helfen angesagt!

Von in 2017, Hilfsaktionen 10 Kommentare

uijuijuijuiju … das hätte heute Nacht aber knapp werden können! 😳

Langsam und der Reihe nach:
Mittwoch Nachmittag; meist laufen meine Frau und ich eine kleine gemeinsame Runde, bevor ich meine etwas längere anschließe. Manchmal fahre ich danach auch in die Stadt zum Läuferherz, um dort mit meinen Freunden zu laufen.

Einen Großteil der Runde hatten wir hinter uns gebracht, als wir ca. 100 m vor uns etwas liegen sahen. Wir beschleunigten den Schritt intuitiv, als uns auch schon eine kleine Töle ankleffte. Da lag ein älterer Herr ausgestreckt auf dem Boden und war nicht ansprechbar. Ich sprach ihn ruhig an, kramte mein Handy raus und rief den Notruf an. Er reagierte erst überhaupt nicht, während meine Frau in Richtung Vereinsheim des Eberstädter Waldsportplatzes lief. Dort fing sie den Rettungswagen ab und leitete ihn zur Sturzstelle.

         

Der Hund hatte sich beruhigt und war sogar sehr zutraulich geworden. Der alte Herr wusste inzwischen seinen Namen, konnte sich aber an den Hergang des Sturzes nicht erinnern. Erst hatte er mich barsch zurückgewiesen, ließ uns dann aber zum Glück gewähren. Ich hatte ihm fortwährend ruhig zugeredet. – Inzwischen war es dunkel geworden, als sich die Sanitäter um den Herrn kümmerten. Dem kleinen Hund aber war wohl ganz bang.

   

Es dauerte auch eine geraume Zeit, dann konnte ich den Sanitätern meine Kontaktdaten geben und mir die Adresse des Herrn nennen lassen. Die anschließende Bewegung tat dem kleinen Hund gut, den wir quasi auf unserem Heimweg bei Frauchen vorbei bringen konnten. Die Arme war ganz in Sorge um ihren fast 78jährigen Mann. Sehr rührend übernahm dann eine aufmerksame Nachbarin die „Verantwortung“, so dass wir beruhigt nach Hause traben konnten. – Mein Lauf war nicht mehr wichtig!

Nicht ausmalen wollten wir uns, wie es dem Gestürzten ergangen wäre, wenn er da so alleine hätte bleiben müssen. Auch 7 Grad können einem älteren hilflosen Mann mehr als nur stark zusetzen! 😥

Wir erfuhren, dass er am Freitag Geburtstag hat. Ich werde ihm wohl ein Kärtchen vorbeibringen und mich nach ihm erkundigen! 😕

10 Kommentare

  1. Christian |

    Lieber Manfred,

    alles richtig gemacht, wie mir scheint und es ist gut nachzuvollziehen, dass der Lauf selbst in den Hintergrund gerückt ist.

    Salut

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Christian,
      danke für die nachträgliche, ärztliche „Absicherung“! 🙂
      Da es doch ne Weile gedauert hatte bis sie die Erstversorgung vor Ort vorgenommen hatten und ich in kurzen Klamotten war, hatte ich dann zusätzlich nicht mehr den „Drive“ loszuziehen! … obwohl ich dann ne Decke erhalten hatte. 😉

      Salut

      Antworten
  2. Volker |

    Lieber Manfred,

    was für ein Schreck in der Abendstunde mit zum Glück guten Ausgang.

    Für mich ein Argument beim Laufen immer ein Telefon dabeizuhaben. Es muß einem ja nicht unbedingt selber etwas passieren.

    Ich hoffe Ihr seid bei 7° während Eures Einsatzes nicht selber zu sehr durchgefroren, ohne Bewegung wird es in spärlichen Laufklamotten ja doch frisch.

    LG Volker

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Volker,
      ja, das ist sehr wohl ein Argument für ein Handy!
      … und das mit dem Durchfrieren war mir passiert. Erst ne Weile ohne Decke und dann wurde es trotz Decke kalt. Also nach dem Schrecken Abmarsch nach Hause! 😉
      LG Manfred

      Antworten
  3. ultraistgut |

    Lieber Manfred, was für ein Segen, dass ihr vor Ort ward und erste Hilfe leisten konntet, ihm wohl das Leben gerettet habt, alles richtig gemacht ! Hoffen wir, dass er seinen Geburtstag wieder gesund bei seiner Frau und seinem kleinen Beller verbringen kann !

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      ja, natürlich wünschen wir dem Herrn nur das Beste, gerade so kurz vor seinem Geburtstag.
      Er ist unter anderen Spaziergängern und Hundehaltern insofern bekannt, als einige seinen Hund kannten und sogar wussten, dass er mit Tippelschritten (Stolpergefahr) unterwegs ist und wo er ungefähr wohnt. Er gehört quasi zum „Bild der unmittelbaren Umgebung“!
      Wäre schön, wenn unsere Hilfe rechtzeitig und nachhaltig gewesen ist.
      LG Manfred

      Antworten
  4. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    super, dass ihr so schnell reagiert habt! Puh, ich kann gut nachfühlen, dass nach so einem Rettungseinsatz das Laufen in den Hintergrund tritt. Manchmal gibt es eben doch wichtigeres im Leben!
    Ich hoffe sehr, dass es dem Herrn bald wieder so gut geht, dass er seine Hunderunde wieder aufnehmen kann! 🙂

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Doris,
      dass wir dort geholfen haben, war doch selbstverständlich!
      Wir hoffen auch, dass es ihm besser geht und er morgen erst einmal seinen Geburtstag gut erholt feiern kann!
      Wie und wann er auf seine Hunderunde geht und gehen kann erfährt er hoffentlich von seinem Arzt. Vielleicht in Zukunft mit einem Notrufgerät, welcher Art auch immer. 😳
      Ein Leben ist wichtiger, als ein Läufchen! 😉
      LG Manfred

      Antworten
  5. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    was bin ich froh, das ihr den Mann gefunden habt und ihm helfen konntet.
    Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ihr nicht dort gewesen wärt. Der ältere Herrn hatte wohl einen Schutzengel 🙂
    Da freue ich mich 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Helge,
      für uns war es selbstverständlich zu helfen.
      Sicherlich wäre es aber für den älteren Herrn nicht so ausgegangen, wenn wir dort nicht vorbeigekommen wären.
      Hoffentlich hat er in Zukunft ein Notrufgerät, egal welcher Art, bei sich!
      Jeder andere von uns hätte ja auch geholfen, so wie es z. B. Schwiegervater vor Jahren auch getan hat … und das noch ohne Handy. Leider hatte es damals nicht viel geholfen. Der Herr damals bekam einen Schrittmacher, verstarb aber leider zwei Tage später! 😥
      Auf dass noch viele solche Schutzengel haben! 🙂
      LG Manfred

      Antworten

Und, was denkst du?