nachhaltig?

Von in 2020, mal was anderes 14 Kommentare , ,

Manche sammeln Müll vor und andere nach ihrem Lauf, wieder andere sogar während des Laufens. Alles sehr löblich! 🙂

Eine andere Frage ist, ob es Plogging genannt werden muss, da eine Werbeagentur aus Stockholm diese durchaus nachhaltige Idee zu einer Art Eventsport überformt hat. Da wäre ich wieder bei der Art etwas zu inszenieren.

Eine andere Überlegung: ist es wirklich so nachhaltig, wenn ich nur Müll einsammle und dann noch den anderer Leute? – Die anderen lernen nichts draus, kriegen ja auch davon nichts mit, die Hauptsache war doch, dass sie den Kram nicht mit sich rumschleppen müssen. Es ist ihnen „egal“, ob und von wem der Müll aufgesammelt wird! – Aber schon bei der Herstellung verursacht z. B. Plastik Probleme und muss zudem kompliziert entsorgt werden!

Beide Überlegungen nur vorweg, die Grundgedanken des Umweltbewusstseins und der Nachhaltigkeit bleiben!

Niemand möge mich falsch verstehen, habe ich doch selbst schon genügend Müll anderer aufgesammelt. Beim Laufen mache ich es nur nicht so gerne, da es für mich selbst nicht nachhaltig ist, es erhält weder meine Fitness, noch trägt es zum Fitnesszugewinn bei. Lieber eine „Extra“-Aktion planen!

In diesem Zusammenhang bin ich über eine Idee gestolpert, bzw. von Abdel drauf gestoßen worden:

Wir können uns doch insgesamt nachhaltiger „aufstellen“, sei es zuhause oder beim Einkauf. Schön ist, dass viele Läufer schon sehr bewusst leben und ihren Sport treiben. Ich selbst hab viel von zuhause mitbekommen, oder mir vor Jahren bewusst gemacht. Entsprechend wurde auch einiges um- oder drauf eingestellt.

Zur bildhaften Aussage: 😉 Natürlich will auch die Kaffeeform GmbH etwas vom Kuchen abhaben und Geld verdienen, aber der Idee möchte ich Beachtung schenken.

Freund Abdel kennt meine Vorliebe für einen guten Café, so manches Mal bringe ich ihm ja auch einen ins Läuferherz. Vor nicht allzu langer Zeit brachte ich ihm wieder einmal einen Café mit. Da erzählte er mir von Kaffeetassen und Bechern, die aus Kaffeesatz hergestellt werden. Die Idee ist so neu nicht, mir war es aber neu! – Also bin ich anschließend gleich nach nebenan, da der Nachbarladen Railslide die Produkte des Berliner Labels führt und habe mir einen solchen Becher besorgt.

  • Wie findest du diese Idee?
  • Was setzt du diesbezüglich sowieso schon um?

14 Kommentare

  1. Volker |

    Moin Manfred,

    jede Idee Umweltschutz voranzubringen ist zu begrüßen, sei der Effekt auch noch so klein. Das Gesamtpuzzle macht es dann.

    Was ich umsetze? Weniger Fleisch z. B., Jens macht da auch mit. Viel Potenzial hat bei uns aber noch die Reduzierung von Plastikmüll. Wir kaufen viel im Supermarkt bzw. beim Discounter. Was man da an Plastikmüll verursacht ist echt krass. Da sollte künftig noch einiges gehen.

    LG Volker

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    • Manfred |

      Lieber Volker,

      ja, das Gesamtpuzzle macht es!

      Aber ist es nicht so einfach Plastikmüll zu umgehen. Man kriegt ja kaum noch was unverpackt … aber manche Hersteller und Händler scheinen doch langsam umzudenken. Es besteht Hoffnung!

