Den janzen Tach hat’s nich jeregnet, kurz sojar die Sonne jeschienen. – Denn, als ick los bin, hat’s jenieselt. Ejal, ick wollt raus, ne kleene Runde traben! 😉

Die Uhr hat Empfang, ich trabe los, nach Westen in die Dämmerung hinein! 🙂 Die relativ kleine Siedlung liegt schnell hinter mir, genauso wie der Parkplatz am Waldrand. Es folgen die Überquerung der B3 und die Durchquerung der Tunnel unter der A5 und der Bahn. Ich freue mich schon drauf jetzt abzutauchen und ganz allein den Wald genießen zu können.

Pustekuchen … die Radler! 😛 „Warum mühen die sich sooo ab, brauchen doch bestimmt schwere Akkus, um die brutal hellen Leuchten zu stemmen?!“ 😆 – Und bei deren Tempo lassen sich ihre doppelt und dreifach bestückten Räder nicht rechtfertigen. Meist ist deren Beleuchtung auch noch falsch eingestellt. Dann muss ich stehenbleiben, weil ich nichts mehr sehe … Abblendlicht unbekannt! 😥

Ich nehm’s hin, bleibt mir ja nichts andres übrig. 😳 Naja, könnt ja murren, aber heut hab ich dazu keine Lust! 😉 So trotte ich auf’m Bäckerweg vor mich hin, biege dann nach rechts ab, in die Eberstädter Hausschneise, und bin eeendlich alleine! – HERRLICH! – Das Nieseln stört nicht, 10° sind ideal, auch bzw. gerade mit den kurzen Klamotten! 😆 Ich schaue nach oben, obwohl nichts zu sehen ist und schicke einen Dank gen Himmel!

Ewig will ich nicht im Wald laufen, die Augen sind noch nicht so angepasst, die Stolpergefahr ist zu groß! Kaum biege ich ab, auf die Eschollbrücker Straße, fängt es so richtig an zu pladdern.

Aber heute stört mich nichts, hab die 2 km lange Eberstädter Hausschneise für mich gehabt und genießen können. So bleibe ich auf Asphalt und laufe meine 11-km-Runde erst nach Osten, Süden und wieder nach Osten, um später auf der Heidelberger Landstraße wieder nach Eberstadt zu kommen.

Aus den Augenwinkeln heraus kann ich immer wieder sehen, wie man mich irritiert anschaut, so ein Halbnackter 😛 bei den Temperaturen und … bei dem Wetter, freiwillig trabend durch den frühen, aber dunklen Abend! 😆 Es amüsiert mich, meine Laune wird immer besser, auch wenn die Müdigkeit ebenfalls zunimmt! 😉

Pitsche-patsche-nass komme ich zuhause an, bin nicht sooo dreckig,

   

sondern schnell sauber zu kriegen und freue mich dem nächtlichen Treiben von innen zuhören zu können!

Die 11er-Runde (50 hm) in 72 Min. waren für den müden Kerl dann auch noch ganz in Ordnung! 🙂

14 thoughts on “nüscht zu meckaan”

  1. Es hat was, so ein Abendlauf bei kühlem Regenwetter, besonders danach, wenn man wieder frisch geduscht an der Wärme ist!
    Ich habe das oft gemacht, als ich noch bei der Bank arbeitete, wo auch Reto war.
    Mit Reto zusammen bin ich dann abends raus, auch bei so einem Wetter, wie du gestern hattest. Anschliessend musste ich noch eine halbe Stunde mit nassen Klamotten nach Hause radeln…. meine Hände waren dann so eiskalt, dass ich den Hausschlüssel nicht hervorkramen konnte.
    11km in 72 Minuten! Ist doch super!
    Liebe Grüsse aus dem bedeckten Cape Town!

    1. Liebe Catrina,

      in Begleitung von Reto, hört sich auch gut an. Aber die kalten Hände danach, meine Körperteile die am schnellsten auskühlen. Von daher kenne ich das Gefühl nur allzu gut. – Heute morgen bin ich bei 5° los. Da haben dünne Handschuhe neben einem dünnen langärmligen Baselayer ausgereicht. An den Beinen friere ich ja nicht so! 😆

      Aber nach dem Regenlauf hat es ne Weile gedauert mich erstmal trocken zu bekommen, da hatte ich auch kalte Hände.

      11 km in 72 Min. – ich war sehr zufrieden, bei dem Regen! 😉

      Liebe Grüße Manfred

    1. Liebe Doris,

      vielen Dank dir!

      Ja, darum geht es in 1. Linie, gut gelaunt dem Hobby nachgehen und nebenbei was für die Fitness machen!

      Liebe Grüße Manfred

  2. Warum gefällt mir das, lieber Manfred, hatten wir das Thema nicht schon ??

    Und das mit den seltsamen Blicken von Menschen an der Peripherie das kenne ich natürlich auch bestens !! Aber : “ Ist dein Ruf erst ruiniert, kannst du leben ungeniert „. Mein “ Laufleben-Motto “ !!

    Ist doch schön, wenn man so richtig “ versaut “ ist !!

    Wenn du weiter so schreibst im Berliner Jargon, dann werde ich mal mit pfälzisch anfangen, mal sehen, ob du da mitkommst !! 😉

    Sehr nasse Grüße von ganz oben – passt !!

    1. Liebe Margitta,

      kaum unternimmt man mal was, warten ein paar Kommentare darauf freigeschaltet zu werden! 😆

      Danke für deine Geduld!

      Das Berlinische war aus ner Laune heraus entstanden, weil ich vorher einen Begriff gesucht hatte. Du kannst aber gerne mal in Pfälzer Mundart schreiben. Ich versuche dann, ob und was ich verstehe. 😉

      Aber als schräger Vogel wahrgenommen zu werden, stört mich schon lange nicht mehr, im Gegenteil, manchmal amüsiert es mich eben.

