darauf komme, klick doch bitte den Link an und lies meine ‚Kolumne‘ unter meiner Rubrik >by the way<:

>Läufer gendern?<

Solltest du des Themas nicht überdrüssig sein, oder dich über meine Meinung nicht allzu sehr ärgern, dann bitte ich um einen Kommentar, da mich gerade auch zu diesem Thema andere Meinungen interessieren. Es ist nämlich sehr komisch, aber ich kenne keine Meinung von Damen meines Umfeldes, die sich groß von meiner Meinung abhebt! – … und man kommt ja heute an diesem Thema nicht (mehr) vorbei!

12 thoughts on “gleichberechtigt!”

  1. Lieber Manfred
    Ich teile deine Meinung. Dieses Gendern nimmt unmögliche Ausmasse an – und wie du richtig sagst, geht es dabei vor allem um das „ICH“.
    Vor etwa zwei Wochen las ich einen Artikel über einen Barkeeper, der tief beileidigt war (ich benutze einfachheitshalber die männliche Form), dass er dauernd als Mann oder als Frau angesprochen wurde. Er war nämliche Genderneutral.

    Obwohl ich grundsätzlich Verständnis habe für Menschen, die sich weder im einen noch im anderen Geschlecht wohl fühlen, ist es ein bisschen viel verlangt, dass die Kunden das immer richtig erraten und korrekt anwenden können
    Die Kommentarspalte war auch entsprechend interessant zu lesen.

    Eine textlich elegante Lösung wäre es, einfach zwischen den Geschlechtern hin und her zu wechseln. Die Läuferin, der Läufer, die Laufenden. Oder so.

    Interessant auch, dass sich jetzt das Olympiakommittee mit dem Thema beschäftigt – das war längst überfällig.

    Liebe Grüsse aus dem nebligen Cape Town!

    1. Liebe Catrina,

      danke dir und ’schön‘, dass du es auch so empfindest. Auch scheinst du selbst nicht so stark betroffen zu sein, bzgl. Diskriminierung, oder überinterpretiere ich da.

      Barkeeper: Wie möchte er/sie (?) denn angesprochen werden? – Ich hätte da keine Lösung. Es bliebe nur, immer eine Anrede dieser Art zu umgehen.

      In Texten würde ich mir zumeist die Zeit und den Platz für beides nehmen, mit der Gefahr, diejenigen auszuschließen, die – darf ich es sagen – nicht ins alte Geschlechtermodell passen. Eine andere Lösung wäre eine Präambel zu schreiben, in der ich darauf hinweise, weil ich z. B. sehr oft beides, oder zu umständlich schreiben müsste. (?)

      Allerdings muss ich zugeben, dass ich es auch, aufgrund meines Hintergrundes, gar nicht mal immer ‚auf der Platte‘ habe, da ich immer an alle denke. Das ist auch keine Ausflucht, sondern es ist definitiv so!!!

      Olympiakommittee, ohne Worte, sind halt leider fast ausschließlich alte Herren! 😳

      Im Fußball sind sie doch ähnlich schräg drauf! ?

      Aus dem trüben Darmstadt
      LG Manfred

      1. Das habe ich mich beim beleidigten Barkeeper auch gefragt – bei der direkten Anrede würde man das „Gendern“ gar nicht merken, sondern erst, wenn man über ihn spricht.

        Das siehst du richtig – ich fühle mich sehr selten diskriminiert. Und wenn es passiert, dann sage ich was. Es liegt immer an der Gedankenlosigkeit des Gegenübers – nie böser Wille.

        Definitiv ein interessantes Thema. Interessant wäre auch, was wohl junge Frauen um die 20 und jünger darüber denken.

        Liebe Grüsse aus dem abendlichen Cape Town!

        1. Liebe Catrina,

          da ich den Barkeeper, egal welchen Geschlechts, nicht kenne, kann ich ihn auch nicht fragen. Wäre aber doch irgendwie interessant zu erfahren, wie die eine ‚eigene‘ Lösung aussieht!