      Wir fahren z. B. sehr wenig Auto, haben vor einiger Zeit die Kaffee-Kapsel-Maschine gänzlich verbannt und sparen mehr Wasser und Strom. Mal gucken, wo noch mehr geht … achja, Plastiktüten vermeiden wir so oft es geht! 😉

      LG Manfred

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  2. nido00 |

    Lieber Manfred,
    das Müll einsammeln beim Laufen plogging genannt wird, nervt mich etwas. Denn wir Läufer haben das ja schon immer mal getan ohne dass es so ein ‚cooles‘ Wort braucht. Wenn ich auf Naturtrails unterwegs bin, die nicht vermüllt sind – nehme ich eigentlich immer Abfall mit den ich finde, denn es soll ja erhalten werden. Bei einem vermüllten Trail ist da doch eine Sonderaktion besser.
    Ich versuche wenig Dinge zu kaufen (ausser vielleicht Laufschuhen, aber nur wenn die Alten verschlissen sind), wenig tierische Produkte, hänge meine Wäsche auf und ein wenig Müllvermeidung im kleinen, das ist aber tatsächlich schwierig. (Ich habe meist meinen eigenen Becher mit. Obwohl dass manchmal dazu führt dass man noch mehr Plastikbecher bekommt, da Geschäfte die nicht annehmen wollen – Hygiene und so.)
    Liebe Grüße!

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    • Manfred |

      Liebe Roni,

      mit der Erwähnung des Wortes wollte ich nur kurz darauf eingehen und meinte genau auch das, dass wir nämlich solche coolen Begrifflichkeiten und die „Werbung“ dahinter nicht brauchen.

      Zu allererst gehe ich selbstverständlich davon aus, dass ein echter Trailrunner und Gebirgsläufer seinen eigenen Unrat immer auch wieder mitnimmt. Bei langen Läufen, oder fernab im Freien, nehme ich in der Regel ein „Müllsäcklein“ oder dergleichen mit. Dieser Mini-Beutel hängt dann an einem Gurt oder am Rucksack und es passt auch anderer Kleinmüll noch hinein. Richtig vermüllte „Trassen“ kann ich so nie säubern.

      Müllvermeidung ist eines der „Zauberwörter“ in diesem Zusammenhang. Mein Becher, den ich beim Einkaufen dabei habe, wird bisher immer für einen Café to go akzeptiert. Bei organisierten langen Läufen wird immer mehr darauf gedrungen, dass der Teilnehmer seinen eigenen (Klapp)Becher dabei hat. Manche Veranstalter geben schon keine Becher mehr aus. Sehr löblich!

      In diesem Sinne kann jede/r ein klein wenig dazu beitragen!

      Übern Teich ganz liebe Grüße! Manfred

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  3. Elke |

    Lieber Manfred,
    ich begrüße alles, was der Umwelt zugute kommt. Joghurt kaufen wir nur noch im Pfandglas, Getränke nur in Pfand-Glaschflaschen. Shampoo habe ich seit Jahren nur als Seifenstück. Bei Kosmetika achte ich auf Vermeidung von Microplastik, Waschmittel&Co müssen umweltfreundlich sein, unser Auto tanken wir mit Sonne vom eigenen Hausdach. Fleisch ist soweit reduziert, dass es beim letzten Check schon auffiel und ich ein wenig Vitamin B beifuttern muss. Und wenn es ganz selten mal Fleisch sein soll, nur vom örtlichen Metzger der selber regionale Tiere schlachtet, nicht aus der Großfabrik! Konsum um des Konsums willen (Klamotten) ist weit reduziert. Der letzte Flug liegt lange zurück und trotz allem Ärger damit fahren wir Bahn. Außer in die Schweiz. Müll versuche ich zu vermeiden soweit es geht. Leider geht es nicht so weit ich möchte. Ansonsten wird er strikt getrennt.
    Kaffeesatz wandert bei mir auf den Kompost und der Garten freut sich. Daher finde ich die Idee der Kaffeesatztassen nicht sooo prickelnd. Da wäre es doch besser, wenn der Plastikmüll aus den gelben Säcken endlich mal komplett recycelt würde, statt Stoffe, die die Natur gern 1:1 wieder verwertet, künstlich weiter zu verarbeiten. Aber es ist immer noch besser, als diese Coffee-to-go-Einwegplastikbecher. Wer kam überhaupt auf diese sinnlose Trink-Kultur…
    Beim laufen sehe ich leider immer wieder sooo viel Müll. Wenn ich mal in rente bin, mache ich da auch Sammeltouren. Nur nicht beim laufen, das macht je den Rhythmus kaputt und in kürzester Zeit hätte ich ein Trageproblem. Und du hast absolut recht, die Verursacher kümmerts nicht und lernen tun sie auch nicht daraus. Wohl sähe die Umwelt danach wieder schöner aus…
    Ach, was für ein Reizthema…
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Manfred |

