Stehaufmännchen

Von in 2020 16 Kommentare , ,

Was stürmte da im auslaufenden Winter, bzw. im beginnenden Frühling so alles auf mich ein. Vieles war definitiv nicht angenehm, manches sogar schmerzhaft, wie mein Infekt Anfang Februar mit Kopfschmerzen der richtig dollen Art. –
Inzwischen habe ich erfahren, dass dieser Erreger bei manchen sogar Hirnhautentzündungen hervorgerufen haben soll. … und jetzt darf ich mich (schon) wieder über eine schön ansteigenden Form freuen! –
Wir müssen zwar stundenlang vorm PC sitzen und Mailings abarbeiten, Arbeitsaufträge versenden und Rückläufe „überwachen“ … und ich komme (noch) nicht jeden Tag raus, aber es geht aufwärts!

In der Retrospektive habe ich gestaunt: habe ich Nehmerqualität, oder eine Fähigkeit immer wieder hoch zu kommen … bin ich also ein Stehaufmännchen?

Oder ist es einfach für uns Läufer typisch?

Wollen wir uns gar nicht unterkriegen lassen, weil wir wieder laufen wollen?

… also krank feiern, wie es vielleicht Arbeitskollegen zelebrieren, geht nicht!

Wer krank im Bett liegt, oder wegen Männerhusten zuhause bleibt, der kann auch nicht laufen!
Wehleidigkeit ist dann kontraproduktiv!

Resümee: Alleine in den letzten 8 Jahren habe ich einiges einstecken müssen, habe aber danach immer Spaß an meiner Lauferei gehabt, bzw. zurück gefunden und auch immer wieder an tollen Events teilnehmen können!

  1. Da war mein böser Fahrradunfall mit schwersten Gesichtsverletzungen und „Einschränkungen“. Nur wenige Monate später schon konnte ich wieder einen tollen 100 km Lauf im Gebirge vollenden.
  2. 2 Jahre später hatte ich im Frühjahr erst eine schmerzhafte Mittelohrentzündung und im Frühsommer eine Rippenfellentzündung und doch konnte ich über acht Etappen so viel Spaß am Transalpine-Run haben und ihn mit Freund Ulrich auch erfolgreich beenden!
  3. Danach war die Knie-OP (2015) nach Meniskusschaden und Knorpelglatze. Es wurde hervorragend „gerichtet“ und seither habe ich wieder so viel Spaß an und bei meiner Lauferei und war auf kürzeren Strecken (16 km bis 29 km) schon 3 x wieder im Gebirge und bin den Marathon am Rennsteig und den Berlin-Marathon, mit Elke und Volker, gelaufen!
  4. Letztes Jahr war das 1. Schulhalbjahr psychisch hoch anstrengend und doch lief es im Herbst wieder mit der Lauferei und ich konnte einen sehr schönen 10er an Silvester laufen!

Mit der Lauftruppe ums Läuferherz und der Truppe um Alex habe ich Leute, die mich schon wieder auf Trapp bringen werden! – Nicht, dass ich das nicht alleine könnte, aber bald dürfen wir bestimmt wieder zusammen! 😛

Da machen mir doch wohl die paar kleineren Malaisen nichts aus, die mich am Anfang des Jahres ereilten! Sie können mich nicht aus der Bahn werfen! 😛

Nö, so leicht geht das nun auch wieder nicht! 😎

Also dran bleiben, denn nach jedem Tief kommt wieder ein Hoch!

ODER ETWA NICHT? 😆

16 Kommentare

  1. Anna |

    Lieber Manfred,
    ich denke das liegt einem oder nicht. Entweder man ist ein „Stehaufmännchen“ oder nicht – entweder man ist ein positiver Mensch oder nicht. Dabei nicht gesagt, dass sich eine negative Persönlichkeit nicht in eine positive ändern kann, das ist durchaus möglich 😉
    Ob die Fähigkeit immer wieder hoch zu kommen für Läufer typisch ist weiß ich nicht, es gibt bestimmt ausnahmen, aber im Allgemeinen erlebe ich Läufer eher als Stehaufmännchen 😊
    Du hast in der Tat einiges einstecken müssen und bist immer wieder aufgestanden! Hut ab! 👍 Daher bist du jetzt auch wieder auf dem guten Weg zurück.
    Liebe Grüße Anna

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    • Manfred |

      Liebe Anna,

      sicherlich muss so etwas schon „angelegt“ sein! – … und positives Denken tut sooo gut und steckt hoffentlich auch andere an! 🙂

      Die Fähigkeit ist sicherlich nicht nur typisch für Läufer. Das war auch mehr eine rhetorische Frage. Es könnte aber für Leute typisch sein, die etwas sehr gerne machen und sich deshalb nicht durch Krankheiten und/oder Pech abhalten lassen wollen!

