Mein 15. NRFTW-Lauf war die 4-Uhr-Einheit. Um auf ne ordentliche Portion Schlaf zu kommen, legte ich mich vor 22.00 Uhr hin und stellte den Wecker auf 4 Uhr, hab dann ein bisschen gebummelt bis ich raus bin.

Draußen staunte ich, 😳 war das neblig, ne richtig dicke Suppe erwartete mich. Die Temperatur hielt sich im Rahmen (0°), 😉 ich war passend angezogen. An den Beinen brauch ich nix, kurze Hose reicht. Oben rum schummelte ich etwas und zog was Langärmeliges, neudeutsch Baselayer, unter das Diadora-Shirt an. Das Pumpeln nervt, aber was bleibt einem übrig! 😧

   

Die Stimmung im Nebel ist ne spezielle und mir macht’s auch Spaß bei solchen Bedingungen zu laufen. Allerdings zieht die Feuchtigkeit rein, nicht am Oberkörper, nicht an den Beenen, aber an den Händen! Da bin ich leider empfindlich! 😥

Neben den verlängerten Ärmeln des Diadora-Shirts, die die Handrücken unter Handschuhen doppelt schützen, hatte ich sogar noch breite Schweißbänder als Pulswärmer an den Unterarmen. Bei -5° hatten sie gute Dienste geleistet! Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit reichten sie diesmal nicht ganz bis zum Schluss. Die Mittelfinger starben ab! 🙊 Keene Angst nich, sie starben nicht wirklich ab! Meine Frau und ich bezeichnen nur die ‚extreme‘ Reaktion der Finger, wenn sie anfangen zu kribbeln und weiß werden, als Absterben! 😱

Der Lauf über 11 km mit 80 hm in 72 Min. war dann auch etwas ruhiger.

   

Beim 16. Lauf, den ich am Folgetag kurz nach 8 Uhr startete, waren die Bedingungen fast identisch: Nebelsuppe, -1°, aber es war schon hell … und es wurde heller. Die Sonne kam langsam durch und fraß den Nebel auf. 😆

Ich weiß nicht, wie es dann kam, ich lief erst langsam los und grüßte Ralf, einen Lilienfan in der Nachbarschaft. 😆 Aber nach 3 km wurde ich fast unmerklich schneller, bis ich wieder bei einem guten Tempo angekommen war. Zwischendrin machte ich bei km 4 nur eine Fotopause, um die noch nebligen Bedingungen abzulichten.

Endlich konnte ich das Tempo wieder mal halten. Mehr noch, als ich kurz vor km 9 eine Läuferin vor mir entdeckte, war wieder mal mein Jagdtrieb geweckt. Beim Überholen bedankte ich mich bei der verdutzt lächelnden Dame dafür, dass ich mich hab ransaugen dürfen. 😉

Lag es an der Helligkeit mit zunehmender Wärme, oder daran, dass ich mehr Körner investiert hatte, aber meine Hände froren diesmal nicht. Der schöne Lauf über 11 km mit 40 hm hatte einen 6:10er Schnitt. Nur der 9. Lauf über 10 km, eine Woche zuvor, war vom Tempo her vergleichbar.

Fitness, Ausdauer, Tempo, was auch immer, zeigen momentan eine deutliche Wellenlinie. Mal geht es hoch, mal runter. Beim 17. Lauf war ich dann richtig müde. Jetzt wird ein Tag pausiert! – Sicherlich ist vieles der Streakerei geschuldet, aber wurscht, ich nehm es so hin, auch die richtig kalten Hände! Da wird nix ergründet, da wird nicht getüftelt … ich will mir ja meinen Spaß nicht verderben … und den hab ich … nicht zu knapp! 😜

12 thoughts on “kalte Hände”

  1. Lieber Manfred,
    schön die Nebelstimmung – aber das Foto um 4 Uhr sieht so hell aus. Ist es da nicht eigentlich noch dunkel im Wald?
    Das hoch- und runter erscheint mir nicht so verwunderlich. Einen Tag Pause ist ja gar nicht so schlecht. Und dann kannst du wieder weiter streaken – hoffentlich mit warmen Händen!
    Liebe Grüße!

