Sprungschanze & Gebrannter Stein

Von in 2021 6 Kommentare , , , ,

Unsere 5. Tour 2021:

Also, wenn wir schon in Oberhof sind, Wellness im bequemem Sinne hatten wir nicht gebucht, dann auch am 5. Tag noch eine Tour. Bewegung tut gut und wir lieben sie, vor allem draußen in Gottes schöner Natur!

Uns fehlte noch ein Abstecher nach Südwesten, vom Grenzadler und Rennsteig aus gesehen. Genau festgelegt hatten wir uns nicht, marschierten erst einmal wieder zum Grenzadler. Dort orientierten wir uns an der Beschilderung und da schien uns der Veilchenbrunnen ein gutes Zwischenziel zu sein.

   

Zuerst Erläuterungen zur Karte (in Reihenfolge), hoffentlich einigermaßen zu erkennen:
– dick unterstrichen der Grenzadler, westlich von Oberhof   –   (alles in ROT)
– eingerahmt (liegendes U) die Schanzenanlage, darunter der Veilchenbrunnen beim X
– links davon der Reifweg im ovalen Rahmen, darunter im kleinen Kreis der Gebrannte Stein

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Als wir dann losmarschierten, einigten wir uns noch darauf auch der Schanzenanlage im Kanzlersgrund einen Besuch abzustatten, lag sie doch fast auf dem Weg. – So sehr eine solche Anlage auch in den Himmel ragt, sehr früh war sie von Osten aus nicht zu erkennen. Sie ist ganz zart in Bildmitte zu erahnen.

Dann aber öffnete sich der Blick und die Ausmaße einer solchen Anlage wurden deutlich. Die eine oder andere Sprungschanze hatten wir ja schon besucht, aber als wir unter dem Sprungturm durchgingen, waren wir wieder beeindruckt von der luftigen Höhe, in die sich Sportler begeben!

 

Die Großschanze (K 120) mit Anlaufturm und Schanzentisch …

   

… und daneben die Normalschanze (K 90) mit Schanzentisch und Anlaufturm!

  

… und dann sah ich meine Frau träumend in die Tiefe gucken … könnte sie sich das wirklich vorstellen … ist schon mächtig anzusehen … da runter! – Als ich sie darauf ansprach, folgte ein entschiedenes Nein, sie habe doch Höhenangst. Im Gegenteil, sie könnte sich definitiv nicht vorstellen, überhaupt den Mut dafür aufzubringen!

   

Allein der obere Teil des Sprungturmes ist ein mächtiger Klotz. (Im Aushang die Daten dazu.)

 

Dann tauchten wir wieder ab in die Ruhe des Waldes und hatten bald den Veilchenbrunnen erreicht. Unmittelbar danach traten wir auf eine Waldkreuzung, die einer Wegspinne glich, hatten wir doch 7 Möglichkeiten unseren Weg fortzusetzen. – Wir entschieden uns für den Reifweg in westlicher Richtung, der nördlich vom Gebrannten Stein liegt. Es machte Spaß etwas Strecke zu machen, den Zugang zum Gebrannten Stein können wir sicherlich noch von Süden aus nehmen. Unterwegs ließen wir die Aussicht Richtung Norden auf uns wirken. Nach ungefähr 3 km folgten wir dem Rennsteig-Dolmar-Weg im spitzen Winkel zurück nach Osten. Wir hatten gar nicht bemerkt einige Höhenmeter verloren zu haben, mussten wir doch eine steile Rampe wieder hoch. Kaum oben führte ein kleiner Trampelweg nach links.

 

Es folgte ein Wiesenpfad und die ersten Felsen, mitten im Wald, tauchten auf. Nach einer kurzen Kletterpassage waren wir am höchsten Felsmassiv. Bevor wir hier eine kleine Trinkpause einlegten,

 

musste ich mir doch noch die nach Süden ragende Felsnase ansehen. Irgendwie erschien mir wirklich die untere Seite der „Nase“ verbrannt auszusehen, oder bildete ich es mir ein. 😆 Wir kraxelten danach einen etwas technischeren Trail hinab, bevor sich

     

ein sehr schöner Weg im lichten Baumbestand öffnete, der uns im stumpfen Winkel langsam auf den Rennsteig-Dolmar-Weg zurückführte. An der Kreuzung am Veilchenbrunnen nutzten wir eine schöne Sitzgruppe, um eine Pause einzulegen und etwas zu uns zu nehmen.

   

Anschließend ging es weiter auf dem Rennsteig-Dolmar-Weg, der uns zum Rondell südlich von Oberhof brachte. – Um aber nicht wieder und immer nur vom Café zu schreiben, möchte ich hier ein anderes Kleinod zeigen, das wir unterwegs neben den schönen Blumen bewundern konnten.