      Liebe Elke,

      ja, ein regelrechtes Reizthema … und je nachdem wie breit man sich selbst aufstellen möchte, gibt es sicherlich in den meisten Haushalten noch viel „room for improvement“!

      Wir selbst entsorgen unseren Kaffeesatz auch im Garten und doch finde ich die Idee der aus Kaffee recycelten Becher sehr gut, da sie nicht nur aus natürlich abbaubaren Rohstoffen hergestellt sind, sondern auch die Becherflut reduzieren helfen könnten. So belügt ja z. B. Starbucks seine Kunden mit dem Anstrich der „Umweltnähe“ mit ihren Millionen von Bechern, die sie jährlich auf den Markt schwemmen. Sie sind nicht recycelbar, da sie innen mit einer Plastikschicht überzogen sind! 👿 – Ich habe bei einem Stadtgang in der Regel einen Becher dabei und hole mir einen Café im eigenen Becher, jetzt halt in einem recycelbaren Becher! 😉

      Joghurt und Getränke … soweit sind wir da noch nicht, da wir wenig Joghurt essen und kaum Getränke zukaufen. Ich trinke zumeist Leitungswasser oder brühe mir viel Tee. Im Sommer wird er dann kalt getrunken. – Vegetarier bin ich seit über 20 Jahren. Ganz selten esse ich mal Fisch … da mache ich dann mal eine Ausnahme bzgl. meines Vegetarierseins. Bei mir macht sich das in meinen Eisenwerten bemerkbar; B wird ab und an ergänzt; auf „Problemfelder“ wie Zink und Selen achte ich aber auch. – … und wir fahren lange Strecken kaum noch mit dem Auto, sondern sehr viel mit dem Zug.

      … und und und … endloses Thema ist es auch noch! 😉

      Bleiben wir trotz allem dran!
      LG Manfred

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  4. ultraistgut |

    Lieber Manfred, das Plogging, wie man es auch nennen mag, ist aus meiner Sicht eine sehr gute Sache – und ich “ pflege “ es Tag um Tag,

    Erst am Wochenende hatten wir wieder eine große Gruppe von 200 Leuten mit Schülern aus hiesigen Schulen, die fleißig beim Müllsammeln halfen, gibt ein gutes Gefühl, auch wenn es Menschen gibt, die mir sagen: “ Ich denke gar nicht daran, den Müll von anderen aufzusammeln, das sollen sie selbst tun „.

    Und ich sage dir, es hat sich gelohnt – unglaublich, was da an Müll zusammengekommen war – unser Ort ist erst mal sauber, fragt sich nur, wie lange !

    Auch sonst versuche ich weitestgehendst umweltschonend zu leben, ist mir immer bewusst, ich lebe danach, sooft ich kann und versuche es anderen auch zu vermitteln.

    Schlimm die Umweltschweine, die dieses “ Unheil “ anrichten !

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    • Manfred |

      Liebe Margitta,

      dass es sich lohnt, bezweifel ich gar nicht, sondern bin ja selbst der Meinung … auch dass das Ergebnis sehr gut tut. – Von der Schule aus streifen wir regelmäßig mit Schülergruppen in die Umgebung und sammeln Müll im benachbarten Wald, da unsere Schule zumeist von Wald umgeben ist! Leider kommt dann immer erschreckend viel zusammen. Zum Glück hat die Schule viele und große Container auf dem eigenen Grundstück! Lang anhaltend ist ein solch positiver Ertrag leider nicht! 😥

      weitestgehend umweltschonend … genau das nehme ich von den meisten Läufern an, die sich lange und bewusst in der Natur aufhalten! – Bleiben wir dran und tun unser Bestes!

