Sieben-Hügel-Steig

Von in 2017 8 Kommentare ,

Der Sieben-Hügel-Steig ist ein Wanderweg im Osten Darmstadts, der erst vor ca. neun Jahren eingeweiht wurde. Auf der verlinkten Seite wird der Weg von Süden kommend beschrieben.

Da ich ganz in der Nähe des südlichen „Einstiegs“ wohne, war es naheliegend, dass ich mir diesen Weg mal von Süden kommend „vorknöpfen“ werde! 😛

Gestern war mein Bewegungsdrang sehr hoch … Sonnabend hatte ich mich nicht so richtig belastet. Ideale Temperaturen für einen Lauf mit deutlich über 20 Kilometer, bei allerdings hoher Luftfeuchtigkeit.

Ein paar hundert Meter auf Asphalt durch die Siedlung, dann war ich raus. Entlang der Streuobstwiesen ging es dann schon stetig bergauf!

    

Mitten drin informiert mich eine Tafel über diese Streuobstwiesen … und nur ein kurzes Stück später laufe ich über eine sanft ansteigende Wiese auf den ersten Hügel der Tour. Oben befindet sich eine kleine Schutzhütte mit Info-Tafel, auf der Interessantes zum Prinzenberg steht.

    

Mit der Hütte im Rücken genieße ich kurz den schönen Blick in die Rheinebene und auf die Anhöhen des Odenwaldes. Im Hintergrund (Mitte rechts) ist der Melibokus zu erkennen.

    

Bei der Fortsetzung des gut ausgeschilderten Weges werde ich auf den nächsten 5,5 km über die Hügel 2 bis 6 kommen. Das bedeutet, dass der nördliche Teil der Tour relativ flach ausläuft. – Auf kleinen Pfaden bergab und kurz danach wieder bergauf erreiche ich den Waldpark Marienhöhe.

    

Dort ist westlich eine Tafel mit Infos über das Projekt Marientempel im Waldpark Marienhöhe. Der Tempel wurde nicht wieder aufgebaut. Sein Grundriss wird durch Stelen angedeutet. Leider sind diese stark überwuchert.

    

Auf der Info-Tafel im Osten wird der zweite Hügel thematisiert. Es wird sogar unsere Schule erwähnt! 😆

Nur ein paar hundert Meter entfernt liegt die Ludwigshöhe, von der der Planetenweg startet. Diese Anhöhe ist neben der Rosenhöhe ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Dort befinden sich die Volkssternwarte, vielfältige Spielmöglichkeiten für Kinder, ein Grillplatz mit vielen Sitzgruppen und Bänken, mehrere Schutzhütten, eine Aussichtsplattform, der Ludwigsturm und eine Klause zum Einkehren.

         

Auf kleinen verwinkelten Pfaden laufe ich nun zum Goethefelsen. Eine Tafel verrät, dass Johann Wolfgang von Goethe zumindest in Darmstadt war. Am Goetheteich vorbei geht es dann steil hoch zum Herrgottsberg.

        

… auch hier gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder …

Von hier aus laufe ich auf breiteren Wegen zum nächsten Hügel, den Dommerberg, muss vorher aber noch die Landstraße queren, die vom Böllenfalltor nach Nieder-Ramstadt führt.

         

Gerne würde ich mal den Bismarckturm besichtigen. Leider darf ich es nicht, da er baufällig ist.

    

Auf dem Weg zum Dachsberg komme ich deutlich vor der eigentlichen Anhöhe am Info-Schild vorbei. Seit Menschengedenken soll es hier eine Dachsbauanlage geben.

Auf dem Weg zum letzten Hügel kann ich im Flachen mein Tempo etwas erhöhen, überquere dann erst östlich der Lichtwiese (TU-Darmstadt) den Darmbach, bevor ich am Eingang des Vivariums vorbeilaufe. Es ist Darmstadts kleiner Zoo.

    

Im weiteren Verlauf passiere ich den Botanischen Garten, dann das Hofgut Oberfeld,
eine ehemalige Domäne und habe bald danach den Park Rosenhöhe erreicht.

    

Im Herzen des Parks befindet sich eines der ältesten Rasariens Deutschlands.

    

Im Westen des Parks verlasse ich diesen durch das Löwentor. Den Ostbahnhof lasse ich rechts liegen, da ich ja auch den Rückweg zu Fuß machen will. – Bei einer kurzen Rast am Judenteich nehme ich etwas zu mir, setze eine Info an die Lieben ab und laufe genauso wieder zurück, wie ich gekommen bin! – Obwohl ich auf dem Rückweg langsamer werde, brauche ich nicht die gleiche Zeit, wie für den Hinweg, da ich ja keine Fotostops mehr einlege. – 24 km mit ca. 450 hm habe ich mir so erlaufen!

 

8 Kommentare

  1. ultraistgut |

    Lieber Manfred, da kann man nur sagen: wer eine Reise tut, der kann was erleben, es überkommen mich immer heimatliche Gefühle, wenn ich die Landschaftsbilder sehe – Melibokus – wie oft war ich dort !

    24 km super – es läuft – schöne Tour !

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Margitta,
      danke für die Rückmeldung! 🙂
      Wenn es dich mal arg in den Süden zieht … nur zu! 😆
      Ja, es läuft und ich bin wahnsinnig dankbar. Hoffentlich bin ich rechtzeitig und einigermaßen fit für meine Tour im Stubaital und auf den Gletscher! 😕
      Dir alles Gute!
      LG Manfred

      Antworten
  2. Volker |

    Melibokus? Was ist denn das für ein Erreger, lieber Manfred? :mrgreen:

    Schön Tour durch eine tolle Landschaft mit reichlich Kilometern. Läuft würde ich sagen, oder? 🙂 So soll es bleiben!

    LG Volker

    Antworten
    • Manfred |

      Lieber Volker,
      wir haben mehrere solche Erhebungen. Frankenstein ist ja hier auch ein Berg und kein furchterregendes Wesen! 😆
      Melibokus, quasi gegenüber unserer Bergstraße, eine Erhebung im Odenwald.
      Die Länge war gut, die Fitness kann noch besser werden. 😛
      LG Manfred

      Antworten
  3. Helge Orlt |

    Lieber Manfred,
    ich hätte all diese schönen grünen Eindrücke gar nicht so nah an Darmstadt erwartet.
    Und soviel Kultur 😯
    Ich muss unbedingt mir auch mal so einen Weg suchen. Hier gibt es z.B. einen Windweg wo man alles über Windernergie lernen kann.
    Ich habe noch nie gelesen was auf den Tafeln steht.
    Dabei schient es gar nicht schlecht zu sein, sich während des Sports auch noch zu bilden 🙂
    Schöne Tour. Es läuft!
    Liebe Grüße
    Helge

    Antworten
    • Manfred |

      Liebe Helge,
      langsam geht es wieder. Ich mach das z. T. auch von den letzten Kilometern auf so ner Tour abhängig. Diesmal bin ich auf den letzten Kilometern gar nicht so „eingebrochen“. Das ist auch für mich selbst ein gutes Zeichen. Und gestern ging es sogar über 12 km ein bisschen schneller. 😆
      Ja, laufen bildet doch! – Noch nicht gewusst? 😛
      Erzähl mal demnächst was über Windenergie!
      LG Manfred

      Antworten

Und, was denkst du?