Stadtlaufzeit und ich war wieder dabei … als Helfer! 😛 Logisch, dass ich mithelfe, zumal es bei mir selbst im Moment nicht rund läuft! 🙂

2 Wochen vorher lief ich beim Michael vorbei und meldete mich über seine Frau an. Zwischen den Geschäften Nähe Ludwigsplatz hatte ich als Streckenposten oder auch mal als Verantwortlicher eines Streckenabschnitts die meiste Erfahrung gesammelt, ein Einsatz dort sollte mir wieder gelingen! 😉

Vorzeitig war ich vor Ort. Wolfram informierte gerade einige Neulinge! Ich blieb geduldig neben ihm stehen, schnackte mit ein paar mir bekannten Läufern, als mich Wilfried (Cheforganisator) plötzlich fragte: „Manfred, hast du im Moment nichts zu tun?“ – Im Nu hatte ich eine Rolle graues Gaffer Tape in der Hand. 50 m Stromkabel waren abzukleben (Elektroversorgung für die Band Game of Jones), um Stolpergefahren vorm Nordeingang des Luisencenters abzuwenden.


für ne komplette Längsklebung reichte das Tape nicht 😳

Genau in diesem Moment traf unsere Tochter mit den Enkelinnen ein. Die Mama trennte die Streifen von der Rolle, ich klebte das Tape in entsprechenden Abständen und die ältere Enkelin trampelte sie schön fest! 😆

Dann ging es zurück zum Wolfram. Ich bekam ne Brezel, ne Flasche Wasser und mein Helfershirt, wurde von Wolfram aber noch zurückgehalten: „Manfred, du bist hier einer der erfahrendsten Helfer, geh doch bitte mit Thomas an die Kreuzung Wilhelminenstraße Ecke Elisabethenstraße und achte darauf, dass die Läufer dort richtig abbiegen. Du weißt, dass letztes Jahr die Helfer an der Kuppelkirche nicht richtig aufgepasst hatten!“


Streckenplan

Der rote Kreis auf dem Bild zeigt eine neuralgische Stelle der Streckenführung! Alle Läuferinnen und Läufer aller 5 Läufe, mit Ausnahme der Bambinis, müssen nach der Einführungsstrecke (Ludwigsplatz → Luisenplatz) in jeder weiteren Runde in die fordernde Streckenerweiterung hinauf zur Kuppelkirche (St. Ludwig) geleitet werden. – Da hieß es dieses Jahr besonders aufzupassen! Zum Glück waren wir zu zweit, konnten uns ergänzen, auch mal Unwillige von der Strecke komplimentieren, oder Lücken weisen zum Queren der Strecke!

Vorher hieß es aber noch einen Streckenabschnitt mit 400 m Flatterband abzusichern!

         

Während der Läufe ging eigentlich alles gut. 2 bis 3 Unwillige gibt es ja immer! Leider wollte ein Passant sogar handgreiflich werden und Thomas verprügeln. Zum Glück solidarisierten sich sogar viele Zuschauer! Keiner hatte Verständnis dafür, dass man beim herausfordernd langsamen Queren Unfälle provozieren muss. 😥

… und dann sehe ich immer krass viele Leute. 😆 Wir hatten alles so gut im Griff, dass wir uns in diesem Jahr zwischen den Läufen immer wieder unterhalten konnten. Am ausgiebigsten unterhielt ich mich mit Petra Wassiluk. In Teil 5 meiner Serie über prominente Sportler hatte ich von einer Begebenheit mit ihr erzählt. Erwähnenswert ist hier noch ihre Siegerzeit der AK W50 beim Frankfurt Marathon 2022: 2:51:25 Std. Wahnsinn was frau in dem Alter noch leisten kann! Sie gibt ihre Erfahrung auch weiter und betreut junge Läufer! 2 ihrer Schützlinge haben abgeräumt: Franziska Baist hat die Braustübl Women’s Challenge, den Frauenlauf, gewonnen und ihr Freund Oliver Kreuzburg wurde 2. beim Sparkasse Men’s-Challenge (1984 und jünger).

Nach den Läufen hieß es noch das Flatterband entfernen und das Helfershirt zurückbringen. Ich blieb noch etwas kleben, da sich viele mir bekannte Läufer in der Nähe der Bühne tummelten. Dort fragte ich z. B. den Sohn von Michael (5. Klasse), ob sie ihre Dauerkarte fürs Bölle schon verlängert hätten. Er gab bereitwillig Auskunft, als es plötzlich aus ihm herausplatzte: „Ich hab meinen Eltern noch gar nicht erzählt, dass ich eine 1 in Bio geschrieben habe!“ – TOLL, darüber freut sich doch ein ehemaliger Lehrer besonders! 🙂

… und ne Woche nach dem Heinerfest, einem der größten Innenstadtfeste Deutschlands, gibt’s ne Helferfete, bei der ich dabei sein will! – Danach bin ich wieder um ein Shirt, nämlich das Stadtlaufshirt, reicher! 😆 😛

Wer Zeit und Lust hat, kann im Laufreport einen längeren Bericht lesen und eine Fotostrecke anschauen!

8 thoughts on “beim Stadtlauf”

  1. Wunderbar, lieber Manfred!
    Euer Helfereinsatz war um einiges schwieriger als unseres vor zwei Wochen. Wir standen alleine an einem Waldrand und ihr seid mitten in der Stadt. Da habt ihr es nicht nur mit Läufern zu tun, sondern auch mit Passanten. Und, wie es mir scheint, nicht nur von der netten Sorte…. War der Schläger-Typ vielleicht einfach psychisch gestört? Wie schön, dass sich andere für euch eingesetzt haben!