      Auch wenn ich manche „Durststrecken“ hatte, habe ich mir diesen Zusammenhang bisher noch gar nicht so bewusst gemacht. Von daher habe ich es mal in einem Bolgbeitrag thematisiert. Und dass ich wieder auf einem guten Weg bin, stimmt mich auch sehr dankbar und lässt mich auch sehr ruhig auf die noch kommenden Monate des Jahres (2020) blicken.

      Ich hoffe und denke das auch für dich!

      LG Manfred

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  2. Catrina |

    Lieber Manfred
    Klar bist du ein Stehaufmännchen! Du bist nicht unterzukriegen!
    Nicht alle Läufer sind so – ich habe etliche Beispiele im Bekanntenkreis die früher Läufer waren und jetzt aufgehört haben. Familie, Beruf, Verletzung, etc… und dann sind sie plötzlich nicht mehr dabei. Ist ja auch ok.
    Aber: dann gibt es die ganz unerschütterliche Sorte, vor allem unter den Ultraläufern. Die sind hartnäckig, engagiert und beharrlich. Egal, was ihnen zwischen die Füsse geworfen wird, die stehen wieder auf.
    Da hilft es natürlich, wenn man eine Support-Team hat, wie du mit den Läuferherzen und die Alex-Truppe.
    Aber du könntest es auch alleine. Und ja richtig: nach jedem Tief kommt ein Hoch – weiter so, mit deiner ansteigenden Form!
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Zürich!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      jetzt auch bei mir … verkriechen sich deine Kommentare gerne im Spam? 😆

      So so, kannst du das schon so gut beurteilen? – Aber vielen Dank für diese Rückmeldung! 😉 – Schade ist es aber, dass es einfach nicht alle schaffen! 😥 Allerdings denke ich, dass viele Sportler durch Niederlagen eher wieder hochkommen, sofern ihnen der Sport einiges, oder sogar viel bedeutet! 🙂

      Ja, entweder hilft uns der Ultralauf, oder wir kommen zum Ultralaufen, weil wir so gestrickt sind? … Die berühmte Frage nach der Henne oder dem Ei! 😛

      Klar käme ich auch alleine zurecht, aber es macht Spaß zumindest ab und an mit anderen zu laufen. Meist sind es jüngere und die laufen auch noch zügiger durch die Weltgeschichte! 😉

      … an der ansteigenden Form kann ich arbeiten und es macht Spaß!

      Aus Darmstadt mit „knallig“ klarem, blauem Himmel LG Manfred

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  3. Volker |

    Lieber Manfred,

    was wäre denn die Alternative zum Wiederaufstehen? Und sag jetzt nicht Liegenbleiben 😛

    Kaum jemand kommt ohne blaue Augen durchs Leben. Auch wenn man es sich nicht wünscht, bzw. darauf verzichten könnte, formt gerade das Negative den Menschen. Man lernt fürs Leben, zieht seine Schlüsse und paßt sein Leben daran an.

    Das man sich allerdings schneller von Tiefschlägen erholt, wenn man an der Sache hängt, liegt in der Natur der Sache. Mich hat das Laufen durch schwerste Zeiten getragen, drum lohnt es sich auch erstrecht um das Laufen zu kämpfen.

    Vielleicht sorgt das Durchstehen von Auf und Abs beim Laufen tatsächlich für ein höheres Stehvermögen im Alltag, wer weiß?

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      na, mit einem miesepetrigen Gesicht rumlaufen und nur noch schlechte Laune verbreiten! So wie der Fliesenleger von dem Helge zuletzt auf ihrem Blog berichtet hatte! 🙁

      So so, solche Glückspilze gibt es also nur im Märchen! 😉 Aber dass gerade das Negative den Menschen formt, ist so nicht unbedingt meine Meinung. Ich denke, dass auch und vor allem das Positive formt und formen kann. Aber vielleicht ist das nicht nur Ansichtssache, sondern auch Veranlagung! 🙂

      Wer sich nicht vergräbt, sondern die positive Begabung des „Sich-Raus-Kämpfens“, oder wichtige Ziele im Auge hat, der wird sich sicherlich effektiver, schneller oder überhaupt wieder rauswurschteln!

