Schirmschneise

Von in 2020 12 Kommentare , ,

Rückblende:
Letzten Mittwoch war tolles Wetter. Zum Glück konnte ich mal am frühen Nachmittag raus. Anders wäre auch ein Lauf nicht drin gewesen. Der Abend war durch das Winterfest unserer Schule geblockt. Wenn man auf der Liste steht, kann man ja nicht wegen eines Laufes zurückziehen.

Mein Lauf führte mich nach Westen, für eine kurze Runde in flacheren „Gefilden“.

Auf der Schirmschneise sprang doch plötzlich Michael aus dem Gebüsch und lief mir entgegen. … Naja, er kam nicht wirklich aus dem Gebüsch … es sah nur so aus. 😆 Als ich dort vorbeilief, entdeckte ich einen kleinen Weg. „Verständlich“, dachte ich, war doch Michael früher ein Top-Hindernisläufer. In seinem besten 3000m-Hindernisrennen hatte er die Quali für eine anstehende Europameisterschaft nur verpasst, weil sie in Koblenz damals zu doof waren alle Hindernisse rechtzeitig auf die Bahn zu stellen. Das erste Hindernis wurde erst „reingeschoben“, als die Läufer vorbei waren. Auch wenn das max. 1,5 Sek. ausgemacht hätte, das Rennen war nicht regelkonform. 😥 – Wir grüßten kurz, als Nachbarn und ehemalige Vereinskameraden! 🙂

Am Donnerstag war ich wieder auf der Schirmschneise unterwegs um Alex entgegen zu laufen. Wir hatten uns dort verabredet. Nach Brückenquerung (B3) kam mir Jule, Tochter von Alex, entgegen und merkte nur kurz an: „Mama kommt gleich!“

Eine solch freie Sicht, wie auf dem Bild, hatte ich nur nicht. Viele Spaziergänger waren unterwegs und nutzten das ungewöhnlich sonnig „warme“ Januarwetter. Zwischen den Spaziergängern hindurch erkannte ich eine weitere Läuferin … aber es war noch nicht „die Mama“ 😆 … es war Finja, eine weitere Schülerin unserer Schule. Witzigerweise hatten sich die beiden Mädels, Topathletinnen (Läuferinnen und Triathletinnen), genau auch dort auf der Schirmschneise zu einem gemeinsamen Lauf verabredet. – Wir grüßten nicht nur kurz, sondern blieben stehen. Die beiden Mädels hatten sich verpasst, aber Jule kam schon wieder zurück. So reichte die Zeit für einen kurzen Plausch. … und als die Mädels sich verabschiedeten, kam mir auch schon „die Mama“ entgegen.

Man, was`n Betrieb auf der kleinen und eigentlich auch unbedeutenden Schirmschneise! 😆

12 Kommentare

  1. Elke |

    Lieber Manfred,
    das ist ja lustig! Fast wie auf Verabredung strömen sie auf Wegen und Pfaden zur Schirmschneise. Scheint der Hot Spot der Darmstädter Läufer Community 🙂
    Aber woher kommt dieser Name?
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,
      also zum Namen dieser Schneise kann ich leider nichts sagen. Da müsste ich mal recherchieren.
      Neu wäre mir aber, dass das der (neue) Hot Spot der Darmstädter Läufer Community ist. Zwei kleinere Lauftreffs hätten es nicht so weit bis dorthin, aber der große Lauftreff ist gaaanz weit weg, quasi im Osten, während die Schirmschneise im Westen liegt. 😉
      Ansonsten ist diese Schneise nicht nur die Verlängerung eines Weges über eine Brücke (B3), sondern recht nahe an der Heimstättensiedlung im Westen Darmstadts.
      LG Manfred

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  2. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    ist doch klar, wenn alle das zum Laufen angenehme Wetter und das Tageslicht nutzen. Da kann es schon mal zu einer „Läuferanhäufung“ kommen! 😉

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    • Manfred |

      Liebe Doris,
      ja, natürlich kann es dann mal zu einer Anhäufung kommen kann 😉 aber mitten am Nachmittag mittenmang der Spaziergänger so vereinzelte Läufer und genau dort mitten auf der Schneise. 😳 Eigentlich war da kein markanter Punkt, den man zur Vereinbarung hätte herausheben können! 😛
      … das führt mich aber nicht zu irgendwelchen weiterreichenden Tüfteleien! 😉
      LG Manfred

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  3. ultraistgut |

    Lieber Manfred, würden sie denn mal alle draußen sein, wenn das Wetter vermeintlich “ schlecht “ ist, aber lieber nicht, dann haben wir die Piste an solchen Tagen für uns alleine.