      Wir laufen doch zu gerne!
      Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred,

    diese grellen Fahrradlichter sind gräslich und sie blenden fast immer. Noch schlimmer ist es wenn die Räder anfahren oder geschoben werden, dann flackeln die starken Funzeln, was ich einfach nur ätzend finde.

    Aber genug der Meckerei, hier gibt es schließlich nüscht zu meckern 🙂 Inzwischen rüste ich beim Herbst/Winterlaufen klamottentechnisch auch etwas ab, bekommt mir gut, nicht mehr so sehr im eigenen Saft zu garen. Aber an Dein spartanisches Outfit komme ich nicht ran, obwohl ich besser gepolstert bin als Du 😉

    Aber so oder so, Herbstläufe sind doch was schönes und bieten reizvolle Stimmungen 😀

    Liebe Grüße
    Volker

    1. Lieber Volker,

      danke für die Unterstützung! 😉
      Eka sagt immer, dass ich besonders empfindlich bin, aber wenn man im Wald ohne Licht unterwegs ist, dann ist jedes kleinste Licht störend!

      Ach, weißt du, ich sag immer, wo nix dran ist, kann nix frieren. Das stimmt aber nur bedingt, bei mir an Land. Im Wasser kühle ich verflixt schnell aus, weil ich so gar nix auf den Rippen habe, bestehe nur aus Haut und Knochen! 😛

      Bei meinen Läufen kann ich es richtig genießen, dass ich so wenig brauche. Zusätzlich muss ich nicht so viel an- und auspumpeln. 😆 Zum Glück können wir das individuell und jeder für sich gestalten.

      Liebe Grüße Manfred

  4. was darf ich mir konkret unter “halbnackt” vorstellen? Manfred in Unterhosen und oben ohne? Dokumentiere das anstößige Outfit doch bitte nächstes Mal per Foto. Nicht, dass hier Leser:innenfantasien durchgehen :-p

    1. Uups, liebe Lizzy, 😳

      da hab ich nen Ausdruck meiner Mutter verwendet, ohne drüber nachzudenken, dass er auch andere Assoziationen hervorrufen kann! 🙄 Meine Mutter hatte diesen Begriff auch verwendet, wenn man für die kalte Jahreszeit nicht angemessen genug angezogen war, also angemessen in ihrem Sinne! 😉 „Junge, zieh dir doch noch was drüber, wenn ich dich so sehe, friere ich!“ – Daraus resultierte mein Spruch: Der Pullover ist ein Kleidungsstück, das man anzieht, wenn die Mutter friert! – Brav wie ich war, habe ich den Pulli angezogen, meist mit dem Kommentar, ich kann ihn ja unterwegs wieder ausziehen! 😆 – Ich hoffe daran zu denken, das Outfit nachzuliefern … ist aber nicht anstößig! 🙂

      Eine Unterhose hab ich an, aber die zeige ich nicht. 😛 Oben ohne tue ich niemandem an, so dürre wie ich bin! 😆

      Liebe Grüße Manfred

  5. Siehste, so unterschiedlch können Läufe bei dem Wetter ablaufen. Letzten Montag hatte ich (ohne Höhenmeter natürlich) sehr ähnliche Bedingungen, aber leider eine Begegnung mit einem Radfahrer, von der ich heute noch was hab. Ich kopiere hier mal meinen eigenen Text aus meinem Microblog:
    „Sturm! Regenpause! 15°C! Sandalen an, Stirnlampe druff und rennen! … bis km11 hats Spaß gemacht, dann einem unbeleuchteten Radfahrer ausgewichen, in eine Pfütze gerutscht, auf glitschigen Steinchen weitergerutscht, mit dem anderen Fuß unglücklich vom Bordstein gerutscht und die Wade überdehnt. Und einfach mal vernünftig genug um nicht weiterzurennen und damit eine fiese Zerrung zu riskieren.“
    Ein paar wenige Tage Laufpause geb ich mir noch, so was nervt, aber Jammern hilft ja auch nicht.
    Lass dich nicht überfahren von den verblendeten Radfahrern und liebe Grüße, Oliver

    1. Lieber Oliver,

      oh man, so toll und andererseits so doof, also so unterschiedlich können Erfahrungen sein! 😥

      Aber der Radfahrer bei dir hatte mich total falsch verstanden. Ich meinte doch nicht, dass sie ganz ohne Beleutung unterwegs sein sollen. 😳 Wahrscheinlich hattest du keine Chance das Ausweichmanöver anders zu gestalten, da du den Radler zu spät gesehen hattest, oder? Zudem bin ich der Meinung, dass man ohne Licht den Anstand haben sollte vorsichtig zu fahren und selber eher am Rand fahrend tummeln sollte!

      Ich wünsche dir, dass es sich nicht auswächst, sondern schnell ausheilt. Und dann wünsche ich dir immer vernünftige Radfahrer, die Licht anhaben, aber fair abblenden, wenn sie dir begegnen! – Ich bemühe mich darum nicht überfahren zu werden. Wenn ich aber mein Licht unterwegs aus habe, bin ich eh zurückhaltend, oder schalte kurz vor der Begegnung das Licht an.

      Vielen Dank dir und
      liebe Grüße Manfred

    1. Liebe Elke,

      deswegen habe ich doch diesen Titel gewählt 😆 und bei den milden Temperaturen braucht man auch bei Regen wenig Klamotten. Da macht doch das Laufen auch im Dunkeln viel Spaß! 😉

      Liebe Grüße Manfred

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