      An die Ostsee
      LG Manfred

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  5. Catrina |

    Lieber Manfred!
    Ein Kaffeebecher aus Kaffeesatz? Eine super Idee! Mich freut es, dass immer mehr Menschen umweltfreundlich denken und handeln.
    Wir versuchen Plastik so weit es geht zu vermeiden. Wir sammeln Bioabfall, haben kein Auto und kaufen sehr selten neue Kleider. Wenn, dann sind es meist Laufklamotten und Laufschuhe. 😊
    Aber es würde noch viel mehr gehen. Zum Beispiel bei unseren Flugreisen… zukünftig wollen die minimieren. Wenn alle am gleichen Strick ziehen, kann vieles bewegt werden!
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen, aber sehr kalten St.Moritz!

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Catrina,

      ich habe die Idee auch als super Idee empfunden und da ich oft einen Becher bei Stadtgängen bei mir habe, ist jetzt ein solcher Becher mein eigen! 🙂

      Und wie vorher schon geschrieben, nehme ich bei Läufern, die bewusst und lange in der Natur unterwegs sind, auch an, dass sie möglichst viel für Natur und Umwelt tun! – Wir sind gefühlt ewig schon nicht mehr geflogen, fuhren lange Strecken schon länger nicht mehr mit dem Auto, sondern mit der Bahn und benutzen, wo immer es geht, das Rad als Fortbewegungsmittel … ich liebe doch die Bewegung! 😆

      Beim Klamottenkauf bin ich ähnlich unterwegs wie ihr … und es wäre sooo schön, wenn Laufschuhe länger hielten!

      Aus dem wieder sonnigen Darmstadt ins schöne St. Moritz
      LG Manfred

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  6. Helge |

    Lieber Manfred,
    ich sammel auch oft Müll ein aber irgendwie finde ich es doch nicht ganz befriedigend, weil der nächste Idiot einfach doch wieder seinen Müll in den Wald schmeißt 😐
    Ich persönlich würde richtig hohe und harte Strafen verhängen. Aber gut, ich habe wenig zu sagen 😆
    Jede Möglichkeit mit der wir Müll vermeiden können ist eine gute Idee denke ich. Und Kaffeebecher aus Kaffeesatz hört sich ja so an, als ob der Kaffeebecher restlos kompostierbar ist.
    Das ist in jedem Falle eine gute Idee
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Manfred |

      Liebe Helge,

      deswegen bin ich ja auch der Meinung gewesen, dass es nicht in jeglicher Hinsicht nachhaltig ist! Irgendwelche Idioten gibt es doch leider immer, die dann auch solch kleine Erfolge gleich wieder zunichte machen! 😥

      Gegen harte Strafen hätte ich auch nichts einzuwenden … ich bin auf jeden Fall nicht in der Gefahr sie entrichten zu müssen! 😉 … kannst dich ja mal darum bemühen mehr Einfluß zu bekommen! 🙂

      Da ich bei Stadtgängen meist einen Becher für einen „to go“ dabei habe, war es für mich ein guter und angemessener Kauf. Laut Eigenwerbung ist das Material langlebig und doch vollständig (100 %) recycelbar!

      LG Manfred

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  7. regenfrau |

    Lieber Manfred,
    ich glaube je weniger Müll herumliegt, desto weniger wird weggeworfen. Weil wenn die Landschaft wie eine Müllhalde aussieht, schmeisst der nächste (noch) leichter was dazu. Also ist jedes eingesammelte Müllstück in doppelten Sinn gut für die Umwelt. 🙂

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    • Manfred |

      Liebe Doris,

      da ist auf jeden Fall was dran. Also immer mal ne Sammelaktion durchführen, oder zumindest unterstützen. Und doch muss es ja nicht bei jedem Lauf sein, zumal manche Teile so verdreckt, verklebt oder so eklig sind, dass ich zum Aufheben am liebsten eine „Müllzange“, zumindest ein Papiertaschentuch nehmen würde. So was habe ich nur nicht immer dabei! 😉

      In diesem Sinne bleiben wir der Natur gewogen … und helfen letztlich uns selbst! 🙂

      LG Manfred

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Und, was denkst du?