    Hier an der See genieße ich die Tage, an denen ich ganz alleine bin – und Läufer, dann noch solche, die man kennt, treffe ich hier so gut wie nie !! Vielleicht bist du ein Magnet……………..wer weiß……………

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      ja richtig, wenigstens den Unterschied gibt es noch. Bei schönem Wetter stellen wir uns darauf ein, dass viele draußen sind und bei „schlechtem“ Wetter sind wir alleine, weil sich keiner raustraut! 😉
      Ob ich ein Magnet bin … keine Ahnung, glaube es aber eher nicht! Genieße deine Seenrunden, wenn du so ganz alleine bist! 😎
      LG Manfred

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  4. Volker |

    Lieber Manfred,

    nicht, dass die Schirmschneise nach im Verkehrsfunk auftaucht, wegen erhöhten Verkehrsaufkommen. „Spaziergänger auf der Schirmschneise werden gebeten eine Läufergasse zu bilden“ 😀

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      das wäre doch mal ne Meldung! 😉 Kann ja mal bei unserer lokalen Presse nachfragen, ob sowas jeweils zeitnah umzusetzen ist! 😆 … oder im Radio … nur wer hört da noch rein? 🙄

      Wahrscheinlich aber bleibt uns nur der Slalomlauf. Wir dürfen uns dann aber nicht wundern, wenn nachher die Strecke viel länger ist! 😉

      LG Manfred

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  5. Catrina |

    Lieber Manfred
    Das ist ja wie am Bahnhof bei euch! Schön, dass es so viele aktive Sportler gibt, auch von der jüngeren Generation.
    Ich hatte die gleiche Frage wie Elke „Warum heisst die Schirmschneise wohl so?“, aber das bleibt wohl ein Geheimnis.
    Ist es eigentlich immer noch so ungewöhnlich warm?
    Liebe Grüsse aus dem Süden!

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    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      ja, bei schönem Wetter ist da wohl ne Menge los! 🙂

      Ein bisschen was habe ich rausbekommen: zum einen weiß ich jetzt zwischen Wegen und Schneisen zu unterscheiden und zum anderen geht der Name der Schirmschneise auf eine Jagdeinrichtung zurück. Warum aber Schirm-schneise kann ich immer noch nicht sagen. Ob die Jagdeinrichtung so hieß, oder ob es an der Form dieser Jagdeinrichtung lag???

      Vielleicht verfasse ich zu den Begriffen Weg und Schneise (hier im hessischen Forst) mal einen kleinen Blogbeitrag?

      LG Manfred

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  6. Oliver |

    Die Schneise ist dann wohl eine sehr beliebte Laufstrecke lieber Manfred 🙂 Ist doch sehr erfreulich, ausser man hat sich gedanklich auf Einsamkeit eingestellt. Die vielen Fußgänger sind dann ja nur eine „temporäre Erscheinung“ und solange laufen noch möglich ist, sollen sie ruhig Spazierengehen, Läufer sind ja tolerant.
    LG, Oliver

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    • Manfred |

      Lieber Oliver,
      zumindest bestimmte Läufer scheinen dort immer wieder unterwegs zu sein! 🙂 Wenn man aber Einsamkeit sucht, sollte man eine andere Tageszeit wählen, oder eben woanders laufen. Ortskundige wissen das; die anderen müssen dann halt diese Erfahrung „erdulden“! 😉 Aber wem erzähle ich das. Ein alter Hase wie du kennt das und hat das bestimmt in seinem Laufrevier schon ähnlich erlebt! 😉
      … und warum sollten Spaziergänger nicht den Sonnenschein auf solchen Schneisen nutzen?! 😎
      LG Manfred

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