          Sehr schön, dass man dir gegenüber immer respektvoll ist, hast du verdient, 🙂 wie alle anderen natürlich auch!!! – Oh ja, vieles entsteht aus Gedankenlosigkeit … aber dann sollte es erst recht nicht auf die Goldwaage gelegt werden. … und wenn es mal betroffen gemacht hat, dann muss man es sagen! Genau!

          Zumindest von unserer Tochter, die nun nicht mehr 20 ist, weiß ich, dass sie genauso denkt!

          Es gibt ja auch andere Themen, bei denen manche sehr empfindlich reagieren. Zum Beispiel war mein Freund José, der leider zu früh verstorben ist, stolz darauf Schwarzer zu sein. Er kam von einer Karibik-Insel, wuchs in New York auf und kam dann als US Citizen nach Deutschland. – Andere aber sind sauer, wenn man sie als Schwarze bezeichnet … wie man es macht, ist es verkehrt. 😥

          Am liebsten würde ich dann sagen: „Nehmt euch nicht so wichtig, der andere ist nicht gleich euer Feind, oder meint es böse mit euch!“

          Nach einem trüben Tag aus dem abendlichen Darmstadt
          LG Manfred

  2. Lieber Manfred,
    tja, da hast du Pech bei mir, auch ich kann dir nicht widersprechen!
    Die Welt hat nun wirklich andere Sorgen! Und warum plötzlich das „*“ oder das „/“ oder das „Stolper-I“ nicht mehr reichen und der „:“ die Sache besser macht? Erschließt sich mir nicht.
    Gesprochen ist das doch noch schlimmer! Da wird dann eine Kunstpause gemacht à la „Läufer ……….. innen“. In der Zeit habe ich genausogut „Läuferinnen und Läufer“ artikuliert. Und das finde ich höflicher. Mehr noch: Wenn diese Kunstpausenformulierung verwendet wird, kommt das bei mir so rüber: Da sagt jemand „Läufer“, aber huch, perdauz, da fällt ihm/ihr ein, dass es ja auch noch die Läuferinnen gibt. Also wird das „innen“ eben noch hinterhergeschoben, als Blinddarmanhänger, nach dem Motto „wenn es denn sein muss“.
    Ich finde auch, wirklich diskriminierend Denkende erreicht man nicht über solch ein Sprachgebilde. Im Gegenteil, es sorgt eher für Erheiterung.
    Ich verwende am liebsten die männliche und weibliche Form, außer, auch das wirkt im jeweiligen Kontext zu gestelzt, dann tut es der „/“.
    Aber was solls, demnächst kommt sicher schon die nächste Sprach-Innovation….
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      schon wieder Pech gehabt! 😥

      Nee, freut mich, dass ich nicht allzu schräg unterwegs bin. 😉 Danke für die Verstärkung! ?

      Je älter ich werde, desto mehr stören mich auch und gerade solche sprachlichen Irrungen und Wirrungen. Es reicht ja nicht, dass der Dativ dem Genitiv sein Tod ist! 😛

      Mir ist der respektvolle Umgang miteinander sehr wichtig, auch wenn man mal anderer Meinung ist und sich vielleicht auch mal gezofft hat, dann kann man doch wieder aufeinander zugehen … und sich auch entschuldigen. Letzteres wird gerade heute wieder mehr als Schwäche gesehen, ist in meinen Augen aber eine Stärke! Genau das geht aber mit einem übersteigerten Ego ’nicht zusammen‘!

      Bleiben wir gespannt, was da noch kommt! 😉

      LG Manfred

      P.S.: Rate mal, warum ich nicht gleich heute Vormittag geantwortet habe!