      Dass das Durchstehen von Auf und Abs beim Laufen, ich würde allgemeiner sagen, durch den Sport im Alltag hilft, habe ich vielfach an mir und anderen beobachtet. Vielleicht sehe ich das als Sportlehrer zu sehr durch einen Filter, aber das glaube ich nicht!

      Also, lass uns am Laufen aus mehrfacher Sicht festhalten, zumal es sooo viel Spaß macht! 😆

      LG Manfred

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  4. ultraistgut |

    Lieber Manfred, der eine kann es, der andere nicht, der eine ist schwach, der andere nicht, der eine sitzt und sitzt und sitzt, der andere nicht, aber WIR stehen wieder auf, streifen den Schmutz ab und vorwärts geht es wieder.

    Ob das nun eine spezielle Eigenschaft von Läufern ist, keine Ahnung, obwohl ich auch Läufer kennengelernt habe, die viel herum pienzen und wenn es darauf ankommt kneifen, es ist halt wie im “ richtigen “ Leben !

    …………und du gehst mit gutem Beispiel voran……….. Schüler und so……….

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      ja, sind wir einfach froh und dankbar, dass wir nicht sitzen (bleiben) können! 😉

      Natürlich ist es nicht so ohne weiteres zu ermitteln, ob es eine spezielle Eigenschaft von Läufern ist. Es war auch eher als rhetorische Frage gemeint! … und klar, ich habe auch schon jammernde Läufer erlebt, die ein ach so schweres Los haben. Schade drum, da ihr Hobby, die Lauferei, ein doch sooo schönes Hobby ist! 😥

      Du gehst ja auch mit gutem Beispiel voran … in deinem Ort … in deiner Nachbarschaft und bei deinen Kursen. – Das lassen wir uns auch nicht nehmen, weder die Lauferei, noch unsere Einstellung zu ihr! 😆

      Bleiben wir dran!
      LG Manfred

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  5. Christian |

    Lieber Manfred,

    ich denke nicht, dass das Nicht-unterkriegen-lassen etwas Läuferspezifisches ist, es ist vielmehr ein Persönlichkeitsmerkmal, dass nunmal viele Menschen haben, die sich auch immer wieder an ihre Grenzen wagen, wie z:B. beim Ultralauf, aber auch in anderen Lebensbereichen. Auch mit Schmerzen oder Krankheit geht jeder anders um und oft genug haben wir keinen Plan, wie wir wieder auf die Beine kommen sollen, aber das Laufen hilft dabei.
    Also freu Dich, ob der aufsteigenden Form und der Qualitäten, die Dir das Laufen für die anderen Lebensbereiche schenkt…ich freu mich mit Dir 😊

    Salut

    PS: Ich mag meine vielen Wiedereinstiege und Verletzungen gar nicht auflisten 🤣

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    • Manfred |

      Lieber Christian,

      danke dir, auch für deine Reflexion!

      Wie schon geschrieben, war es mehr „laut“ gedacht im Sinne einer rhetorischen Frage. Wahrscheinlich ist es eher ein Persönlichkeitsmerkmal, als typisch für Läufer. Auch wollte ich nicht wehleidig klagen, eher dankbar zurück blicken, dass es immer wieder weiter geht. In solchen Situationen denke ich auch nicht sehr weit in die Zukunft, bin vielmehr auf den nächsten Schritt fokussiert und fange meist sehr vorsichtig an. Je länger die Pause war, desto vorsichtiger ist mein Start. – So wollte ich auch keine Liste „aufmachen“ und meine Unterbrechungen thematisieren, da gibt es sicherlich einige, die mit viel mehr Rückschlägen zu tun hatten.

      Vielleicht aber kann ich der einen oder dem anderen signalisieren, dass es weiter geht und mit Geduld auch gut, oder sehr gut weiter gehen kann.

      Dir wünsche ich die nötige Geduld und Kraft und dass du bald soweit bist, dass es wieder richtig Spaß macht!

