Kanutour 2018

Von in 2018, mal was anderes 12 Kommentare , , ,

Zu unserer Sommersportwoche gehört immer eine Kanuwanderung mit dem Material von Bine und Wolfgang von KanuTours. Meist sind wir dann auf der Lohne unterwegs. Das ist gut zu organisieren, wir wohnen nah an der Einstiegsstelle und es ist selbst mit den Lustloseren der Pubertierenden zu bewerkstelligen.

Ich habe eine Kanu-Guide-„Ausbildung“ und kenne den Fluss sehr gut. Normalerweise paddelt der ortskundige Guide hinterher. Dieses Jahr hatten wir aber so ein paar Kanaillen dabei, die auch nicht zuhören, wenn man sie zum 587. Mal dazu aufgefordert hat. 😥 Deshalb planten wir um.

Auch die Dösbaddel, die garantiert bei jeder Flussbiegung in die falsche Richtung fahren würden, sollten ans Ziel gelangen! :mrgreen: Also fuhr ich voraus. Bis zur Mittagspause paddelte alles wie am Schnürchen. Ich war schon happy, aber der schwierigere Teil sollte ja noch kommen!

… gibt es sowas auf diesem Fluss überhaupt? … *erstaunt Haare kratz*

Da es bis Diepholz gut ging, konnten wir dort auch die ersten Eindrücke genießen. Der Fluss wurde enger, Seerosen schwammen auf dem Wasser

  

… und es gab richtig tolle Vorgärten! Kinder spielten im Sand und Enten waren wohl in den Gärten gern gesehene Gäste! – Manche Grundstücksbesitzer gestalteten ihre Zugänge zum Wasser mit Humor:

Dann waren wir an der Anlegestelle und zogen unser Boot aus dem Wasser. Die ersten Schülerboote ließen auch nicht lange auf sich warten und waren in der engen „Rinne“ in Diepholz zu sehen. Pünktlich und zügig konnten wir die ersten 8 Kanus „bergen“ und reinigen:

  

… aber dann … ! Es dauerte eine Ewigkeit und kein weiteres der restlichen 7 Kanus tauchte auf. Nach einem ordentlichen Ans….. von einem anderen örtlichen Veranstalter paddelte ich mit 2 Schülern den anderen entgegen. Unsere Boote waren gar nicht so weit entfernt, stritten sich aber nebeneinander „liegend“, anstatt diesen engen Bereich der Lohne hintereinander zu befahren. So hätten sie das Ziel wohl nie erreicht.

Warum aber hatte es diesen aufgeregten örtlichen Kanu-Guide gegeben?

In der Annahme, dass eines seiner Boote verlustig gegangen sei, hatten Anwohner fälschlicherweise ihn angerufen. Es war aber eines unserer Mädels-Boote, das er auf seinen Hänger packte und nach Diepholz brachte. Weil sie das letzte Boot vor sich nicht mehr sahen, hatten 3 unserer Mädels heulend im knietiefen Wasser gestanden, anstatt im Boot zu bleiben und weiter zu paddeln. 😥

Warum aber die Kommunikation mit den beiden anderen Lehrerbooten nicht geklappt hat, ließ sich nicht letztlich klären. Eines von ihnen hatte eigentlich meinen Part übernehmen sollen.

Vielleicht hatten die Kollegen auch nur die Faxen dicke so mittenmang im Chaos? 😳

Ich habe meine Lektion gelernt! – Es wird so nicht wieder vorkommen! 🙄

12 Kommentare

  1. Volker |

    Lieber Manfred,

    die Geschichte scheint Dir ja echt noch nachzuhängen. Nimm es nicht so tragisch. Schließlich konnte bei der Wassertiefe ja keines der Pubertiere in ernsthafte Gefahr kommen. Und der Kanufuzzie sollte mal ein Kommunikationsseminar belegen 😉

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,
      danke für die Aufmunterung! 🙂
      Ganz so, wie es im Beitrag rüber zu kommen scheint, ist es nicht! Ich wollte einfach was dazu schreiben und wenn es zur Verarbeitung hilft, auch gut!
      Den „Kanu-Fuzzi“ kenne ich ja persönlich. Für ihn ist es irgendwie nervig, dass immer er angerufen und verantwortlich gemacht wird. Er ist vor Ort etwas bekannter als meine Freunde Bine und Wolfgang, die zwar auch im Umkreis wohnen, aber doch mehr Kanuwanderungen sonstwo machen. Jetzt sind sie z. B. im Bayerischen unterwegs!
      Also, alles im Lot! 😉
      LG Manfred