    1. Liebe Roni,

      da hast du mich jetzt aber erwischt. Ich hab nicht mit einer so aufmerksamen Leserin gerechnet. Die Bilder sind allesamt vom 2. Nebellauf, die ich nur etwas im Text verteilen wollte. 🙈

      Klar, ich rechne auch nicht mit absolut konstanter Fitness und mit konstantem Tempo. Deswegen mache ich mir auch keinen Kopf drum!

      Danke dir! Ein weiterer Streak ist jetzt nicht mal mehr erforderlich. Warme Hände wären aber schön! 😋

      Liebe Grüße Manfred

  2. Lieber Manfred,

    ja der Nebel hat schon was. Wegen der vielen Seen haben wir hier ja ziemlich häufig Nebel und ich mag ihn sehr gerne. Ich finde, er dämpft vieles ab, aber natürlich ist die feuchte Kälte unangenehmer, als die trockene.
    Soso, die 4 Uhr Einheit ist also auch erledigt – ich sehe schon, dir fehlen jetzt von den dunklen Einheiten nur mehr zwei abendliche Slots. Sehr toll! 😀

    1. Liebe Doris,

      ja, die eigentlichen Nachtläufe sind abgehakt. Es fehlen nur noch 2 Abendläufe. Um diese Uhrzeiten bin ich früher häufiger gelaufen, wenn ich nach Unterrichtsvorbereitungen oder Korrekturen nochmal raus wollte und Bewegung brauchte.

      Mal sehen, vielleicht ist es das auch mit Läufen bei kalten Bedingungen gewesen?!? – Ob es nochmal Nebel gibt?

      Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred,
    genau, dein letzter Satz bringt es auf den Punkt, Hauptsache, es macht Spaß! Und du konntest auch eine spezielle Morgenstimmung erleben.
    Da nimmt man auch in Kauf, wenn eben die Hände vorübergehend mal etwas kalt werden. Umso schöner ist dann der Moment, wenn man wieder ins Warme kommt.
    Und inzwischen bist du ja auch gut vorangekommen, es fehlt nicht mehr viel an Wickerei! Diese Achterbahn erlebe ich auch beim NRFTW, unerklärlich klappt es mal locker und mal ist es mühsam.
    Weiterhin gutes Laufen und ebensolchen Abschluss beim NRFTW!
    Elke

    1. Liebe Elke,

      ja und wie! Der Rhythmuswechsel kann manchmal etwas zusetzen, aber die Nachtläufe und so manche Morgenstimmung haben einfach ihren besonderen Reiz. Von daher hab ich diese Aufs und Abs gerne in Kauf genommen. Grundsätzlich hat mir die Kälte wenig ausgemacht, blöde war es das eine Mal, als die Hände so überreagiert haben! 😝

      Spaß hat es auf jeden Fall gemacht 🏃 😆 … und so viel fehlt wirklich nicht mehr, erstaunlich wie schnell eine solche Challenge rumgehen kann.

      Danke! Auch dir gutes Gelingen für die letzten Läufe, nach einem hoffentlich verletzungsfreien Skiurlaub!

      Liebe Grüße Manfred

  4. Lieber Manfred
    17 Läufe! Sehr gut, dann fehlen jetzt nur noch 7 bis die Challenge vollbracht ist. Und die ekligen Nachteinheiten hast du jetzt auch alle durch, oder?

    Kalte Hände kenne ich zur Genüge… trotz einer Million Schichten. Nur die Handwärmer haben da etwas geholfen. Ich spüre dann gar keine Finger mehr und kann meinen Hausschlüssen nicht mehr rausfingerln. In diesem Falle läute ich an der Türklingel und hoffe, dass Kai oder ein freundlicher Nachbar zu Hause ist und die Haustür aufmachen kann.