      Salut

      Antworten
  6. Elke |

    Lieber Manfred,
    Deine Geschichte ist ein Paradebeispiel für den Tipp, immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist! Ich denke, dass wir Läufer uns ein gewisses Maß an Durchhaltewillen antrainieren, dass einem Nichtsportler vielleicht icht so in den Schoß gefallen ist. Doch mir scheint, Du hast ohnehin ziemliche Nehmerqualitäten, dann aber auch ein richtig dickes Fell und einen unbändigen Willen obendrauf, Chapeau! Und richtig Grund zur Freud ist doch, dass Dich all das nicht unterkriegen konnte und Du wahrhaftig immer wieder aufs Gleis zurückkamst, das ist nicht jedem gegeben, ein Grund zur Dankbarkeit. Natürlich wünsche ich Dir ganz herzlich, dass das nun das Ende der bösen Geschichten war und nun doch mal länger Ruhe ist!
    Liebe Grüße
    Elke

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Elke,

      vielen Dank dir! … aber Chapeau … ich hab es doch geschenkt bekommen! 😉

      Vor 2011 habe ich ja auch schon die eine oder andere kleinere Unterbrechung gehabt. Bei meiner Rückschau bin ich dann quasi bei meinem schlimmsten Unglück „hängen“ geblieben. Viele, die mich damals im Krankenhaus besucht hatten, erzählten später, sie hätten nie gedacht, dass ich „so“ schnell wieder auf die Beine komme. Das lässt mich immer wieder in mehrfacher Hinsicht sehr, sehr dankbar sein. Zumal ich nicht wusste, ob ich mein „Augenlicht“ verliere und wieder laufen kann. Das war auch 2015 nach der Knie-OP (Knorpelglatze) nicht klar. … und dann kam mir der Vergleich zu den diesjährigen „Unbillen“ und dass ich das sicherlich gut wieder hinkriegen werde.

      Zudem hoffe ich ein Signal gesendet zu haben, dass es immer wieder weitergehen kann! 🙂

      Also vielen Dank! Auf dass du verschont bleibst! 🙂

      LG Manfred

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  7. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    puh, da hast du ja eine ganze Latte an Malaisen gesammelt. Liest sich, wie die Anamnesen in einer Krankengeschichte…
    Das online-unterrichten ist sicher sehr zeitaufwändig, das sehe ich bei befreundeten Lehrern hier auch, aber soweit ich höre, funktioniert es im Großen und Ganzen ganz gut. Klar gibt es auch hier auf beiden Seiten solche, die sich mit Mindestaufwand durch die Affäre schummeln, aber die gibt es ja auch sonst. 😀
    Wie lange bleiben die Schulen bei euch denn noch geschlossen?

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Doris,

      danke auch dir!

      Hoffentlich liest man nicht nur die Aufzählung der blöden Unglücke, sondern auch jeweils die positive Verläufe danach! 😉

      Natürlich gibt es nicht nur Leute, die jetzt übertreiben und zu viel fordern, sowie andere die zu „low“ machen, aber im Allgemeinen geht es ganz gut.

      Die Schulen hier in Hessen haben mit den Großen und Abschlussjahrgängen (Haupt- und Realschule) letzte Woche begonnen. Der nächste Schritt erfolgt dann am 18. Mai.

      Hoffen wir, dass alles gut geht und die Schwarzseher nicht Recht behalten!

      LG Manfred

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  8. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    nach der Nacht folgt der Tag. Nach der Talfahrt folgt der Aufstieg und nach Regen kommt irgendwann Sonne. Das ist eben das Leben. Und je eher man sich nach der Talfahrt auf den Weg nach oben macht, desto eher ist man oben angekommen 🙂
    Und ich denke das ist eben einfach eine Einstellungssache. Einigen fällt es sicherlich leichter wieder aufzustehen. Aber ich glaube auch, das Sportler eher zu den Leuten gehören, die nicht „krank machen“ und liegen bleiben 😆
    Weil wir wollen ja raus. Wir wollen uns bewegen.
    Das es Rückschläge gibt, liegt in der Natur des Lebens, aber wir lassen uns dadurch eben möglichst wenig ausbremsen.
    Und du hast in den letzten Jahren ja eindrucksvoll bewiesen, wie es geht!
    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Helge,

      danke dir!

      Ja, durchaus will ich da wieder raus! 😆 … und ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin. Diesen Weg wünsche ich allen, die (wieder) unten drin sind! … und dann Zeit lassen, man muss ja nicht als erster oben sein! 😉

      Inzwischen macht es wieder so richtig Spaß. Das Tempo lasse ich erst mal sein, wie es ist, da wird nicht bewusst gebolzt! Nur wenn Schuhe und Beine es wollen, wie letzten Freitag, lasse ich es rollen! 😛

      In diesem Sinne
      LG Manfred

      Antworten

Und, was denkst du?