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    • Manfred |

      Lieber Markus,
      oh, lass mal, meine Erwartungshaltung ist inzwischen auf einem ziemlich niedrigen Niveau! 😉
      Schön war es, da haste Recht! … und da wir mehrere Kollegen waren, verteilte sich der Stress ganz gut! :mrgreen:
      LG Manfred

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  2. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    sorry, aber bei der Vorstellung das die Mädels da heulend im Wasser stehen … 😆
    Da muss ich einfach lachen.
    Ich meine du bist wenigstens zu deiner Extra Portion Paddeln gekommen 🙂
    Und so wie es aussieht, haben es alle überlebt. Keine Verlusste.
    Das ist doch in jedem Falle ein Erfolg 😉
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,
      was meinst du, wie sich Bine (Kanu-Verleih) zusammenreißen musste … ! 😛
      Klar, ich konnte mich nochmal warm paddeln, allerdings war es mit 31 Grad eigentlich warm genug! 😆
      Keine Verluste! – Ist allerdings wirklich eine Erfolgsmeldung; stell dir vor, da wären ein paar falsch abgebogen und ein Wehr runtergefallen! 😳
      Also, doch vieles richtig gemacht! 😉
      LG Manfred

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  3. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    hihi – Geschichten, die das Leben schrieb… Ausdenken kann man sich das nicht, weil dann hieße es gleich: zu klischeebehaftet! 😉
    Schön, dass sich nach der Aufregung doch noch alles aufgelöst hat und keines der Kanus auf immer in einer Spalte des Zeit-Raum-Kontinuums verschwunden ist! 😀

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      ja, irgendwie auch wieder lustig, was das Leben so für Geschichten schreibt! 😉
      Nach Art eines Science-Fiction habe ich es noch gar nicht gesehen, obwohl eine gewisse Schwäche für das Genre habe! 😆
      Die Aufregung hat sich relativ schnell wieder gelegt und der andere Kanu-Veranstalter hat sogar beim Aufladen der Kanus mitgeholfen!
      LG Manfred

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  4. Christian |

    Lieber Manfred,

    rationales Denken und Handeln ist nicht jedermanns Sache, wie man bei Dir lesen darf und v.a. in einer bestimmten Altersstufe scheint die Ratio sich erst noch ausbilden zu müssen…oder auch nicht 😉
    Schön, dass es doch noch irgendwie gut ausgegangen ist, allerdings war der Stress nicht notwendig

    Salut

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    • Manfred |

      Lieber Christian,
      oh ja, das mit der Ratio??? :mrgreen:
      Man ist doch ordentlich mehr unter Strom, mit Schülern grundsätzlich, vor allem aber bei solchen Unternehmungen! Hinterher bin ich dann eigentlich immer nur dankbar, wenn es gut ausgeht, keiner fehlt und niemand verletzt ist! 🙂
      Bis der Stress wirklich abfällt, vergehen auch nach der Fahrt noch ein paar Tage!

      Salut

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  5. ultraistgut |

    Lieber Manfred, schon wieder Ärger, den MANN nicht braucht, kann mir lebhaft vorstellen, wie dir zumute war, zum Glück ist ja alles gut ausgegangen !

    Wenn ich mir das Wasser so ansehe, gibt es dort nicht viele Mücken, die einen ebenso verrückt machen können ?

    Bald kannst du dich von allem wochenlang erholen ! Muss ein gutes Gefühl sein !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      das war nicht ohne, vor allem wenn du dort noch einen Ans….. erhälst! 😥 Vom Ende her gesehen … alles gut! 🙄
      Dieses Jahr hatten wir echt gute Bedingungen, da hatten wir schon deutlichst schlimmere (Mücken-)Verhältnisse! 🙂
      Da die letzte Woche nochmal richtig schlauchend war, auch bzgl. „innerer“ Vorspannung (angiologische Untersuchung wegen meiner damaligen Thrombose), bin ich jetzt wirklich froh, dass es bald etwas ruhiger zugehen wird!
      LG Manfred

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