    Schön, dass du dir dadurch nicht die Laune verderben lässt!

    Viel Spass weiterhin und liebe Grüsse!

    1. Liebe Catrina,

      so eklig waren die Nachtläufe gar nicht mal, nur einmal haben halt die Hände überreagiert. 😜 Ansonsten ist der Rhythmuswechsel das Anstrengendere, weniger sind es die Läufe selbst. – Es fehlen jetzt nur noch 2 Dunkelläufe mit der 20 und 21-Uhr-Einheit.

      Aber wenn die Hände so steif sind, ist es schon blöde nicht mehr alleine zurecht zu kommen. Ganz selten mal hatte ich auch die Probleme mit dem Aufschließen einer Tür. Mit großer Geduld und unter Aufbringen aller Kräfte ging es dann doch. Da ist es angenehm, wenn jemand zuhause ist, klingeln geht immer! 😋

      Um mir die Laune verderben zu lassen, braucht es zum Glück etwas mehr. 😆

      Dir weiterhin gute Besserung und erhalte dir auch deine gute Laune!

      Liebe Grüße Manfred

  5. Tja, was MANN sich vornimmt, wird auch durchgezogen !! Und du tust es !! Besonders die Nachtläufe stelle ich mir weniger lustig vor, aber du bist ja ein gestandener Mann !! Für mich – sagte ich schon – wäre das nichts !!

    Mal sehen, was du sagst, wenn die Challenge beendet ist !

    Vorgegebene Läufe dieser Art sind überhaupt nicht mein Ding, aber ich lese gerne von deinen Erfahrungen !!

    Ist ja nicht mehr lang !!

    1. Liebe Margitta,

      warum auch nicht, bin ja kein Weichei … oder nur manchmal, aber dann selten?! 😛
      Nachtläufe machen sogar Spaß, wobei Nebel bei großer Kälte nicht unbedingt sein muss. Ansonsten ist die Stimmung eine ganz besondere des nachts! 😉

      Mal sehen, was ich sage, wenn die Challenge beendet ist! – Ich bin selber gespannt! 😆

      Im zarten Rentenalter lasse ich mir auch nicht mehr unbedingt ‚vorschreiben‘, wann ich zu laufen habe. Eine Absprache mit meiner Frau ist wichtig, aber sonst … denke ich so wie du! 😉 – Hin und wieder, quasi 1 x im Jahr, kann man dann aber auch mal besonders verrückt sein! – Nur noch 4 Läufe!

      Liebe Grüße Manfred

  6. Ui, – 5° und Nebel sind aber auch eine zügige, feuche Kombination. Und das zu der Uhrzeit! Tapfer, lieber Manfred.

    Diese Wellenbewegung kenne ich auch, eigentlich fast immer. Muß wohl so sein :-/

    Liebe Grüße
    Volker (der erkältungsbedingt pausiert)

    1. Lieber Volker,

      alles machbar! Haste doch schon selber gemeistert! 😆
      Die Uhrzeit ist sehr reizvoll, da ticke ich wohl ähnlich wie Oliver … musste mal machen! Ja, ich weiß, dein Schlaf ist dir heilig, aber man darf auch mal … 😛

      Die Erfahrung mit diesen Wellenbewegungen habe ich gerade wieder aufgefrischt. Trotz des Langen am Sonntag mit viel Höhenmetern ging es gestern ordentlich zügig ab. Das hat sich dann heute gerächt und es wurde ein langsames Dahintraben im flachen Westwald. So konnte ich die tolle Frühlingssonne bei +13° länger genießen! 😆

      Kuriere deine Erkältung aus und lass dir Zeit. Ich hab es im Dezember auch so gehalten. Hoffe aber jetzt verschont zu bleiben, habe genug Erkältungsschübe hinter mir! – Also, gute Besserung!!!

      Liebe Grüße Manfred

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