    Als W50 eine 2:51 zu laufen ist Hammer!! Solche Top-Läufer sind doch immer wieder sehr inspirierend.

    Viel Spass am Heinerfest! Kommen deine Tochter und Enkelinnen auch? Die haben ja auch mitgeholfen…

    Liebe Grüsse aus dem kühl-bedeckten Zürich!

    1. Danke dir, liebe Catrina!

      Es hört sich etwas schlimmer an, als es war. Bei den Bambinis konnten wir das Flatterband auf der Hangseite zur Kuppelkirche hängen lassen und danach haben wir immer nur die Einführungsstrecke (Ludwigsplatz – Luisenplatz) abwarten müssen und dann das Band auf die andere Seite gezogen! Aufpassen mussten wir auf die Passanten, die unbedingt während eines Rennens die Strecke queren wollten. Die meisten waren aber sehr einsichtig und haben geduldig Lücken abgewartet und auf unser Kommando gehört! – Ob der Schläger-Typ psychisch gestört war, kann ich nicht sagen, es wirkte ein bisschen so! Auf jeden Fall ist er aggressiv und hochgradig egoistisch aufgetreten!

      Eine 2:51 für ne 53jährige Läuferin ist ne absolut TOLLE Zeit!!! 🙂 Irgendwie kribbelt es dabei … Wettkampf-Feeling … nur ist das ja schon lange nicht mehr meine Liga! 😛 – Ich hoffe für mich, dass ich mich so gaaanz langsam wieder in Shape bringen kann! 😆

      Ob wir beim Heinerfest aufschlagen ist noch nicht sicher?! – Zur Helferfete würde ich die Tochter gerne mitnehmen. Leider war sie nicht als Helferin registriert … aber du bringst mich auf eine Idee! Ich könnte ihr dann mein Shirt anbieten. Mal sehen, ob sie es haben will?! 😉

      Aus einem endlich mal bewölkten und nicht sooo heißen Darmstadt
      liebe Grüße Manfred

  2. Tja, mein lieber Manfred, Helfen ist für unsereins Ehrensache, wo immer es geht, das zurückzugeben, was man selbst immer und überall erhalten hat.

    Und so hast du es auch gemacht, hätte ich auch nicht anders von dir erwartet, helfen, wo Not am Mann ist !! YES !!

    Tolle Zeit für die 53-Jährige, das müssen ihr erstmal Jüngere nachmachen !!

    So, und jetzt zur Belohnung wieder FIT werden, das müsste doch mindestens drin sein !! Viel Glück !!

    1. Liebe Margitta,

      ja, wenigstens hier vor Ort und wo Hilfe gebraucht wird! Leider bröckelt es auch dabei. An manchen Stellen war es knapp mit Helfern. – Aber ich mache es gerne und helfe, so wie du auch! 🙂 … und ich finde es selbstverständlich!

      Die Petra ist schon noch super fit! TOLL!

      Danke dir! Ich hoffe drauf und bemühe mich darum!

      Liebe Grüße Manfred

  3. Lieber Manfred,
    oh schön! Da hast du ein gutes Werk getan, Helfer werden ja bei allen Sportveranstaltungen immer dringend gebraucht. 😀
    Und wenn du dann auch noch weißt, was zu tun ist, kommt es den Veranstaltern ja gleich doppelt entgegen.
    Und so konntest du doch beim Lauf hautnah mit dabei sein, auch wenn es momentan grad nicht für eine Teilnahme reicht. Das kommt wieder! 🙂

    1. Liebe Doris,

      oh, wie wahr, Helfer sind rar und waren auch bei diesem Lauf knapp! Aber es ging gut über die Bühne und es hat wohl auch alles geklappt. Letztes Jahr hatten an einer Stelle ein paar Helfer gepennt und die Strecke wurde gekürzt. Das gab Ärger, vor allem die sehr Ehrgeizigen haben ordentlich kritisiert! 🙈

      Hautnah dabei sein 👍 und für mich auch schön, so viele Bekannte zu treffen!

      Selber mitlaufen kommt wieder, ja, aber ob ich solch eine kurze Strecke nochmal laufe, ist so ne Hetzerei und dann noch 3 x ‚im Sprint‘ zur Kirche hoch? Weiß nicht, muss auch nicht unbedingt sein! 😝

      Liebe Grüße Manfred

  4. Lieber Manfred,
    das glaube ich gern, dass man froh ist um erfahrene Helfer bei schwierigen Streckenführungen. Und wenn dann noch Leute schwierig zu „führen“ sind… !
    Als Teilnehmer ahnt vielleicht nur ansatzweise, was da alles dahinter steckt. Sehr schön, dass du dich dazu zur Verfügung gestellt hast! Und belohnt wurdest du ja wiederum durch viele nette Gespräche.
    Als Ü50 eine Sub3’er-Zeit – wow kann ich da nur sagen!
    Liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,

      ja, ich helfe da gerne. Inzwischen weiß ich auch recht gut Bescheid, da lassen sich die schwierigeren Streckenabschnitt auch gut meistern. … und was die schwierigen Leute angeht, da muss man einfach taff sein und sich trauen den Mund deutlich aufzumachen. Meist kommt es nicht zu Handgreiflichkeiten, bei so vielen Leuten außenrum!

      Die Gespräche vor Ort waren schön und vielleicht klappt es zeitlich auch mit einer Teilnahme bei der Helferparty!

      Die Zeit … ja, der Hammer! 😊

      Liebe Grüße Manfred

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