Ein schönes natürlich „entstandenes“ Stilleben!

   
… und Eindrücke vom „Italiener“, bei dem wir unsere Wanderwoche ausklingen ließen!

 

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6 Kommentare

  1. Volker |

    Keine Bilder vom Café, lieber Manfred, kein letztes Kuchenstilleben? Wie schade! 😉

    Im Kleinwalsertal habe ich mir einmal so eine Sprungschanze angesehen und ganz oben gestanden. Seitdem weiß ich erst so richtig wie irre diese Skispringer sind. Ich bin da ganz bei Eka. Nie nich, nümme nich. Auf gar keinen Fall 😀

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      da will ick ma een bisschen Abwechslung reinbringen, is och wieder nich richtig! 😥

      Ganz oben war ich mal in Oberstdorf, ist auf jeden Fall auch nicht meins! 😳 Sonthofen, Garmisch-Partenkirchen, Lahti (Finnland) und der Holmenkollen (Oslo) waren alle beeindruckend, haben mich aber eher darin bestärkt, dass ich da nie runterfahren und springen will! Da bin ich auch bei euch!

      LG Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Da bin ich ganz bei Volker…wir freuen uns so auf den Schlusskuchen und dann ist keiner da! 🙂
    Eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung habt ihr wieder gemacht. Diese Sprungschanze! Ich würde mich niemals trauen, auch nur auf dem Hosenboden runter zu rutschen. Ist das überhaupt möglich? Oder ist es so steil dass man rasant an Fahrt gewinnen würde?
    Und, was ich mich immer frage: wie gewöhnen sich die Springer daran? Wie werden sie herangeführt? Einfach mit einer kleinen Schanze anfangen und immer grössere springen?
    Der Italiener liebt offensichtlich überschwängliches Deko! Aber bestimmt war das Essen gut. Lasse mich raten: Pizza?

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Mölln!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      ach menno, jetzt habe ich gedacht es ein bisschen aufzulockern, wieder falsch! 😥

      Es war eine Wanderung, die so ganz aus „Eingebungen“ heraus gelebt hat. Ich glaube, dass wir diese Tour am wenigsten geplant, oder vorausgedacht hatten. … und dann der Besuch im Kanzlersgrund. Ich weiß auch nicht, ob ich mich bei früher Gewöhnung an solch eine Sportart herangetraut hätte? – Ja, ich denke, dass die Springer sehr früh daran gewöhnt werden. Es gibt ja auch Kinderschanzen. Das erste aber sind bestimmt die Buckel auf Skipisten, die die Kinder so gerne nehmen. (Talentsichtung?)

      Lieber auch nicht auf dem Hosenboden runter rutschen. Ich denke, es wird auch dann viel zu schnell, da es richtig steil ist und dann plumpst du einfach vom Schanzentisch. Auch das tut bestimmt weh, da du einige Meter runter fallen würdest.

      Beim Italiener teilen wir uns in der Regel einen großen gemischten Salat, dann gab es eine Thunfisch-Pizza für meine Frau und ich habe Gnocchi Gorgonzola gegessen. Das Essen war gut und das Design interessant und teilweise ausgefallen, war halt ein echter Italiener, locker drauf und mit vielen per Du. Er war wohl sehr gut integriert vor Ort! 🙂

      Heute morgen war es hier auch sonnig, jetzt zieht es wieder zu.
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Kann deine Frau sehr gut verstehen, niemals im Leben würde ich mich auf eine solche Schanze begeben, auch früher nicht, das überlasse ich lieber denen, die es können !

    Wenn ich die Bilder sehe, erinnert mich die Landschaft ein wenig an “ meine “ schöne Pfalz, ähnliches Landschaftsbild !

    Italiener finde ich immer gut !!

    Lass es dir gut gehen, lieber Manfred !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      auch ich kann meine Frau sehr gut verstehen! 😆 Ich weiß auch nicht, ob ich es gemacht hätte, wenn sie mich als kleinen Jungen an eine Kinderschanze hätten gewöhnen wollen. Ich bin zwar auf Skipisten gerne über manche Buckel gesprungen, aber mit solchen Anläufen da runter, nee!

      Ja, so Mittelgebirge können da sicherlich ähnlich aussehen, mit tollen Aussichten! – In Oberfranken (Frankenwald, Fichtelgebirge) war es ja auch ähnlich, war ja auch näher dran! 😉

      Immer wieder mal zu einem Italiener lecker Essen gehen, hat was. Pizza, Pasta, z. B. auch Gnocchi, oder auch mal was anderes! 🙂

      Danke dir und lass auch du es dir gut gehen!
      LG Manfred

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