        1. Liebe Elke,

          jetzt bin ich mal gemein und spann dich auf die Folter. Aber in meinem nächsten Beitrag löse ich es dann auf! 😉

          Also bitte noch etwas Geduld haben.
          Vielen Dank und LG Manfred

  3. Als ob es derzeit nicht andere Probleme gäbe !

    Ich habe damit 0 Schwierigkeiten, weil es mir schlicht und einfach egal ist. Jeder soll bitte so leben dürfen, wie er möchte, ich beteilige mich nicht an Diskussionen für und wider, weil es mir – wie gesagt – nicht wichtig erscheint.

    Sollte irgendeiner irgendwann mir gegenüber den Wunsch auf “ spezielle Ansprache “ äußern, bitte sehr, dann tue ich ihr/ihm den Gefallen – aus die Maus ! 😉

    In diesem Sinne – ist mir wirklich total egal !

    1. Liebe Margitta,

      danke für die Rückmeldung! … und sehr schön, dass du da so gelassen damit umgehen kannst! 🙂

      Ich habe mich hier mal ein wenig echauffiert und jetzt ist es auch wieder gut, aber das Thema gärte schon zu lange, weil es viel zu lange schon viel zu breit getreten und als viel zu wichtig erachtet wird. Vielleicht hatte ich auch Pech und stoße im falschen Moment auf die falschen Artikel!

      Ansonsten sehe ich es so wie du, wenn ich jemandem (ihr oder ihm) mal auf die Füße getreten habe, dann soll es gesagt werden, nur dann kann man reagieren und evtl. korrigieren! … und aus die Maus! Sehr gut!!! 😆

      In diesem Sinne, an die See
      LG Manfred

  4. Lieber Manfred,
    da bin ich ganz bei dir. Als ob wir keine anderen Probleme haben und damit meine ich nicht das alles überlagernde C-Thema. Inzwischen rolle ich einfach immer nur innerlich mit den Augen. Alleine diese Pause beim Sprechen finde ich sooooo nervig.
    Ich kann mich auch nur schwer mit den Änderungen der Rechtschreibung anfreunden. Ich will es aber auch gar nicht. Ich bleibe auch bei „Sehr geehrte Damen und Herren“. Meine Aufklärungsbögen beinhalten z.B. die Ansprache: Lieber Patient, liebe Patientin. Bis jetzt gab es keine Beschwerden. Noch nichtmal über die Reihenfolge, hihi. Aber vielleicht sind wir auch zu alt, um uns noch an sowas zu gewöhnen. Ich mache es so, wie ich es immer schon gemacht habe. Und was ich noch mache: Schreiben ohne Abkürzungen. Also statt LG …
    Liebe Grüße
    Karina

    1. Liebe Karina,

      vielen Dank für deine Rückmeldung!

      Aber wer so im Beruf steht, so sympathisch selbstsicher, wie ich dich einschätze, ist auch emanzipiert genug und erhaben über solche Irrungen! 🙂 … und bezüglich deiner Anrede auf deinen Aufklärungsbögen: Schopenhauer soll gesagt haben: „Höflichkeit ist wie ein Luftkissen. Es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens!“ – Wenn deine Patienten sich daran nicht stoßen, dann muss man auch nicht übertreiben mit der Höflichkeit, oder?! 😆 (Oder ist es ein Test, um herauszubekommen, wer Wert darauf legt? 😉 ) – Zu alt? – Gut möglich! 🙂

      Aber ich setze mich eh lieber mit starken Frauen (und auch Männern) auseinander, die auch mal Contra geben, als alles weichgespült zu bekommen! 😛

      Deine anschließende Bemerkung nehme ich mal als Anregung! Du hast ja recht, Platz habe ich ja immer genug! – … obwohl du auch abkürzt (C-Thema oder z.B.)! 😛 – Ich hatte mir die eine oder andere Abkürzung bei Eintragungen in mein Lauftagebuch angewöhnt, da ich dort nicht so viel Platz habe!

      Bleib gesund … und ich bin jetzt wieder höflicher 😛
      Liebe Grüße Manfred

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